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Soziale Arbeit mit Straßenkindern in Guatemala

Eine interkulturelle Bewertung

Title: Soziale Arbeit mit Straßenkindern in Guatemala

Diploma Thesis , 2009 , 152 Pages , Grade: 1

Autor:in: Carolin Zobel (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Sozialen Arbeit mit Straßenkindern in Guatemala und den Indikatoren zur Entstehung des Straßenkinderphänomens. Unter Berücksichtigung des kulturellen und geschichtlichen Hintergrundes des Landes werden sozialarbeiterische Methoden für den Umgang und die Unterstützung von Straßenkindern vorgeschlagen, die auf einer empirischen Studie basieren, welche in Zusammenarbeit mit der Straßenkinderorganisation "Nuestros Derechos" erstellt wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GEOGRAPHIE, KULTUR UND GESCHICHTLICHER HINTERGRUND GUATEMALAS

2.1 Klima und Geographie des Landes

2.2 Kulturen und Ethnien

2.3 Wirtschaftliche Lage

2.4.1 Guatemala zwischen Reform und Repression

2.4.2 Die Zeit des Guerilla-Krieges

2.4.3 Politische Entwicklung seit Kriegsende bis heute

2.4.4 Auswirkungen auf die Familienstruktur und Konsequenzen der Kriegszeit

2.4.5 Rückschlüsse der Kriegsauswirkungen auf das Straßenkinderphänomen von heute

3. DAS PHÄNOMEN „STRASSENKIND“

3.1 Definitionen des Begriffs „Straßenkind“

3.1.1 Kinder auf der Straße

3.1.2 Kinder der Straße

3.2 Schutz der Kinder

3.2.1 Gemäß Kinderschutzkonvention

3.1.2 Gemäß “Código de la niñez” in Guatemala

3.3 Straßenkinder international/national – Schätzungen

3.3.1 Schätzungen weltweit/Lateinamerika

3.3.2 Zur Situation in Guatemala

3.4 Endstation Straße

3.4.1 Sozialisation in der Familie

3.4.2 Straßensozialisation

3.4.2.1 Die Trennung von den Eltern

3.4.2.2 Schutz und Hilfe durch die Gruppe

4. WESENTLICHE ASPEKTE IM LEBEN EINES STRASSENKINDES IN GUATEMALA

4.1 Aufenthaltsorte und Schlafplätze

4.2 Arbeitsfelder

4.3 Drogen

4.4 Gesundheit und Hygiene

4.5 Prostitution

4.6 “Maras” und Kriminalität

4.7 Konflikte mit der Polizei

4.7.1 Regelmäßige Kontrollen

4.7.2 „Soziale Säuberungsaktionen“

5. PROJEKT ZUR RESOZIALISIERUNG VON STRASSENKINDERN AM BEISPIEL VON "NUESTROS DERECHOS"

5.1 Die Organisation „Nuestros Derechos“ und ihre Geschichte

5.2 Zielgruppe

5.3 Programme der Organisation

5.3.1 Angebot 1 – Streetwork

5.3.2 Angebot 2 – Arbeit in Jugendgefängnissen

5.3.3 Angebot 3 – Gruppe für minderjährige Mütter

5.3.4 Angebot 4 – Heim für Straßenkinder

5.3.5 Angebot 5 – Schule für Kinderarbeiter und Kinder der Straße

5.4 Vorgehensweise und Methoden

5.5 Regeln und Sanktionen

5.6 Ziele

5.7 Exkurs: Streetwork in "La Capital" – ein Erfahrungsbericht

5.8 Resümee

6. ERLÄUTERUNG DER GRÜNDE DER KINDER FÜR EIN LEBEN AUF DER STRASSE ANHAND EINER EMPIRISCHEN STUDIE

6.1 Begründung der Auswahl der Befragungstechnik und der Probanden

6.2 Interviewleitfaden

6.2.1 Interviewleitfaden für das Experteninterview mit Carlos Toledo

6.2.2 Interviewleitfaden für die Gruppenbefragung mit den ehemaligen Straßenmädchen

6.2.3 Interviewleitfaden für die Einzelinterviews mit den Straßenkindern

6.3 Auswertung der Befragungen anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse

6.3.1 Festlegung des Analysematerials

6.3.2 Analyse der Entstehungssituation

6.3.3 Formale Charakteristika des Materials und Richtungsanalyse

