"Tod und Trauer" als Thema im Grundschulunterricht?

Didaktische Überlegungen zum Thema "Tod und Trauer" und Analyse des Bilderbuches "Abschied von Rune"


Examensarbeit, 2006

96 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. DER TOD
1.1. Sterben und Tod - was ist das?
1.2. Ein Tabuthema in unserer Gesellschaft
1.3. Kindliche Erfahrungen mit Sterben und Tod
1.3.1. Sterben, Tod und Vergänglichkeit in der kindlichen Lebenswelt
1.3.2. Sterben und Tod in den Medien im Erleben des Kindes
1.3.3. Sterben und Tod eines Tieres im Erleben des Kindes
1.3.4. Sterben und Tod eines Verwandten im Erleben des Kindes
1.3.5. Sterben und Tod eines Freundes im Erleben des Kindes
1.3.6. Sterben und Tod von Geschwistern im Erleben des Kindes
1.4. Das kindliche Todeskonzept in den einzelnen Alterstufen
1.4.1. Kleinkinder unter drei Jahren
1.4.2. Kindergartenkinder zwischen drei und fünf Jahren
1.4.3. Grundschulkinder zwischen sechs und neun Jahren
1.4.4. Schulkinder zwischen zehn und vierzehn Jahren
1.4.5. Jugendliche

2. DIE TRAUER
2.1. Die Trauer - Was ist das?
2.2. Definition und Funktion der Trauer
2.3. Die Phasen der Trauer
2.3.1. Die Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens
2.3.2. Die Phase der aufbrechenden Emotion
2.3.3. Die Phase des Suchens und Sich-Trennens
2.3.4. Die Phase des neuen Selbst und Weltbezugs
2.4. Ausdruck kindlicher Trauer
2.4.1. Freude und Trauer
2.4.2. Gefühlschaos
2.4.3. Nicht-Wahrhaben-Wollen
2.4.4. Schuldgefühle
2.4.5. Wut und Zorn
2.4.6. Angst
2.4.7. Nachahmung
2.5. Die Begleitung des Kindes in seiner Trauer
2.5.1. Aufmerksame, einfühlsame und sensible Begleitung
2.5.2. Vorbereitung
2.5.3. Klare Antworten
2.5.4. Gemeinschaft
2.5.5. Rituale
2.5.6. Symbole der Erinnerung
2.5.7. Orientierung, Stabilität und Kontinuität

3. DAS BILDERBUCH
3.1. Kategorisierung des Bilderbuches
3.2. Funktionen des Bilderbuches
3.3. Tod in der Kinderliteratur
3.4. Können Bilderbücher dem trauernden Kind helfen?

4. ANALYSE DES BILDERBUCHES „ABSCHIED VON RUNE“ VON WENCHE ØYEN UND MARIT KALDHOL
4.1. Informationen zur Autorin und Illustratorin
4.2. Inhaltliche Analyse
4.2.1. Inhaltsangabe
4.2.2. Realitäts- und Problemgehalt
4.3. Stilanalyse
4.3.1. Äußere Aufmachung
4.3.2. Bildanalyse
4.3.3. Sprache
4.3.4. Adressatenbezug
4.4. Didaktisch-methodische Fragestellung
4.5. Fazit

5. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN
5.1. Fächerübergreifende Möglichkeiten des Themas
5.1.1. Eine Projektarbeit zum Thema „Tod und Sterben“
5.2. Durchführung eines Elternabends

6. SCHLUSSWORT

LITERATURVERZEICHNIS

Einleitung

Das Thema „Tod und Trauer“ beinhaltet Grundfragen der menschlichen Existenz, die im Laufe der Geschichte an Aktualität und Brisanz nicht verloren haben.

Seit einigen Jahren scheint die öffentliche Auseinandersetzung mit diesem Thema sogar noch bedeutsamer geworden zu sein. Fernsehsendungen, Bücher, Ausstellungen, die Hospiz- und Lebenshausbewegung und zahlreiche andere Beispiele zeugen davon.

Und dennoch lässt sich in der Gesellschaft im Umgang mit dem Thema „Tod und Trauer“ oft eine allgemeine Sprachlosigkeit feststellen.

Diese Sprachlosigkeit verstärkt sich, wenn es darum geht, mit Kindern über dieses Thema zu sprechen.

Noch immer denken viele Erwachsene, dass „Tod und Sterben“Kinder nichtinteressieren,„dass sie noch zu klein oder vielleicht auch zu >unschuldig<sind und dass sie von solchen schweren Themen verschont bleiben sollen - frei nach dem Motto:„Das Leben ist später noch hart genug“ 1

Die oft geäußerte Meinung Erwachsener, Kinder seien noch zu jung, um sich mit solch einer Thematik zu befassen und möglichst in einer heilen Welt aufwachsen, die von Tod und Sterben weitgehend unberührt bleibt, zeugt nicht nur von einer falschen Einschätzung der Kinder, sondern verkennt auch die Realität.

Schon kleine Kinder werden heute mit dem Thema Tod in den Medien, in der Familie und in der Gesellschaft konfrontiert. Sie trauern nach einem Todesfall genau wie Erwachsene.2

Doch wie können Erwachsene auf Fragen der Kinder, bezüglich Sterben und Tod, angemessen reagieren? Was können sie den Kindern antworten, teilweise verbunden mit eigener Ratlosigkeit und Unsicherheit? Sollten Kinder ein Mindestalter erreicht haben, um über das Thema sprechen zu können? Welche Vorerfahrungen haben die Kinder mit dem Thema schon gemacht?

Welche Vorstellung hat ein Kind vom Tod?

Wie können Erwachsenen die Kinder in einer Trauersituation begleiten?

Die folgenden Arbeit soll der immer noch vorherrschenden gesellschaftlichen Tabuisierung entgegenwirken, indem sie wichtige thematische Aspekte hervorhebt und darstellt, zum einen die Schwierigkeit und Schwere der Thematik offen legt, zum anderen aber auch die Möglichkeiten zur Auseinandersetzung für Erzieher und Lehrer3 im Umgang mit Kindern hervorhebt.

Das erste Kapitel „ Der Tod“ soll zunächst ein Basiswissen schaffen, indem auf verschiedene Sichtweisen, gesellschaftliche Erfahrungen und verschiedene kindliche Todeskonzepte der einzelnen Altersstufen eingegangen wird. Das zweite Kapitel „Die Trauer“ befasst sich intensiver mit der Materie, indem es die Funktion und Definition darstellt und anschließend einzelne Phasen der kindlichen Trauer herausarbeitet.

Anknüpfend daran soll darauf eingegangen werden, wie sich kindliche Trauer ausdrückt, wie sie sich bemerkbar macht und wie Erwachsene handeln können, Kinder in dieser Zeit zu unterstützend zu begegnen.

Diesem Teil widme ich mein Hauptaugenmerk, da mein zukünftiger Beruf als Lehrer der Primarstufe eine gewisse Kompetenz und Fingerspitzengefühl im Umgang mit kindlicher Trauer und dem richtigen Verhalten in solchen Situationen verlangt.

