REFERAT: In dieser Abschlussarbeit wird zum Thema Sportsponsoring ein Vergleich zwischen dem Profisport und dem Amateursport hergestellt. Es wird eine Bestandsanalyse mit Hilfe aktueller Literatur zur deutschen Fußballbundesliga erhoben. Exemplarisch für den Amateursport wird am Beispiel der Sportart Finswimming die Situation für Randsportarten in Deutschland und deren Chancen und Reserven für Sponsoringengagements dargelegt. In einer empirischen Erhebung werden Expertenmeinungen zur Untersuchung hinzugezogen und aus den gewonnen Informationen werden Handlungsempfehlungen für Amateur- und Randsportarten gegeben.
Von der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen zu werden ist das Bestreben vieler deutscher Sportfachverbände von Amateur- und Randsportarten. Die Sportverantwortlichen orientieren sich dabei an den häufig im Fernsehen gezeigten Sportarten, wie z.B. der Fußball, der Skisport oder das Boxen, die aufgrund ihrer ständigen Medienpräsenz und großen Popularität vermeintlich kaum Probleme haben, Unternehmen als Sponsoren und Förderer zu gewinnen. Die Verantwortlichen aus Randsportarten versuchen häufig vergebens, mit einfachen Mitteln Unterstützung aus der Privatwirtschaft zu erhalten. Oft ist die vermeintlich fehlende Attraktivität der Sportart oder auch die mangelnde Präsenz der Sportart in den Medien - vorrangig im Fernsehen - die Ursache dafür. Die Betrachtungen hinsichtlich des fehlenden medialen Interesses an Randsportarten aus sportökonomischer (Hafkemeyer, 2003) bzw. aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht-weise (u.a. Schellhaß, 2004 und Scharf, 2007) sind nur zwei von vielen Aspekten.
In der vorliegenden Arbeit wird die Perspektive auf die Thematik abermals verändert. Es wird aus der Sicht der Sportart geschrieben. Folgende Fragen werden beantwortet:
Welches Potential besitzt eine Randsportart für Sponsoren, welches sie von anderen populäreren Sportarten unterscheidet?
Welche Medien eignen sich neben dem klassischen Fernsehen für die Berichterstattung?
Das traditionelle Fernsehen ist in der heutigen Zeit nicht mehr das primäre Medium, um Sportinformationen zu erhalten. Anhand der Sportart Finswimming soll kritisch untersucht werden, wie eine Randsportart die neuen Möglichkeiten zur Öffentlichkeitswahrnehmung bspw. durch das Internet effektiver nutzen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Die Zielstellung der Arbeit
