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Klassische Vertragstheorien (Hobbes, Rousseau, Kant)

Title: Klassische Vertragstheorien (Hobbes, Rousseau, Kant)

Seminar Paper , 2003 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Thomas Kaiser (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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In dieser Arbeit werden die Vertragstheorien von Hobbes, Rousseau und Kant in kompakter Form dargestellt und Unterschiede der Theorien aufgezeigt. Bei der Darstellung wird chronologisch vorgegangen und zunächst die Vertragstheorie von Thomas Hobbes erläutert (Abschnitt 2). Im Anschluss folgen Rousseau (Abschnitt 3) und Kant (Abschnitt 4). Bei den drei Vertragstheorien erfolgt jeweils zunächst eine Beschreibung des vorstaatlichen Naturzustandes. Im Folgenden wird der staatsbegründende Gesellschaftsvertrag mit seinen Voraussetzungen und Ausgestaltungen dargestellt. Von besonderem Interesse bei der Analyse der Theorien und der Herausarbeitung der Unterschiede in der Argumentation der drei Denker ist das Staatsbild, welches sich aus den geschlossenen Verträgen ergibt. Diesem Punkt widmen sich jeweils die Ausführungen im Anschluss an die Abschnitte über den Naturzustand und den Gesellschaftsvertrag. Vergleichende Betrachtungen der Theorien erfolgen nicht in einem eigenen Abschnitt, sondern werden bei der Darstellung einer zeitlich nachgelagerten Vertragskonzeption mit eingebunden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Untersuchungsgang

2. Die Vertragstheorie des Thomas Hobbes (1588 – 1679)

2.1 Der Naturzustand

2.2 Staatsvertrag und Unterwerfung

2.3 Das absolutistische Staatsverständnis bei Hobbes

3. Die Vertragstheorie des Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778)

3.1 Der Naturzustand

3.2 Der Gesellschaftsvertrag

3.3 Das demokratische Staatsverständnis bei Rousseau

4. Die Vertragstheorie des Immanuel Kant (1724 – 1804)

4.1 Der Naturzustand

4.2 Die Begründung des Staates

4.3 Das vernunftrechtliche Staatsverständnis bei Kant

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert und vergleicht die klassischen Vertragstheorien von Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau und Immanuel Kant hinsichtlich ihrer normativen Begründung staatlicher Ordnung. Dabei wird untersucht, wie die jeweiligen Denker durch die Konstruktion eines fiktiven Naturzustandes und eines darauf folgenden Gesellschaftsvertrages unterschiedliche Staatsmodelle legitimieren und welche Konsequenzen dies für die Machtverteilung und das Verständnis von bürgerlicher Freiheit hat.

  • Kompakte Darstellung der Vertragstheorien von Hobbes, Rousseau und Kant.
  • Analyse der jeweiligen Naturzustands-Konzepte als Ausgangspunkt politischer Legitimation.
  • Gegenüberstellung von absolutistischen, demokratischen und vernunftrechtlichen Staatsverständnissen.
  • Untersuchung des Verhältnisses von individueller Freiheit und staatlicher Autorität.
  • Kritische Würdigung der Bedeutung dieser Theorien für das moderne Verständnis von Rechtsstaatlichkeit.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Naturzustand

