Der Text bietet sowohl eine Einführung in das Denken des Russischen Formalismus (Sklovskij,Tynjanov) als auch des Prager Strukturalismus (Mukarovsky). Im Hauptteil werden vor allem die Konzepte "ästhetische Funktion", "ästhetische Norm" und "ästhetischer Wert" vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
- 1,1) Einleitung
- 2) Die Prämissen des Russischen Formalismus
- 3) Die Grundbegriffe des Prager Strukturalismus
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Prager Strukturalismus und seinen Wurzeln im Russischen Formalismus. Sie untersucht die Entstehung beider Strömungen als Reaktion gegen Positivismus und Psychologismus im 19. Jahrhundert und deren Ziel, eine autonome Literaturwissenschaft zu begründen.
- Der Russische Formalismus und seine zentralen Konzepte (z.B. Verfahren, Verfremdung)
- Die Entwicklung einer autonomen Literaturwissenschaft
- Die Literarizität als Untersuchungsgegenstand
- Die Funktion von Verfahren in Kunstwerken
- Die literarische Evolution als „Tradition des Traditionsbruchs“
Zusammenfassung der Kapitel
1,1) Einleitung
Die Einleitung skizziert die Entstehung des Russischen Formalismus und des Prager Strukturalismus als Gegenbewegungen zum Positivismus und Psychologismus. Sie beschreibt das Ziel beider Strömungen, eine autonome Literaturwissenschaft zu etablieren, die sich mit der Literarizität befasst.
2) Die Prämissen des Russischen Formalismus
Dieses Kapitel behandelt die zentralen Konzepte des Russischen Formalismus, insbesondere Sklovskijs „Verfahren“ und deren Funktion zur „Verstärkung des Empfindens“. Die Verfremdungstechniken und deren ästhetische und ethische Implikationen werden diskutiert, ebenso wie Tynjanovs Evolutionstheorie und die dynamische Natur literarischer Entwicklung.
3) Die Grundbegriffe des Prager Strukturalismus
Dieses Kapitel (unvollständig im Auszug) wird sich voraussichtlich mit den spezifischen Begriffen und Theorien des Prager Strukturalismus auseinandersetzen, in Bezug auf die Grundlagen des Russischen Formalismus.
Schlüsselwörter
Russischer Formalismus, Prager Strukturalismus, Literarizität, Verfahren (priëm), Verfremdung, Automatisierung, literarische Evolution, dynamische Sprachkonstruktion, Viktor Sklovskij, Jurij Tynjanov.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Grundbegriffe des Prager Strukturalismus?
Zentrale Konzepte sind die ästhetische Funktion, die ästhetische Norm und der ästhetische Wert eines literarischen Werkes.
Wie hängen Russischer Formalismus und Prager Strukturalismus zusammen?
Der Prager Strukturalismus entwickelte sich aus den Prämissen des Russischen Formalismus weiter, insbesondere in Bezug auf die Autonomie der Literaturwissenschaft.
Was bedeutet „Verfremdung“ bei Sklovskij?
Verfremdung ist ein Verfahren, das die automatisierte Wahrnehmung stört, um das Empfinden für das Kunstwerk zu intensivieren.
Was ist das Ziel einer autonomen Literaturwissenschaft?
Sie soll sich von Positivismus und Psychologismus abgrenzen und die „Literarizität“ (das, was ein Werk zur Literatur macht) als eigentlichen Gegenstand erforschen.
Was versteht man unter literarischer Evolution?
Tynjanov beschreibt sie als eine dynamische Entwicklung, bei der literarische Formen durch ständige Brüche mit der Tradition neu entstehen.
- Citation du texte
- Erik Pfeiffer (Auteur), 1997, Grundbegriffe des Prager Strukturalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186806