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Diskussion einiger zentraler Begriffe der Prinzipien- und Parametertheorie

Titel: Diskussion einiger zentraler Begriffe der Prinzipien- und Parametertheorie

Studienarbeit , 2001 , 19 Seiten

Autor:in: Magister Markus Mross (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im folgenden werde ich einige zentrale Begriffe der Prinzipien- und Parametertheorie
als Spracherwerbstheorie diskutieren. Dies soll dem Leser zu einem besseren
Verständnis von Begriffen wie dem „Triggering“ von Parameterwerten,
einer „Triggering-Hierarchie“, dem „Parameter-Resetting“, der „Continuity Assumption“,
der „Maturation Hypothesis“ und dem „Clustering“ von Parameterwerten
beitragen. Hierzu habe ich u.a. den Aufsatz „Parameters in Acquisition“
von J.M. Meisel (1995) zusammengefaßt. Dieser Aufsatz ist ein exzellenter Übersichtsartikel
über einige zentrale Begriffe und zentrale Fragestellungen innerhalb
des theoretischen Rahmens der Prinzipien- und Parametertheorie.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Atkinsons (1992): Das „Triggering“ von Parameterwerten als ein bewußt und gesteuert erfolgender Erwerbsprozeß

2) Meisel (1995): Parameters in Acquisition

3) Penner & Müller (1992)/ Weissenborn & Penner (1998): Die konzeptuellen Grundzüge einer Triggering-Hierarchie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit diskutiert zentrale Begriffe der Prinzipien- und Parametertheorie in Bezug auf den Spracherwerb. Das Hauptziel ist die Untersuchung der Mechanismen des „Triggerings“ und des „Parameter-Settings“, um zu erörtern, wie Kinder zielsprachliche grammatische Parameter auf der Basis von sprachlichen Daten erwerben.

  • Unterscheidung zwischen „Triggering“ und „Learning“ als Erwerbsprozesse
  • Die Rolle von Default-Werten und die Notwendigkeit von Parametertests
  • Strukturelle Variation und Trigger-Hierarchien beim Spracherwerb
  • Theorien zur Reifung vs. Anordnung von Parametern (Maturation vs. Ordering)
  • Die Parametrisierung funktionaler Köpfe und die Problematik des Parameter-Resettings

Auszug aus dem Buch

1) Atkinson (1992): Das „Triggering“ von Parameterwerten als ein bewußt und gesteuert erfolgender Erwerbsprozeß

Atkinson (1992) weist auf die Unangemessenheit der Verwendung des Begriffes eines „Triggerings“ von Parameterwerten für die Charakterisierung eines auf dem Setzen von Parameterwerten basierenden Erwerbsprozesses hin. Demnach stellen „Triggering“ und „Parameter-Setting“ zwei getrennte Erwerbsprozesse dar, welche beide in unterschiedlicher Weise auf einer Interaktion des Lerners mit der sprachlichen Umgebung beruhen. Anhand der Differenzierung der diesen beiden Erwerbsprozessen jeweils zu Grunde liegenden charakteristischen Eigenschaften diskutiert Atkinson (1992) die Frage nach der Art des im „Parameter-Setting“ involvierten Erwerbsprozesses:

„Turning to the relationship between the data and the setting of parameters, this is acknowledged to be causal and, of course, it is customary to refer to it as „parameter-setting“. But this entirely begs the question of what sort of process parameter setting is. (...) is it a species of learning, interpreted as the selection and testing of hypotheses (...) ? The orthodox view seems to be that it is inappropriate to identify parameter-setting with learning, and it is commonplace to find the expression „triggering“ in discussions of this notion.“ (Atkinson, 1992; 101)

Zusammenfassung der Kapitel

1) Atkinsons (1992): Das „Triggering“ von Parameterwerten als ein bewußt und gesteuert erfolgender Erwerbsprozeß: Das Kapitel analysiert die theoretische Abgrenzung zwischen „Triggering“ und „Parameter-Setting“ als kognitive Prozesse und hinterfragt die Annahme, Parameter würden automatisch durch Inputdaten gesetzt.