Weiterhin stellt sich die Frage, welche Medien zum Einsatz kommen sollten bei einer Behandlung des Themas: „Tod und Trauer“ in der Schule. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Medium „Bilderbuch“ und veranschaulicht seine Funktionen und seinen Nutzwert. Des Weiteren enthält dieses Kapitel Erläuterungen zur realistischen und problemorientierten Kinderliteratur.

Das folgende vierte Kapitel bildet den Schwerpunkt der Arbeit und beinhaltet die Analyse des Bilderbuches „Abschied von Rune“ von Wenche Øyen und Marit Kaldhol, die sich an dem Buch „ich werd s trotzdem weitersagen!“ von H. Koch und M. Kruck veröffentlichten Kriterien orientiert.

Nach allgemeinen Informationen über die Autorin und Illustratorin konzentriert sich die Analyse vor allem auf die inhaltliche Analyse, die Stilanalyse und abschließend auf die didaktisch-methodische Fragestellung. Das letzte Kapitel „Didaktische Überlegungen“ beinhaltet die Fragestellung, wie und in welchem Zusammenhang das Thema: „Tod und Trauer“ in der Schule eingeführt werden kann. Ist fächerübergreifender Unterricht zu dem Thema sinnvoll oder überhaupt möglich?

Abschließend werden Lernziele und -chancen aufgezeigt, die mit der Einführung des Themas erreicht und umgesetzt werden sollen.

Die Schlussbetrachtung beinhaltet eine Reflexion und Bewertung des Erarbeiteten.

1. Der Tod

1.1. Sterben und Tod - was ist das?

Die erste Herausforderung, die sich stellt, ist, ob es überhaupt möglich ist, eine ganzheitliche Antwort auf diese Frage zu geben. Können lebende Menschen, die den Tod noch nicht am eigenen Leibe erfahren haben, ihn definieren oder sogar begreifen.

So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich ist auch der Tod. Es erlebt nicht nur jeder Mensch seinen Tod auf ganz eigene individuelle Weise, der Tod tritt auch ganz unterschiedlich in Erscheinung. Er kann als Alterstod am Ende eines langen, erfüllten Lebens stehen, so kann er aber auch junge Menschen unverhofft, radikal und katastrophal aus dem Leben reißen. Kriege, Krankheiten und Unfälle sind nur wenige Bereiche, in denen der Tod 'gewaltsam und brutal' in Erscheinung tritt.

Was der Tod für jeden einzelnen Menschen bedeutet, hängt von seinen subjektiven Empfindungen, Vorstellungen und Erfahrungen ab.

Georg Simmel unterstreicht, dass gegenüber dem Tod zwei gänzlich verschiedene Einstellungen existieren. Die eine beschreibt den Tod als etwas von außen in das Leben Eindringendes, als ein plötzlich und unerwartetes Ereignis. Die zweite Einstellung versteht den Tod als von Beginn des Lebens an dem Leben immanent und für das Leben richtungsweisend.4

Der Tod gehört zum Leben. Er ist die endgültige Grenze des Lebens und der Mensch weiß, im Gegensatz zum Tier, um seinen Tod, lange bevor dieser eintritt. Doch „trotz dieses Wissens […] glaubt im Grunde niemand an seinen eigenen Tod.“5

Doch obwohl unser eigener Tod uns so fremd erscheint, gehört er doch untrennbar zu uns. „Er bleibt […] als unser Ureigenstes das uns Fremdeste. Das macht den Tod so rätselhaft.“6

Da der Mensch sich, aufgrund seines Wissens um den Tod, als ein Wesen versteht, dass Zeit hat, jedoch nicht unbegrenzt Zeit hat7, empfindet er sein Leben als unendlich wertvoll. Die Bedeutung des Lebens erwächst also unmittelbar aus der Gewissheit des Todes. Die Fragen, die der Tod bei den Menschen auslöst, stehen daher unmittelbar im Zusammenhang mit den Fragen der Menschen nach dem Sinn des Lebens. Die Frage, warum es sich zu leben lohnt, wenn am Ende des Lebens unmittelbar der Tod folgt, beantwortet wohl jeder aus seinen eigenen Erfahrungen mit dem Leben und dem Tod, verbunden mit individuellen Todesvorstellungen, Glaubensüberzeugungen und der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.

Eberhard Jüngel vertritt die Meinung, dass der Tod nicht definierbar sei. Er erklärt die Undefinierbarkeit des Todes, indem er Definitionen an sich als Herrschaftsakte bezeichnet. Da alle Lebewesen sterblich sind, kann niemand behaupten, des Todes mächtig zu sein. „Wer den Tod zu definieren verstünde, wäre im Begriffe, seiner Herr zu werden. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Nicht wir beherrschen den Tod, sondern der Tod beherrscht uns.“8

Da es jedoch in der menschlichen Natur liegt, herrschen und beherrschen zu wollen, gibt er sich nicht damit zufrieden, den Tod als undefiniert, unbedingt und gleichzeitig unbestimmtes Ende des Lebens zu akzeptieren. Verschiedenste Bereiche des Lebens bedürfen, um den Umgang mit dem Tod mitten im Leben zu ermöglichen, zumindest einiger Antwortversuche auf die Frage: 'Der Tod - was ist das?'

1.2. Ein Tabuthema in unserer Gesellschaft

Seit langem wird das Thema Tod und seine Endgültigkeit von der Gesellschaft ausgeklammert, verdrängt und tabuisiert. Die dahinterstehende Einstellung kann mit dem Motto „Es lebe das Leben, es lebe die Jugend!“9 zusammengefasst werden. Gerade die heutige Gesellschaft grenzt den Tod und Krankheit allzu oft aus dem Alltag aus, sondert diese Phänomene aus dem Bewusstsein der Lebenden aus.

Erwachsene sind stets darum bemüht, den Kindern unserer Gesellschaft ein gesundes, unbeschwertes und glückliches Leben zu ermöglichen.10 Das Leben der Kinder und deren heile Welt sollen vor Themen wie Tod, Leid, Trauer und Angst vermeintlich geschützt werden, indem ihnen der Zugang zu diesen verwehrt wird.11

Viele Eltern behaupten: „Kinder sind zu jung, um das alles zu verstehen. […] Warum ersparen wir ihnen nicht den Kummer der Erwachsenen?“12

Eine Konfrontation mit dem Thema Tod ruft bei Erwachsenen häufig Gefühle der Sprach- und Hilflosigkeit und Unsicherheit hervor.

Dies sind Gefühle, die unangenehm erscheinen und verständlicherweise vermieden werden wollen. Sie bedrohen die heutige „Happy- Gesellschaft“13, die für Leistung sowie berechenbaren und messbaren Erfolg und Konsum steht.14

Mit dem Beginn der Industrialisierung veränderte sich auch der Umgang mit dem Thema Tod und Sterben. Mit der Verstädterung veränderten sich auch die Lebensgemeinschaftsformen.15 Die überwiegende Anzahl der Haushalte stellten nun Kernfamilien und nicht mehrere Generationen übergreifende Großfamilien dar; die Großeltern leben nicht mehr direkt in der Familie.16

Früher wurden das Sterben und der Tod von Ritualen, wie die Verbringung der Sterbezeit zu Hause, die Erfüllung letzter Dienste für den Sterbenden, die Aufbahrung des Leichnams im Hause, die Totenwache und die Totenwaschung, begleitet, die für Erwachsene und Kinder als selbstverständlich galten. Während der Sterbende von Familienmitgliedern und Verwandten fürsorglich begleitet wurde, ergab sich für diese, sich gemeinsam auf den bevorstehenden Tod vorzubereiten.