Hobbes trifft für die Beschreibung seines jenseits einer staatlichen Gewalt stehenden Naturzustandes von verschiedenen Grundannahmen hinsichtlich des Menschenbildes und der Rahmenbedingungen aus. Der Mensch wird prinzipiell als vernünftiges Wesen angesehen, dass rational und eigennützig seine Interessen verfolgt. Darüber hinaus verfügen die Menschen über nahezu gleiche körperliche und geistige Fähigkeiten. Dies führt dazu, dass in der Ausgangssituation des Naturzustandes jeder in der Lage ist, Anspruch auf seine Interessen zu erheben und dieser Anspruch nicht per se durch Ungleichheiten zwischen den Menschen unrealistisch wird. Da der Mensch frei über seinen Willen entscheiden kann, kommt es in einer Welt knapper Güter zu Interessenkonflikten zwischen den Individuen. Keine regelnde dritte Kraft kann bei Streitigkeiten um knappe Güter eine Entscheidung darüber treffen, wessen Interesse durchgesetzt wird. Eine Selbstabstimmung der Menschen untereinander ohne eine ordnende dritte Instanz sieht Hobbes als unmöglich an, da das eigennützige, rationale Individuum dem zentralen Handlungsmotiv der Selbsterhaltung folgend von Konkurrenz, Misstrauen und Ruhmsucht geleitet wird. Der freie Mensch wird in einer gesetzlosen Welt versuchen, sein Interesse nach Selbsterhaltung mit allen Mitteln - getreu nach der Feststellung der Mensch sei den Menschen ein Wolf – durchzusetzen. Die nahezu gleichen Fähigkeiten der Menschen bedingen, dass jeder prinzipiell in der Lage ist, einen anderen zu töten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Untersuchungsgang: Einführung in die Bedeutung der Vertragstheorien als Fundament politischer Philosophie und Darlegung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

2. Die Vertragstheorie des Thomas Hobbes (1588 – 1679): Analyse von Hobbes' Konzept des durch Unsicherheit geprägten Naturzustandes und der Rechtfertigung eines absolutistischen Herrschaftsmodells mittels eines Gesellschaftsvertrags.

3. Die Vertragstheorie des Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778): Darstellung von Rousseaus Verständnis einer idealisierten Natur sowie der Transformation zum gesellschaftlichen Zustand durch den Gemeinwillen und die Volkssouveränität.

4. Die Vertragstheorie des Immanuel Kant (1724 – 1804): Untersuchung von Kants vernunftrechtlicher Perspektive, in der der Vertrag als regulative Idee zur Begründung eines rechtsstaatlichen Modells dient.

5. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Gegenüberstellung der drei Theorien und Einordnung ihrer bleibenden Bedeutung für das moderne Staatsverständnis.

Schlüsselwörter

Vertragstheorie, Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Immanuel Kant, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Staatsverständnis, Souveränität, Gemeinwille, Leviathan, Rechtssicherheit, Politische Philosophie, Vernunftrecht, Freiheit, Herrschaftslegitimation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den klassischen Vertragstheorien der Aufklärung und deren Rolle bei der normativen Begründung politischer Herrschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Konzepte von Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Staatsform und das Verhältnis von individueller Freiheit zu staatlicher Zwangsgewalt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kompakte Darstellung und vergleichende Analyse der Theorien von Hobbes, Rousseau und Kant hinsichtlich ihrer Staatsverständnisse.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine chronologische, komprimierte Theorieanalyse angewandt, die das Schema "Naturzustand – Vertrag – Staat" bei den jeweiligen Denkern systematisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei Vertragstheorien, wobei jeweils der spezifische Naturzustand, die Konstruktion des Vertrags und das daraus resultierende Staatsbild detailliert untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Vertragstheorie, Volkssouveränität, Leviathan, Gemeinwille, Naturzustand und vernunftrechtliche Staatsbegründung.

Wie unterscheidet sich der Naturzustand bei Hobbes von dem bei Rousseau?

Während Hobbes den Naturzustand als kriegsähnlichen Zustand gegenseitiger Bedrohung durch eigennützige Individuen beschreibt, zeichnet Rousseau ihn als eine eher harmonische, friedliche Ausgangslage, die erst durch gesellschaftliche Prozesse und Eigentum korrumpiert wird.

Warum betrachtet Kant den Vertrag eher als eine "Idee" und nicht als historischen Akt?

Für Kant ist der Vertrag keine empirische Gegebenheit, sondern eine notwendige vernunftrechtliche Konstruktion, an der staatliches Handeln und Gesetzgebung gemessen werden müssen, um moralisch gerechtfertigt zu sein.

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Details

Title
Klassische Vertragstheorien (Hobbes, Rousseau, Kant)
College
University of Marburg
Grade
1
Author
Thomas Kaiser (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V186135
ISBN (eBook)
9783869438962
ISBN (Book)
9783656992431
Language
German
Tags
klassische vertragstheorien hobbes rousseau kant
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Kaiser (Author), 2003, Klassische Vertragstheorien (Hobbes, Rousseau, Kant), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186135
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