Inhalt
I. Allgemeines zu Hattuscha 3
II. Die Entdeckung und Ausgrabung von Hattuscha/Bogazköy - ein kurzer Überblick 3
III. Ein Blick auf die neueren Projekte 5
A. Büyükkaya (1993-1998) 5
B. Silokomplex in der Unterstadt (1999-2000) 5
C. Südteiche (2000-2001) 6
D. Westliche Oberstadt (2001-2009) 7
E. Rekonstruktion eines Teilabschnitts der hethitischen Stadtmauer (2003-2005) 9
F. Stadtsurvey Hattusa (seit 2007) 10
G. Grabung Çamlibel Tarlasi (2007-2008) 10
IV. Hattuscha heute 11
V. Rückforderung der "Sphinx von Hattuscha" 11
VI. Abbildungen mit Abbildungskatalog 13
VII. Literatur 17
Inhaltsverzeichnis
I. Allgemeines zu Hattuscha
II. Die Entdeckung und Ausgrabung von Hattuscha/Bogazköy - ein kurzer Überblick
III. Ein Blick auf die neueren Projekte
A. Büyükkaya (1993-1998)
B. Silokomplex in der Unterstadt (1999-2000)
C. Südteiche (2000-2001)
D. Westliche Oberstadt (2001-2009)
E. Rekonstruktion eines Teilabschnitts der hethitischen Stadtmauer (2003-2005)
F. Stadtsurvey Hattusa (seit 2007)
G. Grabung Çamlibel Tarlasi (2007-2008)
IV. Hattuscha heute
V. Rückforderung der "Sphinx von Hattuscha"
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit bietet einen komprimierten historischen und archäologischen Überblick über die Entdeckung, Erforschung und die modernen Grabungsprojekte der hethitischen Hauptstadt Hattuscha. Ziel ist es, die wissenschaftliche Erschließung des Areals von den ersten Vermutungen im 19. Jahrhundert bis zu aktuellen Projekten und der musealen Aufarbeitung nachzuzeichnen.
- Historische Entdeckungsgeschichte durch europäische Reisende und Forscher
- Systematische archäologische Untersuchungen ab dem 20. Jahrhundert
- Detailanalysen spezifischer Grabungskomplexe (Silokomplex, Oberstadt, Stadtmauer)
- Bedeutung der hethitischen Hauptstadt für das Verständnis der antiken Welt
- Aktueller Umgang mit archäologischem Kulturgut und Rückforderungsansprüche
Auszug aus dem Buch
II. Die Entdeckung und Ausgrabung von Hattuscha/Bogazköy - ein kurzer Überblick
Der französische Archäologe und Architekt Charles Texier entdeckte am 28. Juli 1834 bei dem Dorf Bogazköy Ruinen, die er für die von Herodot beschriebene Stadt Pteria hielt, sowie das Felsheiligtum von Yazilikaya. Er zeichnete einen Stadtplan, einige der Ruinen und die Reliefs von Yazilikaya.
In den folgenden Jahren wurden immer wieder Zeichnungen der Ruinen von verschiedenen Wissenschaftlern angefertigt, nach wie vor unter der Annahme, hier die Stadt Pteria vor sich zu haben.
1882 nahm der deutsche Architekt und Archäologe Carl Humann einen topographischen Plan der Stadt (Abb. 1) auf und ließ die Reliefs in Yazilikaya in Gips abgießen.
Am Anfang des 20. Jh. fingen dann die systematischen Untersuchungen der Ruinen an: Der deutsche Archäologe und Sprachwissenschaftler Hugo Winckler und Theodor Makridi, Kurator des Archäologischen Museums in Istanbul, führen im Auftrag des Museums Grabungen durch. Bei diesen Ausgrabungen wurden über 2500 Keilschrifttafelfragmente werden geborgen, anhand derer dem tschechischen Sprachwissenschaftler Bedrich Hrozný 1915 die Entschlüsselung der hethitischen Sprache gelang. Die Möglichkeit, die Tafeln lesen und verstehen zu können, offenbarte den Wissenschaftlern eine Sensation: Bei den Ruinen handelte es sich nicht, wie bisher angenommen um das Pteria des Herodot, sondern um die Hauptstadt des Hethiter-Reiches, um Hattuscha.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Allgemeines zu Hattuscha: Das Kapitel verortet Hattuscha geographisch im anatolischen Hochland und definiert seine historische Rolle als Hauptstadt des Hethitischen Reiches von ca. 1650 bis 1200 v. Chr.
II. Die Entdeckung und Ausgrabung von Hattuscha/Bogazköy - ein kurzer Überblick: Dieser Abschnitt beschreibt die forschungsgeschichtliche Entwicklung von der ersten Entdeckung durch Charles Texier über die topographische Erfassung durch Carl Humann bis hin zur Identifizierung der Ruinen als Hattuscha durch die Keilschriftfunde von Hugo Winckler.
III. Ein Blick auf die neueren Projekte: Hier werden diverse spezifische Grabungsschwerpunkte der letzten Jahrzehnte detailliert, darunter der Silokomplex, die Befestigungen auf dem Büyükkaya, die Ausgrabungen in der westlichen Oberstadt und archäologische Experimente an der Stadtmauer.
IV. Hattuscha heute: Das Kapitel thematisiert den aktuellen Status des Geländes als historischer Nationalpark und archäologisches Freilichtmuseum.
V. Rückforderung der "Sphinx von Hattuscha": Dieser Abschnitt schildert den diplomatischen und kulturpolitischen Prozess um die Rückgabe einer 1907 nach Berlin verbrachten Sphinx-Skulptur an die Türkei.
Schlüsselwörter
Hattuscha, Hethiter, Archäologie, Bogazköy, Ausgrabungen, Keilschrifttafeln, Bedrich Hrozný, Stadtmauer, Büyükkaya, Silokomplex, Sphinx, Kulturgut, Anatolien, Hugo Winckler, Grabungsgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Entdeckungs- und Grabungsgeschichte der antiken Stadt Hattuscha, der ehemaligen Hauptstadt des Hethitischen Reiches, und beleuchtet sowohl historische als auch neuzeitliche archäologische Projekte.
Was sind die zentralen Themenfelder des Textes?
Zu den Schwerpunkten zählen die Forschungsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, die Entschlüsselung der hethitischen Sprache, spezifische Grabungsprojekte in der Unter- und Oberstadt sowie der Umgang mit archäologischem Erbe.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?
Das Ziel ist eine systematische Zusammenfassung der archäologischen Erforschung Hattuschas, um dem Leser einen kompakten Überblick über die Bedeutung und die wissenschaftlichen Erkenntnisse dieser bedeutenden Ausgrabungsstätte zu geben.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden im Buch behandelt?
Die Arbeit beleuchtet klassische archäologische Grabungsmethoden, geophysikalische Prospektion, topographische Kartierung sowie experimentelle Archäologie, wie sie beispielsweise bei der Rekonstruktion der Stadtmauer angewandt wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Übersicht der Entdeckungsgeschichte und eine detaillierte Auflistung neuerer Projekte wie der Untersuchung des Silokomplexes, der Westlichen Oberstadt und der Grabungen in Çamlibel Tarlasi.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Hattuscha, hethitisches Großreich, archäologische Forschung, Grabungsprojekte und kulturhistorische Identität sind die zentralen Begriffe, die den Inhalt definieren.
Warum war die Entdeckung der Keilschrifttafeln ein Wendepunkt für die Forschung?
Die Entschlüsselung der Tafeln durch Bedrich Hrozný im Jahr 1915 ermöglichte es, die Ruinen zweifelsfrei als Hattuscha, die Hauptstadt des Hethiter-Reiches, zu identifizieren und die bisherige Annahme, es handele sich um das Pteria des Herodot, zu korrigieren.
Welche Rolle spielte das Feuer für die Archäologen bei der Untersuchung des Silokomplexes?
Das Feuer, das einst die Silokammern zerstörte, wirkte als Konservierungsfaktor. Durch die Hitzeeinwirkung wurden Lehmwände gebrannt und Getreidereste verkohlt, was den heutigen Archäologen wertvolle Einblicke in die Bauweise und Nutzung der Anlage ermöglichte.
Was unterscheidet das Grabungsprojekt "Westliche Oberstadt" von früheren Untersuchungen?
Frühere Grabungen fokussierten sich meist auf den zentralen und östlichen Teil, während der westliche Teil lange Zeit als unerforscht galt. Das Projekt ab 2001 schloss diese Lücke durch den Einsatz moderner geophysikalischer Messmethoden.
Wie ist der aktuelle Stand in der Debatte um die Sphinx von Hattuscha?
Die Sphinx, die sich seit 1907 zur Restaurierung in Berlin befand, wurde im Zuge einer Einigung zwischen Deutschland und der Türkei im Jahr 2011 an ihren Herkunftsort zurückgegeben.
- Arbeit zitieren
- Jana Sperling (Autor:in), 2011, Die Grabungsgeschichte von Hattuscha, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186854