Die zahlreichen Rituale gaben Erwachsenen und Kindern ausreichend Zeit, den Tod zu realisieren.17 Neben den direkt miterlebten Todesfällen im Familienkreis gab es viele indirekte Bezüge zu diesem Themenkreis wie Gebete, Lieder, Geschichten und Sprichwörter.18

In früheren Zeiten boten sich für Kinder viele Möglichkeiten, dem Tod unvoreingenommen und unbeschwert zu begegnen, sich mit ihm und seinen Folgen auseinander zu setzen, ihn zu verstehen und zu realisieren. Im Vergleich zu damals gibt es heutzutage kaum Möglichkeiten zur Konfrontation mit dem Tod. Aufgrund veränderter sozialer Lebensweisen, Beziehungen und Familienkonstellationen hat sich ebenfalls der Umgang mit dem Sterben und Tod verändert. Rituale und Verpflichtungen, die früher Aufgabe der Familie gewesen sind, werden heute von professionellen und auf den Tod spezialisierten Dienstleistungsunternehmen wie Bestattungsunternehmen, Altenheimen und Lebenshäusern übernommen. Das Zusammenleben mit Alten, Kranken und Sterbenden wird aus dem direkten häuslichen Umfeld ausgeschlossen. In der heutigen Gesellschaft findet der Tod meist unter Ausschluss der Allgemeinheit statt. Allem Anschein soll sich durch den Tod eines Menschen niemand belästigt oder gestört fühlen. Der sozialen Ordnung soll nicht unnötig Schaden zugefügt werden.19

Kinder werden kaum mehr mit der Sterbekultur vertraut gemacht. Sobald das Thema Tod und Sterben angesprochen wird, werden Kinder regelrecht ausgegrenzt. Die Verdrängung des Themas Sterben und Tod in unserer Zeit hat dazu geführt, dass wir den natürlichen Zugang zu diesem Pol des Lebens verloren haben.20 Somit reden viele Eltern nicht mit ihren Kindern über Krankheiten oder den bevorstehenden Tod eines Verwandten oder Familienangehörigen. Sie werden von Krankenhausbesuchen und Beerdigungen ausgeschlossen. Dadurch wird ihnen vermittelt, dem Erfahrungsbereich des Sterbens und des Todes nach Möglichkeit auszuweichen. Gefühle, Gedanken, Fragen und Gespräche über Sterben und Tod sollen ebenfalls vermieden werden.21 Einige Erwachsene weichen sogar einer direkten Konfrontation mit einem sterbenden Menschen aus, zum einen aus mangelnder Erfahrung mit Sinn gebenden Ritualen und zum anderen aus der Unsicherheit heraus, wie man mit der endgültigen Trennung umgehen soll. Rituale, wie sie früher einen Sterbenden begleitet haben, werden immer seltener, obwohl gerade diese wichtig wären, um Sinnzusammenhänge und richtiges Handeln zu erkennen.22

Neben der Sterbekultur erkennen Kinder kaum Trauerkultur. Kinder lernen von vornherein, dass Trauer und Weinen als Ausdruck von Schwäche gesehen werden. Sie werden unentwegt ermutigt, ihren Schmerz zu vergessen und wieder glücklich und zufrieden zu sein. Eltern agieren immer in der Vorbildfunktion, in fast Allem, was sie tun. Dies gilt auch im Hinblick darauf, wie sie mit Trauer umgehen. In unseren Breiten steht die Erziehung zur Selbstbeherrschung und zum »Haltungsbewahren« der Trauer im Wege.23 Erwachsene beeinflussen maßgeblich, wie Kinder mit ihrer eigenen Trauer und der anderer Menschen umgehen. Vielen Kindern wird verheimlicht und vorenthalten, dass auch ihre Eltern traurig sein und weinen können.

Es mangelt Erwachsenen und besonders Kindern an Modellen, Ritualen und Verhaltensweisen mit ihrer eigenen Trauer und der anderer umzugehen. Es fehlt an Vertrauen in das Leben und daran, dass alles wieder gut wird.24 In der Gesellschaft sollte die Trauer eines Menschen über einen Verlust deutlich erkennbar sein, jedoch nicht zu lang andauernd und zu intensiv sein. Neben der Unsicherheit und Hilflosigkeit der Erwachsenen werden Kinder zusätzlich mit deren Sprachlosigkeit konfrontiert.

Erwachsene neigen dazu, die Fülle an Gefühlen, Fragen und Ängsten wegzuschieben, zu verdrängen und aus ihrem alltäglichen Leben auszuklammern.25

Dem Erwachsenen mangelt es an der inneren Gelassenheit, sich mit Kindern über Tod und Trauer zu unterhalten. Kinder spüren diese Sprachlosigkeit. Sie spüren, dass Erwachsene auf ihre unbefangenen Fragen reserviert, abwehrend und nicht ehrlich antworten. Eine jede Schonung und Verschiebung auf „später“ erlebt das Kind erst einmal als Zurückweisung; es bleibt mit seinen Fragen und Ängsten alleine und fängt an zu grübeln und zu phantasieren.26

Kinder lernen, dass der Tod nicht gerne beim Namen genannt wird, sondern dass dieser eher umschrieben, beschönigend ausgedrückt wird.27 Zudem kann kein Erwachsener verhindern, dass Kinder sich mental mit dem Thema Tod auseinander setzen - selbst da, wo ihnen scheinbar alle direkten Erlebnisse mit dem Tod ferngehalten werden. Gerade die Medien konfrontieren die Kinder heutzutage ungefiltert mit dem Thema Tod und Sterben. Die Medien tragen jedoch nicht zu einer sinnvollen Auseinandersetzung mit der Thematik bei, da sie den Tod unvollständig, verzerrt und unrealistisch darstellen. Diese visuelle Konfrontation mit den Medien führt bei Kindern zu Ängsten, Verunsicherung, Orientierungsproblemen und Gefühlsabstumpfung.

Je mehr dem Kind die Auseinandersetzung mit dem Tod verweigert wird, desto mehr ist es gezwungen seine Informationen aus den Medien zu bekommen.28

Wird ein Kind trotz aller Bemühungen der Eltern direkt mit dem Tod konfrontiert, so erlebt es „die Macht, Willkür und Tragik des Todes, ohne ihn zuvor kennen gelernt zu haben.“29

1.3. Kindliche Erfahrungen mit Sterben und Tod

1.3.1. Sterben, Tod und Vergänglichkeit in der kindlichen Lebenswelt

Wie bereits in Kapitel 1.2 erwähnt, erlebten Kinder früher Geburt und Tod in der Familie und Gemeinde selbstverständlich mit. Dieser selbstverständliche Kontakt der Kinder mit Sterbenden und Toten ist, aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen, zwar nicht mehr in dem Maße gegeben, dennoch machen Kinder auch heutzutage noch Erfahrungen mit Sterben, Tod und Vergänglichkeit und entgegen vieler Vermutungen beschäftigen sich Kinder bereits früh mit diesen Themen.

