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Besondere Anforderungen an das Wissens- und Innovationsmanagement in der Post-Merger Phase

Título: Besondere Anforderungen an das Wissens- und Innovationsmanagement in der Post-Merger Phase

Trabajo de Seminario , 2003 , 29 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Benjamin Brudler (Autor), Martin Rahmel (Autor)

Economía de las empresas - Administración de empresas, gestión, organización
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Mergers&Acquisitions (M&A) zählen zu den spektakulärsten Geschehnissen
des wirtschaftlichen Lebens – nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen
Fehlschläge. Ein bisher nur wenig beachteter Grund dafür liegt in der
unzureichenden Berücksichtigung des Faktors „Wissen“.
1.1 M&A: Aktuelle Entwicklungen und Problemfelder
Wenn von M&A gesprochen wird, unterscheiden selbst in der
wissenschaftlichen Literatur nicht alle Autoren zwischen den beiden
Varianten. Dabei handelt es sich um zwei verschiedene Sachverhalte, wobei
die Abgrenzung nicht einheitlich ist. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit
sprechen wir von einem Merger, wenn durch den Zusammenschluss beide
Unternehmen ihre rechtliche Selbständigkeit verlieren und ein komplett
neues gebildet wird, während bei einer Akquisition ein Unternehmen von
einem anderen aufgekauft wird und seine rechtliche und wirtschaftliche
Selbständigkeit verliert1. Allerdings spielt diese Unterscheidung für das
betrachtete Thema nur eine untergeordnete Rolle, da bei beiden Varianten
ähnliche Probleme entstehen, so dass im Rahmen der vorliegenden Arbeit
i.d.R. von „M&A“ gesprochen wird.
Warum sind M&A ein so bedeutender Gegenstand betriebswirtschaftlicher
Forschung? Sicherlich hängt dies wesentlich mit der starken Zunahme dieser
Transaktionen zusammen. So ist z.B. die Zahl der M&A mit US-Beteiligung
von 1.877 im Jahr 1991 auf 11.123 im Jahr 2000 gestiegen, das Volumen im
selben Zeitraum von 96,7 Mrd. US-$ auf 1.268 Mrd. US-$2. Zwar ist dieser
Trend seit 2001 wieder rückläufig, was sicher mit der Baisse an den
Kapitalmärkten und der dadurch sinkenden Attraktivität von Aktien als
„Akquisitionswährung“ in Zusammenhang steht, dennoch liegen die Zahlen
noch deutlich über dem Niveau der Jahrzehnte davor. Und es gibt wohl kaum eine Veröffentlichung zum Thema M&A, die nicht schon in der Einleitung
ähnliche Zahlen zitiert.
Mit der gleichen Regelmäßigkeit wird im Anschluss aber meist auf die hohe
Misserfolgsquote von Unternehmenszusammenschlüssen hingewiesen, die
je nach Studie zwischen 50 und 75% liegt3. [...]

1 Jansen, S.A. (2001), S. 44.
2 o.V. (2003).
3 Jansen, S.A. [a] (2002), S. 7.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 M&A: Aktuelle Entwicklungen und Problemfelder

1.2 Phasen des M&A-Prozesses nach JANSEN

1.3 „Wissen“ und „Innovationskraft“ als wesentliche Treiber für Unternehmenszusammenschlüsse

1.4 Zielsetzung

2. Wissensmanagement in der Post-Merger-Phase

2.1 Wissen und Wissensarten

2.2 Wissensmanagement

2.2.1 Ebenen des Wissensmanagements

2.2.2 Bausteine des Wissensmanagements nach Probst

2.3 Wesentliche Erfolgsfaktoren des Wissensmanagements in der Post-Merger-Phase

2.3.1 Personalpolitische Aspekte

2.3.3 Organisationale Aspekte

2.3.4 Unternehmenskulturelle Aspekte

2.4 Erfolgskontrolle im Post-Merger Audit

3. Innovationsmanagement in der Post-Merger-Phase

3.1 Definition von Innovationsmanagement und Verknüpfung zum Wissensmanagement

3.2 Wesentliche Erfolgsfaktoren des Innovationsmanagements in der Post-Merger-Phase

4. Fallbeispiel Novartis

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritische Schnittstelle zwischen Unternehmenszusammenschlüssen (M&A) und dem Wissensmanagement in der Post-Merger-Phase. Das primäre Ziel ist es, Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die verhindern, dass wertvolles implizites Wissen durch den Integrationsprozess verloren geht, und aufzuzeigen, wie die neue Wissensbasis produktiv genutzt werden kann.

  • Analyse des Wissensmanagements als strategische Ressource nach M&A
  • Identifikation personalpolitischer, organisationaler und kultureller Erfolgsfaktoren
  • Untersuchung des Innovationsmanagements als Sonderfall des Wissensmanagements
  • Anwendung theoretischer Konzepte auf das Fallbeispiel Novartis

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1 Wirkungen des Merger Syndrome auf das Wissensmanagement

Die wenigsten Mitarbeiter reagieren auf die Ankündigung eines Unternehmenszusammenschlusses positiv. Speziell in der ersten Phase überwiegen deutlich persönliche Sorgen, die durch Hervorstellen der sich für das Unternehmen ergebenden Möglichkeiten nicht ausgeräumt werden können. Stattdessen neigen viele Mitarbeiter dazu, eine Art „eigene Geschichte“ über den Merger zu entwickeln, die sich häufig als Mischung aus Fakten und Fantasie darstellt. So wurden bei der Übernahme eines Herstellers optischer Produkte Gerüchte laut, dass 3000 Mitarbeitern gekündigt werden sollte – obwohl das Unternehmen überhaupt nur 1700 Mitarbeiter beschäftigte. Hierbei ist zu beachten, dass sich die Mitarbeiter nicht nur einmalig bei der Bekanntgabe mit der Fusion auseinandersetzen müssen, sondern dass sie geradezu einer Reihe von „Schocks“ im Zeitablauf der Post-Merger-Phase ausgesetzt sind, die die Unsicherheit über die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes, die neue Struktur, eine mögliche Versetzung, die Arbeit in einem neuen Team usw. betreffen.

