Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Kunst, Künstler und Mäzene - Die Stiftungen der Fugger

Titel: Kunst, Künstler und Mäzene - Die Stiftungen der Fugger

Hausarbeit , 2008 , 25 Seiten , Note: 2

Autor:in: Christian Zwer (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit "Die Stiftungen der Fugger" hat das Ziel, Stiftungen und Stiftungswirklichkeit im Mittelalter zu analysieren und zu bewerten. So wird ein Stiftungsbeispiel, nämlich die Stiftungen der Fugger exemplarisch näher beschrieben. Dazu wird im ersten Abschnitt der vorliegenden Arbeit die Zeit, in der die Fugger gewirkt haben, kurz vorgestellt. Anschließend sollen der rasante Aufstieg und der besondere Erfolg des Handelshauses der Fugger aufgezeigt werden. Die Besonderheiten der Stadt Augsburg spielen dabei im Wirken der Familie Fugger ebenfalls eine bedeutende Rolle. Es geht in diesem Fall um eine Beschreibung von Augsburg als Innovationszentrum und Innovationsträger sowie der Herberge von reichen Geschäftsmännern, im Wirtschaftsdreieck Bodensee, Donau, Lech. Im Anschluß daran erfolgt die Auseinandersetzung mit zentralen Fragen dieser Hausarbeit:
1. Um was handelte es sich bei diesen Stiftungen?
2. Wer waren die Stifter?
3. Welchen Grund gab es für die Stiftungen?
Dazu werden die drei Stiftungen ?Jakob? Fuggers dem Reichen (d.R.) einer näheren Betrachtung unterzogen.In einer Rückschau wird nun versucht auf individuelle Beweggründe der Fugger als Stifter zu schließen, die sich aus ihrem Handeln als Geschäftsmänner und Mäzene ableiten lassen.
Die Hausarbeit geht in ihrer Gesamtheit der Fragestellung nach, ob die Fugger in ihrer Stiftungstätigkeit Vordenker oder Handelnde im Sinne ihrer Zeit waren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Personenregister und Stammbaum der Fugger

2. Einleitung

3. Vorbetrachtung

3.1. Beschreibung des historischen Kontext

3.2. Der Aufstieg der Fugger in Augsburg

3.3. Augsburg zur Zeit Jakob Fuggers des Reichen

4. Stiftungen im Mittelalter

4.1. Allgemeine Betrachtung

4.2. Beweggründe des Stifters

4.3. Verpflichtungen für beide Seiten

5. Die Stiftungen der Fugger

5.1. Überleitung von Stiftungen zu Fuggerstiftungen

5.2. Beschreibung der drei großen Fuggerstiftungen

5.2.1. Die Fuggerei

5.2.2. Die Prädikatur

5.2.3. Die Kapelle bei St. Anna

5.3. Stiftungshintergrund

5.3.1. Funktion von St. Anna

5.3.2. Zusammenhang zwischen den drei Stiftungen

6. Die Ambivalenz im Handeln der Fugger

7. Fazit

8. Literaturnachweis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Stiftungen der Familie Fugger an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit, um deren Bedeutung, Motivation und das zugrunde liegende Stifterverständnis im historischen Kontext zu bewerten.

  • Analyse des historischen Kontextes des Augsburger Handelszentrums.
  • Untersuchung der drei zentralen Fuggerstiftungen: Fuggerei, Prädikatur und Kapelle bei St. Anna.
  • Erforschung der Beweggründe für das Stifterhandeln im Spannungsfeld zwischen Memoria und Seelenheil.
  • Darstellung der ökonomischen und sozialen Rolle der Fugger als Stifter.
  • Reflexion über die Ambivalenz des Handelns einer kapitalstarken Kaufmannsfamilie in religiösen Belangen.

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Aufstieg der Fugger in Augsburg

„Mir reicht´s, ich gehe nach Augsburg. Gerade mal einen Gulden habe ich diese Woche verdient. Als einfacher Landweber werde ich´s nie zu etwas bringen. Hans Fuggers Entschluss steht fest. Er wird sein bisschen Erspartes nehmen und wie so viele andere Bauern und Handwerker aus den umliegenden Dörfern sein Glück in der Reichsstadt versuchen.“

„An einem sonnigen Septembertage des Jahres 1367 wanderte des alten Hans Fugger gleichnamiger Sohn aus seinem Heimatdorfe Graben, das zwei Kilometer nordwestlich von Lager Lechfeld liegt, in die nahe Stadt Augsburg.“

