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Sinn und Unsinn der Erforschung von Spiegelneuronen

Titel: Sinn und Unsinn der Erforschung von Spiegelneuronen

Fachbuch , 2009 , 30 Seiten , Note: 1

Autor:in: David Leitha (Autor:in)

Psychologie - Intelligenz und Lernpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sinn und Unsinn der Erforschung von Spiegelneuronen
(Lehrbuch für das 5. Semester an der ?Fernuniversität?

Kritische Anmerkung zu einem neuen Wissenschaftsbereich anhand von drei Szenarien: Klinisch- und Gesundheitspsychologische Praxen, Praxis der Behandlung von Gefangenen, Unterminierung von religiösen Werten ---
Dieser Text sei als Ausblick verstanden, die Reflexivität von geringwertigen Handlungen nicht noch bewußter zu machen aufgrund des Einsatzes unseres Wissens über Spiegelneurone, sondern vielmehr den Schwerpunkt auf ein Erleben zwischen Menschen und unter Menschen zu setzen, wobei das Bezeichnen mancher Funktionen unter Zuhilfenahme von Begriffen wie des Begriffs der ?Spiegelneurone?, nur einen untergeodrneten Stellenwert besitzen darf.

Es muss die Frage behandelt werden, ob der Mensch durch seine Augen-Orientiertheit mehr an Kommunikationsfähigkeit erlangt. Es liegt viel eher auf der Hand, dass das Bewußtsein durch die Augen-Orientiertheit erweitert wird. Was früher an Information nicht bewußt verarbeitet wurde ? besonders in der zwischenmenschlichen Kommunikation ? dessen ist man sich während seiner mentalen Verarbeitung sehr oft schon bewußt. Doch die Kommunikationsfähigkeit leidet viel eher darunter, dass nahezu jeder Mensch bewußter Leben möchte.

Die Orientierung im Leben ist individualistischer, die Kommunikation, die Endorfine und andere Hormone freisetzt ist dürftiger. So wird die Freisetzung der Hormone auf menschliche Herbeiholung von ?natürlichen? Methoden mit Pflanzen und Tieren, mit Therapien und Techniken, herbeigeholt, anstelle sie in der normalen Interaktion zwischen Mensch und Mensch zu erleben. Mit der Überbetonung des Bewußtseins kommt es zwangsläufig zur Unterbetonung des Erlebens. Wenn Leben immer mehr Bewußtsein bedeutet und auf das Sichtbare reduziert wird (siehe oben), so nähern wir uns einem Stillstand der Menschheit an, denn das Erleben, das Er-Stehen, was immer Bewegung bedeutete, Bewegung der Körpersäfte, als auch Bewegung des Körpers in seinem Umfeld, wird als nicht mehr so wichtig erklärt. Belege dazu gibt es seit dem Aufkommen des industriellen Zeitalters mit der Entwicklung des Automobils.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1. 1. Erste Verwendung des Begriffs Spiegelneurone und bisherige Geschichte der Spiegelneuronen-Forschung

1. 2. Nähere Erklärung zum Begriff Spiegelneuronen

2. Kritische Anmerkung zum Wissensbereich Spiegelneurone anhand von drei Szenarien

2.1. Die Gefahr der Uniformierung

2. 2. Die Vision einer innerunionistischen Ordnung der EU mit der Bann-Macht des Repräsentanten gegenüber der Kriminalität

2.3. Über Religion und medizinische Überzeugung

2.4. Wie die Existenz von sozialen Repräsentationen eine regelnde Komponente von aussen bildet und warum das Erlernen einer zusätzlichen Selbstbezogenheit auf therapeutischem Weg (Manipulierung der Spiegelneurone) kein gangbarer Weg zu sein scheint

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch den wissenschaftlichen Hype um die Erforschung von Spiegelneuronen und analysiert deren Anwendungsmöglichkeiten in der Psychotherapie sowie gesellschaftspolitische Implikationen einer biologisch determinierten Verhaltenssteuerung.