6.3.4 Theoriegeleitete Differenzierung der Fragestellung

6.3.5 Auswertung des Experteninterviews mit Carlos Toledo

6.3.6 Auswertung der Gruppenbefragung der ehemaligen Straßenmädchen

6.3.7 Auswertung der Einzelinterviews mit den Straßenkindern

6.4 Fazit aus der Studie

7. THEORETISCHE GRUNDLAGE UND SOZIALARBEITERISCHE METHODEN IM BEZUG AUF INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN IN DER ARBEIT MIT STRASSENKINDERN

7.1 Begründung meiner Wahl der Lebensweltorientierten Theorie

7.2 Grenzen und Probleme sozialarbeiterischer Methoden

7.3 Zielsetzung

7.4 Methoden zur Zielumsetzung

7.4.1 Motivierende und Klientenzentrierte Gesprächsführung

7.4.2 Empowerment

7.4.3 Streetwork

7.4.4 Soziale Netzwerkarbeit

7.4.5 Sozialraumorientierung

8. SCHLUSSBETRACHTUNGEN

8.1 Einmal Straßenkind – immer Straßenkind?

8.2 Mögliche Zukunftsprognosen

Zielsetzung & Themen der Diplomarbeit

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht das Phänomen der Straßenkinder in Guatemala und analysiert die Ursachen sowie die soziokulturellen Hintergründe dieser Lebenssituation. Ziel der Arbeit ist es, auf Basis einer empirischen Studie und unter Einbeziehung der lebensweltorientierten Theorie sozialarbeiterische Methoden für eine effektive Resozialisierung zu entwickeln und zu bewerten.

  • Historische und politische Kontexte Guatemalas und deren Einfluss auf Familienstrukturen.
  • Differenzierung des Begriffs „Straßenkind“ und Analyse der Lebensrealität vor Ort.
  • Evaluation praktischer Interventionsansätze am Beispiel der Organisation „Nuestros Derechos“.
  • Empirische Untersuchung der Beweggründe von Kindern für ein Leben auf der Straße mittels qualitativer Interviews.
  • Methoden der Sozialarbeit wie Streetwork, Empowerment und Sozialraumorientierung zur Unterstützung betroffener Kinder.

Auszug aus dem Buch

4.1 Aufenthaltsorte und Schlafplätze

Straßenkinder halten sich selten länger an einem Ort auf, da dies viele Gefahren mit sich bringt. Meist hausen sie unter Dachvorsprüngen oder provisorischen Quartieren aus Karton, Holzkisten, Plastikplanen, Schaumstoffmatratzen und Decken (Strobl, 1994, S. 15 Abs. 4).

Durch Übergriffe anderer Banden oder die Polizei bedroht, haben sich viele Kinder der Straße einen anderen Lebens- und Schlafrythmus angewöhnt (Vgl. Strobl, S.15, 1994). Viele von ihnen versuchen nachts etwas zu essen aufzutreiben und schlafen tagsüber, da es bei tags wesentlich wenger gefährlich für sie ist. Nichts desto trotz gibt es feste Treffpunkte, wenn auch keine festen Zeiten, an denen die Kinder und Jugendlichen regelmäßig zusammenkommen.

Dies nutzen die sogenannten "Straßenpädagogen", wie sie auch bei Nuestros Derechos tätig sind (siehe unten im Text), um den Dialog mit den Kindern zu suchen.

In den kalten Wintermonaten, welche in Guatemala die Regenzeit darstellen, findet man sie unter kleinen Vordächern von Geschäften oder Bars. Dort versuchen sie zumindest ein wenig Schutz gegen Regen und Kälte zu finden, meist dich an den anderen gedrängt, um sich aufzuwärmen. Doch werden sie dort von den Geschäftsinhabern nicht gerne gesehen, da sie befürchten, dass durch sie Kunden abgeschreckt und ihre Einnahmen so dezimiert werden könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik der Straßenkinder in Guatemala und Erläuterung der persönlichen Motivation sowie der methodischen Struktur der Arbeit.