Das aufgeschnappte Gespräch über den Tod des Nachbarn, die Darstellung des Todes in den Medien, die beobachtete Beerdigung, der Tod eines Tieres oder auch eines vertrauten Menschenzwingen das Kind sich auf die eine oder andere Weise mit Vergänglichkeit und Tod in seiner unmittelbaren Umgebung auseinander zu setzen.

Im Folgenden sollen einige der vielen möglichen Erfahrungen, die ein Kind mit Sterben, Tod und Vergänglichkeit machen kann, veranschaulicht und die Bedeutung dieser Erfahrung für das Kind, sowie mögliche Reaktionen darauf, beschrieben werden.

Es ist zu bedenken, dass die Reaktion eines Kindes auf einen Verlust von vielen Faktoren (Persönlichkeit des Kindes, Alter und Entwicklungsstand, Todesvorstellungen, Umstände des Todes, Todesursache, Vorerfahrung, etc.) abhängt und daher nur verallgemeinernd dargestellt werden kann. Selbst Kinder gleichen Alters zeigen große Unterschiede in ihrem Verhalten und ihrer Entwicklung […].30

Aufgrund der individuellen Vielfalt der möglichen Reaktionen eines Kindes auf den Tod, möchte und kann ich hier nur beispielhaft einige Verhaltensweisen nennen, die bei Kindern häufig als Reaktion auf einen Verlust zu beobachten sind.

Viele der im Folgenden beschriebenen Verhaltensweisen der Kinder, gelten als typische Reaktionen auf verschiedene Verluste.

1.3.2. Sterben und Tod in den Medien im Erleben des Kindes

Der ständig steigende Medienkonsum in unserer Gesellschaft hat zur Folge, dass auch Kinder bereits sehr früh mit den unterschiedlichsten Medien konfrontiert werden - allerdings in einer Form, die der Realität entweder nicht entspricht oder sie verharmlost.31

Besonders bedenklich unter den Medien sind das Fernsehen und die dazuzurechnenden Videospiele, die in der Gegenwart die von Kindern am häufigsten genutzten Medien darstellen.32

Kinder erleben sich in Videospielen zum Teil selbst als Verursacher eines gewaltsamen Todes und auch vor dem Fernseher werden sie zu Beobachtern von Mord und Totschlag. Sie sehen Infernos in Actionfilmen, in denen die Helden überleben, sehen Nachrichtensendungen, die schreckliche Bilder von Kriegen, Naturkatastrophen und anderen menschlichen Schicksalen zeigen.33 Je brutaler und außergewöhnlicher Sterben und Tod in den Medien dargestellt werden, desto größer ist auch das Interesse beim Kind. So sind Kinder es gewohnt, ständig Todesnachrichten zu bekommen, die sie jedoch gar nicht seelisch verarbeiten können.

So passiert der „medienverpackte“34 Tod meistens nur den anderen, betrifft die Kinder nie persönlich und hat daher selten etwas mit der Realität zu tun. Somit bleibt der Tod uns fremd.

Auch die Darstellungen und Berichte von Sterben und Tod im Radio und in der Zeitung, konzentrieren sich auf den außergewöhnlichen, gewaltsamen Tod und bilden nur insofern eine Ausnahme, als dass sie für Kinder wenig interessant sind und daher auch wenig genutzt werden.

Der außergewöhnliche Tod verstellt jedoch den Blick für die Realität. Die „Uneigentlichkeit des Todes“35, die z.B. in Filmen dadurch zum Ausdruck kommt, dass die Schauspieler nicht wirklich tot sind, nimmt dem Tod seine

„Hintergründig- und Ernsthaftigkeit“36 und erschwert den Kindern damit die Annahme der Endgültigkeit des Todes.37

Eine Abwandlung dieser 'Uneigentlichkeit' des Todes lässt sich auch in Märchen wieder finden. Im Märchen hat der Tod eine Doppelbedeutung. Einerseits ist er Strafe für die Bösen (Hexe, Stiefmutter, usw.), andererseits ist er Scheintod für die Guten (Schneewittchen, Dornröschen), die aus dem Tode wieder erwachen können.38

Für Kinder kann damit eine falsche Vorstellung erwachsen, dass der Tod nicht das Ende des Lebens sein muss. Die Möglichkeit des ewigen Lebens wird auch in dem stereotypen Endsatz eines jeden Märchens wiedergegeben: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“39

Diese Darstellung des Todes im klassischen Märchen wird oft als „Realitätsverleugnung“40 bezeichnet.

Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es auch viele Bücher gibt, die Kindern realitäts- und kindgerechte Darstellungen und Erklärungen von Sterben und Tod liefern, die Fragen der Kinder beantworten, ihr Verständnis vergrößern und Vor- und Nachbereitungen für reale Todeserlebnisse sein können. Diese Möglichkeiten sind insbesondere auch in Bezug auf die Unterrichtsgestaltung zum Thema Sterben und Tod zu bedenken.

1.3.3. Sterben und Tod eines Tieres im Erleben des Kindes

Der Kontakt mit Tieren und Pflanzen ist für Kinder sehr wichtig, da ihnen ein Ausgleich zu der Beschäftigung mit leblosen Dingen und Spielsachen geboten wird, die sie ganz nach ihren Wünschen handhaben und bedienen können. Lebewesen hingegen haben ihre eigenen Bedürfnisse, die das Kind respektieren und befriedigen muss. Aus diesem Umgang erwächst beim Kind eine Ehrfurcht vor Leben und Tod. Häufig ist der Tod eines Tieres das erste reale Todeserlebnis eines Kindes, da Tiere, verglichen mit der menschlichen Lebenserwartung, meist nur ein kurzes Leben haben.

Im Erleben des Kindes muss man aber unterscheiden zwischen dem Tod eines geliebten und dem Tod eines fremden Tieres.

Entdeckt das Kind, etwa auf der Straße oder im Gebüsch ein totes Tier, wird diese Entdeckung vielleicht auf Mitleid und Neugierde, aber in der Regel nicht auf große Trauer stoßen. Es fühlt sich diesem Tier nicht unmittelbar verbunden.41 Der Umgang mit dem toten Tier ist meist durch große Sachlichkeit geprägt, resultierend aus der Neugierde des Kindes, worauf manch Erwachsener sehr erschrocken reagieren mag. Besonders bei sehr kleinen Tieren, die Kindern wenig Identifikationsmöglichkeiten bieten, kann es vorkommen, dass der kindliche Forscherdrang geweckt und das Tier ausführlich untersucht wird.

Bei größeren Tieren wie z.B. einem Vogel besteht eine höhere Identifikationsmöglichkeit zwischen Kind und Tier. Da sind Anzeichen des Todes wie Starre, Bewegungslosigkeit, Kälte und das Erlöschen der Lebensfunktionen erkennbarer für Kinder. Das Tier ist verfügbar geworden, aber auf eine Weise, die das Kind befremdet.42

Bittet es die Eltern darum, dem toten Tier zu helfen, so muss das Kind erfahren, dass auch die Eltern dem Tod gegenüber machtlos sind. „Das ist die erste wesentliche Erfahrung mit dem Tod, die das Kind machen kann.“43 Solche Erlebnisse versuchen Kinder oft im Spiel zu verarbeiten. So wird womöglich spielerisch eine Beerdigungszeremonie für ein gefundenes totes Tier gehalten, um sich mit der unfassbaren Realität auseinanderzusetzen. Dieses Handeln gibt dem Kind die Möglichkeit, auf spielerische Art und Weise angemessene Verhaltensweisen einzuüben, die Erfahrung zu verarbeiten und den Tod in das eigene Leben zu integrieren.

