Betrachtet man die Kultur des Menschen unter diversen kulturellen Blickwinkeln und vom Standpunkt diverser Wissenschaften, so ergibt sich ein ganzheitliches Bild derselben. Diese Ganzheitlichkeit führt zu einer Dimension kultureller Erkenntnis, die das state-of-the-art interkulturelle Paradigma transzendiert und effektiv integriert.
Inhaltsverzeichnis
A. Das religiöse Bewusstsein als einheitsstiftendes Agens der Menschheit
1. Menschliche Defizite hinsichtlich der komplementären Erkenntnis der Einheit und der Diversität:
Auf der individuellen Ebene
Auf der kollektiven Ebene
2. Grundlagen und Weg der Einheit
B. Erkenntnistheoretische Grundlagen eines integrativen Bewusstseins. EINE REVISION DER INTERKULTURELLEN PRAXIS IM LICHTE WELTWEITER MANAGEMENTERFORDERNIS
1. Der Stand der interkulturellen Kunst und Wissenschaft:
Von der menschlichen Bedingtheit bei der Erforschung kultureller Bedingtheit
2. Die Weiterentwicklung der interkulturellen Kunst und Wissenschaft: Quellen, Modelle und die Erlangung vollkommener Kulturerkenntnis
3. Intercultural Practice: A Synopsis of Inter-/Transcultural Management Instruments
C. Vom Gebrauch der Religion als göttliche Heilung und Heiligung des Menschen und der Schöpfung
1. DER PRIMAT GOTTES
2. DIE BIOLOGISCHE, DIE PSYCHOLOGISCHE UND DIE GEISTIGE NATUR GANZHEITLICHER MENSCHLICHER KULTUR
3. SUMMUM UNUM & THE DIVERSITY OF LIFE
4. DIE REVOLUTION DER NÄCHSTENLIEBE ALS MANAGEMENT DER GLOBALEN KRISE
5. GLOBAL CULTURE SYSTEMS ANALYSIS: SUSTAINABILITY AND ACCOUNTABILITY
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein ganzheitliches Verständnis von Kultur und interkulturellem Management zu entwickeln, das über rein mechanistische Ansätze hinausgeht. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch die Einbeziehung transkultureller Dimensionen und einer spirituell fundierten, integrativen Perspektive eine nachhaltige Lösung für globale kulturelle Herausforderungen und Konflikte erzielt werden kann.
- Die Überwindung dualistischer und rein rationaler Kulturverständnisse durch ein integratives, transkulturelles Bewusstsein.
- Die Bedeutung der Einheit der Schöpfung als Basis für ein effektives Diversitätsmanagement.
- Die Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere aus der Quantenphysik und Neurophysiologie, mit spirituellen Traditionen.
- Die Entwicklung praktischer Managementinstrumente, wie den "Transcultural Profiler", zur Förderung von Synergie und Innovation.
Auszug aus dem Buch
Der Stand der interkulturellen Kunst und Wissenschaft
Heute, am 10. Oktober 2011 berichten die globalen Medien, dass es infolge einer eskalierten Demonstration koptischer Christen in Kairo zahlreiche Tote gegeben hat. Einige Medien bagatellisieren das mit dem Hinweis, dass koptisch-muslimische Konfrontationen eben eine lavierende Form von Bürgerkrieg seinen, und daher keine größere Bedeutung hätten. Der Geist der Spaltung, so könnte man aus diesem repräsentativen Vorfall für ähnliche weltweite Konflikte schlussfolgern, hat immer noch die Oberhand über den weltweiten Geist der Einheit. Doch die konditionierte Trennung und Spaltung sind, ebenso wie die essentielle, a priori gegebene Einheit, gleichermaßen konstitutive Aspekte des Menschlichen. Es ist eine Frage der Priorisierung und Balancierung komplementärer anthropologischer Realität und somit der Integration von singulärer Diversität in Myriaden vom Formen und Gestalten und ihrer essentiellen Einheit als Mitglieder der Menschheit. Dies ist eine konfliktpräventive, synergetische Erkenntnis.