2. GEOGRAPHIE, KULTUR UND GESCHICHTLICHER HINTERGRUND GUATEMALAS: Analyse der sozioökonomischen Bedingungen und der traumatischen Auswirkungen des Guerilla-Krieges auf die heutige Gesellschaft.

3. DAS PHÄNOMEN „STRASSENKIND“: Theoretische Definition des Begriffs sowie rechtliche Grundlagen zum Kinderschutz im Vergleich zwischen UN-Konvention und nationalem Gesetz.

4. WESENTLICHE ASPEKTE IM LEBEN EINES STRASSENKINDES IN GUATEMALA: Beschreibung der harten Realität, inklusive Arbeitsformen, Drogenkonsum, Prostitution und der täglichen Gewalt durch Banden und Polizei.

5. PROJEKT ZUR RESOZIALISIERUNG VON STRASSENKINDERN AM BEISPIEL VON "NUESTROS DERECHOS": Vorstellung der praktischen Arbeit der Organisation, ihrer Angebote und der Bedeutung eines ganzheitlichen Hilfsansatzes.

6. ERLÄUTERUNG DER GRÜNDE DER KINDER FÜR EIN LEBEN AUF DER STRASSE ANHAND EINER EMPIRISCHEN STUDIE: Durchführung und qualitative Auswertung von Interviews zur Identifikation der Beweggründe für das Verlassen des Elternhauses.

7. THEORETISCHE GRUNDLAGE UND SOZIALARBEITERISCHE METHODEN IM BEZUG AUF INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN IN DER ARBEIT MIT STRASSENKINDERN: Anwendung der lebensweltorientierten Theorie und Darstellung von Methoden wie Empowerment und Streetwork.

8. SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Fazit zur Relevanz der Resozialisierungschancen und Ausblick auf die politische Situation in Guatemala.

Schlüsselwörter

Straßenkinder, Guatemala, Soziale Arbeit, Streetwork, Gewalt, Armut, Resozialisierung, Menschenrechte, Familienstrukturen, Empowerment, Drogenkonsum, Kinderschutz, Sozialraumorientierung, Identität, Bürgerkriegsfolgen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Diplomarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Straßenkindern in Guatemala und der Frage, wie Soziale Arbeit intervenieren kann, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern und eine Resozialisierung zu ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft geschichtliche und politische Hintergründe Guatemalas mit dem aktuellen Phänomen der Straßenkinder, beleuchtet deren Lebensalltag und evaluiert sozialpädagogische Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe der Kinder für ein Leben auf der Straße zu verstehen und auf Basis einer empirischen Studie sinnvolle sozialarbeiterische Handlungsstrategien abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Verfasserin nutzt neben einer fundierten Literaturrecherche eine empirische Studie in der Organisation „Nuestros Derechos“, bestehend aus Experteninterviews und qualitativen Befragungen der Betroffenen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Lebensumstände (Drogen, Prostitution, Polizeiwillkür), die Analyse der Projektarbeit von „Nuestros Derechos“ und die empirische Auswertung der Interviews.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Kernaspekte sind Sozialarbeit, Resozialisierung, Menschenrechtsverletzungen, Familiensozialisation und die lebensweltorientierte Theorie nach Thiersch.

Warum ist das "Doppelte Mandat" für die Arbeit der Streetworker so kritisch?

Streetworker stehen im Spannungsfeld zwischen der Hilfe für das Kind und dem staatlichen Kontrollauftrag, was besonders bei Straftaten der Jugendlichen einen schwierigen Balanceakt erfordert.

Welche Rolle spielt das Familienumfeld bei der Entscheidung für die Straße?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Armut, häusliche Gewalt und die Unfähigkeit der Eltern, die Kinder zu versorgen, oft in einem schleichenden Prozess zum Verlassen des Elternhauses führen.

Excerpt out of 152 pages  - scroll top

Details

Title
Soziale Arbeit mit Straßenkindern in Guatemala
Subtitle
Eine interkulturelle Bewertung
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
1
Author
Carolin Zobel (Author)
Publication Year
2009
Pages
152
Catalog Number
V186754
ISBN (eBook)
9783869434995
ISBN (Book)
9783869434001
Language
German
Tags
soziale arbeit straßenkindern guatemala - eine bewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Zobel (Author), 2009, Soziale Arbeit mit Straßenkindern in Guatemala, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186754
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