Die Diplomarbeit beschreibt den Akquisitionsprozess bei dem Verkauf eines mittelständischen Unternehmens an eine Private Equity Gesellschaft.
Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Aspekte gelegt, die der veräußernde Unternehmer zur Optimierung des Verkaufspreises nutzen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in das Thema
2 Ziel und Aufbau der Arbeit
3 Gestaltungsrahmen von Unternehmensbeteiligungen
3.1 Abgrenzung der Begriffe
3.1.1 Beteiligungsmanagement
3.1.2 Der Mittelstand
3.1.3 Veränderte Managementstrukturen
3.2 Historische Entwicklung und aktuelle Relevanz
3.2.1 Geschichtlicher Verlauf der Finanzierung durch Private Equity
3.2.2 Gründe für eine angestrebte Unternehmensbeteiligung
3.2.2.1 Insolvenz und Managementverfehlungen
3.2.2.2 Eigenkapitalbeschaffung und Basel II
3.2.2.3 Ungesicherte Unternehmensnachfolge
3.2.2.4 Unternehmenskonzentration und -abspaltung
3.3 Private Equity als Baustein der Corporate Finance
3.4 Beteiligungsmodell Private Equity
3.4.1 Eingrenzung Private Equity
3.4.2 Die Volkswirtschaftliche Bedeutung von Private Equity
3.4.3 Beteiligungsmodelle
3.4.3.1 Buy out
3.4.3.2 Institutional Buy Out
3.4.3.3 Expansion Financing
3.4.3.4 Turnaround Financing
3.4.3.5 Bridge Financing
3.4.3.6 Buy and Build
3.4.4 Beteiligungsgrad
3.4.4.1 Co-Investment
3.4.4.2 Beteiligungshöhe
3.4.5 Vor- und Nachteile einer Unternehmensbeteiligung
3.4.5.1 Vorteile
3.4.5.2 Nachteile
3.5 Mergers & Acquisitions
3.5.1 Motive der Beteiligungsentscheidung durch den Käufer
3.5.1.1 Portfoliomanagement
3.5.1.2 Restrukturierung des Zielunternehmens
3.5.1.3 Synergieeffekte
3.5.1.4 Spekulativer Hintergrund
3.5.2 Beteiligungsphasen
3.5.2.1 Akquisitionsphase
3.5.2.2 Investitionsphase
3.5.2.3 Performancephase
3.5.2.4 Desinvestitionsphase
3.5.3 Identifikation und Selektion des Zielunternehmens
3.5.4 Unternehmensbewertung im Rahmen der Akquisition
3.5.4.1 Die Discounted-Cashflow-Methode
3.5.4.2 Vergleichsorientierte Methoden
3.5.4.3 Ertragswertmethode
3.5.5 Due Diligence zur Optimierung der Wertfindung
3.5.5.1 Eingrenzung
3.5.5.2 Bedeutung für den Verkäufer
3.5.6 Unterscheidung der Akquisitionsstrategien
3.5.6.1 Share Deal
3.5.6.2 Asset Deal
3.6 Performancemessung und Steuerung durch Kennzahlensysteme
3.6.1 EVA - Economic Value Added
3.6.2 Fortschreibung des EVA anhand des MVA
3.7 Sanierung im Rahmen der Unternehmensbeteiligung
3.7.1 Einführung Sanierung
3.7.1.1 Restriktive Sanierung und Restrukturierung
3.7.1.2 Konsolidierende Sanierung und Restrukturierung
3.7.1.3 Expansive Sanierung und Restrukturierung
3.7.1.4 Übertragende Sanierung
3.7.2 Eilige Maßnahmen in Krisensituationen
3.7.3 Der Turnaround als Zwischenziel
4 Veränderte Managementstrukturen
4.1 Die neue Führung des Unternehmens und ihre Auswirkungen
4.2 Der Bezug zum Change Management
5 Beteiligungsmanagement in der Praxis
5.1 Kritische Analyse der Branchenstudien
5.1.1 Entwicklung der Transaktionsarten
5.1.2 Deutsche vs. ausländische Investoren
5.1.3 Umsatzentwicklung der Beteiligungsunternehmen
5.1.4 Subjektive Einschätzung der Unternehmensentwicklung
5.1.5 Entwicklung der Eigenkapitalausstattung
5.1.6 Beschäftigungsentwicklung der Beteiligungsunternehmen
5.1.7 Leistungsbewertung der Private Equity Gesellschaft
5.1.8 Beurteilung der Exitvarianten
5.2 Steuerung des Akquisitionsprozesses durch den Verkäufer
5.2.1 Optimale Vorbereitung als Kaufpreis-Multiplikator nutzen
5.3 Kritische Betrachtung der Exit - Varianten am Ende des Beteiligungszyklus
5.4 Wettbewerbsgestaltung in der Private Equity Branche
6 Abschließende Beurteilung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, mittelständische Unternehmer für die Finanzierung durch Private Equity zu sensibilisieren und einen Instrumentarienrahmen aufzuzeigen, wie Unternehmen auf eine solche Beteiligung vorbereitet werden können. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse veränderter Managementstrukturen und der systematischen Vorbereitung auf einen potenziellen Eigentümerwechsel, um den Unternehmenswert zu steigern und einen reibungslosen Prozess zu gewährleisten.