Der Tod eines geliebten Haustieres ruft bei einem Kind in der Regel tiefe Trauer und Erschütterung hervor. Das Kind reagiert mit Schmerz und Entsetzen.44 Häufig erleben Kinder mit dem Sterben eines geliebten Haustieres erstmal die Endgültigkeit und Irreversibilität des Todes. Sie erleben, dass der

Tod Verlust, Trennung und Abschied für immer bedeutet. Die Kontinuität geht von einem auf den anderen Moment verloren.

Die tiefe Trauer des Kindes, um den Verlust des Freundes und Gefährten, ist vergleichbar mit der Trauer um einen geliebten Menschen. Deshalb muss auch der Trost weitestgehend der gleiche sein.45 Gleichzeitig wird vor diesem Hintergrund verständlich, warum das geliebte Tier nicht einfach durch ein neues ersetzt werden darf. Das Bedürfnis vieler Erwachsener, ein totes Tier durch ein anderes zu ersetzen, ist oftmals Ausdruck der eigenen Hilflosigkeit und Verunsicherung, weil Eltern es nicht ertragen können ihre Kinder traurig zu erleben.46

Hilfreich kann es hingegen sein, das tote Tier gemeinsam zu beerdigen. Das Kind erhält so die Möglichkeit, noch einen letzten Dienst für den verstorbenen Freund zu tun. Es kann seine Trauer ausdrücken, in Ruhe Abschied nehmen und sich gleichzeitig ein Andenken zu schaffen.47

Die Beerdigung des Tieres kann es dem Kind ermöglichen, die Endgültigkeit des Todes besser zu begreifen und zu akzeptieren.48

1.3.4. Sterben und Tod eines Verwandten im Erleben des Kindes

In den meisten Fällen wird ein Kind die ersten Erfahrungen mit dem Tod in seiner Verwandtschaft machen. Wünschenswert wäre, dass das Kind den Tod nicht als Schock, wie einen Verkehrsunfall, erfährt, sondern als Abschluss eines langen, sinnvollen Lebens und vielleicht sogar in aller Ruhe darauf vorbereitet wird.49

Der Tod eines nahen Verwandten, z.B. der Großmutter oder des Großvaters, lässt das Kind die volle Bedeutung von Abschied, Trennung und Verlust erleben. Wie auch beim Tod des geliebten Haustieres kann und muss das Kind nun die Endgültigkeit des Todes verstehen und akzeptieren lernen.50

Sollte sich für das Kind irgendwann die Möglichkeit ergeben, ohne dass es einen schmerzlichen Verlust erlitten hat, Erfahrungen mit dem Sterben, dem Tod und einer Beerdigung zu machen, können ihm diese Ereignisse eine große Hilfe sein, wenn ein Verlust eines geliebten Menschen zu bewältigen ist. Die Teilnahme an einem Begräbnis, von einer dem Kind unbekannten Person, wird viele Fragen z.B. nach dem Grund des Begräbnisses oder dem Verbleib des Leichnams aufwerfen. Diese Fragen bieten die Möglichkeit, ungezwungen mit dem Kind über den Tod zu sprechen. Gleichzeitig kann das Kind erleben, dass auch nach dem Tod eines Menschen, für die Angehörigen neue Hoffnung entsteht und ein erfülltes Leben nach dem Verlust des Menschen weiter möglich ist. Zu bedenken ist aber, dass Erwachsene das Kind nicht zur Teilnahme an einer Beerdigung überreden sollten, wenn es dieses selbst gar nicht möchte.51

Doch durch das Fernhalten der Kinder von Beerdigungen und alles was mit Sterben und Tod in Verbindung gebracht wird, werden die Kinder nicht geschont, sondern eher die Erwachsenen, um schwierigen Fragen aus dem Weg zu gehen. Denn der Tod ist auch für sie unbegreiflich. Die trauernden Eltern sind meistens selbst mit der ganzen Situation überfordert. Das ist sicherlich ein Grund, warum viele Kinder so oft übergangen werden.52

Durch das vermeintliche Schonen der Kinder, wird ihnen jedoch jede Möglichkeit genommen, sich mit der Wirklichkeit des Todes auseinander zu setzten, Fragen zu klären und Verhaltensmuster zu entwickeln. Die Kinder lernen den Tod als etwas kennen, wovon man sich am besten fernhält und worüber man nicht spricht. Das diese Erfahrung nur Ungewissheit und Ängste auslösen kann, ist offensichtlich. Außerdem ist zu bedenken, dass offene Fragen eigenständig beantwortet werden. Da diese Antworten jedoch oft aus Angst und Ungewissheit entstehen, sind sie fehler- und lückenhaft und münden in neue Zweifel, Fragen und Ängste.

Zu bedenken ist, dass der Umgang mit Sterben und Tod, wie Kinder ihn bei Erwachsenen beobachten, entscheidenden Einfluss auf ihr eigenes Verständnis vom Tod hat.53

1.3.5. Sterben und Tod eines Freundes im Erleben des Kindes

Der Tod eines Freundes kann weit reichende Auswirkungen auf ein Kind haben.54 Neben Gefühlen von Entsetzen, Trauer, Schmerz und Wut tauchen auch Fragen auf, die die eigene Existenz betreffen. Kinder werden sich plötzlich ihrer eigenen Sterblichkeit bewusst; ihnen wird klar, dass auch sie sterben können.55 Denn „beim Kind stellt sich, je nach seinem Alter, seiner individuellen Persönlichkeit und seinem Entwicklungsstand das Bewusstsein ein: Auch mich geht der Tod etwas an, nicht nur alte Menschen.56

Ist ein Kind unter Umständen sogar Zeuge eines Verkehrsunfalls geworden, bei dem sein Freund ums Leben kam, lässt sich, zum Entsetzen der Erwachsenen, oft eine sehr sachliche und präzise Auseinandersetzung des Kindes mit dem Geschehen beobachten. Faszination und scheinbare Teilnahmslosigkeit können Anzeichen dafür sein, dass das Kind die Bedeutung des Todes noch nicht in seinem vollen Umfang begreift.57 Sie können jedoch auch Ausdruck tiefer Ängste sein, die Kinder zu verbergen versuchen oder für dessen Ausdruck ihnen noch die passenden Worte fehlen.58

Unter Umständen ist dieses Verhalten jedoch auch die Reaktion auf die Haltung der Eltern, die ihre Trauer und ihr Entsetzen nicht verarbeiten können und daher verdrängen oder vor dem Kind zu verbergen versuchen. Stirbt ein Kind aus der Klasse, so ist es heute immer noch eine große Ausnahme, dass die Klassenkameraden unterstützende und tröstende Begleitung durch die Lehrer erfahren.59 Ursachen dafür mögen unter anderem die eigene Fassungslosigkeit, eigene, ungeklärte Fragen und Zweifel den Tod betreffend und die allgemeine Unsicherheit im Umgang mit Sterben und Tod sein.

