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Der Einsatz von Hunden in der tiergestützten Arbeit

Erörterung am Beispiel von Kindern und Jugendlichen mit aggressiv-dissozialen Verhaltensstörungen in sozialpädagogischen Einrichtungen

Titel: Der Einsatz von Hunden in der tiergestützten Arbeit

Diplomarbeit , 2006 , 93 Seiten , Note: 2

Autor:in: Melanie Zachariä (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit wird der bisher empirisch erforschte Einfluss von Tieren, insbesondere von Hunden, auf Kinder und Jugendliche, die in ihrem Sozial-verhalten gestört sind, thematisiert. Aufgrund der Tatsache, dass zum Einsatz von Hunden bei Verhaltensstörungen nur wenig geforscht wird, soll im methodischen Teil der Arbeit durch eine Erhebung herausgefunden werden, ob Wissen über und Interesse an tiergestützten Arbeitsweisen in sozialen Bereichen vorhanden ist, inwieweit die Praktik der fachlichen Zusammenarbeit mit Hunden derzeit angewandt wird, welche Erfahrungen eventuell gemacht wurden und ob Aufklärung notwendig ist.
Im zweiten Kapitel der Arbeit soll die Klientel beschrieben werden, auf die sich die Untersuchung bezieht. Es wird erläutert, welche Symptome der Terminus Verhaltensstörung trägt. Anschließend wird speziell auf aggressiv-dissoziales Verhalten bei Kindern und Jugendlichen eingegangen. Anknüpfend daran werden die Ursachen, die zu den Störungen im Sozialverhalten führen können, aufgezeigt.
Im dritten Kapitel wird die Beziehung zwischen Mensch und Tier erörtert. Dabei stehen das Verhältnis des Kindes zur Natur und die besondere Bindung zwischen Kind und Hund im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Besonderheiten und das Wesen des Hundes werden herausgearbeitet, wobei auf dessen Intelligenz und Psyche besonderes Augenmerk gelegt werden.
Auf der beschriebenen Mensch-Hund-Beziehung gründet die Bedeutung des vierten Kapitels, welches sich der tiergestützten therapeutischen, pädagogischen und freizeitgestaltenden Arbeit im Gesundheits- und Sozialwesen widmet. Neben begrifflichen Klärungen wird veranschaulicht, was tiergestützte Arbeit beinhaltet, welche Unterteilungen existieren und mit welchen Intentionen sie durchgeführt wird. Des Weiteren soll an dieser Stelle erörtert werden, welche Auswirkungen eine durch Hunde gestützte Behandlung oder Betreuung verhaltensgestörter, aggressiv-dissozialer Kinder und Jugendlicher haben kann. Es werden Möglichkeiten der positiven Beeinflussung des Sozialverhaltens und eines damit einhergehenden verbesserten Wohlbefindens der Betroffenen vorgestellt.
Kapitel 5 befasst sich mit dem methodischen Teil dieser Arbeit, erklärt den Vorgang der Untersuchung, d.h. den methodischen Ansatz, die Herleitung der Fragestellung, das verwendete Erhebungs- und Auswertungsinstrument sowie die Ergebnisse der Befragung.
Im Anschluss daran werden ein Fazit für die vorliegende Arbeit und ein Ausblick auf die Zukunft der tiergestützten Therapie gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen

