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Entwicklung einer Methode zur zweistufigen SiGe-Planung

Die Unterstützung der Baubranche mittels EDV

Title: Entwicklung einer Methode zur zweistufigen SiGe-Planung

Diploma Thesis , 2006 , 146 Pages , Grade: 1.1

Autor:in: Dipl.-Ing. Tobias Bernhardt (Author)

Engineering - Civil Engineering
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Auf Grund der alarmierenden Unfallzahlen der letzten Jahre im Baugewerbe, und der Tatsache, dass die aktuellen Forschungsprojekte (Netzwerk-Baustelle, BMWA-Umfrage) zu dem Ergebnis kamen, das in der Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Planung noch sehr große Lücken klaffen, bedarf es wesentlicher Neuerungen auf diesem Gebiet. Speziell eine soll auf den folgenden Seiten in Vordergrund gestellt werden.
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan, in seiner ursprünglichen übergroßen (DIN-A1) Form, verliert an Akzeptanz und muss grundsätzlich neu strukturiert werden. Dies soll mit Hilfe einer Methode zur zweistufigen SiGe-Planung realisiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Baustellenverordnung (BaustellV)

2.1 Kurzer allgemeiner Abriss

2.2 Inhalte der BaustellV

2.2.1 Die Vorankündigung

2.2.2 Der Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator (SiGeKo)

2.2.3 Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan)

2.2.4 Unterlagen nach § 3 Abs. 2 BaustellV

2.3 Ziele und Auswirkungen der BaustellV

2.4 Nutzen und Nutzer der BaustellV

2.5 Hilfsmittel zur Auslegung der BaustellV

2.6 Wirksamkeit der BaustellV

3. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan)

3.1 Allgemeines

3.1.1 Was ist ein SiGe-Plan?

3.1.2 Erforderlichkeit des SiGe-Plans

3.2 Inhalt des SiGe-Plans

3.2.1 Vorinformationen

3.2.2 Inhaltliche Mindestanforderungen

3.2.2.1 Arbeitsabläufe

3.2.2.2 Gefährdungen

3.2.2.3 Räumliche und zeitliche Zuordnung der Arbeitsabläufe

3.2.2.4 Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung der Gefährdungen

3.2.2.5 Arbeitsschutzbestimmungen

3.2.3 Inhaltliche Empfehlungen

3.3 Bewertung und Mängelbetrachtung des SiGe-Plans

3.3.1 Netzwerk Baustelle

3.3.2 BMWA – Umfrage

3.4 Mögliche Lösungsansätze und Handlungsoptionen

4. Methode zur 2 - Stufigkeit der SiGe-Planung

4.1 Einleitung

4.2 Prozesskette

4.3 Aufbau und Form

4.4 Erste Stufe – Rahmen-SiGe-Plan (RSP)

4.4.1 Allgemeines

4.4.2 Inhalt

4.4.3 Checklisten - RSP

4.4.3.1 Beispiel – Vorabinformationen

4.4.3.2 Beispiel – Baufeld- und Baugrundsituation

4.5 Zweite Stufe – Aktualisierung mit GBA der Unternehmer

4.5.1 Allgemeines

4.5.2 „Stand der Technik“

4.5.2.1 GBA – heutige Situation

4.5.2.2 GBA – in der Praxis

4.5.2.3 Begriffserklärung

4.5.2.4 Eignung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

4.5.3 Neuer Ansatz zur GBA für die SiGe-Planung

5. Praxisumsetzung – Die Zweistufigkeit anhand eines Beispiels

6. Software zur SiGe-Plan – Erstellung

6.1 Erklärung

6.2 Allgemeine Grundsätze

6.3 Beispiele im Vergleich

6.4 Arten der SiGe - Software

6.5 Auswahlkriterien – „Welchen Hersteller nehme ich?“

6.6 Fazit

6.7 Innovation

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer effektiven Methode zur zweistufigen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanung (SiGe-Planung), um die Lücken der Baustellenverordnung (BaustellV) zu schließen und die Akzeptanz sowie Praxisrelevanz der Planungsdokumente in der Baubranche zu erhöhen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie durch eine stärkere Integration der am Bau beteiligten Unternehmen und den Einsatz von EDV-gestützten Werkzeugen ein höheres Niveau an Sicherheit und Gesundheitsschutz erreicht werden kann.