1.3.6. Sterben und Tod von Geschwistern im Erleben des Kindes

Die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross, die über viele Jahre sterbende Kinder begleitet und mit ihnen gearbeitet hat, behauptet, „daß nicht die sterbenden Erwachsenen, nicht die sterbenden Kinder und nicht die Eltern von sterbenden Kindern die vernachlässigste Gruppe von Menschen sind, sondern die Geschwister von sterbenden Kindern.“60

Wie dies zu verstehen ist, möchte ich im Folgenden erläutern.

Liegt ein krankes oder sterbendes Kind im Krankenhaus, so ist es nur verständlich, dass die Eltern versuchen, die meiste Zeit bei ihm zu sein. Sie schenken dem kranken Kind in dieser Zeit ihre ganze Aufmerksamkeit, Fürsorge und Liebe. Hat das sterbende Kind noch Geschwister, so müssen diese ihre Eltern, in der ohnehin schon schweren Zeit, entbehren. In der Regel gibt es jemanden aus dem näheren Umfeld der Familie, der das Geschwisterkind oder die Geschwisterkinder61 zu Hause mit dem Nötigsten versorgt. In den seltensten Fällen jedoch wagt jemand mit dem Kind über die Situation und den Zustand des kranken Geschwisterkindes zu sprechen, seine Fragen zu beantworten, seine Trauer und Sorgen aufzufangen und ihm viele Ängste zu nehmen.62

Sind die Eltern einmal zu Hause, sind sie meist so mit ihrer eigenen Trauer, Hilflosigkeit, Angst und Ohnmacht beschäftigt, dass es ihnen kaum gelingt, sich dem Kummer des gesunden Kindes zu widmen. Als Ausweg aus dieser bedrängenden Situation, versuchen Eltern oft ihre wahren Gefühle so zu überspielen, dass dem Kind jede Möglichkeit genommen wird, über seine Sorgen und Ängste zu sprechen. „Niemand wagt, mit dem anderen zu weinen.“63

Auch nachdem das Geschwisterkind gestorben ist, ändert sich an der Situation zu Hause wenig. Die Eltern sind zwar nun wieder öfter zuhause, jedoch die meiste Zeit in ihrer Trauer und ihrem Leid versunken. Das Kind muss so nicht nur die Trauer und die Sorgen um den Tod des Geschwisterkindes ertragen, sondern zusätzlich auch das veränderte und befremdlich wirkende Verhalten der Eltern und Angehörigen.

Die Freude der Eltern über das lebende Kind gerät oftmals in Vergessenheit in der Trauer über das verstorbene. In diesen Fällen ist es hilfreich, wenn mehrere Geschwister da sind, die ein Minimum der Existenz und Normalität der Familie aufrecht erhalten und einen Teil ihrer Trauer und Ängste miteinander teilen können.64

Neben der Trauer um den Tod des Geschwisterkindes kann das hinterbliebene Kind in starkem Maße von Schuldgefühlen belastet sein. Diese Schuldgefühle resultieren aus alltäglichen Streitereien, Geschwisterrivalitäten und der Frage, ob dem verstorbenen Kind auch Genüge getan wurde.

Manche Kinder haben dem sterbenskranken Geschwister heimlich den Tod gewünscht, weil sie immer wieder die kränkende Erfahrung machen mussten, auf ihre Eltern und vieles andere verzichten zu müssen.65

Vielleicht wurde, während des Krankenhausaufenthalts des verstorbenen Kindes auch die Not über die Abwesenheit der Eltern und der Neid auf die Zuwendung so groß, dass das Kind sich wünschte, das kranke Geschwisterkind solle nun endlich sterben, nur um den unerträgliche Zustand zu beenden. Jetzt, da der Tod des Geschwisterkindes eingetreten ist, befürchtet das hinterbliebene Kind ein Verschulden am Tod.

Manche Kinder leiden an einer so genannten „Überlebensschuld“66. Sie haben ein schlechtes Gewissen, weil das Geschwisterkind tot ist und sie leben. Sie haben das Gefühl, „zu Unrecht auf der Welt“67 zu sein, und fühlen sich bestärkt, wenn die Eltern sie in der Phase tiefster Trauer vernachlässigen. Schuldgefühle können das hinterbliebene Kind so stark belasten, dass es unter Umständen zur Selbstbestrafung neigt, indem es sich absichtlich in gefährliche Situationen begibt, um die vermeintliche Schuld wieder zu begleichen. Starke Schuldgefühle machen die wichtige und hilfreiche Trauerarbeit jedoch unmöglich und hemmen unter Umständen eine positive Weiterentwicklung des

Kindes. In diesen Fällen ist es hilfreich, den Kindern zu veranschaulichen, dass sie keine Schuld an dem eingetretenen Tod des Geschwisterkindes tragen. Viele Eltern neigen unbewusst dazu, ihr verstorbenes Kind zu idealisieren und zu verherrlichen. Sicherlich ist das verstorbene Kind einzigartig und durch nichts zu ersetzen, doch darf diese Einzigartigkeit dem lebenden Kind nicht zum Vorwurf gemacht werden und „am allerwenigsten […] dürfen wir ein Kind zum Ersatz des anderen machen.“68 Denn damit würde die Einzigartigkeit des lebenden Kindes abgewertet und seine Persönlichkeit, seine Bedürfnisse, Neigungen und Interessen vernichtend missachtet werden.69

Manche Kinder lösen den Konflikt, indem sie versuchen, den Eltern das verstorbene Kind zu „ersetzen.“70 Sie versuchen, seine Aufgaben und Interessen wahrzunehmen, schlüpfen in dessen Rolle und ahmen sein Verhalten nach. Im schlimmsten Fall werden die eigenen Begabungen unterdrückt und eine eigenständige Entwicklung und Identitätsfindung gehemmt.71

Besonders Mütter neigen dazu, den Umgang mit Gegenständen, die mit Erinnerungen an das verstorbene Kind verbunden sind, zu vermeiden. Kleidung und Spielzeug des toten Kindes werden liebevoll verpackt und aufbewahrt, oder wenn der Anblick zu große Schmerzen verursacht, weggegeben.

