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Anorexia athletica - Essstörungen im Sport

Title: Anorexia athletica - Essstörungen im Sport

Diploma Thesis , 2008 , 53 Pages , Grade: 1

Autor:in: Barbara Baumann (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Essstörung im Kontext mit Gesundheit, Sport und Leistung. Das Thema ist nicht neu und wird dennoch seit den letzten Jahren immer häufiger erforscht, diskutiert und publiziert.
Der erste Teil der Arbeit erläutert den Begriff Essstörung und beschreibt die Zusammenhänge dieser Erkrankung. Was sind Essstörungen? Wer ist davon betroffen? Was sind die Ursachen und Auslöser?
Im Weiteren werden die Formen der Essstörung erklärt und welche gesundheitlichen Gefahren mit diesen verbunden sind. Aus dem einst geltenden typischen weiblichen Schlankheitstick hat sich im Laufe der Zeit eine lebensbedrohliche Krankheit entwickelt, die sowohl Frauen als auch Männer, unabhängig von Alter, Konstitution oder sozialen Status, betreffen kann.
Der zweite Teil befasst sich spezifischer mit Essstörungen in Verbindung mit Sport und Bewegung. Ein gewisses Maß an körperlicher Aktivität sollte in unseren Alltag regelmäßig miteinbezogen werden, doch die Grenze zwischen gesunder und krankhafter sportlicher Belastung kann für viele in einem Teufelskreis enden.
Anorexia athletica, eine sportinduzierte Form der Essstörung, stellt eine problematische Erkrankung mit gestörtem Essverhalten dar. Vor allem im Leistungssport werden die Erwartungen immer härter. Betroffene Sportler versuchen zwanghaft, dem Anforderungsprofil zu entsprechen.
Doch handelt es sich bei Anorexia athletica um eine psychiatrische Krankheit oder um eine selbstbestimmte, professionelle, reversible Veränderung des eigenen Körpergewichts zum Zwecke sportlicher Höchstleistung? Wie stark wird die Gesundheit belastet, welche Risiken und Folgen stecken dahinter, und inwiefern ist die Leistungsfähigkeit dadurch eingeschränkt?
Im Abschluss werden Reglements aufgezeigt, die erste Schritte in Richtung Verbesserung bringen und die Problematik der Anorexia athletica aufzeigen. Sowie Berichte von prominenten Sportlern, die selbst an einer Essstörung gelitten und sich öffentlich dazu bekannt haben. Aufgrund der Folgeerscheinungen wollten bzw. mussten viele von ihnen ihre sportliche Karriere beenden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Essstörungen

1.1 Definition

1.2 Wer ist davon betroffen?

1.3 Ursachen und Auslöser

1.3.1 Genetik

1.3.2 Wichtige biologische Faktoren

1.3.3 Sozial-psychische Faktoren

1.3.4 Persönlichkeitsspezifische Faktoren

1.3.5 Gesellschaft

2. Gesundheitliche Auswirkungen von Essstörungen

2.1 Physische Auswirkungen

2.2 Psychische Auswirkungen

2.3 Soziale Auswirkungen

2.4 Wie kann Hilfe geleistet werden?

3. Formen der Essstörung

3.1 Magersucht (Anorexia nervosa)

3.2 Bulimie (Bulimia nervosa)

3.3 Ess-Sucht (Binge-Eating-Disorder)

3.4 Atypische Essstörungen

4. Internationale Initiativen gegen Essstörungen

4.1 Österreich

4.2 Deutschland

4.3 Spanien

4.4 Italien

4.5 Frankreich

4.6 Großbritannien

4.7 USA

5. SPORT – Gesundheit versus Sucht

6. Anorexia athletica

6.1 Definition

6.2 Risikosportarten

6.2.1 Ästhetische Sportarten

6.2.2 Ausdauersportarten

6.2.3 Gewichtslimitierte Sportarten

6.2.4 Technische Sportarten

6.2.5 Fitness- und Freizeitsport

6.2.6 Kinder- und Jugendsport

7. Gesundheitliche Risiken der Anorexia athletica

7.1 Einstiegsdroge Diät

7.2 Physische Risiken

7.3 Psychische Risiken

7.4 Risiko der Leistungsabnahme

8. Prävention von Anorexia athletica

8.1 Verantwortung der Trainer und Betreuer

8.2 Verantwortung der Eltern

8.3 Erkennen – Aufklären – Handeln

8.4 Reglements am Beispiel Skispringen

8.4.1 Salt Lake City 2002

8.4.2 Saison 2004/05

8.4.3 FWF-Projekt: Mass Index (MI)

9. Prominente Athleten mit Essstörungen

10. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Ziel der Arbeit ist es, das komplexe Problemfeld der Anorexia athletica im Sport zu beleuchten, die Übergänge von gesundem Ehrgeiz zu krankhaftem Verhalten zu analysieren und Wege für Prävention und Hilfe aufzuzeigen.

  • Definition und Erscheinungsformen allgemeiner Essstörungen.
  • Die spezifische Problematik der Anorexia athletica im Leistungssport.
  • Gesundheitliche Risiken und psychische Folgen für Athleten.
  • Präventive Maßnahmen und die Verantwortung von Trainern, Betreuern und Eltern.
  • Fallbeispiele prominenter Sportler und deren Umgang mit der Erkrankung.

