Analyse service-orientierter Architekturen. Neben den Grundlagen einer SOA wird insbesondere der Zusammenhang zwischen service-orientierten Architekturen und prozessorientierten Unternehmensportalen beleuchtet. Die Diplomarbeit besteht aus 3 Säulen: 1. SOA - serviceorientierte Architekturen 2. prozessorientierte Unternehmensportale 3. Die Verbindung einer serviceorientierten Architektur im Zusammenhang mit einem Unternehmensportal. Hier wird der eigentliche Mehrwert der Diplomarbeit erarbeitet. In einem vierten Kapitel wird anhand einer Prototypen-Implementierung die Einführung eines Unternehmensportals demonstriert. Ausgewählte Funktionalitäten aus den vorangegangenen Kapiteln werden hier exemplarisch auf Basis des SAP Enterprise Portals realisiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Service-orientierte Architekturen
2.1 Einordnung des Architekturbegriffes
2.2 Definition einer Software-Architektur
2.3 Ziele einer Software-Architektur
2.4 Grundlagen service-orientierter Architekturen
2.4.1 Einführung
2.4.2 Begriffsabgrenzung
2.4.3 Der Anspruch an SOA – Definition und Ziele
2.5 Die Implementierung service-orientierter Architekturen
2.5.1 SOAP
2.5.2 Web Service Description Language (WSDL)
2.5.3 Universal Description, Discovery and Integration (UDDI)
2.6 Weiterführende Aspekte service-orientierter Architekturen
2.6.1 Top-Down Ansatz
2.6.2 Granularität
2.6.3 Umsetzung von Geschäftsprozessen in SOA
2.6.3.1 Business Process Execution Language (BPEL)
3 Unternehmensportale
3.1 Historische Entwicklung und Begriffsabgrenzung
3.2 Klassifizierung von Portalen
3.2.1 Offene und geschlossene Portale
3.2.2 Horizontale und Vertikale Portale
3.3 Analyse von Unternehmensportalen
3.3.1 Definition eines Unternehmensportals
3.3.2 Motivation für die Einführung eines Unternehmensportals
3.3.2.1 Kooperation
3.3.2.2 Unterstützung der Unternehmensstrategie
3.3.2.3 Motivation der Mitarbeiter
3.3.3 Kernelemente eines Unternehmensportals
3.3.3.1 Personalisierung und Benutzerverwaltung
3.3.3.2 Single Sign On
3.3.3.3 Kommunikation und Collaboration
3.3.3.4 Workflow Management
3.3.3.5 Wissensmanagement
3.3.4 Integration
3.3.4.1 Datenintegration
3.3.4.2 Systemintegration
3.3.4.3 Prozessintegration
3.4 Die Bedeutung des Portals im Rahmen SOA
3.4.1 Standards für Portalimplementierungen
3.4.2 Portallösungen im SOA-Umfeld
4 Entwurf und Implementierung eines Portal-Prototypen
4.1 Einführung und Überblick in die SOA-Strategie der SAP AG
4.1.1 SAP Architektur Überblick
4.1.2 Architektur des SAP Enterprise Portals
4.2 Überblick über die Systemlandschaft
4.2.1 Einführung
4.2.2 Betrachtung der einzelnen Komponenten
4.2.2.1 Infrastruktur der Systemlandschaft
4.2.2.2 Portal-Server
4.2.2.3 Supplier Relationship Management System
4.2.3 Fachliche Struktur des Unternehmensportals
4.3 Abgrenzung Produktivportal vs. Prototypenimplementierung
4.4 Vorteile für das Unternehmen durch die Portaleinführung
4.5 Anwendungsintegration im Unternehmensportal
4.5.1 Integration eines SAP Backend-Systems
4.5.1.1 Aufgabenbeschreibung
4.5.1.2 Vorgehensweise
4.5.1.3 Aktivierung von Single Sign On (SSO)
4.5.1.3.1 SAP Logon Tickets
4.5.2 Web Service Integration am Beispiel von google.de
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert das Konzept service-orientierter Architekturen (SOA) und untersucht deren vorteilhafte Verbindung mit Unternehmensportalen. Das primäre Ziel ist es, durch die Analyse der theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung eines Portal-Prototypen aufzuzeigen, wie Unternehmen von einer solchen Architektur profitieren können.
- Grundlagen und Definitionen von service-orientierten Architekturen
- Implementierung von SOA mittels Web Services und BPEL
- Analyse und Klassifizierung von prozessorientierten Unternehmensportalen
- Verknüpfung von SOA-Konzepten mit der Portaltechnologie
- Praktische Realisierung eines Portal-Prototypen in einem Unternehmensumfeld
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Einführung
Eingangs wurde bereits erwähnt, dass man sich mit den sprachlichen Bausteinen „Service-orientierung“ und „Architektur“ beschäftigen muss, um das Konzept SOA zu verstehen (vgl. 2.1). Der Begriff der Architektur im Zusammenhang mit Software ist im vorangegangenen Kapitel bereits definiert und erläutert worden.
