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Die Steingutfabrik Damm und ihre Entwicklung im 19. Jahrhundert

Titel: Die Steingutfabrik Damm und ihre Entwicklung im 19. Jahrhundert

Facharbeit (Schule) , 2010 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Alex Elisabeth Eigenseer (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Gründung einer Steingutfabrik in Damm bei Aschaffenburg im Mai 1827 bedeutete zu dieser Zeit die Errichtung eines Betriebes, der in ganz Unterfranken bisher nicht vertreten war. Wo zunächst nur Gebrauchsgeschirre wie Teller, Tassen, oder Krüge produziert wurden, entstanden zur Blütezeit in den Jahren 1840-1860 sogar eigene Figurenformen, die der Fabrik das Ansehen einer eigenständigen Manufaktur verliehen. Dieses erstreckte sich über den regionalen Bereich hinaus. Die Erzeugnisse der Steingutfabrik Damm konnten auf Ausstellungen in Paris, Würzburg, Wien und auch München bewundert werden, wo die Geschirre der dortigen Ausstellung im Jahre 1835 folgendermaßen beurteilt wurden:
„Diese leichtgeformten und gut gebrannten Geschirre von weißem und bedrucktem Gute empfehlen sich ebenso durch ihr äußeres gefälliges Aussehen als durch die Billigkeit der Preise. Der farbige Ueberdruck ist vollendet zu nennen und wird von keiner Fabrik des Auslandes übertroffen.“
Bei Sammlern beliebt und von Autoren zeitgenössischer Schriften gelobt erfreute sich die Steingutfabrik Damm eines sehr guten Rufes und war somit überregional hoch angesehen und auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein bedeutendes Unternehmen des 19. Jahrhunderts.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Stellenwert der Steingutfabrik Damm und ihrer Erzeugnisse im 19. Jahrhundert

2. Die Steingutfabrik Damm und ihre Entwicklung im 19. Jahrhundert

2. 1 Vorgeschichte

2. 1. 1 Importverringerung und Kostensenkung

2. 1. 2 Gründungsversuch des Dr. Czihak

2. 2 Gründungsgeschichte

2. 2. 1 Die Steingutfabrik des Professor Anselm Strauß

2. 2. 2 Der Streit zwischen Strauß und Müller

2. 3 Aufwertung der Steingutfabrik Damm

2. 3. 1 Privilegium

2. 3. 2 Erwerb der Höchster Figurenformen

2. 4 Wichtige Persönlichkeiten

2. 4. 1 Daniel Ernst Müller

2. 4. 2 Jakob Heinrich von Hefner

2. 5 Niedergang der Steingutfabrik Damm

2. 5. 1 Unter Caspar Marzell

2. 5. 2 Unter Heinrich Dahlem und Ignaz Fertig

3. Stellenwert der Steingutfabrik Damm und ihrer Erzeugnisse im 20. Jahrhundert und heute

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Steingutfabrik Damm im 19. Jahrhundert, beleuchtet ihre wirtschaftliche sowie künstlerische Blütezeit und analysiert die Gründe für ihren späteren Niedergang sowie ihre Bedeutung für die Region.

  • Ursprung und Gründungsphase der Steingutfabrik
  • Einfluss bedeutender Persönlichkeiten wie Daniel Ernst Müller
  • Bedeutung technologischer Innovationen und Privilegien
  • Integration der Höchster Figurenformen in die Dämmer Produktion
  • Wirtschaftlicher Aufstieg und späterer Verfall der Fabrik

Auszug aus dem Buch

2. 3. 2 Erwerb der Höchster Figurenformen

Im Jahre 1840, als die Steingutfabrik Damm an ihrem wirtschaftlichen Höhepunkt angekommen war, erfolgte der Ankauf der Figurenformen der ehemaligen Porzellanmanufaktur in Höchst am Main durch den Fabrikleiter Daniel Ernst Müller.

Aus den Formen, die ursprünglich für die Herstellung von Porzellan bestimmt waren, fertigte man nun in Damm Steingut von höchster Qualität an. Etwa 400 Figuren - es handelte sich hierbei meist um die Darstellung von Kindern - entstanden auf diese Weise, zusätzlich noch eigene Dämmer Kreationen, die zur eindeutigen Erkennung mit einem „D“ markiert wurden. Die Tatsache, dass in Damm Steingut nach den Formen der Höchster Porzellanfiguren hergestellt wurde, ist in der Hinsicht beachtlich, dass sich in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts nun auch die breite Schicht der Arbeiter statt nur dem Adel an der Kunst erfreuen konnte, welche verhältnismäßig preiswert war. Außerdem erlangte die Steingutfabrik Damm durch die Ausformung der Höchster Figurenformen ihre besondere kunstgeschichtliche Bedeutung.