1.3 Die Vorgehensweise
1.4 Fragestellungen und Hypothesen
2 Grundlagen des Sponsoring
2.1 Definition und Abgrenzung
2.2 Die Ziele des (Sport-)Sponsoring
2.2.1 Die Ziele aus der Sicht der Unternehmen
2.2.2 Die Ziele aus der Sicht der Gesponserten
2.3 Sportsponsoring als wirkungsvolles Instrument der Unternehmenskommunikation
2.4 Die Entwicklung des Sportsponsoring in Deutschland
2.5 Formen des Sportlersponsoring
3 Die Rahmenbedingungen im Profisport am Beispiel der Fußballbundesliga
3.1 Die Besonderheiten für ein Sponsorship in der Fußballbundesliga
3.2 Kooperationen als Besonderheit des Sponsoring im Fußball
3.2.1 Customer Relationship Management (CRM)
3.2.2 Strategische Allianzen
3.3 Der Einfluss der Medien auf Sponsorships in der Fußballbundesliga
3.4 Die Besonderheit der Stadionvermarktung
3.5 Die Stadionvermarktung in der Fußballbundesliga
4 Der Amateur- und Breitensport in Deutschland
4.1 Definition und Abgrenzung des Amateursports in Deutschland
4.2 Die Rahmenbedingungen in Deutschland
4.2.1 Chancen für den Amateur- und Breitensport in Deutschland
4.2.2 Die Amateur- und Leistungssportförderung in Deutschland
4.2.3 Der Einfluss der Medien auf den Sport und dessen Entwicklung
4.2.4 Der Einfluss der Medien auf Amateur- und Randsportarten
4.2.4.1 Das Internetfernsehen: Die Chance für Randsportarten?
4.2.4.2 Kriterien für eine erfolgreiche TV-Vermarktung einer Sportart
4.3 Die Besonderheiten für ein Sponsoringengagement im Amateursport anhand ausgewählter Sportarten
4.3.1 Praxisbeispiel: Robert Gess (Judo)
4.3.2 Praxisbeispiel: Stefan Feck (Wasserspringen)
4.4 Die grundlegenden Charakteristika im Trainings- und Wettkampfsystem im Finswimming
4.4.1 Die materialtechnischen Geräte im Finswimming
4.4.2 Merkmale zur Bewegungsausführung
4.4.3 Das Wettkampfsystem im Finswimming
4.5 Die Mitgliederentwicklung im Finswimming
4.5.1 Nationale und internationale Erfolge im Finswimming
4.5.2 Chancen für Unternehmen, sich im Finswimming als Sponsoren zu engagieren am Beispiel des SC DHfK Leipzigs
4.6 Der Verband Deutscher Sporttaucher und seine Aufgaben
4.6.1 Der VDST und dessen Bedeutung für Sponsoringengagements im Finswimming
4.6.2 Die Förderung der deutschen Finswimmingathleten
5 Das Untersuchungsdesign und die methodische Vorgehensweise
5.1 Wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Finswimming
5.2 Die Erhebungsmethodik
5.2.1 Die Expertenbefragung
5.2.1.1 Forschungsleitende Fragen
5.2.1.2 Gütekriterien
5.2.1.2.1 Objektivität
5.2.1.2.2 Reliabilität
5.2.1.2.3 Validität
5.2.1.3 Der Untersuchungssteckbrief
5.2.1.4 Das Fragebogendesign
5.2.1.5 Die Auswahl der Experten
6 Rahmenbedingungen des Sponsoring im Finswimming – Darstellung und Interpretation der Expertenbefragung
6.1 Finswimming in Deutschland aus der Sicht von Experten
6.1.1 Demografischer Fragenkomplex
6.1.2 Zur Situation der Finswimmingvereine in Deutschland
6.1.3 Erfahrungen mit dem Sponsoring im Finswimming
6.1.4 Vereinsarbeit und Professionalisierung im deutschen Finswimmingsport
6.2 Ergebniswertung
6.3 Methodenkritik
6.4 Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
6.4.1 Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn
6.4.2 Handlungsempfehlungen für die Praxis
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht und vergleicht die Sponsoring-Rahmenbedingungen im deutschen Profisport, exemplarisch dargestellt durch die Fußballbundesliga, und im Amateursport, insbesondere am Beispiel der Randsportart Finswimming. Ziel ist es, unter kritischer Betrachtung der Voraussetzungen und Herausforderungen beider Bereiche, Lösungsansätze und Handlungsoptionen für eine effizientere Sponsoring-Akquise und Vermarktung im Amateursport-Bereich zu entwickeln.
- Vergleich der Vermarktungsstrukturen zwischen Profisport (Fußball) und Amateursport (Finswimming).
- Analyse von Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für Sponsoring-Engagements.
- Untersuchung der Bedeutung von Medienpräsenz und Image für Randsportarten.
- Methodische Expertenbefragung zur Situation in deutschen Finswimmingvereinen.
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Professionalisierung und Ressourcenoptimierung.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Von der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen zu werden ist das Bestreben vieler deutscher Sportfachverbände von Amateur- und Randsportarten. Die Sportverantwortlichen orientieren sich dabei an den häufig im Fernsehen gezeigten Sportarten, wie z.B. Fußball, Skisport oder Boxen, die aufgrund ihrer ständigen Medienpräsenz und großen Popularität vermeintlich kaum Probleme haben, Unternehmen als Sponsoren und Förderer zu gewinnen. Die Verantwortlichen aus Randsportarten versuchen häufig vergebens, mit einfachen Mitteln Unterstützung aus der Privatwirtschaft zu erhalten. Oft ist die vermeintlich fehlende Attraktivität der Sportart oder auch die mangelnde Präsenz der Sportart in den Medien - vorrangig im Fernsehen - die Ursache dafür. Die Betrachtungen hinsichtlich des fehlenden medialen Interesses an Randsportarten aus sportökonomischer (Hafkemeyer, 2003) bzw. aus kommunikationswissenschaftlicher Sichtweise (u.a. Schellhaß, 2004 und Scharf, 2007) sind nur zwei von vielen Aspekten. In der vorliegenden Arbeit wird die Perspektive auf die Thematik abermals verändert. Es wird aus der Sicht der Sportart geschrieben. Folgende Fragen werden beantwortet: Welches Potential besitzt eine Randsportart für Sponsoren, welches sie von anderen populäreren Sportarten unterscheidet? Welche Medien eignen sich neben dem klassischen Fernsehen für die Berichterstattung? Das traditionelle Fernsehen ist in der heutigen Zeit nicht mehr das primäre Medium, um Sportinformationen zu erhalten. Anhand der Sportart Finswimming soll kritisch untersucht werden, wie eine Randsportart die neuen Möglichkeiten zur Öffentlichkeitswahrnehmung bspw. durch das Internet effektiver nutzen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Problematik der mangelnden Sichtbarkeit von Randsportarten dar und führt in das Forschungsziel ein, Sponsoring-Potenziale anhand des Finswimming zu analysieren.