2) Meisel (1995): Parameters in Acquisition: Dieses Kapitel behandelt Kernkonzepte der Universalgrammatik, wie den Clustering-Effekt und die Continuity Assumption, und beleuchtet den Erwerb von Parametern sowie den Anfangszustand der Grammatik.

3) Penner & Müller (1992)/ Weissenborn & Penner (1998): Die konzeptuellen Grundzüge einer Triggering-Hierarchie: Das Kapitel skizziert das Modell einer Triggering-Hierarchie, die erklärt, wie verschiedene Parameter durch eine Abstufung der perzeptiven Zugänglichkeit in einer zeitlich geordneten Sequenz erworben werden.

Schlüsselwörter

Prinzipien- und Parametertheorie, Spracherwerbstheorie, Triggering, Parameter-Setting, Universalgrammatik, Clustering, Maturation Hypothesis, Parameter-Resetting, funktionale Kategorien, Triggering-Hierarchie, Input-Evidenz, Lernergrammatik, kognitive Reifung, syntaktische Struktur, Sprachlehrforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit diskutiert zentrale Begriffe und theoretische Konzepte der Prinzipien- und Parametertheorie im Kontext des Spracherwerbs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Mechanismen des Triggerings, das Setzen von Parametern, die Rolle der Universalgrammatik und die Sequenzierung des Erwerbs durch Trigger-Hierarchien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die theoretische Klärung, wie Kinder durch den Input zielsprachlich relevante Parameter fixieren und welche kognitiven Prozesse (wie induktives Lernen oder Triggering) dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Literaturdiskussion, indem sie verschiedene sprachwissenschaftliche Aufsätze, insbesondere von Atkinson, Meisel, Penner und Müller, zusammenfasst und kritisch gegeneinander abwägt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Unterscheidung von Erwerbsprozessen, die Diskussion über den Anfangszustand der Grammatik und die detaillierte Skizzierung einer Triggering-Hierarchie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Prinzipien- und Parametertheorie, Triggering, Parameter-Setting, Universalgrammatik und die Triggering-Hierarchie.

Warum hinterfragt der Autor den Begriff des „Triggerings“ bei Parameterwerten?

Der Autor hinterfragt den Begriff, da „Triggering“ oft fälschlicherweise als automatischer, quasi-mechanischer Prozess verstanden wird, während Atkinson argumentiert, dass das Setzen von Parametern ein aktiver, hypothesenbildender Erwerbsprozess ist.

Was besagt die „Unique Trigger Solution“ in diesem Kontext?

Die „Unique Trigger Solution“ schlägt vor, dass ein Parameter durch spezifische, in der Universalgrammatik definierte Merkmale eindeutig gesetzt wird, was jedoch das Risiko von Fehlentscheidungen (Missetting) bei zweideutigen Daten birgt.

Wie unterscheidet sich die „Maturation Hypothesis“ von der „Continuity Assumption“?

Während die Continuity Assumption postuliert, dass die kindliche Grammatik UG-Prinzipien nie verletzt, geht die Maturation Hypothesis davon aus, dass bestimmte Prinzipien erst durch biologische Reifung im Laufe der Entwicklung verfügbar werden.

Welche Bedeutung hat das „Clustering“ für den Spracherwerb?

Clustering erklärt, wie das Setzen eines einzigen Parameters dazu führt, dass ein Bündel an oberflächlich verschiedenen sprachlichen Eigenschaften gleichzeitig verfügbar wird, was die Effizienz des Spracherwerbs erhöht.

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Details

Titel
Diskussion einiger zentraler Begriffe der Prinzipien- und Parametertheorie
Hochschule
Universität Hamburg
Autor
Magister Markus Mross (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
19
Katalognummer
V185950
ISBN (eBook)
9783867469814
ISBN (Buch)
9783656991946
Sprache
Deutsch
Schlagworte
diskussion begriffe prinzipien-
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Markus Mross (Autor:in), 2001, Diskussion einiger zentraler Begriffe der Prinzipien- und Parametertheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185950
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Leseprobe aus  19  Seiten
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