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Grundbegriffe des Prager Strukturalismus

Title: Grundbegriffe des Prager Strukturalismus

Term Paper , 1997 , 23 Pages , Grade: 1

Autor:in: Erik Pfeiffer (Author)

Russian / Slavic Languages
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Der Text bietet sowohl eine Einführung in das Denken des Russischen Formalismus (Sklovskij,Tynjanov) als auch des Prager Strukturalismus (Mukarovsky). Im Hauptteil werden vor allem die Konzepte "ästhetische Funktion", "ästhetische Norm" und "ästhetischer Wert" vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die Prämissen des Russischen Formalismus

3) Die Grundbegriffe des Prager Strukturalismus

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Prager Strukturalismus, wobei ein besonderer Fokus auf dessen Entwicklung aus dem Russischen Formalismus gelegt wird. Dabei wird insbesondere die Rolle des Kunstwerks als semiologisches Faktum und die Bedeutung der ästhetischen Funktion analysiert.

  • Entwicklung des Strukturalismus aus dem Russischen Formalismus
  • Die Verfremdungstheorie und ihre ästhetischen Aspekte
  • Das Kunstwerk als semiologisches Faktum
  • Die ästhetische Funktion und die ästhetische Norm
  • Das dynamische Verhältnis zwischen Kunst und außerästhetischem Bereich

Auszug aus dem Buch

3) Die Grundbegriffe des Prager Strukturalismus

In dem für den 8. Internationalen Philosophenkongreß erstellten Referat „Die Kunst als semiologisches Faktum“ stellte Mukarovsky die These auf, daß ein Kunstwerk zwei Funktionen habe: erstens die eines autonomen und zweitens die eines kommunikativen (mitteilenden) Zeichens; allerdings bleibt die zweite Funktion den „Stoff-Künsten“ (inhaltliche, thematische Künste) vorbehalten. Ausgehend von den linguistischen Erkenntnissen der Saussures und Bühlers weist er der Wissenschaft vom Zeichen (Semiologie nach Saussure, Sematologie nach Bühler) die Rolle einer neuen, methodologischen Grundlage für alle Geisteswissenschaften zu. Grund dafür sei das gemeinsame Material, das „mehr oder weniger deutlich den Charakter von Zeichen hat, und dies dank ihrer Doppelexistenz in der Welt der Sinne und im Kollektivbewußtsein.“ Nach Mukarovsky weist das Kunstwerk eine dreigliedrige Struktur auf:

1) Das materielle Werk (Signifikant, signifiant nach de Saussure)

2) Das ästhetische Objekt, entspricht der „Bedeutung“ eines materiellen Werkes im kollektiven Bewußtsein einer bestimmten Gruppe; bestimmt durch das, was die subjektiven

Zustände im Bewußtsein dieser Gruppe gemeinsam haben. Dabei gibt es neben dem kollektiven Kern der Bedeutung noch eine subjektive, sekundäre Bedeutungshülle. „Diese subjektiven Elemente (der Wahrnehmung, d. A.) können ebenfalls objektiviert werden, aber nur insoweit, als ihre allgemeine Qualität oder ihre Quantität von dem zentralen Kern bestimmt wird, der sich im Kollektivbewußtsein befindet.“

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entstehung des Russischen Formalismus und des Prager Strukturalismus als Reaktion auf den Positivismus und Psychologismus des 19. Jahrhunderts.

2) Die Prämissen des Russischen Formalismus: Dieses Kapitel analysiert zentrale Konzepte wie die Verfremdungstheorie von Sklovskij sowie Tynjanovs Theorien zur literarischen Evolution und zur Systemhaftigkeit der Literatur.

3) Die Grundbegriffe des Prager Strukturalismus: Hier werden Mukarovskys Thesen zum Kunstwerk als semiologisches Faktum sowie die Konzepte der ästhetischen Funktion, Norm und des Wertes detailliert untersucht.

Schlüsselwörter

Prager Strukturalismus, Russischer Formalismus, Semiologie, Kunstwerk, ästhetische Funktion, ästhetische Norm, Verfremdung, Signifikant, Signifikat, Kollektivbewusstsein, Kunstgeschichte, literarische Evolution, autonome Zeichen, kommunikative Zeichen, Jan Mukarovsky

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Prager Strukturalismus unter besonderer Berücksichtigung der Konzepte von Jan Mukarovsky.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Herkunft der strukturalistischen Theorie aus dem Russischen Formalismus sowie die Analyse von Kunstwerken als semiologische Fakten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Grundbegriffe des Prager Strukturalismus, insbesondere die Rolle der ästhetischen Funktion und Norm, wissenschaftlich nachzuvollziehen.

Welche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und kunsttheoretische Analyse, die auf der Auswertung primärer strukturalistischer Fachtexte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Prämissen des Russischen Formalismus (Sklovskij, Tynjanov) sowie die semiologische Kunstbetrachtung und Werttheorie von Jan Mukarovsky.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ästhetische Funktion, semiologisches Faktum, Verfremdung und Kollektivbewusstsein charakterisiert.

Was unterscheidet bei Mukarovsky ein autonomes von einem kommunikativen Zeichen?

Das autonome Zeichen verweist auf den sozialen Gesamtkontext, während das kommunikative Zeichen an ein spezifisches Thema oder einen Inhalt gebunden ist.

Wie definiert Mukarovsky den ästhetischen Wert eines Werkes?

Der ästhetische Wert ist für ihn kein feststehendes Attribut, sondern ein dynamischer Prozess, der sich im Spannungsfeld zwischen ästhetischen und außerästhetischen Werten entfaltet.

Welche Rolle spielt das Kollektivbewusstsein für das Kunstwerk?

Das Kollektivbewusstsein fungiert als Träger für die Bedeutung des materiellen Werks und sorgt für die Stabilisierung ästhetischer Normen.

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Details

Title
Grundbegriffe des Prager Strukturalismus
College
Dresden Technical University
Grade
1
Author
Erik Pfeiffer (Author)
Publication Year
1997
Pages
23
Catalog Number
V186806
ISBN (eBook)
9783869434605
ISBN (Book)
9783656991083
Language
German
Tags
grundbegriffe prager strukturalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erik Pfeiffer (Author), 1997, Grundbegriffe des Prager Strukturalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186806
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