Services sind in service-orientierten Architekturen die beschriebenen Komponenten, die miteinander kommunizieren. Ein Service beschreibt eine wohl definierte, in sich abgeschlossene fachliche Funktion. Er verfügt über eine klar definierte Schnittstelle. Diese Schnittstelle legt fest, wie der Service aufgerufen werden kann, welche Parameter zu übergeben sind und wie das Resultat aussieht [Richter u.a. 2005].
Der Aufruf eines Services ist standardisiert. Es wird exakt festgelegt wie und mit welchem Parameter ein Service aufgerufen werden kann. Der Service wird von einem Anbieter bereitgestellt und kann dann von einem Nutzer verwendet werden. Dabei muss weder der Servicenutzer den Anbieter kennen, noch umgekehrt. Beide Parteien können völlig unabhängig voneinander agieren. Durch die Definition ist jeder Service exakt spezifiziert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von SOA dar und definiert das Ziel der Arbeit, die Verbindung von service-orientierten Architekturen mit prozessorientierten Unternehmensportalen theoretisch zu analysieren und praktisch in Form eines Prototypen umzusetzen.
2 Service-orientierte Architekturen: Dieses Kapitel bietet eine umfassende theoretische Analyse von SOA, von den begrifflichen Grundlagen über Implementierungsmöglichkeiten (insbesondere Web Services) bis hin zu strategischen Aspekten wie Granularität und Geschäftsprozessmodellierung.
3 Unternehmensportale: Dieses Kapitel untersucht die historische Entwicklung, Klassifizierung und Funktionalität von Unternehmensportalen, mit besonderem Fokus auf prozessorientierte Portale und deren zentrale Rolle als Integrationsplattform.
4 Entwurf und Implementierung eines Portal-Prototypen: Hier wird die praktische Umsetzung eines Portal-Prototypen bei der Collogia AG beschrieben, inklusive der technischen Systemlandschaft, der Integration von SAP-Backendsystemen und der beispielhaften Web Service Einbindung.
5 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Herausforderungen bei der Einführung von SOA-Architekturen und gibt einen Ausblick auf künftige Trends wie Semantic Web Services.
Schlüsselwörter
Service-orientierte Architektur, SOA, Unternehmensportal, Web Services, SAP Enterprise Portal, Geschäftsprozesse, Systemintegration, Prozessintegration, SOAP, WSDL, UDDI, Business Process Execution Language, BPEL, Single Sign On, Portal-Prototyp
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse und Implementierung von service-orientierten Architekturen (SOA) unter besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendung in prozessorientierten Unternehmensportalen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Konzepte hinter SOA, die Funktionsweise und den Nutzen von Unternehmensportalen sowie die praktische Integration von Backend-Systemen und Web Services in einer Portalumgebung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, den Mehrwert der Kombination von service-orientierten Architekturen und Unternehmensportalen herauszuarbeiten und diesen theoretisch zu begründen sowie praktisch durch einen Prototypen zu veranschaulichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einem praktischen Teil, in dem ein Portal-Prototyp mittels SAP Enterprise Portal entwickelt wurde, um die theoretischen Aspekte zu verifizieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse von SOA-Grundlagen (Kapitel 2), eine Untersuchung von Unternehmensportalen (Kapitel 3) und eine detaillierte Dokumentation der Implementierung eines Portal-Prototypen (Kapitel 4).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind SOA, Unternehmensportal, Web Services, Systemintegration, Geschäftsprozessmanagement und SAP NetWeaver.
Inwiefern beeinflusst der "Top-Down Ansatz" die Einführung von SOA?
Der Top-Down Ansatz ist laut Arbeit entscheidend, da er fordert, die Geschäftsprozesse auf fachlicher Ebene zu analysieren und zu definieren, bevor eine technische Realisierung in Form von Services erfolgt, um so den langfristigen Nutzen sicherzustellen.
Warum ist Single Sign On (SSO) in Unternehmensportalen so wichtig?
SSO ist entscheidend, um dem Benutzer einen konsistenten und nahtlosen Zugriff auf verschiedene integrierte IT-Systeme über eine zentrale Oberfläche zu ermöglichen, ohne sich jedes Mal separat an den einzelnen Anwendungen anmelden zu müssen.
- Arbeit zitieren
- Jens Kohne (Autor:in), 2006, Aspekte des Entwurfs und der Implementierung service-orientierter Architekturen am Beispiel von Portal-Systemen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186252