Organisatorische und personelle Probleme in Dienstleistungsunternehmen können sich maßgeblich auf die Qualität und die Kundenzufriedenheit auswirken. Die Abhängigkeit von finanziellen Mitteln sowie die Notwendigkeit von Rationalisierungen und Einsparungen im Personalbereich können diese Problematik zusätzlich verstärken. Da auch die DGE ? Sektion Thüringen als Dienstleister auf dem Ernährungssektor mit derartigen Problemen belastet ist, müssen adäquate Lösungen gefunden werden. In der Arbeit wird die organisatorische Gesamtsituation der DGE - Sektion Thüringen vor dem Hintergrund finanzieller und personeller Einschränkungen analysiert. Dabei werden die Anforderungen, die an eine solche Institution zu stellen sind ebenso betrachtet, wie die individuellen Gegebenheiten. Im Rahmen eines Soll - Ist - Vergleichs werden die hauptsächlichen Problempunkte herausgestellt und ausgehend davon Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, die in Form von Handlungsempfehlungen und weiteren Maß-nahmen eine Verbesserung der derzeitigen Situation ermöglichen sollen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Anforderungen an die Gestaltung organisatorischer Abläufe
2.1 Bestimmungsgründe der Organisation
2.2 Voraussetzungen für die Funktionsfähigkeit organisatorischer Regelungen
2.3 Möglichkeiten der Einteilung organisatorischer Prozesse
2.4 Möglichkeiten der Darstellung organisatorischer Abläufe
3. Soll-Ist-Vergleich organisatorischer Abläufe in der DGE - Sektion Thüringen
4. Handlungsempfehlungen
4.1 Problempriorität und Lösungspotential
4.2 Empfehlungen zu Zeitmanagement und Planung
4.3 Handlungsempfehlungen zur Dokumentation
4.4 Handlungsempfehlungen zu EDV-Handhabung
4.5 Empfehlungen zur Verbesserung der Personalsituation
4.6 Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Leistungsqualität
4.7 Handlungsempfehlungen zu Arbeitsprozessen
5. Zusammenfassung
6. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die organisatorische Gesamtsituation der DGE-Sektion Thüringen, um trotz personeller Engpässe und begrenzter finanzieller Mittel eine effizientere Arbeitsweise und eine höhere Qualität der Dienstleistungen durch prozessuale Optimierungen zu erreichen.
- Analyse der Ist-Situation und Identifikation von Prozessdefiziten
- Strukturierung von Kernprozessen zur Entlastung des Personals
- Optimierung von Zeitmanagement, Dokumentation und EDV-Nutzung
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Leistungsqualität
- Etablierung eines standardisierten Qualitätsmanagements im Dienstleistungsbereich
Auszug aus dem Buch
2.1 Bestimmungsgründe der Organisation
Organisation wird immer dann notwendig, wenn Aufgaben nicht mehr ohne dauerhaft wirksame Regelungen ausgeführt werden können. Es müssen folglich verbindliche Regelungen geschaffen und aufrechterhalten werden. Der Organisationsbegriff kann dabei grundsätzlich aus zwei Perspektiven betrachtet werden:
Organisation als Institution: Unter organisationspsychologischen Gesichtspunkten wird Organisation als Institution bezeichnet. Demnach ist Organisation ein System dauerhaft wirksamer formaler und informaler Strukturen, mit deren Hilfe eine Zielverfolgung möglich wird (vgl.BOKRANZ & KASTEN 2003, S. 20).
Organisation als Tätigkeit: Die Organisation ist eine Tätigkeit mit der dauerhafte Regelungen geschaffen werden (vgl. GROS 1994, S.167). Die Art und Weise der Gestaltung von Arbeitsabläufen, die Koordination und Aufteilung von Aktivitäten und Aufgaben sind hierfür beispielhaft.
Zunächst soll auf den institutionellen Aspekt der Organisation näher eingegangen werden. Wie bereits angeführt wirken hier formale und informale Strukturen als System zusammen.