Kinder finden im Umgang mit diesen Gegenständen jedoch oft großen Trost. Es wäre also hilfreich, diese erst einmal weiterhin ins Leben zu integrieren, so dass die Erinnerungen an das tote Kind lebendig gehalten werden und immer wieder die Gelegenheit zu Gesprächen über das verstorbene Kind entsteht. Die bewusste Auseinandersetzung mit der Trauer, schützt Eltern und Kinder vor einer Verdrängung des Todes und hilft dabei, ein Leben ohne das tote Kind zu akzeptieren.72

Da bereits ein umfassender Überblick über das Sterben und den Tod im Erleben des Kindes gegeben wurde, verzichte ich, auf den schlimmsten und katastrophalsten Fall einzugehen, der Tod eines oder beider Elternteile. Vielleicht sei nur soviel gesagt, dass dieser Verlust, egal, welche Hilfe dem Kind zuteil wird, nie vollständig ausgeglichen werden kann. Der Tod eines oder beider Elternteile bedeutet für ein Kind, eine mit nichts zu vergleichende Existenzbedrohung, die das Da-Sein des Kindes für immer verändern wird.73

1.4. Das kindliche Todeskonzept in den einzelnen Alterstufen

Die alterstypischen Vorstellungen vom Tod bei Kindern und Jugendlichen werden durch unzählige Faktoren beeinflusst. Sie entwickeln sich aus inneren und äußeren Einflüssen, aus persönlichen, direkten und indirekten Erfahrungen mit dem Tod. Zudem werden diese Vorstellungen von der individuellen Entwicklung, der Gesellschaft, der Religion und dem jeweiligen Kulturkreis geprägt. Das kindliche Todeskonzept entwickelt sich in einem langen Reifungsprozess, der zusätzlich durch das Verhalten der Erwachsenen und deren Erlebnisse mit dem Tod wesentlich beeinflusst wird.74

Die vollständige Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten ist eine wesentliche Vorraussetzung für das Verständnis von Tot-Sein.75

Aufgrund dessen ist eine nähere Betrachtung wesentlicher kognitiver Fähigkeiten erforderlich.

Mit der Verfügung über die Objekt- bzw. Personenpermanenz ist es einem Kind möglich, dass ein Kind sich ein inneres Bild einer nicht mehr anwesenden Person oder eines nicht mehr vorhandenen Gegenstandes macht und dieses über die unmittelbare Wahrnehmungssituation beibehält.76 Ein ausgeprägtes Zeitverständnis ermöglicht einem Kind die konkrete Vorstellung von den Begriffen der Dauer, der Unendlichkeit, der

Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Außerdem erfolgt ein Verständnis für die zeitliche Reihenfolge von Ursache und Wirkung.77 Unter dem Begriff der Nonfunktionalität versteht man einen Zusammenhang zwischen Leben und funktionierenden Körperfunktionen einerseits, und Tod und Aussetzen dieser lebenswichtigen Körperfunktionen andererseits.78 Der Begriff der Irreversibilität meint die Unwiderruflichkeit des Todes. Ist der Tod erst einmal eingetreten, so kann er nicht mehr rückgängig gemacht werden.79

Die Universalität drückt aus, dass ein Kind einsieht, dass alles einmal sterben muss.80

Der Begriff der Kausalität meint, dass ein Kind die Tatsache begreift, dass die Ursachen des Todes biologischer Natur sind.81

Sind all diese kognitiven Fähigkeiten vollständig ausgebildet, so entspricht das Verständnis und die Vorstellung vom Tot-Sein den Vorstellungen und dem Verständnis eines Erwachsenen. Mit diesen Fähigkeiten ist es dem Kind möglich, den Tod zu realisieren, ihn zu verstehen und zu akzeptieren. Man muss darauf aufmerksam machen, dass die Todesvorstellungen von Kindern gleichen Alters stark voneinander abweichen können, da jedes Kind individuell geprägt und entwickelt ist. Diese Erkenntnis führt dazu, dass kein allgemeingültiges Todeskonzept vorliegen kann.82

Im Folgenden werden alterstypische Vorstellungen vom Tod anhand wesentlicher Merkmale erläutert. Zu Beginn eines jeden Kapitels werden wesentliche Eigenschaften, die das Weltbild der jeweiligen Altersgruppe maßgeblich prägen, kurz erörtert. Dieses ist notwendig, da das jeweilige Weltbild die Vorstellung und das Verständnis vom Tod wesentlich mitbestimmt und beeinflusst.

1.4.1. Kleinkinder unter drei Jahren

Das Weltbild eines Kleinkindes ist wesentlich von fünf Faktoren geprägt. Diese sind von wesentlicher Bedeutung für die Vorstellung vom Tod.

[...]


1 Hinderer, Petra/ Kroth, Martina: Kinder bei Tod und Trauer begleiten. Konkrete Hilfe stellungen in Trauersituationen für Kindergarten, Grundschule und zu Hause. Reihe: Pädagogische Kompetenz, Band 3. Ökotopia Verlag, Münster 2005. S.5

2 Vgl. Hinderer, P./ Kroth, M., 2005, S.5

3 Ich verwende in der Arbeit bei Singularformen von unbestimmten Personen ausschließlich die grammatikalisch männliche Form um die Lesbarkeit zu erleichtern. Die grammatikalisch weibliche Form ist selbstverständlich mitgemeint.

4 Vgl. Stern, Erich: Kind, Krankheit und Tod. München/Basel 1957, S.70.

5 Arens, Veronika: Grenzsituationen. Mit Kindern über Sterben und Tod sprechen. In der Reihe: Knollmann, Roland (Hrsg.): Religionspädagogische Perspektiven. Band 19. Essen 1994 S. 24.

6 Jüngel, Eberhard: Tod. 5 Aufl., Gütersloh 1993, S.13.

7 Jüngel, Eberhard: Tod. 5 Aufl., Gütersloh 1993, S.26.

8 Vgl. ebd. S.11.

9 Spölgen, Johannes/ Eichinger, Beate: Wenn Kinder dem Tod begegnen. Fragen - Antworten aus der Erfahrung des Glaubens, Erich Wewel Verlag, München 1996, S. 17.

10 Student, Johann-Christoph: Sterben, Tod und Trauer. Handbuch für Begleitende. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2004. S.119.

11 Franz, Margit: Tabuthema Trauerarbeit. Erzieherinnen begleiten Kinder bei Abschied, Verlust und Tod. Don Bosco Verlag München 2004. S.49.

12 Grollman, Earl A.: Mit Kindern über den Tod sprechen. Ein Ratgeber für Eltern. Christliche Verlagsanstalt GmbH, Konstanz 1991. S.34.

13 M. Franz, 2004, S.46.

14 Vgl. ebd., S.46f.

15 Vgl. J. Spölgen/ B. Eichinger, 1996, S. 17

16 Vgl. ebd., S. 17.

17 Vgl. Franz, Margit: Tabuthema Trauerarbeit. Erzieherinnen begleiten Kinder bei Abschied, Verlust und Tod. Don Bosco Verlag München 2004. S.49.

18 Vgl. Spölgen, Johannes/ Eichinger, Beate: Wenn Kinder dem Tod begegnen. Fragen - Antworten aus der Erfahrung des Glaubens, Erich Wewel Verlag, München 1996, S. 17.

19 Vgl. M. Franz, 2004, S. 51f.

20 Specht-Tomann, Monika, Tropper, Doris: Wir nehmen jetzt Abschied. Kinder und Jugendliche begegnen Sterben und Tod. Patmos Verlag GmbH & Co. KG Düsseldorf 2004, S. 9.

21 Vgl. Franz, Margit: Tabuthema Trauerarbeit. Erzieherinnen begleiten Kinder bei Abschied, Verlust und Tod. Don Bosco Verlag München 2004. S.49.

22 Vgl. M. Franz, 2004, S. 53.

23 Leist, Marielene: Kinder begegnen dem Tod. 4. Aufl. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999. S. 149.

24 Vgl. M. Franz, 2004, S. 54.

25 Specht-Tomann, Monika, Tropper, Doris: Wir nehmen jetzt Abschied. Kinder und Jugendliche begegnen Sterben und Tod. Patmos Verlag GmbH & Co. KG Düsseldorf 2004, S. 13.

26 Vgl. Spölgen, Johannes/ Eichinger, Beate: Wenn Kinder dem Tod begegnen. Fragen - Antworten aus der Erfahrung des Glaubens, Erich Wewel Verlag, München 1996, S. 20.

27 Vgl. M. Franz, 2004, S. 50.

28 Vgl. ebd. S. 47.

29 M. Franz, 2004, S. 49.

30 Grollman, Earl A.: Mit Kindern über den Tod sprechen. Ein Ratgeber für Eltern. Christliche Verlagsanstalt GmbH, Konstanz 1991. S.34.

31 Vgl. Hinderer, Petra/ Kroth, Martina: Kinder bei Tod und Trauer begleiten. Konkrete Hilfe stellungen in Trauersituationen für Kindergarten, Grundschule und zu Hause. Reihe: Pädagogische Kompetenz, Band 3. Ökotopia Verlag, Münster 2005. S. 10.

32 Vgl. Knörzer, Wolfgang/ Grass, Karl: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Studien- und Arbeitsbuch für den Anfangsunterricht. 5 Aufl., Weinheim/Basel 2000, S.43.

33 Vgl. P. Hinderer/ M. Kroth, 2005, S.10.

34 Vgl. ebd., S.10.

35 Leist, Marielene: Kinder begegnen dem Tod. 4 Aufl. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999. S. 24.

36 Plieth, Martina: Kind und Tod. Zum Umgang mit kindlichen Schreckensvorstellungen und Hoffnungsbildern. Verlagsgesellschaft des Erziehungsvereins mbH, Neunkirchen-Vluyn, 2002 S. 40

37 Leist, Marielene: Kinder begegnen dem Tod. 4 Aufl. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999. S. 24.

38 Vgl. M. Leist, 1999, S.23.

39 Vgl. ebd., 1999, S.23f.

40 Vgl. ebd., S.23f.

41 Leist, Marielene: Kinder begegnen den Tod. 4 Aufl. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999. S. 25

42 Ebd., S.26.

43 Ebd., S.26.

44 Ebd., S.27

45 Vgl. Ludwig, Claudia: Tiere suchen ein Zuhause. Wenn das Haustier stirbt. Vom Umgang mit Tieren, Tod und Trauer. Köln 2001, S. 103.

46 Vgl. Franz, Margit: Tabuthema Trauerarbeit. Erzieherinnen begleiten Kinder bei Abschied, Verlust und Tod. Don Bosco Verlag München 2004. S. 112.

47 Vgl. Leist, Marielene: Kinder begegnen den Tod. 4 Aufl. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999. S. 28.

48 Vgl. Arens, Veronika: Grenzsituationen. Mit Kindern über Sterben und Tod sprechen. In der Reihe: Kollmann, Roland (Hrsg.): Religionspädagogische Perspektiven. Band 19. Essen 1994, S. 73.

49 Vgl. M. Leist, 1999, S. 30.

50 Vgl. ebd., S. 30.

51 Vgl. Leist, Marielene: Kinder begegnen dem Tod. 4 Aufl. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999. S. 33ff.

52 Vgl. Ennulat, Gertrud: Kinder trauern anders. Wie wir sie einfühlsam und richtig begleiten. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 2003, S. 48.

53 Vgl. M. Leist, 1999 S. 35.

54 Vgl. Grollman, Earl A.: Mit Kindern über den Tod sprechen. Ein Ratgeber für Eltern. Christliche Verlagsanstalt GmbH, Konstanz 1991. S. 79.

55 Vgl. ebd., S. 79.

56 Arens, Veronika: Grenzsituationen. Mit Kindern über Sterben und Tod sprechen. In der Reihe: Kollmann, Roland (Hrsg.): Religionspädagogische Perspektiven. Band 19. Essen 1994, S. 74.

57 Vgl. M. Leist, 1999, S. 36ff.

58 Vgl. V. Arens, 1994, S. 75.

59 Vgl. M. Leist, 1999, S. 38.

60 Leist, Marielene: Kinder begegnen den Tod. 4 Aufl. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999. S. 43.

61 Im Folgenden gebrauche ich zur besseren Lesbarkeit den Singular 'Geschwisterkind'. Der Plural soll jedoch mit inbegriffen sein.

62 Vgl. M. Leist, 1999, S. 43.

63 Ebd., S. 43.

64 Vgl. ebd., S. 43f.

65 Franz, Margit: Tabuthema Trauerarbeit. Erzieherinnen begleiten Kinder bei Abschied, Verlust und Tod Don Bosco Verlag München 2004. S. 117.

66 Vgl. Leist, Marielene: Kinder begegnen dem Tod. 4 Aufl. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999. S. 47.

67 M. Franz, 2004, S. 117.

68 Leist, Marielene: Kinder begegnen dem Tod. 4 Aufl. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999. S. 49.

69 Vgl. ebd., S. 49f.

70 Vgl. Franz, Margit: Tabuthema Trauerarbeit. Erzieherinnen begleiten Kinder bei Abschied, Verlust und Tod Don Bosco Verlag München 2004. S. 118.

71 Vgl. ebd., S. 118.

72 Vgl. M. Leist, 1999, S. 52f.

73 Vgl. M. Leist, 1999, S. 82.

74 Vgl. Franz, Margit: Tabuthema Trauerarbeit. Erzieherinnen begleiten Kinder bei Abschied, Verlust und Tod Don Bosco Verlag München 2004. S. 60.

75 Vgl. Specht-Tomann, Monika/ Tropper, Doris: Zeit zu trauern. Kinder und Erwachsene verstehen und Begleiten. Patmos Verlag GmbH & Co. KG, Düsseldorf 2001. S. 63.

76 Vgl. Plieth, Martina: Kind und Tod. Zum Umgang mit kindlichen Schreckensvorstellungen und Hoffnungs- Bildern. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn, 2002, S. 52.

77 Ebd., 2002, S. 53.

78 Vgl. Specht-Tomann, Monika/ Tropper, Doris: Zeit zu trauern. Kinder und Erwachsene verstehen und begleiten. Patmos Verlag GmbH & Co. KG, Düsseldorf 2001. S. 66.

79 Vgl. ebd., 2001, S. 66.

80 Vgl. ebd., 2001, S. 66.

81 Vgl. ebd., 2001, S. 66.

82 Vgl. M. Franz, 2004. S. 60.

Ende der Leseprobe aus 96 Seiten

Details

Titel
"Tod und Trauer" als Thema im Grundschulunterricht?
Untertitel
Didaktische Überlegungen zum Thema "Tod und Trauer" und Analyse des Bilderbuches "Abschied von Rune"
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
2
Autor
Jahr
2006
Seiten
96
Katalognummer
V186468
ISBN (eBook)
9783656997535
ISBN (Buch)
9783869432113
Dateigröße
853 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
trauer, thema, grundschulunterricht, didaktische, überlegungen, analyse, bilderbuches, abschied, rune
Arbeit zitieren
Marcel Stempel (Autor), 2006, "Tod und Trauer" als Thema im Grundschulunterricht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186468

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