Die Basketball Bundesliga wurde in den vergangenen Jahren auf den verschiedensten Sendern gezeigt. Einen festen Sendeplatz hingegen hatte sie selten.
Mit dem innovativen Angebot von sportdigital.tv über die neuen Kanäle wie Web-TV und IPTV wurde ein neuer Weg beschritten. Diese Arbeit untersuchte mittels einer Onlinebefragung, ob dieser gewählte Weg die Zukunft für den deutschen Basketball sein kann. Die Probanden der Arbeit rekrutierten sich aus den Newsletterabonnenten der Zeitschrift Basket und den Usern des schoenen-dunk Internetportals. Insgesamt nahmen an der Befragung rund 400 Personen teil.
Die wissenschaftliche Verknüpfung erfolgte durch den Uses and Gratification Ansatz, der ebenfalls ausführlich in der Befragung behandelt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Basketball – Trendsport ohne Heimat
1.2 Fragestellung, Ziele der Arbeit und wissenschaftliche Relevanz
2. Theoretischer Rahmen: Der „Uses and Gratification“-Ansatz (USG)
2.1 Gegenstand und Fragestellung der Medienwirkungsforschung
2.2 Die drei geschichtlichen Phasen der Wirkungsforschung
2.3 Grundannahmen des „Uses-and-Gratification“ - Ansatz
2.4 Bedürfnis- und Gratifikationstypologien der Mediennutzung im „Uses and-Gratification“-Ansatz
2.4.1 Diskrepanz-Modelle
2.4.2 Erwartungs-Bewertungs-Modelle
2.5 Kritik am Uses-and-Gratification-Ansatz und die Antworten darauf
2.6 Zusammenfassung und Anwendung des „Uses-and-Gratification“-Ansatzes in dieser Arbeit
3. Vom Pfirsichkorb-Ballspiel zur Unterhaltungsindustrie
3.1 Die Basketball Bundesliga
3.1.1 Historie und Gegenwart der BBL
3.1.2 Vermarktung, Liga Events und Kennzahlen
3.2 Basketball in den Medien
3.2.1 Print
3.2.2 Radio
3.2.3 Online
3.2.4 sportdigital.tv und TV-Verwertung
3.3 Zusammenfassung
4. Deutschland Online
4.1 Entwicklung des Internet
4.2 Technische Standards und Triple Play
4.2.1 Infrastruktur des Internet
4.2.2 Datenübertagung und Streaming
4.2.3 Alle guten Dinge sind Drei – Das Triple Play
4.3 IPTV gleich Web-TV, oder doch nicht?
4.3.1 Die technische Verbreitung von IPTV
4.3.2 Verbreitung und Marktanteile von IPTV
4.3.3 Die Wertschöpfungskette des IPTV
4.3.4 Differenzierung von IPTV und Web-TV
4.4 Die ARD/ZDF Online Studie 2009
4.5 Zusammenfassung
5. Forschungsleitende Fragen und Hypothesen
6. Untersuchungsdesign und methodisches Vorgehen
6.1 Wahl der Erhebungsmethode
6.2 Entwicklung des Erhebungsinstruments
6.2.1 Aufbau des Fragebogens
6.2.2 Pretest
6.3 Durchführung der Onlinebefragung
6.3.1 Organisatorischer Rahmen
6.3.2 Technischer Rahmen
6.4 Stichprobe
6.4.1 Grundgesamtheit
6.4.2 Insgesamte Ausschöpfung und Rücklaufquote
6.4.3 Bearbeiten und Bereinigen des SPSS-Datensatzes
6.5 Zusammenfassung
7. Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
7.1 Demographie
7.2 Auswertung Fragebogen Teil 1
7.3 Auswertung Fragebogen Teil2 – sportdigital.tv-Nutzer
7.4 Auswertung Fragebogen Teil3 – Allgemeines Nutzungsverhalten von TV und Internet
7.5 Zusammenfassung
8. Hypothesenprüfung
9. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit spezielle Pay-TV-Angebote wie sportdigital.tv für Randsportarten wie Basketball eine Zukunftsoption darstellen können. Dabei wird analysiert, wie Zuschauer das Angebot nutzen und ob neue Distributionswege wie IPTV und Web-TV den Status Quo der Sportart verbessern können, wobei der "Uses and Gratification"-Ansatz als theoretisches Fundament dient.
- Mediale Verwertung von Randsportarten
- Nutzungsverhalten bei IPTV und Web-TV
- Uses and Gratification-Ansatz in der Sportkommunikation
- Online-Studien und Internetnutzungstrends
- Effizienz der Vermarktung durch Special Interest Angebote
Auszug aus dem Buch
Basketball – Trendsport ohne Heimat
Riesen, die durch die Lüfte fliegen, als ob die Schwerkraft außer Kraft gesetzt wird, rasend schnelle Dribblings zwischen den Beinen und Pässe aus dem Nichts. Dazu eine Halle mit ca. 17.000 begeisterten Fans, die jede Aktion frenetisch bejubeln, so wird Basketball in den Vereinigten Staaten vermarktet (NBA Attendance Report, 2009). Und wie sieht die Situation in Deutschland aus? Die Hallen sind zwar meistens voll und die Fans auch sichtlich angetan, aber die Dimension ist eine gänzlich andere. Im Schnitt verirren sich ca. 3.500 Zuschauer in der aktuellen Saison 2009/10 in die Hallen der Basketball Bundesliga (Beko Basketball Bundesliga - Zuschauerzahlen, 2009). Einzig in Berlin, Bonn und Bamberg scheint die Sportart regelmäßig eine hohe Zahl an Zuschauern mobilisieren zu können. Doch woran liegt das?