Unter formalen Strukturen werden grundsätzlich all jene Formen der Organisation verstanden, die fest vorgeschrieben sind. Sie stellen die notwendigen Rahmenbedingungen dar. So müssen beispielsweise Kompetenzen und Verantwortung konkret und verbindlich bestimmten Stellen (Mitarbeitern und Abteilungen) zugewiesen werden. Dies geschieht durch Bildung einer formalen Stellenstruktur. Sie schreibt den hierarchischen Aufbau verbindlich vor und grenzt Arbeitsbereiche voneinander ab (Aufbauorganisation). Formale Regelungen beschränken sich jedoch nicht nur auf die Festlegung einer Hierarchie. Sie sind ebenso auf prozessualer Ebene (Regelung von Arbeitsabläufen) erforderlich. Als informal sind solche Strukturen zu bezeichnen, die sich jenseits formaler Regelungen im Laufe der Zeit dauerhaft etablieren oder die generell ohne verbindliche Regelungen auskommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Aufgaben der DGE und die spezifische Problematik der Sektion Thüringen bezüglich Ressourcenknappheit und Prozessqualität.
2. Anforderungen an die Gestaltung organisatorischer Abläufe: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Organisation, Prozesstypen und Anforderungen an eine effiziente Ablauforganisation.
3. Soll-Ist-Vergleich organisatorischer Abläufe in der DGE - Sektion Thüringen: Analysiert detailliert die bestehenden Schwachstellen in den Bereichen Organisation, Dokumentation, EDV, Personal und Leistungsqualität.
4. Handlungsempfehlungen: Formuliert konkrete Maßnahmen zur Optimierung von Zeitmanagement, Dokumentation, Datenhandhabung und Personaleinsatz.
5. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit stabiler Rahmenbedingungen für eine dauerhafte Leistungsqualität.
6. Literatur: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literaturhinweise auf.
Schlüsselwörter
DGE Sektion Thüringen, Prozessmanagement, Organisationsentwicklung, Dienstleistungsqualität, Zeitmanagement, Personalressourcen, Dokumentationsaufwand, Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung, Arbeitsabläufe, Qualitätsmanagement, Personalknappheit, Projektdurchführung, Personalqualifikation, Prozessstandardisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Prozessoptimierung in der DGE-Sektion Thüringen, um trotz begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen eine hohe Leistungsqualität und Effizienz sicherzustellen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der organisatorischen Abläufe, der Identifikation von Schwachstellen in der Dokumentation und EDV-Nutzung sowie der Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der internen Prozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, durch eine Strukturierung der Arbeitsprozesse eine Entlastung für das Personal zu schaffen und gleichzeitig die Qualität der erbrachten Dienstleistungen durch klare Vorgaben und Standards abzusichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt den Soll-Ist-Vergleich von organisatorischen Abläufen sowie die Klassifikation von Prozessen nach Prozesstypen (Routineprozesse, Regelprozesse, Projekte).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse der Ist-Situation in den Bereichen Zeitplanung, Dokumentationsablage, EDV-Nutzung und Personaleinsatz, gefolgt von konkreten Optimierungsvorschlägen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Prozessmanagement, Organisationsentwicklung, Dienstleistungsqualität, Effizienzsteigerung und Dokumentationsoptimierung.
Wie geht die Arbeit mit dem Problem der Personalknappheit um?
Da eine Personalaufstockung nicht möglich ist, schlägt der Autor vor, vorhandene Kapazitäten besser zu nutzen, durch Delegation zu strukturieren und Arbeitsabläufe durch Hilfsmittel wie Checklisten und Standardisierungen zu erleichtern.
Welche Bedeutung haben die in der Arbeit erstellten Prozessdokumentationen?
Sie dienen als konkrete Hilfsmittel für Mitarbeiter, um Routineaufgaben standardisiert auszuführen, was Fehlerpotenziale minimiert und die Transparenz innerhalb der Sektion erhöht.
Warum spielt die Erreichbarkeit in dieser Sektion eine so große Rolle?
Aufgrund der kleinen Sektionsgröße und der häufigen Abwesenheit des Geschäftsführers ist die Erreichbarkeit kritisch für die Kundenzufriedenheit; daher werden Maßnahmen wie Anrufbeantworter und Rufumleitungen empfohlen.
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- Dipl.oec.troph.FH Mario Mantwillat (Author), 2008, Weiterentwicklung der internen Prozesse in der DGE, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186479