Die Dämmer Nachbildungen wiesen oft kleine Unterschiede im Vergleich zu den Höchster Porzellanfiguren auf. Wie zum Beispiel beim „Bekränzten Schläfer“, wo ein ursprünglich beim Höchster Porzellan vorhandener Kranz in der Hand des Mädchens fehlt, waren diese Unterschiede darauf zurückzuführen, dass der entsprechende Teil, in diesem Fall der Kranz, beim Transport der Höchster Figurenformen nach Damm verloren ging. Weiterhin erhielten die Figuren in Damm zum Teil sehr kräftige Farben, die den eigenen Stil der Steingutfabrik Damm repräsentierten. Ein Beispiel hierfür ist der „Knabe mit Schlitten“ mit seiner rosafarbenen Weste, die im Kontrast zu der grünen Hose steht.

Genau diese Eigenheiten der Steingutfiguren aus Damm bewirkten, dass sie bei Sammlern ebenso beliebt wurden wie die entsprechenden Höchster Porzellanerzeugnisse.

Doch wirkte sich der Erwerb der Höchster Figurenformen nicht nur positiv auf die Entwicklung der Steingutfabrik Damm aus; schließlich lebte die Tradition der Höchster Porzellanmanufaktur in den figürlichen Erzeugnissen der Steingutfabrik Damm weiter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Stellenwert der Steingutfabrik Damm und ihrer Erzeugnisse im 19. Jahrhundert: Einführung in die Bedeutung und den Erfolg der Fabrik als bedeutendes Unternehmen der Region.

2. Die Steingutfabrik Damm und ihre Entwicklung im 19. Jahrhundert: Detaillierte Betrachtung der Vorgeschichte, der Gründungsjahre, der Aufstiegsphase durch Privilegien und Zukäufe sowie des schlussendlichen Niedergangs.

3. Stellenwert der Steingutfabrik Damm und ihrer Erzeugnisse im 20. Jahrhundert und heute: Reflexion über die historische Erinnerungskultur an das Erbe der Fabrik und ihren heutigen Stellenwert.

Schlüsselwörter

Steingutfabrik Damm, 19. Jahrhundert, Daniel Ernst Müller, Aschaffenburg, Steingut, Höchster Porzellanmanufaktur, Figurenformen, Industriegeschichte, Unterfranken, Keramik, Wirtschaftsgeschichte, Kunstanstalt, St. Antoniusbruderschaft, Jakob Heinrich von Hefner, Tradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung, dem wirtschaftlichen Aufstieg, der künstlerischen Bedeutung und dem späteren Niedergang der Steingutfabrik Damm im Aschaffenburger Raum während des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die frühindustrielle Fertigung von Steingut, die unternehmerischen Strategien, die soziale Verantwortung des Inhabers Daniel Ernst Müller sowie die künstlerische Adaptation von Porzellanmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die historische Relevanz der Dämmer Steingutfabrik aufzuzeigen und zu analysieren, wie durch Innovation und Qualität ein überregional bekanntes Unternehmen entstehen und später wieder vergehen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Seminararbeit stützt sich primär auf eine historische Quellenanalyse unter Einbeziehung zeitgenössischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur zur Regionalgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die Vorgeschichte, die Gründungsgeschichte, die Maßnahmen zur Aufwertung (Privilegien und Ankauf von Formen) sowie die Auswirkungen verschiedener Fabrikleitungen auf das Schicksal des Unternehmens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dämmer Steingut, industrielle Entwicklung, kunstgeschichtliche Bedeutung, regionale Wirtschaftsgeschichte und die Rolle von Unternehmerpersönlichkeiten.

Welchen Einfluss hatte Daniel Ernst Müller auf die Fabrik?

Er gilt als treibende Kraft, der neben einer qualitativen Steigerung der Produktion durch soziale Stiftungen für seine Arbeiter auch eine gesellschaftliche Komponente in die Fabrikleitung einbrachte.

Warum spielt die Höchster Porzellanmanufaktur eine Rolle?

Durch den Erwerb der alten Formen dieser Manufaktur im Jahr 1840 konnte die Steingutfabrik Damm hochwertige Figuren produzieren, die dem Unternehmen zu einem besonderen künstlerischen Ansehen und großer Beliebtheit bei Sammlern verhalfen.

Was führte letztlich zum Niedergang der Fabrik?

Der Niedergang war das Resultat nachlässiger Fabrikleitung, fehlender Fachkenntnisse der Nachfolger von Müller sowie wirtschaftlicher Belastungen durch politische Konflikte wie die Kriege von 1866 und 1870/1871.

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Details

Titel
Die Steingutfabrik Damm und ihre Entwicklung im 19. Jahrhundert
Note
1
Autor
Alex Elisabeth Eigenseer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V186919
ISBN (eBook)
9783656101727
ISBN (Buch)
9783656101987
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte Steingutfabrik Steingut
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alex Elisabeth Eigenseer (Autor:in), 2010, Die Steingutfabrik Damm und ihre Entwicklung im 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186919
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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