  • Wissenschaftsgeschichte und Grundlagen der Spiegelneuronen-Forschung
  • Kritik an der instrumentellen Nutzung von Neurobiologie in der Therapie
  • Gesellschaftspolitische Visionen für eine neue Ordnung in der EU
  • Zusammenspiel von individueller Freiheit und sozialer Repräsentation
  • Gegenüberstellung von neurobiologischer Manipulation und psychodynamischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Gefahr der Uniformierung

Wie in den 60ern und später abgeschwächt auch in den 80er Jahren, so betreten wir auch heute, in der Zeit der Entdeckung der Spiegelneurone, den Kriegsschauplatz wahrhaft starker Gewalten unter dem Himmel. Es herrscht das Diktat der Mode, deshalb der Vergleich mit den vergangenen Jahrzehnten.

War in den 60ern die Blue Jean ein Symbol der gemeinschaftlichen Rebellion, so gab es danach in der Pop-Kultur eine Gegenbewegung (etwa das Lied „Don´t wear blue jeans!“), die nur kurz in den 80ern wieder aufgebrochen wurde, um eine zu starke Individualisierung zu verhindern.

Würde man die Wirkung künftiger Psychopharmaka auf die Spiegelneurone schon heute beachten, so würde man, vorausgesetzt man ist sich des hohen Stellenwerts der ethischen Richtlinien in der Ausübung des Berufs eines Klinischen Psychologen bzw. eines Psychiaters bewußt, besonders selbstlos handelnden Personen die Einnahme solcher Psychopharmaka niemals verschreiben. Denn der Sinn einer selbstlosen Handlung ist die Stärkung vom Selbst des Interaktionspartners.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Bietet einen Überblick über die Entdeckung der Spiegelneuronen durch Giacomo Rizzolatti sowie grundlegende Definitionen und neurobiologische Einordnungen.

2. Kritische Anmerkung zum Wissensbereich Spiegelneurone anhand von drei Szenarien: Analysiert Gefahren der Uniformierung, entwirft eine visionäre EU-Ordnung und diskutiert die Rolle von Religion sowie therapeutische Ansätze im Kontext neuronaler Manipulation.

Schlüsselwörter

Spiegelneurone, Psychotherapie, Neurobiologie, Individualisierung, EU-Ordnung, Kriminalität, Religion, Selbstbezogenheit, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, soziale Repräsentation, Willensfreiheit, Ethik, Resonanzphänomene, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Betrachtung der Spiegelneuronen-Forschung und hinterfragt, inwieweit deren Ergebnisse für therapeutische und gesellschaftliche Zwecke instrumentalisiert werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Geschichte der Spiegelneuronen, deren Anwendung in der Psychotherapie, ethische Fragen der Medikalisierung und Visionen für eine europäische Gesellschaftsordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine reine Fokussierung auf die Manipulation von Spiegelneuronen Gefahren für die menschliche Individualität und die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen bergen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse aktueller wissenschaftlicher Publikationen, dem Vergleich therapeutischer Ansätze und der diskursiven Auseinandersetzung mit neurobiologischen Prämissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Szenarien: die Gefahr der gesellschaftlichen Uniformierung, eine politische Vision für die EU und die Einordnung von Religion und Therapie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zu den Kernbegriffen gehören Spiegelneurone, Psychotherapie, Individualisierung, Resonanz und ethische Verantwortung.

Warum lehnt der Autor die einfache therapeutische Manipulation von Spiegelneuronen ab?

Er argumentiert, dass eine echte Persönlichkeitsumstrukturierung durch tiefere psychologische Arbeit (wie die Psychoanalyse) erfolgen muss, anstatt Symptome lediglich durch neuronale Manipulation zu beeinflussen.

Welche Rolle spielt die Psychoanalyse in den Schlussfolgerungen des Autors?

Der Autor stellt die Langzeit-Psychoanalyse als wirksame Alternative dar, da sie im Gegensatz zu kurzfristigen behavioralen Ansätzen eine nachhaltige Veränderung der Persönlichkeitsstruktur ermöglichen kann.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sinn und Unsinn der Erforschung von Spiegelneuronen
Note
1
Autor
David Leitha (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
30
Katalognummer
V186629
ISBN (eBook)
9783656996606
ISBN (Buch)
9783656996736
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sinn unsinn erforschung spiegelneuronen pharmaindustrie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Leitha (Autor:in), 2009, Sinn und Unsinn der Erforschung von Spiegelneuronen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186629
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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