  • Entwicklung einer zweistufigen SiGe-Planungsmethode (Rahmen-SiGe-Plan und unternehmensbezogene GBA).
  • Kritische Analyse des aktuellen Standes der SiGe-Planung, basierend auf Forschungsprojekten wie der BMWA-Umfrage.
  • Optimierung der Kommunikation und Informationsbeschaffung durch strukturierte Checklisten und EDV-Unterstützung.
  • Herausforderung der Standardisierung von Sicherheitskonzepten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
  • Digitale Innovationen in der Koordination, wie der Einsatz von Pocket-PCs und internetbasierten Datenbanken.

Auszug aus dem Buch

3.3 Bewertung und Mängelbetrachtung des SiGe-Plans

Mit der Aktion „Netzwerk Baustelle“, die von den Arbeitsschutzverwaltungen der Länder und den Unfallversicherungsträgern (UVT) im Jahrs 2003 erstmals gemeinsam konzipiert und durchgeführt wurde, sollte die Umsetzung der Baustellenverordnung (BaustellV) evaluiert sowie aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse weiterhin zielgerichtet gefördert werden. Diese Aktion, welche aus einer Informations- und einer Überwachungsphase bestand, verfolgte die Weiterentwicklung des gemeinsamen Aufsichtshandelns zum Arbeitsschutz auf Baustellen. Mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit sowie fast 6.500 Baustellenrevisionen haben die Netzwerkpartner Wesentliches zur Verbesserung von Arbeits- und Gesundheitsschutz auf deutschen Baustellen beigetragen.

Die zweite bundesweite Aktion „Netzwerk Baustelle“ im Jahr 2004 baut auf dem Konzept der Überwachungsphase von 2003 auf und berücksichtigt deren inhaltliche Schlussfolgerungen. Grundlage dieser Aktion stellt die "Gesamterhebung" von fast 3.500 Baustellen dar. Auch hier lagen die Ziele der Aktion v. a. in der Evaluation der BaustellV (bes. deren Wirksamkeit) sowie ausgewählter Arbeitsschutzbedingungen und deren zielgerichtete Verbesserung.

Beide Aktionen ergaben, dass die geforderte Koordination nach der BaustellV in weiten Bereichen wahrgenommen wurde bzw. wird. Doch ergaben sich auch große Defizite bzgl. der Qualität der Koordination, speziell beim SiGe-Plan. Denn dieser ist in weiten Teilen noch um einiges verbesserungsfähig und vor allem –bedürftig. Besonders muss die Zuordnung der Verantwortlichkeiten für die jeweilig gemeinsamen Sicherheitsmaßnahmen weiter verbessert werden, was wiederum auf eine nach wie vor verbesserungsfähige Qualifizierung und Qualifikation der Koordinatoren hindeutet. Außerdem muss aber auch die häufig zu späte Erstellung des SiGe-Plans, nämlich erst in der Ausführung des Bauvorhabens sowie die oftmals unbefriedigende Einbindung der Koordinatoren in das Bauvorhaben als Grund gesehen werden. Letzteres ist auch eines der großen Erkenntnisse der BMWA – Umfrage, welche unter anderem an die Ergebnisse der Aktionen Netzwerk Baustelle 2003 und 2004 knüpft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Bauwirtschaft weist die schlechteste Unfallbilanz auf, was auf vielfältige Gefahren und Defizite in der Planung zurückzuführen ist, die durch die BaustellV verbessert werden sollen.

2. Baustellenverordnung (BaustellV): Die Verordnung schafft den rechtlichen Rahmen für den Arbeitsschutz, stößt jedoch in der Praxis auf Umsetzungshürden, die durch Konkretisierungen (RAB) gemildert werden sollen.

3. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan): Das zentrale Instrument der SiGe-Planung ist derzeit oft zu unflexibel und wird zu spät erstellt, weshalb eine grundlegende strukturelle Neuausrichtung notwendig ist.

4. Methode zur 2 - Stufigkeit der SiGe-Planung: Es wird ein zweistufiger Prozess eingeführt, der einen Rahmen-SiGe-Plan mit unternehmensspezifischen Gefährdungs- und Belastungsanalysen (GBA) kombiniert, um mehr Transparenz und Aktualität zu gewährleisten.

