Definitorische Eigenschaften von Komposita im kastilischen Spanischen innerhalb des theoretischen Rahmens der Wortsyntax


Studienarbeit, 2003

10 Seiten


Leseprobe

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3. Die strikte Korrelation der Form und der Semantik

eines Kompositums im Spanischen

Die Übertragung des Kopfkonzeptes aus der Syntax auf die Morphologie impliziert auch die Übertragung der Korrelation der Form einer grammatischen Konstruktion (d.h. die Kopf-Komplement-Struktur/-Reihenfolge ihrer Konstituenten) und ihrer Semantik aus der Syntax auf die Morphologie: eine bestimmte Kopf-Komplement-Struktur/-Reihenfolge der Konstituenten in einer grammatischen Konstruktion wird mit einer bestimmten Semantik dieser grammatischen Konstuktion assoziiert. Damit impliziert die Übertragung des Kopfkonzeptes aus der Syntax auf die Morphologie die strikte Korrelation der Form eines Kompositums (d.h. die Kopf-Komplement-Struktur/lineare Reihenfolge seiner Konstituenten) und dessen Semantik als weitere definitorische Eigenschafte von Komposita im Spanischen. Hierbei determiniert eine bestimmte lineare Reihenfolge der Konstituenten in einer grammatischen Konstruktion allerdings keineswegs die syntaktische Eigenschaft einer Konstituente als die semantisch modifizierte Kopfkonstituente und die syntaktische Eigenschaft einer anderen Konstituente als die die Kopfkonstituente semantisch modifizierende Komplementkonstituente und somit die Semantik der gesamten grammatischen Konstruktion. Die syntaktischen Eigenschaften der Konstituenten in einer grammatischen Konstuktion als die semantisch modifizierte Kopfkonstituente und die die Kopfkonstituente semantisch modifizierende Komplementkonstituente werden ausschließlich durch die Lexikoneinträge beider Konstituenten unabhängig von der linearen Reihenfolge beider Konstituenten in einer grammatischen Konstruktion determiniert. Allerdings korreliert im Spanischen eine bestimmte Kopf-Komplement-Struktur/lineare Reihenfolgen beider Konstituenten in einer grammatischen Konstruktion mit der syntaktischen Eigenschaft einer bestimmten Konstituente als semantisch modifizierte Kopfkonstituente und mit der syntaktischen Eigenschaft der anderen Konstituente als die Kopfkonstituente semantisch modifizierende Komplementkonstituente. Das Spanische ist für die parametrische Option (+ initial) des „Head-Direction“-Parameters spezifiziert und ist somit eine kopfinitiale Sprache, in welcher die Komplemente ihren Köpfen auf der S-Struktur linear folgen anstatt ihnen linear voranzugehen. Somit wird eine bestimmte Kopf-Komplement-Struktur/lineare Reihenfolge der Konstituenten in einer grammatischen Konstruktion im Spanischen, in welcher die semantisch modifizierte Kopfkonstituente auf der S-Struktur der die Kopfkonstituente semantisch

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Details

Titel
Definitorische Eigenschaften von Komposita im kastilischen Spanischen innerhalb des theoretischen Rahmens der Wortsyntax
Hochschule
Universität Hamburg
Autor
Jahr
2003
Seiten
10
Katalognummer
V185940
ISBN (eBook)
9783867469913
ISBN (Buch)
9783656991762
Dateigröße
563 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
definitorische, eigenschaften, komposita, spanischen, rahmens, wortsyntax
Arbeit zitieren
Magister Markus Mross (Autor), 2003, Definitorische Eigenschaften von Komposita im kastilischen Spanischen innerhalb des theoretischen Rahmens der Wortsyntax, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185940

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