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MISSIO DEI. Eine missionstheologische Reflexion.

Unter der Berücksichtigung der Diskussion in den letzten 60 Jahren mit eigener Stellungnahme

Titel: MISSIO DEI. Eine missionstheologische Reflexion.

Studienarbeit , 2010 , 44 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Jonathan Schirmer (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff der Missio Dei ist heute eine wichtige Grundlage für die gesamte Missionstheologie. Viele aktuelle missionarische Ansätze und ihre missionstheologischen Begründungen gehen auf das Konzept der Missio Dei und die darum geführten Diskussionen zurück. Dazu gehören z.B. das Prinzip der Inkulturation, die aktuell aufkommende missionale Theologie, das Verhältnis von diakonischem Handeln und Evangelisation wie auch die Fragen nach dem Wesen und Auftrag der Kirche. Zudem hatten die verschiedenen Konezpte der Missio Dei großen Einfluss auf die Entwicklung der ökumenischen Bewegung. Diese Arbeit bietet eine Einführung und Darstellung zu diesem Kernthema der Missionstheologie. Eine kurze Reflexion der verschiedenen Fragestellungen wurde durch den Autor am Ende der Arbeit durchgeführt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ENTWICKLUNG DES BEGRIFFES DER MISSIO DEI AB 1950

2.1 DIE MISSIONSKONFERENZ IN WILLINGEN 1952

2.1.1 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

2.1.2 Unterschiedliche Gruppen und Standpunkte

2.1.3 Die Abschlusserklärung

2.2 AUFKOMMEN UND VERBREITUNG DES BEGRIFFS DER MISSIO DEI

2.2.1 Hartensteins Zusammenfassung der Willinger Abschlusserklärung

2.2.2 Vicedoms Einfluss auf die Verbreitung der Missio Dei

3 INTERPRETATIONSANSÄTZE DES BEGRIFFS DER MISSIO DEI

3.1 GRÜNDE FÜR DIE ENTWICKLUNG UNTERSCHIEDLICHER INTERPRETATIONSMÖGLICHKEITEN

3.2 VERSCHIEDENE DEUTUNGSHINTERGRÜNDE DER MISSIO DEI

3.2.1 Das heilsgeschichtliche Missionsmodell

3.2.2 Das verheißungsgeschichtliche Missionsmodell

4 DISKUSSION DER DIFFERENZEN IN DER INTERPRETATION DER MISSIO DEI

4.1 AUSWIRKUNGEN DER UNTERSCHIEDLICHEN DEUTUNGSHINTERGRÜNDE

4.2 DAS VERSTÄNDNIS VOM REICH GOTTES

4.3 HANDELN GOTTES IN DER WELT

4.4 DIE ROLLE DER KIRCHE IN GOTTES MISSION

4.5 WAHRHEIT IN ANDEREN RELIGIONEN

5 DIE SPALTUNG ZWISCHEN EVANGELIKALER UND ÖKUMENISCHER BEWEGUNG AB 1974

5.1 DIE KRISE UND IHRE GRÜNDE

5.2 AUSWIRKUNGEN AUF DIE EVANGELIKALE BEWEGUNG

5.3 AUSWIRKUNGEN AUF DIE ÖKUMENISCHE BEWEGUNG

6 JÜNGERE ENTWICKLUNGEN DES BEGRIFFS DER MISSIO DEI AB 1980

6.1 EINE NEUE ENTWICKLUNG ZUEINANDER?

6.2 JÜNGERE MISSIONSERKLÄRUNGEN

6.3 MÖGLICHKEIT EINES NEUANSATZES?

7 EIGENE STELLUNGNAHME

7.1 REFLEXION ZUM REICH GOTTES VERSTÄNDNIS

7.2 REFLEXION ZUM HANDELN GOTTES IN DER WELT

7.3 REFLEXION ZUR ROLLE DER KIRCHE IN GOTTES MISSION

7.4 REFLEXION ZUR WAHRHEIT IN DEN ANDEREN RELIGIONEN

7.5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Verständnis des Begriffs der "Missio Dei" seit 1950 kritisch zu reflektieren, die theologischen Spannungen zwischen evangelikalen und ökumenischen Strömungen aufzuarbeiten und eine eigene systematisch-theologische Positionierung zu entwickeln.

  • Historische Entstehung und inhaltliche Auslegung der Missio Dei seit der Konferenz in Willingen 1952.
  • Unterscheidung und Diskussion verschiedener Interpretationsmodelle (heilsgeschichtlich vs. verheißungsgeschichtlich).
  • Analyse der Spaltung der globalen Missionsbewegung ab 1974 und deren Auswirkungen auf die kirchliche Praxis.
  • Theologische Reflexion zur Rolle der Kirche, zum Handeln Gottes in der Welt und zum Umgang mit anderen Religionen.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Unterschiedliche Gruppen und Standpunkte

In Willingen nahmen 181 Delegierte aus etwa 40 ökumenisch orientierten Kirchen teil. Unter ihnen treten nach Günther hauptsächlich drei Gruppen mit ihren Ansätzen der Begründung der Mission hervor:

1. Das heilsgeschichtliche Modell wurde vor allem von den Deutschen und einigen Engländern vertreten. Die Mission Gottes gehört zu Gottes Heilsgeschichte in der Zeit zwischen der Himmelfahrt Christi und seinem Kommen. Bevor der Herr wiederkommt, muss allen Menschen das Evangelium verkündigt werden. Erst dann wird das Ende kommen. Die Zeit der Heilsgeschichte ist dadurch mit der Mission verbunden. Die Kirche ist darin das Missionswerkzeug des Herrn um seinen Heilsplan durchzuführen.

