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Die Sprache der Fußballberichterstattung im Fernsehen

Titel: Die Sprache der Fußballberichterstattung im Fernsehen

Hausarbeit , 2002 , 44 Seiten , Note: 2

Autor:in: Christina Quast (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Noch eine gute knappe Minute zu spielen.“ Der Satz eines Fußballkommentators, seinen Namen habe ich vergessen 1 , die Mannschaften und das Ergebnis auch. Nur der eine Satz ist im Gedächtnis geblieben. Er ist sicherlich nicht der einzige Grund, warum ich mich mit der Sprache der Fußballberichterstattung beschäftigen möchte, aber es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, wie der erster Satz der Arbeit lauten wird. Wenn ich schon über Sport schreibe, dann sollte das Thema zumindest eine Nähe zum Fußball aufweisen, soviel stand für mich als Fan fest. Der Fußball schien nicht nur wegen der „guten knappen Minuten“ für eine Arbeit über seine spezifische Sprache geeignet, sondern aus mehreren Gründen. Fußball ist unbestritten die beliebteste Sportart in Deutschland, weshalb die Fußballsprache am ausgeprägtesten und verbreitetsten ist, was sich auf deren Darstellung in der Literatur auswirkt. Trotzdem gestaltete sich die Literatursuche nicht ganz problemlos. Viele Untersuchungen zur Fußballsprache sind älter als 15 Jahre und beschäftigen sich vorrangig mit den Printmedien, was mich dazu bewogen hat, Literatur erst ab 1970 zu berücksichtigen bzw. in wenigen Fällen auch die zur Presse 2 . Ich habe mich unterdessen für das Medium Fernsehen entschieden, weil die Betrachtung der drei Medienbereiche mit Sicherheit den Umfang der Arbeit gesprengt hätte und ich selbst Fußball hauptsächlich über das Fernsehen rezipiere. Ich gehe davon aus, in dieser Hinsicht kein Einzelfall zu sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sportsprache

2.1 Die Fachsprache

2.2 Der Jargon

2.3 Der Fachjargon

3. Berichterstattung und Kommentator

3.1 Das Verhältnis von Bild und Ton

3.2 Bedingungen und Anforderungen

3.3 Live-Berichterstattung

3.4 Zeitversetzte Berichterstattung

4. Unterhaltung, Emotionalität und Spannung durch den Kommentator

5. Besonderheiten der Sprache

5.1 Hyperbolik und Superlativ

5.2 (Kriegs-)Metaphorik

5.3 Hintergrundinformationen

5.4 Regelerläuterungen

5.5 Bewertungen

5.6 Bezeichnung der Akteure und direkte Ansprache

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Sprache der Fußballberichterstattung im Fernsehen, wobei der Fokus auf den funktionalen Aspekten der Kommentierung und dem Zusammenspiel von Bild und Ton liegt. Das primäre Ziel ist es, die spezifischen sprachlichen Merkmale – wie Fachsprache, Jargon und Metaphorik – in ihrem Kontext zu analysieren und deren Beitrag zur Information, Unterhaltung und Spannungssteigerung während der Spielberichterstattung kritisch zu bewerten.

  • Charakterisierung der Sportsprache (Fachsprache, Jargon, Fachjargon).
  • Analyse des Einflusses von Bild und Ton auf die sprachliche Gestaltung des Kommentars.
  • Untersuchung der Unterschiede zwischen Live- und zeitversetzter Berichterstattung.
  • Bewertung sprachlicher Stilmittel wie Hyperbolik und Kriegsmetaphorik.
  • Untersuchung der Rolle von Hintergrundinformationen, Regelerläuterungen und Bewertungen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Verhältnis von Bild und Ton

Das Fernsehen verfügt, im Gegensatz zum Hörfunk oder den Printmedien, gleichzeitig über einen Bild- und Tonkanal. Der Ton wiederum setzt sich zusammen aus einer akustischen Kulisse (Geräusche, Musik) und Sprache, die klar den höchsten Stellenwert einnimmt.

Trotzdem ist das Bild im Fernsehen die vorrangige Informationsquelle, es dominiert, „weil es, unabhängig von Ton, allein die Aussage über das Ereignis macht, machen kann. Ton ist immer komplementär, von untergeordneter Bedeutung, auch für das Verstehen der Rezipienten.“ Der Zuschauer kann anhand des Bildes den Spielverlauf verfolgen, welches auch „die quantitativ umfassendere Informationsfunktion“ hat, während Hattig den Fernseh-Ton als „unterentwickelt“ und von „untergeordneter Bedeutung“ einstuft.

Das Bild bildet demzufolge die Grundlage einer Fußballübertragung im Fernsehen, was einerseits bedeutet, dass der Kommentator die Wirklichkeit des Spiels nicht erst zu schaffen braucht, andererseits muss er sich der „unschlagbaren Autorität des Bildes“ unterwerfen. Der Kommentator hat es mit einer Bildvorlage zu tun, auf die er seinen Kommentator abstimmen muss, da „die verbale Verdopplung des ohnehin Sichtbaren beim Fernsehkommentar ebenso überflüssig ist“, sich eine Schere zwischen Text und Bild aber ebenfalls negativ auf die Informationsvermittlung auswirkt. „Der Kommentator bleibt ... nachgeordnet. Er ist eben nur ein ‚verbaler Verstärker’ des Bilds“, während Hattig noch weiter geht mit seiner Feststellung, dass der Zuschauer die vorgegebenen Bilder „genau genommen auch selbst und für sich selbst verbal begleiten, kommentieren kann.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Wahl des Themas und des Mediums Fernsehen und führt in die Fragestellung zur Rolle des Kommentars ein.

2. Sportsprache: Dieses Kapitel klassifiziert die Sportsprache als Sondersprache und unterscheidet zwischen Fachsprache, Jargon und Fachjargon hinsichtlich ihrer Funktion.

3. Berichterstattung und Kommentator: Der Abschnitt analysiert die technischen Rahmenbedingungen im Fernsehen, insbesondere das Verhältnis von Bild und Ton, sowie die Unterschiede zwischen Live- und zeitversetzter Berichterstattung.

4. Unterhaltung, Emotionalität und Spannung durch den Kommentator: Hier wird erläutert, wie der Kommentator durch sprachliche Mittel versucht, das Spiel für den Zuschauer unterhaltend und emotional zu gestalten.

5. Besonderheiten der Sprache: Dieses zentrale Kapitel beleuchtet spezifische stilistische und inhaltliche Mittel wie Hyperbeln, Kriegsmetaphorik, Zusatzinformationen, Regelerläuterungen und Bewertungen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle des Kommentators als unverzichtbaren „verbalen Verstärker“ für das Fernsehereignis.

Schlüsselwörter

Fußballberichterstattung, Sportjournalismus, Sportsprache, Fachsprache, Jargon, Fernsehkommentar, Medienrealität, Kriegsmetaphorik, Superlativ, Informationsvermittlung, Unterhaltung, Bild und Ton, Live-Berichterstattung, Zuschauerinteraktion, Sprachanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der spezifischen Sprache der Fußballberichterstattung im Medium Fernsehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Charakterisierung der Sportsprache, die Bedingungen der Fernsehübertragung sowie der Einsatz sprachlicher Mittel zur Vermittlung von Informationen, Unterhaltung und Spannung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die sprachlichen Merkmale der Fußballberichterstattung zu identifizieren und zu erarbeiten, welche Funktionen diese erfüllen und mit welcher Absicht der Kommentator sie einsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um verschiedene sprachtheoretische Ansätze und medienwissenschaftliche Erkenntnisse über Sportberichterstattung zusammenzuführen und auf den Fernsehkommentar anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Klassifizierung der Sportsprache, die Analyse technischer Produktionsbedingungen im Fernsehen sowie eine detaillierte Untersuchung rhetorischer Mittel wie Metaphorik, Bewertungen und Regelerläuterungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Fußballberichterstattung, Fernsehkommentar, Sportsprache, Sondersprachen und mediale Informationsvermittlung charakterisieren.

Inwieweit spielt das Medium Fernsehen eine Rolle für die Sprache des Kommentators?

Das Fernsehen ist die primäre Informationsquelle; der Kommentator ist dem Bild untergeordnet und muss seine Sprache als „verbaler Verstärker“ den visuellen Inhalten anpassen, um Redundanzen zu vermeiden.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung zu den viel kritisierten Kriegsmetaphern?

Die Analyse zeigt, dass Kriegsmetaphorik zwar existiert, aber oft weniger als bewusste kriegerische Anspielung, sondern als historisch gewachsene, starre Metaphorik verwendet wird, die zur Veranschaulichung von taktischen Spielsituationen dient.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Kommentators?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Kommentator im Fernsehen unverzichtbar ist, da er als Orientierungshilfe dient und die „physische Wirklichkeit“ des Spiels erst durch die Verbindung von Bild und Kommentar für den Zuschauer erfahrbar macht.

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sprache der Fußballberichterstattung im Fernsehen
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
2
Autor
Christina Quast (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
44
Katalognummer
V186282
ISBN (eBook)
9783656996293
ISBN (Buch)
9783656996439
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sprache fußballberichterstattung fernsehen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Quast (Autor:in), 2002, Die Sprache der Fußballberichterstattung im Fernsehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186282
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  44  Seiten
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