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Förderung von hypoaktiven Kindern in der Grundschule - Möglichkeiten einer kontinuierlichen Entwicklung in Zusammenarbeit von schulischer und außerschulischer Betreuung

Title: Förderung von hypoaktiven Kindern in der Grundschule - Möglichkeiten einer kontinuierlichen Entwicklung in Zusammenarbeit von schulischer und außerschulischer Betreuung

Examination Thesis , 2004 , 75 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Lars Antoch (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Schulische Leistungsdefizite resultieren bei vielen Kindern aus der Unfähigkeit, dem
Unterrichtsgeschehen aufmerksam folgen zu können. Nicht wahrgenommene
Unterrichtsinhalte führen zu Informationslücken, was starke Probleme bei der Bewältigung
des Schulalltags nach sich ziehen kann. Eine mögliche Ursache ist dabei das so genannte
„Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom“ (kurz: ADS), was keinesfalls nur als medizinisches
Problem verstanden werden sollte.
Möglichkeiten der Förderung dieser Kinder und ein theoretischer Hintergrund sollen
Hauptgegenstand dieser Arbeit sein. Die Aspekte der außerschulischen Arbeit als Alternative
und der zusätzlichen Unterstützung der Eltern wird untersucht und am Beispiel eines
Nachhilfeinstitutes exemplarisch erläutert. Durch die langjährige Arbeit mit Kindern in einer
Nachhilfeschule sollen Möglichkeiten und Grenzen einer solchen Förderung aufgezeigt und
beschrieben werden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Einordnung

2.1 Besonderheiten der Aufmerksamkeitsstörungen

2.1.1 Mögliche externe und interne Konflikte der ADS-Kinder

2.2 Entdeckung der eigenen Selbstwirksamkeit

2.3 Nosologie des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms

2.3.1 DSM-IV und ICD-10 im Vergleich

2.4 Ein Spezialfall

2.5 Möglicher Verlauf des ADS

2.5.1 Das Säuglingsalter

2.5.2 Das Vorschulalter

2.5.3 Die Schulzeit

2.5.3.1 Rechnen

2.5.3.2 Rechtschreibung

2.5.3.3 Lesen

2.5.4 Das Jugendalter

3 Ursachen

4 Interventionsmöglichkeiten

4.1 Medikamentöse Interventionsmöglichkeiten

4.2 Wirkungsweisen der Stimulanzien

4.3 Effizienz von Psychopharmaka

4.4 Praktische Umsetzungen in der außerschulischen Förderung

4.4.1 Das Arbeiten mit Verstärkerplänen

4.5 Hilfe zur Selbsthilfe

4.6 Komplikationen

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Möglichkeiten der Förderung hypoaktiver Kinder in der Grundschule durch eine eng verzahnte Zusammenarbeit zwischen schulischer Betreuung und außerschulischer Nachhilfe, um deren Lernpotenziale trotz Aufmerksamkeitsschwächen gezielt zu entwickeln.

  • Phänomenologie des ADS ohne Hyperaktivität (hypoaktive Kinder)
  • Entwicklung und psychische Auswirkungen des ADS im Verlauf der Kindheit
  • Bedeutung der Selbstwirksamkeit und Lernstrategien
  • Multimodale Therapieansätze und die Rolle von Psychopharmaka
  • Praktische Umsetzung der außerschulischen Förderung (z.B. Verstärkerpläne)

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Mögliche externe und interne Konflikte der ADS-Kinder

Gerade während konzentrierter Arbeitsphasen in der Schule oder zu Hause scheinen hypoaktive Kinder in einen Teufelskreis zu geraten, in dem sie durch eigene Aufmerksamkeitsmängel und der daraus resultierenden Kritik von extern unter Druck geraten. Rosemarie Farnkopf beschreibt dieses Phänomen als „Widerspruch zwischen Erwartung und Wirklichkeit“ (vgl. Farnkopf 2002, S. 48). Anstrengungen und Bemühungen des betroffenen Kindes reichen nicht aus, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. ADS-Kindern, die eher perfektionistisch und anspruchsvoll agieren, gelingt es nicht sich über einen längeren Zeitraum ihrer Arbeit zu widmen (ebd.). Born und Oehler differenzieren den sich aufbauenden Teufelskreis in drei weitere Subklassen, die vom sozialen Umfeld des hypoaktiven Kindes in seinem Alltag abhängig sind (vgl. Born und Oehler 2003, S. 45 ff.).

Dabei zielt der „soziale Teufelskreis“ primär auf die soziale Umwelt der Kinder sowie auf die Interaktion mit den Eltern und Lehrern. Born und Oehler weisen in diesem Zusammenhang auf den Erwartungsdruck hin, mit dem ein Kind im Schulalltag konfrontiert wird. Erfüllt es die Erwartungen nicht, so können Reaktionen der Eltern das Kind weiter beeinflussen. Kritik und Enttäuschungen seitens der Eltern und Lehrer können destruktiv auf das Kompensationsverhalten des Kindes wirken. Dabei wird von den Autoren das Beispiel eines hyperaktiven Jungen und eines hypoaktiven Mädchens angeführt (ebd.). Misserfolg und Unzufriedenheit kompensieren beide Kinder sehr differenziert. Aggressives und oppositionelles Verhalten seitens des ADS mit Hyperaktivität stehen im Kontrast zu innerer Verzweiflung und Depression des ADS ohne Hyperaktivität. Dieses scheinbar ruhigere Verhalten als Reaktion auf den Druck von extern manifestiert sich letztendlich in Schulangst und einer inneren Unzufriedenheit, was in die zweiten Teufelskreis Borns mündet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert das ADS ohne Hyperaktivität als zentrales Forschungsfeld und skizziert die Notwendigkeit einer außerschulischen Förderung sowie Zusammenarbeit der Bezugspersonen.