2 Grundlagen des Sponsoring: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe des Sponsorings, erläutert dessen Ziele aus Sicht von Unternehmen und Gesponserten und ordnet es als Instrument der Unternehmenskommunikation ein.
3 Die Rahmenbedingungen im Profisport am Beispiel der Fußballbundesliga: Hier wird die Fußballbundesliga als wirtschaftlich erfolgreiche Profiliga analysiert, wobei Besonderheiten wie Stadionvermarktung, strategische Allianzen und mediale Reichweite hervorgehoben werden.
4 Der Amateur- und Breitensport in Deutschland: Dieser Teil beleuchtet die schwierigen Rahmenbedingungen für Amateursportarten, analysiert den Einfluss der Medien und präsentiert Finswimming als Fallbeispiel mit spezifischen Herausforderungen.
5 Das Untersuchungsdesign und die methodische Vorgehensweise: Das Kapitel beschreibt die quantitative Expertenbefragung unter Finswimmingtrainern, die zur Gewinnung neuer Erkenntnisse über Sponsoring-Praktiken eingesetzt wurde.
6 Rahmenbedingungen des Sponsoring im Finswimming – Darstellung und Interpretation der Expertenbefragung: Die Ergebnisse der Expertenbefragung werden ausgewertet, interpretiert und in Bezug auf die Professionalisierung und Sponsoring-Akquise kritisch diskutiert.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit sportpolitischer Strukturänderungen, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Randsportarten zu sichern.
Schlüsselwörter
Sportsponsoring, Amateursport, Randsportarten, Finswimming, Fußballbundesliga, Vermarktung, Medienpräsenz, Expertenbefragung, Sportmarketing, Unternehmenskommunikation, Vereinsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Sportökonomie, Professionalisierung, Sponsorenakquise.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert und vergleicht die Sponsoring-Rahmenbedingungen zwischen dem deutschen Profisport, repräsentiert durch die Fußballbundesliga, und dem Amateursport bzw. Randsportarten am Beispiel des Finswimming.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Sportsponsoring, die ökonomische Vermarktung im Sport, der Einfluss medialer Berichterstattung auf die Wahrnehmung von Sportarten sowie die Herausforderungen des Vereinsmanagements im Amateurbereich.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Unterschiede in den Sponsoring-Voraussetzungen aufzuzeigen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten, wie Randsportarten ihre vorhandenen Ressourcen effektiver für Sponsoring-Engagements nutzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin führt eine quantitative empirische Untersuchung in Form einer Expertenbefragung durch, die durch face-to-face-Interviews und Telefoninterviews ergänzt wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Sponsorings, eine Analyse des Profifußballs, die Untersuchung der spezifischen Situation im deutschen Amateur- und Breitensport sowie eine empirische Bestandsaufnahme und Auswertung der Sponsoring-Praxis im Finswimming.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Sportsponsoring, Randsportarten, Finswimming, Fußballbundesliga, Vermarktung, Medienpräsenz, Expertenbefragung und Vereinsmanagement.
Warum wird Finswimming als Fallbeispiel gewählt?
Finswimming dient als Beispiel für eine in Deutschland international sehr erfolgreiche, aber medial unterrepräsentierte Randsportart, die vor typischen Problemen bei der Sponsorenakquise steht.
Welche Rolle spielt die Professionalisierung für diese Sportarten?
Die Arbeit verdeutlicht, dass die aktuelle ehrenamtliche Struktur oft an ihre Grenzen stößt und eine Professionalisierung des Managements sowie eine strategische Verbandsarbeit essenziell wären, um langfristig finanzielle Unterstützung durch die Privatwirtschaft zu generieren.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für Randsportarten?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass lokale Anstrengungen allein nicht ausreichen und eine übergreifende, professionelle Interessenbündelung sowie verbesserte mediale Vermarktungskonzepte notwendig sind, um auch national wahrgenommen zu werden.
- Quote paper
- Michael Beer (Author), 2011, Rahmenbedingungen, Charakteristika und wirtschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten des Sponsoring im Amateur- und im Profisport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187006