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Wundergeschichten im Neuen Testament und das Problem ihrer Auslegung

Titel: Wundergeschichten im Neuen Testament 	und das Problem ihrer Auslegung

Examensarbeit , 2007 , 132 Seiten , Note: 1

Autor:in: Nina Siebert (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit befasst sich mit den Wundergeschichten des NT (AT wird nicht ausführlich behandelt, sondern nur angeschnitten) und den Schwierigkeiten ihrer Auslegung aus Sicht der Moderne.

Die Arbeit umfasst eine ausführliche Darstellung der Wunderauslegung des Neutestamentlers Rudolf Bultmann. Des weiteren werden Wunderauslegungen von der Antike bis in die Moderne behandelt, welche der Auslegung Bultmanns vorangeschaltet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHE ANNÄHERUNG

2. 1 Definition von Wundern

2. 2 Wunder in der Bibel

2. 2. 1 Wunder im Alten Testament

2. 2. 1. 1 Wundertäter

2. 2. 1. 2 Zweck/Intention

2. 2. 1. 3 Formen und Arten

2. 2. 1. 4 Terminologie

2. 2. 2 Wunder im Neuen Testament

2. 2. 2. 1 Wundertäter

2. 2. 2. 2 Zweck/Intention

2. 2. 2. 3 Formen und Arten

2. 2. 2. 4 Terminologie

2. 2. 2. 5 Wunder und Glaube

2. 2. 3 Parallelen und Differenzen der alttestamentlichen und neutestamentlichen Wunder

3. KONTROVERSEN ÜBER DEN HISTORISCHEN GEHALT DER NEUTESTAMENTLICHEN WUNDERGESCHICHTEN

3. 1 Das Wunderverständnis im Licht der Epochen

3. 1. 1 Die Differenzen zwischen dem antiken und neuzeitlichen Wunderverständnis

3. 1. 2 Positionen der Auslegung des Wunderbegriffes

3. 2 Gründe für den Wandel des Wunderverständnisses

3. 3 Wissenschaft und Glaube

4. DAS VERSTÄNDNIS DES WUNDERS BEI RUDOLF BULTMANN

4. 1 Das moderne Weltbild

4. 2 Mythos und Mythologie

4. 3 Das mythische Weltbild

4. 4 Das „Weltbild“ des Neuen Testamentes

4. 5 Das wissenschaftliche Weltbild

4. 5. 1 Uneingeschränkte Geltung und praktische Notwendigkeit der Naturgesetzlichkeit

4. 6 Die Entmythologisierung

4. 6. 1 Die Begründung der Entmythologisierung

4. 6. 2 Die Durchführung und das Ziel der Entmythologisierung

4. 7 Das Handeln Gottes

4. 7. 1 Das Handeln Gottes und die menschliche Existenz

4. 8 Bultmanns Verständnis der neutestamentlichen Wundergeschichten

4. 8. 1 Die Wunder Jesu und ihre relative Gültigkeit

4. 8. 1. 1 Die Wunder Jesu und ihre Zweideutigkeit

4. 8. 1. 2 Die Bedeutungslosigkeit des jesuanischen Wunderglaubens für den modernen Menschen

4. 8. 2 Die Entstehung der neutestamentlichen Wundergeschichten

4. 8. 2. 1 Die Kritik des modernen Menschen an den Wundergeschichten des Neuen Testamentes

4. 8. 2. 2 Die neutestamentlichen Wundergeschichten erklärt durch die historisch-kritische Forschung

4. 8. 2. 2. 1 Zum Hintergrund der Entstehung der neutestamentlichen Wundergeschichten

4. 8. 3 Die Struktur und der Sinn des Wunders

4. 8. 3. 1 Die Bedeutung des Mirakels in Abgrenzung zum Wunder

4. 8. 3. 2 Die Unmöglichkeit des Mirakelgedankens

4. 8. 3. 3 „Die Destruktion des entleerten Wundergedankens“

4. 8. 3. 4 Das Wunder als ein Handeln Gottes

4. 8. 3. 5 Das Wunder der Vergebung

4. 8. 4 Die Bedeutung des Wunders

4. 8. 4. 1 „Der theozentrische Bezug des Wunders“

4. 8. 4. 1. 1 Der Wunderglaube als Glaube an Gott

4. 8. 4. 2 „Der existentielle Bezug des Wunders“

4. 8. 4. 2. 1 Das Wunder im christlichen Alltag

4. 8. 4. 2. 2 Das Wunder als existenzergreifendes Ereignis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das problematische Verhältnis zwischen den biblischen Wundergeschichten und einem modernen, wissenschaftlich geprägten Weltbild, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der theologischen Auseinandersetzung Rudolf Bultmanns liegt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie neutestamentliche Wunderberichte für den modernen Menschen existentiell relevant interpretiert werden können, ohne die wissenschaftliche Rationalität zu ignorieren.

  • Historische und theoretische Annäherung an den Wunderbegriff.
  • Differenzierung des Wunderverständnisses im Alten und Neuen Testament.
  • Kontroversen um den historischen Gehalt neutestamentlicher Wundergeschichten.
  • Rudolf Bultmanns Programm der Entmythologisierung als hermeneutischer Ansatz.
  • Das Wunder der Vergebung als existenzergreifendes Ereignis bei Bultmann.