Betrachten wir in der Folge den Beitrag der interkulturellen Forschung zur Behebung dieses Sachverhalts, um die bestehenden Defizite der interkulturellen Theorie und Praxis im Hinblick auf ein optimiertes globales Management zu ergänzen.
Eine gleichnishafte Anekdote, in der ein Individuum in der Dunkelheit der Nacht, im Schein einer Laterne, nach einem verlorenen Gegenstand sucht, hat symbolischen Charakter für den Status der gegenwärtigen interkulturellen Forschung: Als ein Passant den Suchenden nach dem genaueren Ort, wo er sein Objekt verloren zu haben glaubt, fragt, entgegnet letzterer, dass es wohl etwas weiter weg gewesen sei. Der verwunderte Passant wollte sich nun nach dem Grund dafür erkundigen, warum jener denn nicht eben dort suchte, worauf der Suchende ihm antwortete, dass die Sicht hier im Schein der Laterne eben besser sei.
Zusammenfassung der Kapitel
A. Das religiöse Bewusstsein als einheitsstiftendes Agens der Menschheit: Dieses Kapitel erörtert das religiöse Bewusstsein als fundamentale Basis, um die Einheit der Menschheit jenseits von Diversitätskonflikten zu verstehen und zu fördern.
B. Erkenntnistheoretische Grundlagen eines integrativen Bewusstseins. EINE REVISION DER INTERKULTURELLEN PRAXIS IM LICHTE WELTWEITER MANAGEMENTERFORDERNIS: Hier wird der Bedarf für eine methodische Neuausrichtung des interkulturellen Managements hin zu einer transkulturellen Perspektive begründet.
C. Vom Gebrauch der Religion als göttliche Heilung und Heiligung des Menschen und der Schöpfung: Dieses Kapitel vertieft die Rolle religiöser Prinzipien für ein nachhaltiges, ganzheitliches Management der globalen Krisen und der menschlichen Natur.
Schlüsselwörter
Transkulturelles Management, Einheitsbewusstsein, Diversität, Interkulturelle Praxis, Schöpfungsprinzip, Ganzheitlichkeit, Systemanalyse, Transzendenz, Nächstenliebe, Globale Krise, Komplementarität, Bewusstseinsarchitektur, Nachhaltigkeit, Integration, Ethik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie ein tieferes, integratives Verständnis von Kultur – basierend auf der Einheit der Menschheit und der Schöpfung – zu effektiveren und nachhaltigeren Managementlösungen in einer globalisierten Welt führen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die erkenntnistheoretischen Grundlagen des interkulturellen Managements, die Bedeutung von Religion und Ethik für globale Systeme sowie die Modellierung menschlichen Verhaltens durch transkulturelle Strukturen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, ein erkenntnistheoretisches Fundament für eine transkulturell-integrative Funktion des menschlichen Geistes zu legen, um kulturelle Differenzen nicht als Hindernis, sondern als komplementäre Aspekte einer größeren Einheit zu begreifen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Quantenphysik, Neurophysiologie, Philosophie und Theologie verwendet, um eine ganzheitliche Systemanalyse der menschlichen Kultur zu erstellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Revision der interkulturellen Praxis, die Entwicklung systemanalytischer Modelle wie den "Transcultural Profiler" und die Analyse der biologischen, psychologischen und geistigen Natur des Menschen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Transkulturalität, Einheitsbewusstsein, Integratives Management, Komplementarität und die spirituelle Dimension des menschlichen Handelns.
Wie unterscheidet sich transkulturelles von interkulturellem Management nach Deißler?
Interkulturelles Management betrachtet vor allem die Diversität der Kulturen und deren Unterschiede, während transkulturelles Management eine übergeordnete, einheitliche Bewusstseinsebene anstrebt, die diese Diversität integriert und harmonisiert.
Welche Rolle spielt die Quantenphysik in dieser Arbeit?
Die Quantenphysik dient als metaphorische Grundlage, um das Komplementaritätsprinzip (z.B. Welle-Teilchen-Dualität) auf soziokulturelle Prozesse zu übertragen, um das Verständnis von Einheit und Diversität zu vertiefen.
- Arbeit zitieren
- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Autor:in), 2012, Geist und Kultur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186991