Inhalt des Textes ist es, einen genaueren Blick auf die Gründe und Auswirkungen externer Effekte zu werfen, um damit die Nötigkeit ihrer Internalisierung zu begründen, deren Wirkungsweise zu beleuchten und zu zeigen, wie man mit diesen Maßnahmen die Wohlfahrt einer Volkswirtschaft maximiert.
Hierzu werden die theoretischen Grundlagen externer Effekte, ihre Ausprägungen und die Wirkungsrichtung an diversen Beispielen - auch visuell - unterlegt, um die Gründe für eine Einbeziehung sozialer Zusatzkosten- bzw. Nutzen plausibel zu machen. Daraufhin werden die einzelnen Internalisierungsmethoden Auflagen, Steuern sowie der Preis-Standard-Ansatz näher inspiziert Auflagen, welche in Form von Ge- und Verboten auch als das „klassische“ umweltpolitische Internalisierungsinstrument bezeichnet werden kann, werden bei allen Produktionsschritten angewandt. Die gesamten Bandbreite des Produktionsprozesses, also Inputs, Prozessen, Emissionen sowie Outputs dienen somit als Basis. Diese Faktoren sind ebenso Grundlage für die Internalisierungsmethoden Steuern und Abgaben. Der Anwendung der „Pigou-Steuer“ als pareto-optimalen Ansatz, steht in der Realität allerdings ein Informationsmangel entgegen.
Der von der Pigou-Steuer abgeleitete Preis-Standard-Ansatz ist eher praktikabel, da er auf dem Ergebnis eines politischen Suchprozesses aufbaut. Am Beispiel wir auch dieser diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Marktversagen
1.1.1 Definition
1.1.2 Gründe für Marktversagen
2 Externe Effekte / Externalitäten
2.1 Definitionen
2.1.1 Externe Effekte
2.1.2 Klassifizierung von externe Effekten
2.1.2.1 Technologische externe Effekte
2.1.2.2 Pekuniäre externe Effekte
2.1.2.3 Psychologische externe Effekte
2.1.3 Negative und positive externe Effekte
2.1.3.1 Negative externe Effekte
2.1.3.2 Positive externe Effekte
2.2 Beispiele externer Effekte
2.2.1 Beispiele positiver externer Effekte
2.2.2 Beispiele negativer externer Effekte
2.3 Auswirkungen von Externalitäten anhand von Beispielen
2.3.1 Marktversagen durch negative externe Effekte am Beispiel der Aluminiumproduktion
2.3.2 Marktversagen durch positive externe Effekte am Beispiel der Computerproduktion
2.3.3 Marktversagen durch negative externe Effekte am Beispiel des Alkoholkonsums
2.3.4 Marktversagen durch positive externe Effekte am Beispiel der Bildung
3 Internalisierung externer Effekte
3.1 Definitionen
4 Internalisierung durch Auflagen und Abgaben/Steuern
4.1 Umweltauflagen
4.1.1 Emissionsauflagen
4.1.2 Auflagen von Produktionsverfahren
4.1.2.1 Input-Auflagen
4.1.2.2 Prozessnormen
4.1.2.3 Produktionsauflagen
4.1.3 Vor- und Nachteile von Umweltauflagen
4.2 Steuern / Abgaben
4.2.1 Pigou-Steuer
4.2.2 Arten und Umsetzung von Steuern / Abgaben
4.2.3 Auswertung
5 Preis-Standard-Ansatz
5.1 Beschreibung
5.2 Ziele
5.2.1 Internalisierung negativer externer Effekte durch Subventionen und daraus resultierende Probleme
5.2.2 Internalisierung negativer externer Effekte durch Abgaben und daraus resultierende Probleme
5.3 Internalisierung positiver externer Effekte durch Subventionen
5.4 Beispiel der praxisrelevanten Abgabenvariante
5.5 Umsetzung in der Praxis
5.6 Auswirkung der Abgabenvariante auf den Konsumpreis
6 Resümee
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Gründe und Auswirkungen externer Effekte in einer Volkswirtschaft mit dem Ziel, die Notwendigkeit ihrer Internalisierung zu begründen und Methoden zur Wohlfahrtsmaximierung aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Gegenüberstellung verschiedener Instrumente wie staatlicher Auflagen, Steuern, Abgaben sowie dem speziellen Preis-Standard-Ansatz.
- Grundlagen des Marktversagens und externe Effekte
- Klassifizierung und Auswirkungen von Externalitäten
- Internalisierung durch Ge- und Verbote (Auflagen)
- Einsatz von Pigou-Steuern und abgabenbasierten Instrumenten
- Funktionsweise und Praxisrelevanz des Preis-Standard-Ansatzes
Auszug aus dem Buch
4.1.3 Vor- und Nachteile von Umweltauflagen
Folgende Vorteile von Umweltauflagen werden in der Literatur genannt:
(1) I n kritischen Situationen (z.B. Smog, Störfälle) kann man durch Ge-und Verbote schnellstens die Gefährdung beseitigen.