Auszug aus dem Buch

1.3.4 Persönlichkeitsspezifische Faktoren

Als Hauptkonflikt bei Essstörungen wird die Suche nach der eigenen Identität angesehen. Häufig ist sie begleitet von langjährigen inneren Kämpfen zwischen Abhängigkeit und Selbstbestimmung. Anfangs innerhalb der Familie, später in Beziehungen zu Partnern und im öffentlich-gesellschaftlichen Leben.

Essgestörte haben meist ein äußerst instabiles Selbstwertgefühl, große Selbstzweifel und eine niedrige Kompetenz, eigene Wünsche zu äußern und durchzusetzen. Der Druck unter Gleichaltrigen, nicht zu bewältigende Probleme in der Arbeit oder auch der Konkurrenzkampf können leicht zu Verunsicherung und Unbehagen führen. Sie erhoffen sich Liebe und Anerkennung durch Leistung bzw. Anpassung zu verdienen. Positive Kommentare und Zusprüche von anderen werden ignoriert und Ziele, die erreicht wurden, sind nie gut genug, werden entweder konsequent verleugnet oder durch neue, höhere ersetzt.

Die Akzeptanz gegenüber dem eigenen Körper wird abgelehnt und die Sucht ist das einzige, worauf sie sich verlassen können, denn nur hier erleben sie eine Befriedigung von Macht und Kontrolle über ihr eigenes Leben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz von Essstörungen in der heutigen Leistungsgesellschaft und den negativen Einfluss des Schönheitsideals auf den Breitensport.

1. Essstörungen: Dieses Kapitel definiert Essstörungen als psychiatrische Erkrankungen und untersucht deren vielfältige Ursachen, von genetischen über biologische bis hin zu gesellschaftlichen Faktoren.

2. Gesundheitliche Auswirkungen von Essstörungen: Es werden die schwerwiegenden physischen, psychischen und sozialen Folgen dargestellt sowie erste Wege zur therapeutischen Hilfe aufgezeigt.

3. Formen der Essstörung: Die gängigsten Krankheitsbilder wie Magersucht, Bulimie und Ess-Sucht werden erläutert und voneinander abgegrenzt.

4. Internationale Initiativen gegen Essstörungen: Eine Übersicht über regulatorische und präventive Maßnahmen in verschiedenen Ländern, die dem Magerwahn in der Modewelt entgegenwirken sollen.

5. SPORT – Gesundheit versus Sucht: Das Spannungsfeld zwischen sportlicher Betätigung als gesundheitsfördernde Aktivität und deren Entgleisung in eine krankhafte Sucht wird thematisiert.

6. Anorexia athletica: Dieses Kapitel führt in die sportinduzierte Form der Magersucht ein und analysiert die Risiken in verschiedenen Sportarten, vom Kinder- bis zum Leistungssport.

7. Gesundheitliche Risiken der Anorexia athletica: Eine detaillierte Untersuchung der körperlichen und seelischen Gefahren sowie der negativen Auswirkungen auf die sportliche Leistung.

8. Prävention von Anorexia athletica: Fokus auf die präventive Verantwortung von Trainern und Eltern sowie die Einführung von Reglements im Sport.

9. Prominente Athleten mit Essstörungen: Fallstudien berühmter Sportler verdeutlichen den Leidensdruck und den schwierigen Weg aus der Erkrankung.

10. Fazit: Eine abschließende Zusammenfassung betont die Notwendigkeit einer gesunden Balance zwischen Leistungsorientierung und dem Schutz der Gesundheit.

Schlüsselwörter

Anorexia athletica, Essstörungen, Leistungssport, Magersucht, Bulimie, Körpergewicht, Gesundheitsrisiken, Prävention, Selbstwertgefühl, Leistungsdruck, Körperwahrnehmung, Training, Ernährung, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Essstörungen, insbesondere der Anorexia athletica, und deren negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Sportlern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Essstörungen, deren Ursachen, spezifische Risiken im Sport, Präventionsstrategien und die Reflexion prominenter Fallbeispiele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Athleten, Trainer und Eltern für die Anzeichen und Gefahren einer Anorexia athletica zu sensibilisieren und Lösungsansätze für einen gesunden Umgang mit Sport und Körpergewicht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Auswertung aktueller Forschungsergebnisse sowie sportmedizinischer Berichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung allgemeiner Essstörungen, deren spezifische Manifestation im Sport, die Risiken für verschiedene Sportarten und die Möglichkeiten der Prävention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Anorexia athletica, Leistungsdruck, Prävention, Körperwahrnehmung, Gesundheit und Identität.

Warum ist das Skispringen ein spezifisches Beispiel in der Arbeit?

Das Skispringen dient als Fallbeispiel für die Einführung konkreter Reglements (z.B. BMI-Vorgaben), um den gesundheitsschädigenden Magerwahn unter Athleten einzudämmen.

Welche Rolle spielen Trainer bei der Prävention?

Trainer tragen eine hohe Verantwortung; sie müssen Anzeichen einer Essstörung frühzeitig erkennen, den Druck von Athleten nehmen und professionelle Unterstützung durch Ernährungsexperten fördern.

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Details

Title
Anorexia athletica - Essstörungen im Sport
College
Body & Health Academy
Grade
1
Author
Barbara Baumann (Author)
Publication Year
2008
Pages
53
Catalog Number
V186568
ISBN (eBook)
9783656996934
ISBN (Book)
9783656997382
Language
German
Tags
anorexia essstörungen sport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Barbara Baumann (Author), 2008, Anorexia athletica - Essstörungen im Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186568
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