Eine Antwort könnte die geschichtlich bedingte Minderschätzung des Basketballsports sein, denn seit jeher regiert in Deutschland der Fußball. Im Mutterland des Basketballs, in den USA hingegen, zählt das Spiel mit dem orangenen Leder zu den „Big Three“. Football, Baseball und eben Basketball definieren die amerikanische Sportkultur und sind fest in der Gesellschaft verankert. Auch Eishockey hat sich als nicht genuine Sportart in den Staaten etabliert und zeigt damit, dass auch neben den großen Drei ein Auskommen möglich ist. In Deutschland hingegen existiert der Fußball, und ab und an gerät eine Sportart durch besondere Erfolge in den Fokus der Öffentlichkeit. Dies war im Tennis der Fall, als Becker und Graf die Plätze der Welt dominierten, in der Formel 1 zu Zeiten von Michael Schumacher, oder aber auch der Handball während des Wintermärchens 2007 mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft im eigenen Land. Im Laufe der Zeit ebbte die Euphorie aber wieder ab, und das Interesse von Bevölkerung und Medien beruhigte sich wieder auf ein Normalmaß.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des medialen Schattendaseins des Basketballs in Deutschland ein und definiert die Forschungsfrage sowie die wissenschaftliche Relevanz der Arbeit.
2. Theoretischer Rahmen: Der „Uses and Gratification“-Ansatz (USG): Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund der Arbeit, wobei der Fokus auf dem aktiven Rezipienten und der Bedürfniserfüllung durch Mediennutzung liegt.
3. Vom Pfirsichkorb-Ballspiel zur Unterhaltungsindustrie: Hier wird die historische Entwicklung der Basketball Bundesliga und deren mediale Präsenz sowie Vermarktungsstrukturen detailliert dargelegt.
4. Deutschland Online: Dieses Kapitel behandelt die technologischen Rahmenbedingungen, insbesondere Breitbandinfrastruktur, IPTV und Web-TV, im Kontext der sich verändernden Mediennutzung.
5. Forschungsleitende Fragen und Hypothesen: Hier werden die zentralen Forschungsfragen formuliert und die daraus abgeleiteten Hypothesen für die empirische Untersuchung festgelegt.
6. Untersuchungsdesign und methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der Onlinebefragung, inklusive Instrumentenentwicklung, Stichprobenziehung und technischem Rahmen.
7. Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Ergebnisse der Umfrage, inklusive Demographie, Mediennutzungsverhalten und der Gratifikationsanalyse.
8. Hypothesenprüfung: Hier erfolgt die statistische Auswertung und Überprüfung der im fünften Kapitel aufgestellten Hypothesen auf Basis der erhobenen Daten.
9. Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und diskutiert zukünftige Lösungsansätze für die mediale Vermarktung des Basketballs unter Berücksichtigung technologischer Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Basketball Bundesliga, BBL, Medienwirkungsforschung, Uses-and-Gratification-Ansatz, sportdigital.tv, IPTV, Web-TV, Internetnutzung, Zuschauerforschung, Paid-Content, Sportmedien, Online-Studie, Mediennutzungsverhalten, Sportberichterstattung, Randsportart.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit?
Die Arbeit untersucht die mediale Situation der Basketball Bundesliga in Deutschland und analysiert, ob spezialisierte Sender wie sportdigital.tv sowie neue technologische Distributionswege wie IPTV dazu beitragen können, den Status der Sportart als Randsportart zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Medienwirkungsforschung, der Entwicklung der Basketball Bundesliga als Wirtschaftsgut, der Rolle des Internets als primäre Informationsquelle sowie der Analyse von IPTV und Web-TV als moderne Übertragungswege für Sportinhalte.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es zu klären, wie Basketballfans das TV- und Internetangebot nutzen, welche Bedürfnisse sie dabei befriedigen möchten und ob moderne Übertragungswege eine echte Alternative zum traditionellen Fernsehen für diese Zielgruppe darstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?
Der Autor führt eine Online-Umfrage unter Basketball-Fans durch, die primär über das Portal „schoenen-dunk.de“ und den Newsletter des Magazins „Basket“ rekrutiert wurden, um empirische Daten über das Nutzungsverhalten zu sammeln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des USG-Ansatzes, eine Analyse der Basketball-Vermarktung und TV-Historie, eine technische Erläuterung der Internetinfrastruktur sowie eine umfassende Auswertung und Interpretation der durchgeführten Onlinebefragung.
Welche Keywords charakterisieren diese Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind Basketball Bundesliga, Uses-and-Gratification-Ansatz, sportdigital.tv, IPTV, Web-TV, Mediennutzung und Sportmedien.
Wie bewerten die Nutzer das technische Angebot von sportdigital.tv?
Die Nutzer bewerten das Angebot inhaltlich überwiegend gut, kritisieren jedoch deutlich die Technik; insbesondere instabile Serverleistung und Bildruckeln bei Streaming-Angeboten werden als wesentliches Verbesserungspotenzial genannt.
Warum nutzen so wenige Basketballfans den NBA League Pass?
Die Untersuchung zeigt, dass der Hauptablehnungsgrund bei der Nutzung von kostenpflichtigen Inhalten der Preis ist, da viele Nutzer weiterhin eine Gratis-Mentalität im Internet verfolgen und auf inoffizielle, kostenlose Streaming-Angebote ausweichen.