(2) Bei Auflagen ist eine größter Reaktionssicherheit gegeben, während bei Anreizinstrumente (z.B. Abgaben) im voraus nicht klar vorhersagbar ist, wie die Emittenten auf Abgabenanreize reagieren und wie stark deshalb die Umweltverbesserung sein wird.23
(3) Auflagen weisen gegenüber anderen umweltpolitischen Instrumenten eine größere Praktikabilität auf, da die in ihnen enthaltenen Tatbestände eindeutig definiert sind.24
(4) Die Möglichkeiten Auflagen zu umgehen sind sehr gering.
Nachteile von Umweltauflagen die in der Literatur genannt werden:
(1) Der Hauptnachteil von Auflagenlösungen liegt in ihrer wirtschaftlichen Ineffizienz. Das heißt, die angestrebten Umweltschutzziele werden mit Auflagenlösungen nicht mit geringstmöglichen Ressourceneinsatz und damit nicht mit minimalen gesamtwirtschaftlichen Kosten erreicht.25
(2) Auflagen bieten keinen Anreiz für umweltfreundlichen technischen Fortschritt, denn Unternehmen haben keinen Anlass, Techniken zu entwickeln und einzuführen, die die Emissionen über die behördlich festgelegten Emissionsnormen hinaus reduzieren.26
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in das Thema Marktversagen und die Notwendigkeit der Internalisierung externer Effekte zur Wohlfahrtsmaximierung.
2 Externe Effekte / Externalitäten: Definition und Klassifizierung externer Effekte mit einer Analyse der Auswirkungen anhand von praktischen Beispielen.
3 Internalisierung externer Effekte: Erläuterung des grundlegenden Prinzips, soziale Kosten und Nutzen in das ökonomische Kalkül der Akteure einzubeziehen.
4 Internalisierung durch Auflagen und Abgaben/Steuern: Untersuchung umweltpolitischer Instrumente, unterteilt in detaillierte Auflagenarten sowie monetäre Ansätze wie die Pigou-Steuer.
5 Preis-Standard-Ansatz: Detaillierte Betrachtung des Ansatzes, ein Emissionsziel festzulegen und mittels Abgaben oder Subventionen zu erreichen.
6 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der verschiedenen Lösungsansätze unter besonderer Berücksichtigung ihrer praktischen Umsetzbarkeit.
Schlüsselwörter
Umweltökonomie, Marktversagen, externe Effekte, Externalitäten, Internalisierung, Pigou-Steuer, Umweltauflagen, Preis-Standard-Ansatz, soziale Kosten, Emissionsnormen, Wohlfahrt, Ressourcenallokation, Subventionen, Grenzkosten, Umweltschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der umweltökonomischen Fragestellung, wie externe Effekte, die zu Marktversagen führen, durch staatliche Interventionen internalisiert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition von Externalitäten, die Analyse von Marktversagen und die Bewertung umweltpolitischer Instrumente wie Auflagen, Steuern und der Preis-Standard-Ansatz.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Wirkungsweise verschiedener Internalisierungsmethoden zu beleuchten und zu zeigen, wie durch diese Maßnahmen die volkswirtschaftliche Wohlfahrt maximiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie grafische Darstellungen, um die Auswirkungen von Marktversagen und die Funktionsweise von Internalisierungsmaßnahmen zu veranschaulichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst externe Effekte klassifiziert, gefolgt von einer detaillierten Erörterung von Umweltauflagen, Steuern und dem speziellen Preis-Standard-Ansatz zur Erreichung von Umweltzielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Internalisierung, externe Effekte, Marktversagen, Pigou-Steuer, Umweltauflagen und der Preis-Standard-Ansatz.
Warum reicht eine Pigou-Steuer in der Realität oft nicht aus?
Aufgrund des hohen Informationsaufwands und der Schwierigkeit, die Grenzkosten für Umweltschäden präzise zu bestimmen, ist die Pigou-Steuer in ihrer reinen Form kaum umsetzbar.
Wie funktioniert der Preis-Standard-Ansatz in der Praxis?
Beim Preis-Standard-Ansatz wird ein politisch oder expertengestützt definiertes Umweltziel als Standard vorgegeben und durch ein System aus Abgaben oder Subventionen angestrebt, anstatt ein theoretisches Optimum zu berechnen.
- Quote paper
- Michael Dannehl (Author), Musiol A. (Author), Stenzel D. (Author), 2003, Internalisierung externer Effekte über Auflagen, Steuern und dem Preis-Standard-Ansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18661