Die vorliegende Arbeit ist dahingehend aufgebaut folgende zentrale Forschungsfrage zu beantworten: »Inwiefern ist innerhalb der Medienethik ein eigenständiges Konzept einer Medienethik im Internet gerechtfertigt und ist es möglich ein solches auf Ebene der UserInnen zu verankern?« Als empirische Methodik dieser Arbeit wurde eine Onlineumfrage mit österreichischen Fachhochschulstudierenden durchgeführt.(n= 490; repräsentative Studie!) Neben Informationen über die Internetnutzung der Studierenden, wurden Beurteilungen von ethischen Problemfeldern im Internet, sowie Informationen über die Bereitschaft ethisches Verhalten im Internet zu fördern lukriert.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 FORSCHUNGSINTERESSE
1.2 AUFBAU UND METHODIK DER ARBEIT
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 MEDIENETHIK
2.1.1 Medienethik als angewandte Ethik
2.1.1.1 Verantwortungsebenen
2.1.1.2 Medienethische Richtlinien
2.1.2 Ethische Problemfelder im Fernseh- und Zeitungsbereich
2.2 DAS INTERNET
2.2.1 Struktur- und Wesensmerkmale
2.2.2 Bedeutung des Internets in der Gesellschaft
2.2.3 Web 2.0
2.3 MEDIENETHIK IM INTERNET
2.3.1 Ansätze und ethische Problemfelder
2.3.2 Ethische Problemfelder im Reaktionsfeld der UserInnen
2.4 DAS PUBLIKUM ALS INSTITUTION DER MEDIENETHIK
2.4.1 Ansätze der Publikumsethik
2.4.2 Exkurs: Medienkompetenz
2.5 ZWISCHENFAZIT ZU DEN THEORETISCHEN GRUNDLAGEN
3 QUANTITATIVE EMPIRISCHE ERHEBUNG
3.1 METHODENBESCHREIBUNG
3.2 DURCHFÜHRUNG
3.3 ERGEBNISDOKUMENTATION
3.4 ZWISCHENFAZIT ZUR EMPIRISCHEN QUANTITATIVEN ERHEBUNG
4 FAZIT UND WEITERER FORSCHUNGSBEDARF
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern ein eigenständiges Konzept einer Medienethik im Internet gerechtfertigt ist und ob eine solche Verantwortung auf der Ebene der Internetnutzer (UserInnen) verankert werden kann. Durch die Verknüpfung theoretischer Ansätze mit einer empirischen Onlineumfrage unter österreichischen Fachhochschulstudierenden wird analysiert, wie UserInnen ethische Problemfelder im Internet beurteilen und ob sie bereit sind, ethisches Verhalten im Internet aktiv zu fördern.
- Medienethik und Verantwortungsebenen in traditionellen vs. neuen Medien
- Strukturelle Besonderheiten und Bedeutung des Internets sowie des Web 2.0
- Ethische Problemfelder im Internet aus der Perspektive der Nutzer
- Empirische Analyse des Nutzerverhaltens und der Bereitschaft zur ethischen Verantwortung
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Ethische Problemfelder im Reaktionsfeld der UserInnen
Mit den ethischen Problemfeldern im Internet, die im Reaktionsfeld der UserInnen liegen, ist nicht gemeint, dass die UserInnen diese Problemfelder gänzlich aus der Welt schaffen können, aber sie haben zumindest die Möglichkeit einige davon durch ihr eigenes Verhalten zu beeinflussen und sich von anderen zumindest zu schützen. Als Beispiel wird das Problemfeld ´Verletzungen der Privatsphäre vs. Gratifikationen für UserInnen´ herangenommen. UserInnen haben die Macht etwas an diesem Problemfeld zu ändern, indem sie in sozialen Netzwerken vorsichtiger mit ihren privaten Daten umgehen. Sie können überlegen ob die Gratifikation, die potentiellen Gefahren tatsächlich wettmachen und gegebenenfalls aus den Netzwerken aussteigen.
Nachfolgende Darstellung 5 gibt einen Überblick der ethischen Problemfelder im Reaktionsfeld der UserInnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in das Forschungsthema der Medienethik im Internet, Darlegung der Forschungsfragen sowie Erläuterung der angewandten Methodik.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Detaillierte Auseinandersetzung mit Medienethik, Internetstrukturen, Web 2.0-Ansätzen, Publikumsethik und Medienkompetenz zur theoretischen Fundierung.
3 QUANTITATIVE EMPIRISCHE ERHEBUNG: Beschreibung des Studiendesigns, der Durchführung der Onlineumfrage sowie die ausführliche Dokumentation und Interpretation der Ergebnisse.
4 FAZIT UND WEITERER FORSCHUNGSBEDARF: Synthese aus Theorie und Empirie zur Beantwortung der zentralen Forschungsfrage und Identifikation von offenem Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Medienethik, Internet, Web 2.0, Nutzerverantwortung, Publikumsethik, Medienkompetenz, Onlineumfrage, Privatsphäre, Datenschutz, soziale Netzwerke, empirische Erhebung, digitale Verantwortung, User Generated Content, Medienethik im Internet, Fachhochschulstudierende.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie eine spezifische Medienethik für das Internet aussehen kann und welche Rolle die NutzerInnen (UserInnen) dabei spielen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?
Die Schwerpunkte liegen auf den Unterschieden zwischen klassischen Medien und dem Internet, den ethischen Herausforderungen des Web 2.0 sowie der Frage der Mitverantwortung des Publikums.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es zu klären, ob ein eigenständiges Konzept einer Internet-Medienethik notwendig ist und inwieweit UserInnen für ethisches Verhalten im Netz in die Pflicht genommen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung genutzt?
Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche und -aufarbeitung mit einer quantitativen, empirischen Onlineumfrage unter österreichischen Fachhochschulstudierenden.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen und einen empirischen Teil, in dem Internetnutzung, Einstellungen zu ethischen Problemen und die Bereitschaft zu ethischem Handeln analysiert werden.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Medienethik, Internet, Web 2.0, Nutzerverantwortung, Privatsphäre, Datenschutz und Medienkompetenz.
Warum ist das Internet aus ethischer Sicht ein Sonderfall?
Aufgrund seiner interaktiven Struktur, der Globalität und der Tatsache, dass NutzerInnen gleichzeitig ProduzentInnen sind, unterscheiden sich die ethischen Konflikte deutlich von denen im klassischen Fernsehen oder der Zeitung.
Was ergab die Umfrage zur Verantwortung der NutzerInnen?
Die Studie zeigt, dass Studierende zwar die Notwendigkeit moralischer Grundsätze anerkennen, die persönliche Bereitschaft, sich aktiv für ethische Veränderungen im Internet zu engagieren, jedoch als eher gering eingeschätzt wird.
Wie bewerten die Studierenden den Datenschutz in sozialen Netzwerken?
Es zeigt sich eine kritische Haltung; die Studierenden sind sich der Risiken bewusst, sehen aber oft keine einfache Lösung oder ausreichendes Engagement, um diese Gefahren effektiv zu minimieren.
- Arbeit zitieren
- MA Katja Greitner (Autor:in), 2011, Medienethik im Internet - Verantwortung auf UserInnenebene?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186795