2.1 Die spezielle Störung Aggression

2.2 Verursachung und Entstehung

3 Beziehung zwischen Mensch und Tier

3.1 Kinder und Natur

3.2 Kinder und Tiere

3.3 Das Wesen des Hundes

3.4 Kommunikation zwischen Mensch und Hund

4 Tiergestützte Arbeit

4.1 Begriffserklärungen

4.2 Zielsetzungen in der tiergestützten Arbeit

4.3 Einsatz und Wirkung von Hunden auf aggressive Kinder und Jugendliche

5 Methodischer Teil

5.1 Untersuchung

5.1.1 Methodischer Ansatz

5.1.2 Herleitung der Fragestellung

5.1.3 Zusammensetzung der Stichprobe

5.1.4 Erhebungszeitraum

5.1.5 Erhebungsinstrument

5.1.6 Auswertungsmethode

5.2 Ergebnisse und Auswertung

5.2.1 Auswertung der formellen Angaben

5.2.2 Auswertung der Selektionsfrage

5.2.3 Auswertung der Daten der integrierenden Einrichtungen

5.2.4 Auswertung der nicht integrierenden Einrichtungen

5.2.5 Auswertung zur Erfassung von Kontakten zu anderen Tieren

5.2.6 Auswertung der Wirksamkeit des Einsatzes von Hunden sowie Ist und Soll-Erfassung der Rahmenbedingungen

5.2.7 Feedback der Befragten

5.3 Fazit

5.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Hunden in der tiergestützten Arbeit bei Kindern und Jugendlichen mit aggressiv-dissozialen Verhaltensstörungen. Ziel ist es, den aktuellen Kenntnisstand sowie die praktische Anwendung dieser Methode in sozialpädagogischen Einrichtungen zu evaluieren und die therapeutische Wirksamkeit bei dieser speziellen Klientel zu beleuchten.

  • Grundlagen der Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Mensch-Tier-Beziehung und Besonderheiten der Hundepsyche
  • Definitionen und Standards der tiergestützten Arbeit (AAA, AAT, Pädagogik)
  • Empirische Untersuchung des Einsatzes von Hunden in deutschen Einrichtungen
  • Analyse von Wirkfaktoren und Rahmenbedingungen bei aggressivem Verhalten

Auszug aus dem Buch

EINSATZ UND WIRKUNG VON HUNDEN AUF AGGRESSIVE KINDER UND JUGENDLICHE

“Animals can be used in therapy settings to teach new skills or to reduce maladaptive behaviours.” (BURCH et al. 1995, S. 58)

Die Möglichkeiten ein Tier als unterstützenden Assistenten in diesen Arbeitsbereich zu integrieren, scheinen fast unbegrenzt. Beinahe alle bei uns einheimischen Tiere können in der Therapie von Nutzen sein, jedes auf seine eigene Art und Weise. Vorrangig werden jedoch diejenigen zu Hilfe genommen, die aufgrund des Kindchenschemas den Menschen besonders ansprechen (vgl. SIMANTKE/STEPHAN 2003, S. 301) und sämtliche Wahrnehmungssinne anregen – den taktilen beispielsweise über das Anfassen und Streicheln des Felles und den olfaktorischen über den Eigengeruch des Tieres. Außerdem sollten die eingebrachten Tiere umgänglich sein und eine gewisse Eigenaktivität besitzen, Grenzen aufzeigen können und einigermaßen berechenbar sein (vgl. ebd., S. 300-301).

Der Mensch züchtete den Hund nach den von ihm bevorzugten Merkmalen wie Jugendlichkeit, die zum Spiel ermutigt, und einer geringfügigen Aggressivität, damit er leichter zu führen ist. Diese Eigenschaften werden sogar deutlich im Aussehen. Vor allem junge Hunde haben eines gemeinsam – große Augen und eine kurze Schnauze, die sie niedlich erscheinen lassen (vgl. BECK/KATCHER 1996, S. 167). BECK/KATCHER bringen diesen Sachverhalt auf den Punkt, wenn sie sagen:

“Dogs are the quintessential pet because, more than any other animal, they have been shaped genetically to look and behave like juveniles. The cat is much more adult in form and behaviour.”(ebd., S. 42).

Hunde ähneln Kindern, entsprechen weitestgehend ihrem eigenen Wesen, werden sozusagen von ihnen gespiegelt. ALDINGTON führt die Beobachtungen LEVINSONS, S. A. CORSONS und E. O’LEARY CORSONS an, „dass Menschen aus zwei Gründen sich besonders zu Hunden hingezogen fühlen: Hunde haben die Fähigkeit, Liebe und beruhigende Berührung zu schenken, ohne dabei herablassend, kritisch oder verletzend zu sein und ein Gefühl der Dankesschuld zu erzeugen“ (ALDINGTON 1998, S. 366, Kursivdruck im Original). Aufgrund dieser Tatsachen wird bevorzugt der Hund in der tiergestützten Arbeit eingesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz der tiergestützten Arbeit für verhaltensauffällige Kinder und stellt die Forschungsfragen sowie den Aufbau der Diplomarbeit vor.