Aus diesen emotionalen Belastungen – dem sog. „Merger Syndrome“ - können für das Wissensmanagement eines Unternehmens große Schwierigkeiten entstehen, die den Erfolg des Zusammenschlusses u.U. ernsthaft gefährden. Denn schließlich werden gerade für das implizite Wissen der Mitarbeiter teils sehr hohe Prämien bezahlt, welche nur dann berechtigt sind, wenn sie dem neuen Unternehmen zugute kommen. In der Praxis führen Zusammenschlüsse aber häufig zur Vernichtung eben dieses Wissens.

Besonders kritisch in diesem Zusammenhang ist der Weggang sog. „key employees“, die aufgrund ihres impliziten Wissens eine überdurchschnittliche Rolle für die Wissensbasis des Unternehmens und damit für das Ausschöpfen der M&A-Potenziale spielen. Der Verlust eben dieser Mitarbeiter stellt ein großes Risiko dar, ist in der Praxis aber sehr häufig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die M&A-Thematik ein und begründet die Relevanz der Untersuchung durch die hohe Misserfolgsquote bei gleichzeitig unzureichender Berücksichtigung der Wissensressourcen.

2. Wissensmanagement in der Post-Merger-Phase: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen des Wissensmanagements, inklusive der Ebenen und Bausteine nach Probst, und analysiert die spezifischen personalpolitischen, organisationalen und kulturellen Herausforderungen nach Fusionen.

3. Innovationsmanagement in der Post-Merger-Phase: Hier wird das Innovationsmanagement als prozessorientierter Sonderfall des Wissensmanagements definiert und aufgezeigt, wie kulturelle Reibungspunkte in Innovationspotenziale umgewandelt werden können.

4. Fallbeispiel Novartis: Das Kapitel veranschaulicht die theoretischen Erkenntnisse anhand der erfolgreichen, aber dennoch herausfordernden Integration von Ciba und Sandoz zu Novartis.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wissensmanagement kein „Ding der Unmöglichkeit“ ist, aber eine konsequente, frühzeitige Planung und den Fokus auf den Menschen als zentralen Wissensträger erfordert.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, M&A, Post-Merger-Phase, Innovationsmanagement, Integrationsmanagement, implizites Wissen, Merger Syndrome, Wissenstransfer, Unternehmenskultur, Wissensgenese, Novartis, Erfolgsfaktoren, Key Employees, Retention Management, Wissensidentifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den besonderen Herausforderungen, vor denen Unternehmen stehen, wenn sie nach einer Fusion oder Akquisition ihr Wissens- und Innovationsmanagement effizient gestalten wollen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wissensmanagement als kritischem Erfolgsfaktor, der Rolle des „Merger Syndrome“ bei Mitarbeitern sowie der Verknüpfung von Innovationsmanagement mit der Wissensbasis der fusionierten Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Identifikation von Erfolgsfaktoren für das Wissensmanagement in der Post-Merger-Phase, um den Verlust von implizitem Wissen zu verhindern und die Synergiepotenziale optimal zu nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie einer angewandten Fallstudie zum Unternehmen Novartis, um die praktischen Auswirkungen der theoretischen Konzepte zu validieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung des Wissensmanagements nach Probst, eine detaillierte Analyse der Erfolgsfaktoren in der Post-Merger-Phase und eine Untersuchung der Innovationsprozesse in diesem speziellen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Wissensmanagement, Post-Merger-Phase, Merger Syndrome, Unternehmenskultur, implizites Wissen und Integrationsmanagement.

Wie beeinflusst das "Merger Syndrome" den Unternehmenserfolg?

Das Merger Syndrome führt durch Unsicherheit und Ängste bei Mitarbeitern zu einer sinkenden Leistungsbereitschaft und birgt das Risiko des Abwanderung wertvoller "Key Employees", was den Wissenstransfer und somit die Synergien massiv gefährden kann.

Welche Rolle spielt das Fallbeispiel Novartis für die Arbeit?

Novartis dient als konkretes Beispiel dafür, wie trotz unterschiedlicher Unternehmenskulturen durch eine klare strategische Neuorganisation und gezielte Integrationsmaßnahmen (wie Integrationsteams) eine erfolgreiche Wissensbasis geschaffen werden kann.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Besondere Anforderungen an das Wissens- und Innovationsmanagement in der Post-Merger Phase
Universidad
Technical University of Berlin  (Lehrstuhl für Strategische Unternehmensführung)
Calificación
1
Autores
Benjamin Brudler (Autor), Martin Rahmel (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
29
No. de catálogo
V18670
ISBN (Ebook)
9783638229623
Idioma
Alemán
Etiqueta
Besondere Anforderungen Wissens- Innovationsmanagement Post-Merger Phase
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Brudler (Autor), Martin Rahmel (Autor), 2003, Besondere Anforderungen an das Wissens- und Innovationsmanagement in der Post-Merger Phase, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18670
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