2. Das verheißungsgeschichtliche Modell vertraten hauptsächlich die Holländer. Sie sahen die Zeit nach dem Kommen Christi nicht nur als Zwischenzeit, denn schließlich hat mit dem Kommen Jesu die neue Zeit, der neue "Äon", bereits begonnen. Der gegenwärtige Herr Jesus ist selber Herrscher und König seines Reiches. Er ist auch der Inhalt der Heilsbotschaft nach Mt. 12,28 und diese Heilsbotschaft gilt der gesamten Welt. Dabei ist die Kirche Gottes Werkzeug um die Gegenwart dieses Reiches zu bezeugen und den Frieden Gottes, den Schalom aufzurichten.

3. Unter nordamerikanischer Vorarbeit wurde ein trinitarisches Missionsmodell entfaltet. Gottes Handeln geschieht gleichzeitig in der Welt und in der Kirche. Zur Begründung, wurde auf die Trinitätslehre zurückgegriffen. Die Mission der Kirche ist somit als von Gott selbst ausgehend zu betrachten. Er ist der Schöpfer, Lebensspender, Retter und Bewahrer der Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung der Missio Dei für die moderne Missionstheologie und deren Herausforderungen als Containerbegriff.

2 ENTWICKLUNG DES BEGRIFFES DER MISSIO DEI AB 1950: Analyse der Willinger Konferenz von 1952 und der Etablierung des Begriffs durch Theologen wie Hartenstein und Vicedom.

3 INTERPRETATIONSANSÄTZE DES BEGRIFFS DER MISSIO DEI: Darstellung der Entwicklung unterschiedlicher Auslegungsweisen, insbesondere heils- und verheißungsgeschichtlicher Modelle.

4 DISKUSSION DER DIFFERENZEN IN DER INTERPRETATION DER MISSIO DEI: Erörterung der Auswirkungen verschiedener Deutungen auf das Reich-Gottes-Verständnis, Gottes Handeln und die Stellung der Kirche.

5 DIE SPALTUNG ZWISCHEN EVANGELIKALER UND ÖKUMENISCHER BEWEGUNG AB 1974: Untersuchung der Krisengründe und der resultierenden Polarisierung zwischen ökumenischen und evangelikalen Lagern.

6 JÜNGERE ENTWICKLUNGEN DES BEGRIFFS DER MISSIO DEI AB 1980: Aufarbeitung der Versuche einer Neupositionierung und der Rolle jüngerer Missionserklärungen.

7 EIGENE STELLUNGNAHME: Kritische Reflexion und persönliche Bewertung der zentralen Themen der Arbeit mit einem Fazit zur notwendigen Horizonterweiterung.

Schlüsselwörter

Missio Dei, Missionstheologie, Willingen 1952, Reich Gottes, heilsgeschichtlich, verheißungsgeschichtlich, ökumenische Bewegung, evangelikale Bewegung, Lausanne, Trinität, Sendung, Ekklesiologie, Schalom, Gottes Handeln, interreligiöser Dialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die missionstheologische Bedeutung und Entwicklung des Begriffs der "Missio Dei" seit 1950 sowie dessen Einfluss auf die Spaltung und spätere Diskussionen zwischen ökumenischen und evangelikalen Kirchen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Konferenz von Willingen 1952, der Gegensatz zwischen heilsgeschichtlichen und verheißungsgeschichtlichen Missionsverständnissen sowie die Frage nach der Rolle der Kirche und dem Reich Gottes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Verständnis der Missio Dei zu reflektieren, die theologischen Differenzen bei der Interpretation des Begriffs aufzuzeigen und eine eigene, biblisch fundierte Stellungnahme zu den kontroversen Punkten zu beziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische Analyse, bei der historische Dokumente (Konferenzerklärungen) und die Schriften relevanter Missionstheologen gegenübergestellt und kritisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die Entwicklung der Missio Dei, die verschiedenen Interpretationsmodelle, die Polarisierung zwischen Evangelikalen und Ökumenikern sowie die jüngeren Versuche einer theologischen Neupositionierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Missio Dei, Missionstheologie, heilsgeschichtliches Modell, ökumenische Bewegung, evangelikale Bewegung, Trinität und die Rolle der Kirche.

Wie bewertet der Autor das "verheißungsgeschichtliche Modell"?

Der Autor steht diesem Modell kritisch gegenüber, insbesondere hinsichtlich des "präsentischen" Reich-Gottes-Verständnisses, da er die eschatologische Dimension und die Notwendigkeit der Umkehr in das Reich Gottes betont.

Welche Bedeutung misst der Autor der Trinitätslehre für die Mission bei?

Der Autor befürwortet die trinitarische Fokussierung, da sie die Mission in Gott selbst verankert und die Abhängigkeit der Kirche von Gottes Sendung unterstreicht, lehnt jedoch eine rein spekulative Ableitung ohne Christusbezug ab.

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten  - nach oben

Details

Titel
MISSIO DEI. Eine missionstheologische Reflexion.
Untertitel
Unter der Berücksichtigung der Diskussion in den letzten 60 Jahren mit eigener Stellungnahme
Hochschule
Theologisches Seminar Elstal
Note
1,8
Autor
Jonathan Schirmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
44
Katalognummer
V186846
ISBN (eBook)
9783656099451
ISBN (Buch)
9783656099628
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Missiologie Missionstheologie Ökumene Vicedom Missio Dei Willingen Missionserklärungen Lausanner Bewegung Missional Missionarische Ekklesiologie Theologie Systematische Theologie Missionsmodelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonathan Schirmer (Autor:in), 2010, MISSIO DEI. Eine missionstheologische Reflexion., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186846
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Leseprobe aus  44  Seiten
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