2 Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen: Dieses Kapitel definiert Verhaltensstörungen, analysiert spezifisch aggressiv-dissoziales Verhalten und erläutert dessen Ursachen sowie die psychologischen Erklärungsmodelle.

3 Beziehung zwischen Mensch und Tier: Hier wird die Bindung zwischen Mensch und Tier, die Bedeutung der Natur für Kinder sowie das spezifische Wesen, die Intelligenz und die Kommunikationsformen von Hunden erörtert.

4 Tiergestützte Arbeit: Das Kapitel differenziert zwischen den Begriffen tiergestützte Aktivitäten, Therapie und Pädagogik und beschreibt den spezifischen Einsatz sowie die Wirkung von Hunden auf aggressive Kinder.

5 Methodischer Teil: Dieser Abschnitt beschreibt den empirischen Forschungsansatz, die methodische Vorgehensweise, die Stichprobe und präsentiert die Ergebnisse der Fragebogenaktion bei sozialpädagogischen Einrichtungen.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Arbeit, Hund, Sozialpädagogik, Aggression, dissoziales Verhalten, Kinder, Jugendliche, Therapiebegleithund, Verhaltensstörung, Mensch-Tier-Beziehung, Empirische Untersuchung, Pädagogik, Kommunikation, Bindung, Fördermaßnahme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Hunden in der tiergestützten Arbeit innerhalb sozialpädagogischer Einrichtungen und deren positive Wirkung auf Kinder und Jugendliche mit aggressiv-dissozialen Verhaltensstörungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Definition von Verhaltensstörungen, die Bindungsaspekte zwischen Mensch und Tier, die psychologischen Grundlagen der Hund-Mensch-Interaktion sowie die Abgrenzung verschiedener tiergestützter Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwieweit tiergestützte Arbeit mit Hunden in deutschen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen bekannt ist, angewendet wird und welchen therapeutischen Nutzen sie bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählte eine empirische Einzelfallstudie mittels einer schriftlichen Befragung, bei der 433 Einrichtungen angeschrieben und die erhobenen Daten quantitativ analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Störungsbildern und Mensch-Tier-Bindungen, eine detaillierte Begriffsbestimmung der tiergestützten Interventionen sowie die ausführliche methodische Untersuchung der Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie tiergestützte Arbeit, aggressiv-dissoziales Verhalten, Therapiebegleithund, Sozialpädagogik und Verhaltensstörung definieren.

Warum wird besonders der Hund als Therapietier bevorzugt?

Hunde werden bevorzugt, da sie aufgrund ihrer genetischen Anpassung an den Menschen "kindliche" Merkmale zeigen, die Kommunikation erleichtern, als Partner fungieren und dem Menschen empathische Nähe ohne Wertung bieten.

Welche Rolle spielt die Ausbildung für den Einsatz von Hunden?

Obwohl die Autorin auf das Fehlen einheitlicher Qualitätsstandards in Deutschland hinweist, wird betont, dass ein gezielter Einsatz durch professionell ausgebildete Personen zur Qualitätssicherung und zum Schutz der Kinder und Tiere essenziell ist.

Können auch andere Tiere in der Arbeit eingesetzt werden?

Ja, die Untersuchung zeigt, dass neben Hunden auch Kaninchen, Katzen, Meerschweinchen und Nutztiere in Einrichtungen gehalten werden, wobei der gezielte Einsatz des Hundes jedoch als besonders effektiv hervorgehoben wird.

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Details

Titel
Der Einsatz von Hunden in der tiergestützten Arbeit
Untertitel
Erörterung am Beispiel von Kindern und Jugendlichen mit aggressiv-dissozialen Verhaltensstörungen in sozialpädagogischen Einrichtungen
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
2
Autor
Melanie Zachariä (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
93
Katalognummer
V186783
ISBN (eBook)
9783869434803
ISBN (Buch)
9783656992264
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einsatz hunden arbeit erörterung beispiel kindern jugendlichen verhaltensstörungen einrichtungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Zachariä (Autor:in), 2006, Der Einsatz von Hunden in der tiergestützten Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186783
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Leseprobe aus  93  Seiten
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