- Grundlagen des Beteiligungsmanagements im Mittelstand
- Finanzierung durch Private Equity und dessen Bedeutung
- Veränderte Managementstrukturen und Change Management
- Unternehmensbewertung und Due Diligence-Prozesse
- Sanierung und Performance-Steuerung bei Unternehmensbeteiligungen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Beteiligungsmanagement
Der Begriff Beteiligungsmanagement fasst grundsätzlich alle operativen und verwaltenden Aufgaben eines Unternehmens in Bezug auf die angegliederten Unternehmensbeteiligungen zusammen. Teilaufgabe ist das Beteiligungscontrolling, dass durch integrierte Planung und Kontrolle die Steuerung und Evaluation der Aktivitäten maßgeblich beeinflusst.
Durch die wachsende Komplexität der Unternehmensstrukturen können Probleme entstehen, die den Koordinationsaufwand für Unternehmensleitung und Controlling erhöhen. Da in gehaltenen Unternehmensbeteiligungen viel Kapital über einen langen Zeitraum gebunden wird, ist es notwendig, das Risiko vor dem Erwerb genau abschätzen zu können sowie im Nachgang die Rentabilitätsentwicklung optimal zu überwachen.
Um das Management dieser Aufgaben optimal zu gestalten, werden u.a. Kennzahlensysteme genutzt, mit deren Hilfe die Beteiligungen quantitativ bewertet werden. Basis für strategische Entscheidungen im Bezug auf das Beteiligungsportfolio können Kennzahlen wie EVA - Economic Value Added - sein. Eine genaue Abgrenzung dieser Begriffe erfolgt in Kapitel 3.6 - Performancemessung und Steuerung durch Kennzahlensysteme.
Aus Sicht einer Private Equity Beteiligungsgesellschaft kann das Beteiligungsmanagement nochmals untergliedert werden. Die erste Säule bildet der Bereich Unternehmensakquisition bzw. -investment. Die zweite Säule des Beteiligungsmanagements beinhaltet die Führung und Kontrolle des operativen Geschäfts der gehaltenen Unternehmensbeteiligungen. Zielsetzung für das Beteiligungsmanagement ist vorrangig die anhaltende Steigerung des Beteiligungswertes.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in das Thema: Untersuchung der wirtschaftlichen Herausforderungen für den Mittelstand, insbesondere in Bezug auf Finanzierungsprobleme und Nachfolgeregelungen.
2 Ziel und Aufbau der Arbeit: Definition des Ziels, die Auswirkungen veränderter Managementstrukturen durch Private Equity Beteiligungen systematisch zu durchleuchten.
3 Gestaltungsrahmen von Unternehmensbeteiligungen: Theoretische Abgrenzung der Begriffe, historische Einordnung und detaillierte Untersuchung von Beteiligungsmodellen und Sanierungsstrategien.
4 Veränderte Managementstrukturen: Analyse des Veränderungsprozesses in Führung und Unternehmenskultur bei einem Eigentümerwechsel sowie die Bedeutung des Change Managements.
5 Beteiligungsmanagement in der Praxis: Kritische Analyse empirischer Branchenstudien zum Verhalten und Erfolg von Private Equity Investitionen im Mittelstand.
6 Abschließende Beurteilung und Ausblick: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen für Unternehmer, um sich zielgerichtet auf Private Equity als Finanzierungsform vorzubereiten.
Schlüsselwörter
Private Equity, Mittelstand, Unternehmensbeteiligung, Beteiligungsmanagement, Management Buy-out, Due Diligence, Unternehmensbewertung, Sanierung, Turnaround, Change Management, Kapitalbeschaffung, Basel II, Wertsteigerung, Unternehmensnachfolge, Exit-Varianten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Finanzierung von mittelständischen Unternehmen durch Private Equity und untersucht die damit verbundenen strukturellen sowie personellen Veränderungen im Management.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind der Gestaltungsrahmen für Unternehmensbeteiligungen, die Bewertungsmethoden, der Due Diligence-Prozess, Sanierungsstrategien sowie die kritische Betrachtung von Exit-Varianten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die systematische Durchleuchtung veränderter Managementstrukturen, um mittelständische Unternehmer zu sensibilisieren und ihnen einen Handlungsrahmen für eine erfolgreiche Vorbereitung auf eine Private Equity Finanzierung zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Erarbeitung durch Fachliteratur, Fachbeiträge und Publikationen anerkannter Beratungsunternehmen sowie einer kritischen Analyse aktueller Branchenstudien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Gestaltungsrahmens, die Betrachtung veränderter Managementstrukturen und die Einordnung der Praxisanwendungen mittels Studienanalysen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Private Equity, Mittelstand, Beteiligungsmanagement, Due Diligence, Unternehmensnachfolge, Turnaround und Wertsteigerung sind zentrale Begriffe dieser Arbeit.
Warum ist die Wahl des Private Equity Partners laut Autor so entscheidend?
Die Wahl ist kritisch, da sich der Partner je nach Unternehmenssituation positiv oder negativ entwickeln kann; zudem gehen mit einer Beteiligung oft tiefe Einschnitte in den eigenen Handlungsspielraum einher.
Welche Bedeutung kommt der Due Diligence aus Sicht des Verkäufers zu?
Die Durchführung einer eigenen Due Diligence erhöht die Transparenz, hilft den Kaufpreis zu stabilisieren und verkürzt die Verhandlungsdauer bis zum Vertragsabschluss.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Kfm. Florian Krämer (Autor:in), 2007, Beteiligungsmanagement im Mittelstand unter Berücksichtigung veränderter Managementstrukturen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186347