2 Theoretische Einordnung: Analysiert die Symptomatik und die diagnostischen Kriterien (DSM-IV vs. ICD-10) sowie die psychischen Teufelskreise, in die betroffene Kinder geraten.

3 Ursachen: Beleuchtet biologische sowie psychosoziale Entstehungsbedingungen, einschließlich des „biopsychosozialen Modells“ nach Barkley.

4 Interventionsmöglichkeiten: Stellt multimodale Therapieansätze vor, darunter medikamentöse Behandlung, Verhaltensstrategien, das "Optimind-Konzept" und den Einsatz von Verstärkerplänen in der Nachhilfe.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Bedeutung einer ganzheitlichen, individuellen Förderung und warnt vor einseitigen, rein medikamentösen Ansätzen ohne pädagogische Begleitung.

Schlüsselwörter

ADS, Hypoaktivität, Aufmerksamkeitsstörung, Grundschule, Außerschulische Förderung, Lernschwierigkeiten, Optimind-Konzept, Selbstwirksamkeit, Psychostimulanzien, Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsschwäche, Teufelskreis, Selbstinstruktion, Verstärkerpläne, Multimodale Therapie.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Förderung von hypoaktiven (verträumten, unaufmerksamen) Kindern in der Grundschule und untersucht, wie eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und außerschulischer Nachhilfe den Lernerfolg und das Selbstwertgefühl der Kinder verbessern kann.

Welche ADS-Variante wird besonders betrachtet?

Im Zentrum steht das ADS ohne Hyperaktivität, da diese Kinder im Unterricht oft unauffällig und ruhig wirken, wodurch ihre Lernprobleme häufig spät oder gar nicht erkannt werden.

Was ist das zentrale Ziel der Förderung?

Das Ziel ist die Erreichung einer Selbststeuerung des Kindes, damit es trotz seiner Aufmerksamkeitsschwäche in der Lage ist, Anforderungen in Schule und Alltag durch erlernte Strategien erfolgreich zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär zur Intervention empfohlen?

Empfohlen wird eine multimodale Therapie, die pädagogische Maßnahmen wie Verhaltenstraining, "Hilfe zur Selbsthilfe" und den Einsatz von Verstärkerplänen mit einer kritischen und eng überwachten medikamentösen Behandlung kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe, Symptomkriterien, Ursachenforschung und insbesondere praktische Umsetzungsstrategien für die außerschulische Förderung, wie etwa den Umgang mit Hausaufgaben, Lesen und Rechnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

ADS ohne Hyperaktivität, außerschulische Förderung, Selbstwirksamkeit, multimodale Therapie und pädagogische Lernunterstützung sind die prägenden Begriffe.

Warum ist die Früherkennung bei hypoaktiven Kindern so schwierig?

Da diese Kinder im Gegensatz zu hyperaktiven Kindern eher ruhig und angepasst erscheinen, ordnet das soziale Umfeld ihre Konzentrationsschwächen oft fälschlicherweise als mangelnde Intelligenz oder Desinteresse ein.

Welche Rolle spielen Verstärkerpläne in der Nachhilfe?

Verstärkerpläne (Tokensysteme) dienen dazu, das Kind für kleine Fortschritte und Regelbefolgung zu belohnen, um so die Eigenmotivation zu steigern und einen Ausweg aus der Resignation zu finden.

Was wird über den Einsatz von Psychopharmaka ausgesagt?

Die Autorin betrachtet den Einsatz von Psychopharmaka kritisch; er sollte niemals die einzige Maßnahme sein, sondern stets in ein multimodales Konzept eingebettet und engmaschig kontrolliert werden, um Suchtpotenziale und Nebenwirkungen zu minimieren.

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Details

Title
Förderung von hypoaktiven Kindern in der Grundschule - Möglichkeiten einer kontinuierlichen Entwicklung in Zusammenarbeit von schulischer und außerschulischer Betreuung
College
University of Potsdam
Grade
1.3
Author
Lars Antoch (Author)
Publication Year
2004
Pages
75
Catalog Number
V186015
ISBN (eBook)
9783869439716
ISBN (Book)
9783867468008
Language
German
Tags
förderung kindern in grundschule möglichkeiten entwicklung zusammenarbeit betreuung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Antoch (Author), 2004, Förderung von hypoaktiven Kindern in der Grundschule - Möglichkeiten einer kontinuierlichen Entwicklung in Zusammenarbeit von schulischer und außerschulischer Betreuung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186015
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