Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Exit or Vote - The Wall Street Rule

Titel: Exit or Vote - The Wall Street Rule

Hausarbeit , 2004 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Maik Zöllner (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit wurde im Rahmen des Hauptseminars Corporate Governance erstellt.
Die Trennung von Eigentum und Kontrolle kann vor dem Hintergrund der Nutzung von Spezialisierungsvorteilen, insbesondere auch bei der Führung von Wirtschaftsunternehmen, von Vorteil sein. Mit der Trennung entstehen jedoch Konfliktpotentiale, da Eigentümer (Principal) und der Manager (Agent), der mit der
Führung eines Unternehmens betraut wird, nicht über die gleichen Informationen verfügen. Dies öffnet dem Agenten Freiräume, eigene Ziele zu verfolgen. Um dieses organisatorische Problem zu lösen, müssen Lösungen gefunden werden, wie Rechte
und Zuständigkeiten verteilt werden und ein Anreizmechanismus entwickelt werden, der das vertragskonforme Verhalten des Agenten sicherstellt.
Ein Anreizmechanismus zur Disziplinierung der Manager bei Aktiengesellschaften ist zum Beispiel die Beteiligung der Aktionäre an den Entscheidungen des Managements: Kann ein Unternehmen nicht die vom Aktionär gewünschte Performance aufweisen, zum Beispiel in Form eines erhöhten Shareholder Values, hat der Investor zwei Alternativen, um eine Verbesserung zu erzwingen. Entweder
er verkauft seine Aktien (Exit) und investiert in rentablere Investitionsobjekte, oder er nimmt im Rahmen der Corporate Governance Einfluss auf das Management (Voice bzw. Vote).
Zwar sind die beiden Strategien (Exit vs. Vote) an allen internationalen Börsenplätzen und für alle Investoren vorstellbar, jedoch vertritt der Autor die Auffassung, dass für eine Betrachtung dieser Wirkungsmechanismen sich insbesondere die US-amerikanische Aktiengesellschaft am besten eignet. Dafür sprechen die hohe Sekundärmarktliquidität der US-Börsen, die hohe durchschnittliche
Eigenkapitalquote der amerikanischen Aktiengesellschaften sowie die
kulturellen Unterschiede im Vergleich zu Deutschland (Banken als Delegated Monitor, hoher Anteil der Fremdfinanzierung) und Japan (Keiretsu).
Der vorliegende Aufsatz geht der Frage nach, wie die beiden Strategien ein wirksames Mittel darstellen, die Corporate Governance effizient zu gestalten. Unter Corporate Governance soll dabei die Leitung, Herrschaft oder Kontrolle in bzw. über Unternehmen und deren Ressourcen verstanden werden.1
Im folgenden Kapitel wird zunächst die Funktion des Kapitalmarktes, die Bedeutung
der institutionellen Investoren und das einstufige Board-System dargestellt. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Funktionen des Kapitalmarktes

2.2 Institutionelle Investoren

2.3 Das einstufige Board-System

3. Governance via Exit

3.1 Die Rolle des Marktes für Unternehmenskontrolle

3.2 Theorie über die Existenz von Verteidigungsinstrumenten

3.3 Effizienz des Marktes für Unternehmenskontrolle

3.3.1 Vorteile durch eine Übernahme

3.3.2 Management Turnover nach der Übernahme

3.3.3 Die Macht einer Übernahmedrohung

4. Governance via Voice

4.1 Stimmrechtsvertretung in den USA - Das Proxy-System

4.1.1 Das Stimmrecht

4.1.2 Proxy Solicitation

4.1.3 Weitere Handlungsoptionen der Aktionäre

4.2 Die Rolle der Institutionellen Investoren - „Shareholder Activism“

4.2.1 Kontrollanreize

4.2.2 CalPERS & Co.

4.2.3 Auswirkungen des Shareholder Activism

4.3 Funktion der Dividende

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie die beiden Strategien „Exit“ (Verkauf von Aktien) und „Voice“ (aktive Einflussnahme durch Stimmrechte) als Mechanismen zur Disziplinierung des Managements dienen, um eine effiziente Corporate Governance in börsennotierten Aktiengesellschaften sicherzustellen.

  • Wirkungsweise des Kapitalmarktes und des Marktes für Unternehmenskontrolle
  • Rolle institutioneller Investoren und Formen des „Shareholder Activism“
  • Analyse von Verteidigungsstrategien gegen Übernahmen
  • Bedeutung von Stimmrechtsvertretung (Proxy-System)
  • Die Funktion der Dividende als Instrument zur Reduzierung von Agency-Kosten

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Rolle des Marktes für Unternehmenskontrolle

Der fallende Aktienkurs durch den Verkauf signalisiert Vertrauensverlust in die Corporation und kann möglicherweise, sofern Gehaltsbestandteile des Managements an der Aktienkursentwicklung gekoppelt ist, zu Einkommensverlusten beim Management führen. Außerdem erhöhen sich bei Kapitalbedarf des Unternehmens die Refinanzierungskosten aufgrund des niedrigen Aktienkurses und des geringen Vertrauens in die zukünftige Performance des Unternehmens. Gleichzeitig wird das Unternehmen bei der Suche nach neuen Kapitalgebern verstärkt zur Veröffentlichung von Unternehmenszahlen und erhöhter Transparenz gezwungen.