Auszug aus dem Buch

4. 8. 3. 3 „Die Destruktion des entleerten Wundergedankens“

Zweifellos ist aber der christliche Glaube am Wunder interessiert, insofern dieses als ein Tun Gottes betrachtet wird, das im Gegensatz zum Weltgeschehen steht. Es ergibt sich für Bultmann daher die Frage „ob nicht dieser Begriff des Wunders den des Mirakels impliziert und ob nicht, wenn der Begriff des Mirakels preisgegeben wird, auch der Begriff des Wunders als Tun Gottes mit preisgegeben ist“? Der Mirakelbegriff scheint die Forderung des Wunderbegriffes zu erfüllen, indem er von einem Geschehen redet, das nicht als natürliches Weltgeschehen anzusehen ist. Kann ein Wunderbegriff überhaupt bestehen, wenn der Mirakelbegriff preisgegeben ist? Laut Bultmann ist es beliebt, „mit der Preisgabe des Mirakelgedankens auch die Bestimmung des Wunders als eines im Gegensatz zum Weltgeschehen sich vollziehendes göttlichen Tuns preiszugeben und mit dem Hinweis auf den Schöpfungsglauben zu behaupten, alles Weltgeschehen sei Wunder“. Doch niemand, der den Gedanken der Natur und ihrer Gesetzlichkeit radikal denkt, kann diesen Gedanken noch nachvollziehen. „Will man also auf dieses unendliche gesetzmäßige Geschehen, das wir Natur nennen, die Gedanken der Schöpfung und des Wunders anwenden, so hebt man sie in Wahrheit auf.“

Sofern alles Geschehen wunderbar ist, ist es in Wahrheit kein Geschehen mehr. Gott und die Welt sind dann gleichgesetzt. Gott, die Schöpfung und die Natur sind in diesem Fall nur noch als „erbauliche Namen für Sachverhalte“ anzusehen, die dem Menschen im faktischen Leben ganz anders begegnen, „nämlich als der wissenschaftlich erforschbare, unendliche Zusammenhang alles Geschehens, als Natur und Naturereignis“. Eine solche pantheistische Auflösung des Wundergedankens verkennt, dass „der Schöpfungs- und Allmachtsgedanke [...] kein wissenschaftliches Axiom“ ist, unter dem man alles Weltgeschehen betrachten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Problematik ein, dass Wunder aus wissenschaftlicher Sicht als unmöglich gelten, aber für den christlichen Glauben eine zentrale Bedeutung besitzen.

2. THEORETISCHE ANNÄHERUNG: In diesem Kapitel werden verschiedene Definitionen des Wunderbegriffs chronologisch analysiert und miteinander in Relation gesetzt.

3. KONTROVERSEN ÜBER DEN HISTORISCHEN GEHALT DER NEUTESTAMENTLICHEN WUNDERGESCHICHTEN: Es wird untersucht, wie sich das Wunderverständnis im Spannungsfeld zwischen antiker Weltanschauung und moderner Wissenschaft im Laufe der Epochen gewandelt hat.

4. DAS VERSTÄNDNIS DES WUNDERS BEI RUDOLF BULTMANN: Das zentrale Kapitel analysiert Bultmanns Entmythologisierungsprogramm, seine Kritik am mythischen Weltbild und seine Neuinterpretation des Wunders als Handeln Gottes in der Existenz.

5. SCHLUSS: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Leitfragen abschließend beantwortet.

Schlüsselwörter

Wundergeschichten, Neues Testament, Rudolf Bultmann, Entmythologisierung, Wunderbegriff, Mirakel, Christentum, wissenschaftliches Weltbild, mythisches Weltbild, Heilsgeschehen, Existenz, Glauben, Handeln Gottes, Historisch-kritische Forschung, Existentielle Interpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Vereinbarkeit von neutestamentlichen Wundergeschichten mit einem modernen, naturwissenschaftlich geprägten Weltbild.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition des Wunders, die biblische Wunderüberlieferung, historische Kontroversen und insbesondere die Theologie Rudolf Bultmanns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege zu finden, wie biblische Wunder trotz wissenschaftlicher Skepsis für den modernen Menschen in seiner Existenz bedeutsam bleiben können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und theologiegeschichtliche Analyse, die verschiedene Lexikon- und Wörterbucheinträge sowie Bultmanns hermeneutische Ansätze auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet zunächst das Wunderverständnis in Bibel und Geschichte, bevor er sich detailliert der Entmythologisierung bei Bultmann widmet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wundergeschichten, Entmythologisierung, Bultmann, Mirakel, Glaube und existentielles Weltverständnis sind die wichtigsten Begriffe.

Was unterscheidet Bultmanns Verständnis von "Wunder" und "Mirakel"?

Bultmann betrachtet das Mirakel als ein historisch konstatierbares, aber für den Glauben irrelevantes Ereignis, während das Wunder für ihn ein Handeln Gottes ist, das nur in der persönlichen Existenz erfahren werden kann.

Warum hält Bultmann die Entmythologisierung für notwendig?

Weil die biblische Sprache an ein überholtes, mythisches Weltbild gebunden ist, das der moderne Mensch mit seinem wissenschaftlichen Weltverständnis nicht mehr teilen kann.

Ende der Leseprobe aus 132 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wundergeschichten im Neuen Testament und das Problem ihrer Auslegung
Hochschule
Universität Kassel
Note
1
Autor
Nina Siebert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
132
Katalognummer
V186577
ISBN (eBook)
9783869436197
ISBN (Buch)
9783869432885
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wundergeschichten neuen testament problem auslegung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Siebert (Autor:in), 2007, Wundergeschichten im Neuen Testament und das Problem ihrer Auslegung , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186577
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