5. Praxisumsetzung – Die Zweistufigkeit anhand eines Beispiels: Anhand eines fiktiven Logistikzentrums wird der praktische Ablauf der neuen zweistufigen Planung verdeutlicht, von der Ausschreibung bis zur Baustellendokumentation.

6. Software zur SiGe-Plan – Erstellung: Die Digitalisierung mittels EDV ist essenziell, wobei nicht die Software allein das Problem löst, sondern ein intelligentes Wissensmanagement des Koordinators entscheidend ist.

Schlüsselwörter

Sicherheits- und Gesundheitsschutz, SiGe-Plan, Baustellenverordnung, BaustellV, Koordination, SiGeKo, Gefährdungsbeurteilung, GBA, Arbeitsschutz, Baubranche, EDV-gestützte Planung, zweistufige SiGe-Planung, Rahmen-SiGe-Plan, Prozessoptimierung, Arbeitssicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanung (SiGe-Planung) auf Baustellen, um die Unfallzahlen zu senken und die Umsetzung der Baustellenverordnung effektiver zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der rechtlichen Anforderungen der BaustellV, der Identifikation von Schwachstellen in der aktuellen Planungspraxis sowie der Entwicklung eines neuen, zweistufigen Planungsmodells unter Einbeziehung von EDV-Lösungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Entwicklung einer zweistufigen Methode zur SiGe-Planung, die eine bessere Transparenz zwischen Gefährdungen und Maßnahmen schafft und die am Bau beteiligten Unternehmen aktiver in den Arbeitsschutzprozess integriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse der geltenden Gesetzgebung und Richtlinien (BaustellV, RAB), wertet existierende Umfrageergebnisse (BMWA-Umfrage, Netzwerk Baustelle) aus und entwickelt daraus ein prozessorientiertes, praxisnahes Planungsmodell.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Defizite des derzeitigen SiGe-Plans, entwickelt das Modell der zweistufigen Planung (Rahmen-SiGe-Plan und GBA-Aktualisierung), zeigt die Umsetzung anhand eines Praxisbeispiels auf und diskutiert den Einsatz von Software zur Unterstützung des Koordinators.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

SiGe-Planung, BaustellV, Gefährdungsbeurteilung, Koordination, Arbeitsschutz auf Baustellen und digitale Bauplanung.

Warum ist das aktuelle DIN-A1 Format des SiGe-Plans laut Autor problematisch?

Der Autor argumentiert, dass das Format zu unhandlich und unübersichtlich ist, was zu einer geringeren Akzeptanz bei den am Bau Beteiligten führt und eine iterative, kontinuierliche Aktualisierung während der Bauphase erschwert.

Welchen Mehrwert bietet die vorgeschlagene "zweistufige" Planung?

Sie trennt den allgemeinen Rahmen (Rahmen-SiGe-Plan) von den spezifischen, unternehmensbezogenen Gefährdungsanalysen, wodurch die Planung dynamisch bleibt, die Verantwortlichkeiten klarer zugewiesen werden und die Unternehmen zielgerichtet zur Mitwirkung verpflichtet werden.

Wie spielt die EDV eine Rolle bei der vorgestellten Lösung?

Die EDV wird als unerlässliches Hilfsmittel gesehen, um Checklisten zu digitalisieren, den Informationsaustausch zwischen Koordinator und Unternehmen zu beschleunigen und durch mobile Lösungen wie PDAs eine Vor-Ort-Koordination in Echtzeit zu ermöglichen.

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Details

Title
Entwicklung einer Methode zur zweistufigen SiGe-Planung
Subtitle
Die Unterstützung der Baubranche mittels EDV
College
Leipzig University of Applied Sciences
Grade
1.1
Author
Dipl.-Ing. Tobias Bernhardt (Author)
Publication Year
2006
Pages
146
Catalog Number
V186264
ISBN (eBook)
9783656998761
ISBN (Book)
9783869430942
Language
German
Tags
entwicklung methode sige-planung unterstützung baubranche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Ing. Tobias Bernhardt (Author), 2006, Entwicklung einer Methode zur zweistufigen SiGe-Planung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186264
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