Investoren können sich dadurch ein besseres Bild über die Corporation machen und Schwachstellen identifizieren. Die Unterbewertung des Unternehmens und die Möglichkeit, durch ein neues Management die Profitabilität des Unternehmens und den Shareholder Value zu erhöhen, machen das Unternehmen wiederum zu einem potentiellen Übernahmeziel. Für das noch amtierende Mangagement hieße dies jedoch den Verlust des Arbeitsplatzes und damit verbunden den Verlust von Einkommen, Macht und Reputation.

Diese Kausalkette zeigt die potentielle Bedrohung für das Management durch den „Markt für Übernahmen“ (Market for Corporate Control). Allein diese Bedrohung müsste theoretisch dazu führen, dass das Management im Sinne der Aktionäre das Unternehmen führt. In der Praxis sind jedoch Verteidigungsstratgien in der Corporate Governance implementiert, um die Gefahr der Übernahme abzuschwächen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Problem der Trennung von Eigentum und Kontrolle sowie Vorstellung der Mechanismen Exit und Voice als Lösungsansätze.

2. Grundlagen: Darstellung der Kapitalmarktfunktionen, der Bedeutung institutioneller Investoren und des einstufigen amerikanischen Board-Systems.

3. Governance via Exit: Analyse der disziplinierenden Wirkung des Marktes für Unternehmenskontrolle und der Rolle von Verteidigungsinstrumenten gegen Übernahmen.

4. Governance via Voice: Untersuchung des US-amerikanischen Proxy-Systems, des Shareholder Activism und der dividendenpolitischen Einflussnahme.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Feedbackmechanismen „Exit or vote“ im Kontext der Corporate Governance.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Exit, Voice, Kapitalmarkt, Institutionelle Investoren, Unternehmenskontrolle, Shareholder Activism, Aktiengesellschaft, Management Turnover, Proxy-System, Stimmrecht, Dividende, Agency-Probleme, Übernahmedrohung, Shareholder Value

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Aktionäre durch den Verkauf von Aktien (Exit) oder durch die aktive Ausübung ihrer Stimmrechte (Voice) Einfluss auf das Management von Aktiengesellschaften nehmen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Markt für Unternehmenskontrolle, dem Einfluss institutioneller Anleger wie Pensionsfonds, Verteidigungsstrategien gegen feindliche Übernahmen und dem amerikanischen Proxy-System.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie die beiden Strategien „Exit“ und „Voice“ als wirksame Mittel zur effizienten Gestaltung der Corporate Governance und zur Disziplinierung des Managements fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung empirischer Erkenntnisse aus bestehenden Studien zum Thema Corporate Governance basiert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung indirekter Kontrolle durch den Aktienmarkt (Exit) und direkter Kontrolle durch Stimmrechtsausübung und aktive Interventionen (Voice).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Corporate Governance, Shareholder Activism, Markt für Unternehmenskontrolle und Agency-Problematik geprägt.

Welche Rolle spielen Verteidigungsinstrumente?

Verteidigungsinstrumente wie Poison Pills oder Anti-takeover Amendments werden als Mittel analysiert, mit denen das Management versucht, Übernahmen zu erschweren, was jedoch kontrovers diskutiert wird.

Warum wird insbesondere die US-amerikanische Aktiengesellschaft betrachtet?

Die USA werden gewählt aufgrund der hohen Sekundärmarktliquidität, der Verbreitung des einstufigen Boards und der ausgeprägten Kultur des Shareholder Activism.

Welche Bedeutung hat die Dividende in der Arbeit?

Die Dividende wird nicht nur als Ertragsquelle gesehen, sondern als Instrument, das durch die Ausschüttung von Free Cash Flows das Management diszipliniert und die Transparenz erhöht.

Was versteht man unter der „Wall Street Rule“?

Die Wall Street Rule besagt, dass Aktionäre das Management unterstützen sollten, oder andernfalls die Aktien verkaufen (Exit), anstatt aktiv in die Unternehmensführung einzugreifen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Exit or Vote - The Wall Street Rule
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1
Autor
Maik Zöllner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
19
Katalognummer
V185976
ISBN (eBook)
9783869439983
ISBN (Buch)
9783656991304
Sprache
Deutsch
Schlagworte
exit vote wall street rule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maik Zöllner (Autor:in), 2004, Exit or Vote - The Wall Street Rule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185976
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum