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Credo: Ich glaube an Gott

Titel: Credo: Ich glaube an Gott

Referat (Ausarbeitung) , 2011 , 9 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Christoph Stockert (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir leben mittlerweile in einer schnelllebigen und hoch technologisierten Wissensgesellschaft, in der angesichts der erheblichen Menge an unmittelbar verfügbaren Informationen keine wichtigen Fragen des Lebens mehr offen zu sein scheinen, zumal die Wissenschaft in vielerlei Disziplinen ständig Fortschritte verzeichnen kann. Zweifellos ist die Wissenschaft von großer Bedeutung. Allerdings kann auch sie nach wie vor nicht die entscheidenden Fragen des Lebens beantworten oder gar Orientierung und Halt in unserem Leben bieten. In diesem Fall muss an die Stelle des Wissens der Glaube treten. Wie Huber feststellt, sind für viele Menschen religiöse Themen und somit auch der christliche Glaube nach wie vor sehr bedeutsam:

„Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hält die Mehrzahl der Menschen in Europa, auch im deutschen Sprachraum, religiöse Themen für wichtig. Ebenso sind die Menschen mehrheitlich davon überzeugt, dass der christliche Glaube ungebrochen aktuell ist; in wachsendem Maß bejahen sie den Wunsch nach einer religiösen Erziehung, sowie die Bedeutung des Gebets für das persönliche Leben“ (2009: 11).

An Gott zu glauben heißt jedoch, sich an Gott als Schöpfer der Welt als Grund und Ursprung allen Seins zu wenden und für die Gaben der Schöpfung dankbar zu sein. Im Laufe dieser Arbeit sollen zunächst die Grundzüge des christlichen Glaubens skizziert werden. Anschließend erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Frage, was es eigentlich bedeutet, an Gott den Schöpfer zu glauben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Glaube

2.1 Glaube und Zweifel

2.2 Wesensbestimmung des Glaubens

3 Ich glaube an Gott

3.1 Die biblische Sicht der Welt

3.2 Das heutige Bild der Welt

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen des christlichen Glaubens und die Bedeutung des Bekenntnisses "Ich glaube an Gott" in der heutigen, wissenschaftlich geprägten Welt. Dabei soll aufgezeigt werden, wie der Glaube als eine tragfähige Lebensgrundlage dienen kann, ohne in einen Widerspruch zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu geraten.

  • Grundzüge und Definition des christlichen Glaubens
  • Die Spannung zwischen Glauben und Zweifeln
  • Biblische Schöpfungserzählungen und ihre Deutung
  • Das Verhältnis von Schöpfungsglaube und moderner Naturwissenschaft

Auszug aus dem Buch

2.1 Glaube und Zweifel

Wenn man heutzutage mit Menschen über den Glauben spricht, die über keinen Bezug zur Kirche verfügen, wird sehr schnell das „Fremde und befremdliche eines solchen Unterfangens verspüren“ (Ratzinger 2005: 33). Dieses Gefühl verdeutlicht Ratzinger anhand einer bekannten Gleichniserzählung von Søren Kierkegaard über den Clown und das brennende Dorf (vgl. Ratzinger 2005: 33). Nach dieser Erzählung war in einem dänischen Zirkus ein Feuer ausgebrochen, woraufhin der Zirkusdirektor den Clown, der gerade seine Vorstellung beginnen wollte, in ein naheliegendes Dorf schickte, um Hilfe herbei zu holen. Der Clown begab sich unverzüglich in das besagte Dorf und bat die Bewohner um Hilfe bei der Löschung des Feuers. Allerdings hielten die Bewohner die Ausführungen des Clowns lediglich für eine hervorragende Werbemaßnahme und sparten nicht mit Applaus. Die zunehmende Verzweiflung des Clowns steigerte nur das Gelächter der Dorfbewohner bis schließlich das Feuer auch auf das Dorf übergriff und sowohl der Zirkus als auch das Dorf niederbrannten.

Aus dieser Erzählung leitet Ratzinger Folgendes ab:

„Wer den Glauben inmitten von Menschen, die im heutigen Leben und Denken stehen, zu sagen versucht, der kann sich wirklich wie ein Clown vorkommen, oder vielleicht noch eher wie jemand, der, aus einem antiken Sarkophag aufgestiegen, in Tracht und Denken der Antike mitten in unsere heutige Welt eingetreten ist und weder sie verstehen kann noch verstanden wird von ihr“ (2005: 35).

Der Glaube stellt einen Weg dar, der den Zweifel mit einschließt (vgl. Huber 2009: 13). Somit wird der Gläubige nicht nur mit dem Zweifel Anderer an seinem Glauben konfrontiert, sondern auch mit seinem eigenen Zweifel. Allerdings kann sich auch der Ungläubige dem Zweifel nicht entziehen, wie Ratzinger feststellt:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Glaubens in einer hochtechnologisierten Gesellschaft, in der wissenschaftliche Fortschritte zwar Orientierung bieten, jedoch nicht alle existentiellen Fragen beantworten können.

2 Glaube: Dieses Kapitel erläutert, dass der Glaube sich einer rein definitorischen Fassung entzieht und primär als lebenstragende Gewissheit sowie als göttliches Wirken im Menschen verstanden werden muss.

2.1 Glaube und Zweifel: Hier wird anhand der Erzählung des Clowns von Kierkegaard verdeutlicht, dass Glaube und Zweifel keine Gegensätze sind, sondern untrennbar zusammengehören.

2.2 Wesensbestimmung des Glaubens: Dieses Kapitel analysiert das "Credo" als Option, eine Wirklichkeit jenseits des rein Sicht- und Greifbaren zu erschließen.

3 Ich glaube an Gott: Der Fokus liegt hier auf dem Glauben an Gott den Schöpfer als Ursprung allen Seins, verankert im ersten Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses.

3.1 Die biblische Sicht der Welt: Das Kapitel bietet eine Analyse der zwei unterschiedlichen Schöpfungserzählungen (Priesterschrift und Jahwist) im Kontext ihrer Entstehungsgeschichte.

3.2 Das heutige Bild der Welt: Hier wird diskutiert, wie der Schöpfungsglaube mit evolutionären Erkenntnissen vereinbar ist und warum eine wissenschaftliche Deutung der biblischen Texte problematisch ist.

4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert, dass der Glaube eine tragfähige Lebensgrundlage bietet und sich keineswegs mit der Naturwissenschaft ausschließt.

Schlüsselwörter

Glaube, Zweifel, Schöpfungsglaube, Gott, Credo, Naturwissenschaft, Wirklichkeit, Apostolisches Glaubensbekenntnis, Schöpfungserzählung, existentielle Fragen, Orientierung, Theologie, Martin Luther, Sinnsuche, Christentum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des christlichen Glaubens in der modernen Welt und untersucht das Bekenntnis zu Gott als Schöpfer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Definition des Glaubens, die Rolle des Zweifels, die biblischen Schöpfungstexte sowie das Verhältnis von Glauben und moderner Naturwissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Glauben als tragfähige Grundlage für das Leben aufzuzeigen und zu klären, was es bedeutet, an Gott den Schöpfer zu glauben, ohne naturwissenschaftliche Fakten zu ignorieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Analyse theologischer und philosophischer Quellen, um das Wesen des Glaubens begrifflich zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung mit dem Wesen des Glaubens, die Betrachtung des Verhältnisses von Glaube und Zweifel sowie die Exegese der Schöpfungsberichte im Kontext heutiger Weltbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Glaube, Zweifel, Schöpfungsglaube, Gott, Naturwissenschaft, Wirklichkeit und existentieller Sinn.

Wie steht der Autor zur Vereinbarkeit von Evolution und Schöpfungsglaube?

Der Autor argumentiert, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse über die Entstehung des Universums den Glauben an Gott nicht ausschließen, da der Glaube eine Sinn-Ebene bedient, die über rein wissenschaftliche Erklärungen hinausgeht.

Welche Funktion hat die Erzählung vom Clown in der Arbeit?

Sie dient als Gleichnis, um die Befremdung zu verdeutlichen, die das Glaubenszeugnis bei Menschen ohne kirchlichen Bezug in einer säkularen, rationalen Welt hervorrufen kann.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Credo: Ich glaube an Gott
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg  (Philosophisch-Theologisches Seminar)
Veranstaltung
Der christliche Glaube in Geschichte und Gegenwart
Note
1,5
Autor
Christoph Stockert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
9
Katalognummer
V186893
ISBN (eBook)
9783656104049
ISBN (Buch)
9783656104315
Sprache
Deutsch
Schlagworte
credo gott
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Stockert (Autor:in), 2011, Credo: Ich glaube an Gott, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186893
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Leseprobe aus  9  Seiten
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