Die folgende Examensarbeit befasst sich mit dem Thema der Referendarängste im Rahmen des Referendariats (Lehramt). Die durchgeführten Interviews mit den Referendaren, die sich in ihrem ersten Praxisjahr befanden, dienen als Grundlage der Untersuchung. Die qualitative Auswertung der Transkripte lehnt an P. Mayring. Die Ergebnisse der Interviews wurden mit der aktuellen Literatur über Ängste im Lehrerberuf bzw. als Referendar verglichen und ausgewertet. Die angehängte Inhaltsangabe beinhaltet Punkt fünf der Arbeit: Zusammenfassung und Konsequenzen. Die Arbeit wurde von beiden Prüfern mit 1,0 bewertet. Im raren Feld der Lehrerängste bietet sie einen speziellen Einblick in die Ängste von Referendaren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Themenbegründung
1.2 Einordnung des Themas in den wissenschaftlichen Forschungsstand
1.3 Fragestellungen
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Bedingungen für die Entstehung von Lehrerangst
2.1.1 Formen der Lehrerangst
2.1.2 Ursachen und Gründe der Lehrerangst
2.1.3 Auswirkungen und Bewältigungsmöglichkeiten der Lehrerangst
2.1.4 Lehrerrollen und Rollenkonflikte
2.1.5 Anforderungsstrukturen
2.2 Ängste von Referendaren – Der Praxisschock
2.3 Kritik an der Lehrerausbildung
3 Empirische Untersuchung
3.1 Zielstellungen
3.2 Methodisches Vorgehen
3.3 Stichprobe
3.4 Datenerhebung und -verarbeitung
3.4.1 Auswertung der Interviews
3.4.2 Ergebnisse und Interpretation der Interviews
4 Diskussion der Methode
4.1 Aspekte der Auswahl der zu Befragenden
4.2 Aspekte der Datenerhebung und -verarbeitung
5 Zusammenfassung und Konsequenzen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht das Phänomen der Lehrerangst mit einem besonderen Fokus auf Referendare während ihrer Ausbildung. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, spezifische Phänomene, Ursachen und Bewältigungsstrategien zu identifizieren, die im schulischen Kontext bei angehenden Lehrkräften auftreten, und diese mit dem existierenden theoretischen Forschungsstand in Beziehung zu setzen.
- Theoretische Fundierung von Lehrerängsten und deren Ursachen
- Analyse des "Praxisschocks" in der Referendarzeit
- Kritische Beleuchtung der aktuellen Lehrerausbildung
- Qualitative Interviewstudie mit Referendaren zur Angstthematik
- Diskussion von Bewältigungsmöglichkeiten und Konsequenzen für die Lehrerausbildung
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Formen der Lehrerangst
Im Folgenden möchte ich einen Überblick über die verschiedenen Systematiken zu den Lehrerangstformen geben. Alle vier Autoren, die ich zu diesem Aspekt heranziehen möchte (Ebert (1979), Weidenmann (1978), Winkel (1979), Raether (1982)), betrachten das Phänomen Lehrerangst unter verschiedenen Gesichtspunkten und nehmen daher auch unterschiedliche Kategorisierungen vor.
Ebert (1979) unterscheidet zwischen Realangst und neurotischer Angst.55 Wobei für die Arbeit die erste Angstkategorie von Bedeutung ist. Die Realangst unterteilt Ebert (1979) in bestimmte Unterkategorien, wobei er immer von spezifischen externen oder internen Situationen ausgeht. Für eine bessere Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit mit Weidenmann (1978), Winkel (1979) und Raether (1982) habe ich in Anlehnung an Winkel (1979) versucht, den Angstkategorien von Ebert (1979) einen konkreten Angstbegriff zuzuordnen. Hinzufügen möchte ich noch, dass diese subjektive Zuordnung keine absolute Gültigkeit hat, da wahrscheinlich ergänzende bzw. auch andere Angstformen zugeordnet werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Angst als menschlichen Urzustand ein und ordnet das spezifische Problem der Lehrer- und Referendarsangst in den aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext ein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Übersicht über theoretische Ansätze zur Lehrerangst, beleuchtet das Phänomen des "Praxisschocks" bei Referendaren und übt Kritik an der bestehenden Struktur der Lehrerausbildung.
3 Empirische Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Studie erläutert, die Datenerhebung bei Referendaren beschrieben und die gewonnenen Erkenntnisse detailliert ausgewertet und interpretiert.
4 Diskussion der Methode: In diesem Teil erfolgt eine kritische Reflexion über die Auswahl der Probanden sowie über den gesamten Prozess der Datengewinnung und -verarbeitung.
5 Zusammenfassung und Konsequenzen: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und leitet notwendige Konsequenzen für die Ausbildung von Lehrkräften ab.
Schlüsselwörter
Lehrerangst, Referendariat, Praxisschock, Versagensangst, Kompetenzangst, Lehrerausbildung, qualitative Untersuchung, Stressbewältigung, Lehrerrolle, Unterrichtsbelastung, Rollenkonflikte, Berufseinstieg, Pädagogik, Psychologie, Selbstwertgefühl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Ängsten, die bei Referendaren im schulischen Kontext auftreten können, und untersucht deren Phänomene, Ursachen und individuelle Bewältigungsstrategien.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentral sind die Lehrer- und Referendarsangst, der Berufseinstieg (Praxisschock), Rollenkonflikte im Lehrerberuf sowie die Rolle und Kritik der universitären Lehrerausbildung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine qualitative Untersuchung (Interviews) einen authentischen Einblick in das Erleben von Referendaren zu erhalten und Handlungsmöglichkeiten zur Angstreduzierung aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine qualitative Untersuchung mittels narrativer, halbstandardisierter Interviews durchgeführt, die anschließend mit einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung der empirischen Untersuchung (Stichprobe: Referendare aus dem Kreis Jena) sowie eine ausführliche Methodendiskussion.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lehrerangst, Praxisschock, Versagensangst, Rollenkonflikte und die Schnittstelle zwischen Theorie und Schulpraxis.
Welche Rolle spielt die Ausbildung nach Ansicht der Referendare?
Die befragten Referendare kritisieren die universitäre Ausbildung oft als zu theoretisch und praxisfern, was dazu führt, dass sie sich unzureichend auf den Schulalltag vorbereitet fühlen.
Wie gehen Referendare typischerweise mit ihren Ängsten um?
Die Strategien variieren von sportlicher Betätigung und Ablenkung bis hin zu Verdrängung, wobei viele Referendare Schwierigkeiten haben, die Probleme produktiv zu lösen.
- Quote paper
- Annett Gorgas (Author), 2006, Ängste von Referendaren im schulischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186162