Ob es sich so zugetragen hat, soll an dieser Stelle nicht von Belang sein. Nehmen wir einfach an, dass es sich an einem sonnigen Tag besser wandern lässt und diesem Marsch eine Phase des Überlegens voraus ging. Fest steht, dass 1367 Hans Fugger in das Steuerbuch der Stadt Augsburg eingetragen wird. Ob es sich bei ihm um den Auserwählten der Familie handelt oder ob er der Sohn/Abkömmling war, der keine Perspektiven innerhalb des familiären Nachfolgefechtls (z.B. jüngster Sohn, der den Hof nicht übernehmen wird) sah, ist nicht belegt. Das expandierende Textilgewerbe und der Fernhandel boten zu diesem Zeitpunkt günstige Ausgangspositionen für das Handwerk in der Reichsstadt Augsburg. Diese ökonomischen Vorteile führten zu einer Landflucht, in dessen Sog sich auch Hans Fugger befand. Das fuggersche Ehrenbuch und die Fuggerchronik aus dem 16. Jh. geben Auskunft über Hans´ erste Jahre in Augsburg. So geht Hans Fugger mit Klara Widolf 1370, die vermutlich eine Tochter des damals amtierenden Zunftmeisters Oswald Widolf gewesen ist, eine Ehe ein. „Spätestens mit dieser Heirat dürfte er das Augsburger Bürgerrecht erworben haben.“ Die erste und eine zweite Heirat mit Elisabeth Gfattermann 1381 wird Hans Fugger der Aufstieg zum Zunftmeister der Weber 1386 geebnet. Nach seinem Tod betreibt die

Zusammenfassung der Kapitel

1. Personenregister und Stammbaum der Fugger: Bietet einen Überblick über die Generationenfolge und die genealogischen Zusammenhänge der Familie Fugger.

2. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung der Fuggerstiftungen im Mittelalter zu untersuchen und kritisch einzuordnen.

3. Vorbetrachtung: Beleuchtet den historischen Rahmen, den Aufstieg der Fugger in Augsburg und die wirtschaftliche Situation zur Zeit Jakob Fuggers.

4. Stiftungen im Mittelalter: Erläutert das Wesen mittelalterlicher Stiftungen, die Beweggründe der Stifter und die vertraglichen Verpflichtungen zwischen Stifter und Kirche.

5. Die Stiftungen der Fugger: Detailliert die drei Hauptstiftungen der Fugger und deren spezifische Funktionen sowie ihren gegenseitigen Zusammenhang.

6. Die Ambivalenz im Handeln der Fugger: Analysiert den Widerspruch zwischen dem ökonomischen Handeln der Fugger und ihren religiösen Stiftungstätigkeiten.

7. Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet den historischen Einfluss der Fugger und ihre Rolle als Stifter.

8. Literaturnachweis: Listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen sowie Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Fugger, Stiftungen, Augsburg, Mittelalter, Memoria, Seelenheil, Jakob Fugger, Fuggerei, Prädikatur, St. Anna, Handelsgesellschaft, Religionsgeschichte, Sozialgeschichte, Kapitalakkumulation, Ablasswesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Stiftungswesen der Familie Fugger im Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit und analysiert deren soziale und religiöse Dimensionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Familie Fugger, die sozioökonomischen Bedingungen im Augsburg des 15. und 16. Jahrhunderts sowie die theologischen und praktischen Aspekte mittelalterlicher Stiftungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Stiftungstätigkeit der Fugger exemplarisch zu analysieren und zu prüfen, ob die Fugger in ihrem Handeln als Vordenker oder Akteure ihrer Zeit agierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer Quellen und Sekundärliteratur, um das Verhalten der Fugger als Stifter im Kontext der damaligen Zeit einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die allgemeine Theorie von Stiftungen, die detaillierte Beschreibung der Fuggerei, der Prädikatur und der Kapelle bei St. Anna sowie eine kritische Reflexion ihrer Ambivalenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Fugger, Stiftungen, Augsburg, Memoria, Seelenheil, Ablasswesen und soziale Wohltätigkeit.

Inwiefern beeinflusste das Ablasswesen das Handeln der Fugger?

Das Ablasswesen diente als Motivationsgrundlage für viele Stiftungen, da das Streben nach Seelenheil und die Absicherung des Jenseits zentrale Anliegen in der mittelalterlichen Frömmigkeit waren.

Warum wird die Kapelle bei St. Anna als besonderes Projekt hervorgehoben?

Die Kapelle wird aufgrund ihrer Doppelbedeutung als Familiengrabstätte und Ort der Repräsentation sowie ihrer stiftungsrechtlichen Einbindung als besonders komplexes Projekt analysiert.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor bezüglich der Ambivalenz?

Der Autor schließt, dass die Fugger zwar wirtschaftlich modern und ihrer Zeit voraus waren, sich jedoch in ihrem religiösen Weltbild und Stiftungshandeln innerhalb der traditionellen Glaubensvorstellungen bewegten.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kunst, Künstler und Mäzene - Die Stiftungen der Fugger
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
2
Autor
Christian Zwer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
25
Katalognummer
V186824
ISBN (eBook)
9783869434285
ISBN (Buch)
9783869434452
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kunst künstler mäzene stiftungen fugger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Zwer (Autor:in), 2008, Kunst, Künstler und Mäzene - Die Stiftungen der Fugger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186824
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum