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Anlagestrategien und Behandlung von Planvermögen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtung nach IAS 19

Theoretischer Vergleich mit dem HGB und empirische Analyse der DAX30-, MDAX- und SDAX-Unternehmen

Titel: Anlagestrategien und Behandlung von Planvermögen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtung nach IAS 19

Seminararbeit , 2011 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Lange (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Existenzsicherung im Alter und die Ausgestaltung des Generationenvertrags sind, angefeuert durch die demografischen Entwicklungen, ein beständiges und kontrovers diskutiertes Thema der deutschen Politik. Nicht nur der Großteil der Bevölkerung, sondern auch die Bundesregierung glaubt jedoch mittlerweile, dass die gesetzliche Rentenversicherung zur Sicherung des Lebensstandards im Alter nicht mehr ausreicht. Dabei steigt die Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung in dem Maße, wie das Versorgungsniveau der gesetzlichen Rente langfristig sinkt.
Ziel dieser Arbeit ist es, die bilanziellen Abbildungsmöglichkeiten von Planvermögen darzustellen und die in der Praxis verwendeten Anlageformen des Planvermögens, insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise, zu kritisch zu analysieren.
Zunächst werden dazu die bilanziellen Abbildungspflichten nach IFRS, die Saldierung bei Qualifikation des Kapitalstocks als Planvermögen sowie aktuelle Änderungen in diesem Zusammenhang dargestellt. Anschließend folgt eine Beschreibung der Bilanzierung und Saldierung nach deutschem Handelsrecht und der möglichen Anlageformen des Planvermögens. Im abschließenden empirischen Teil soll danach neben der Höhe und Bedeutung der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens die aktuelle Zusammensetzung des Planvermögens anhand der DAX-Unternehmen untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Planvermögen nach IFRS

2.1 Bilanzansatz von Planvermögen

2.2. Voraussetzungen des qualifizierten Vermögens

2.3. jüngste Änderungen an IAS 19

3. Deckungsvermögen nach HGB

3.1. Bilanzansatz

3.2. Kriterien Deckungsvermögen

3.2.1. Insolvenzfestigkeit

3.2.2. Zweckexklusivität und Verwertbarkeit

4. Anlageformen

5. Empirische Analyse

5.1 Grundgesamtheit

5.2 Umfang und Bedeutung der Pensionsverpflichtungen

5.3. Ausfinanzierung mit Planvermögen

5.4. Anlage des Planvermögens

5.5. Erträge aus Planvermögen

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die bilanziellen Abbildungsmöglichkeiten von Planvermögen nach IFRS und HGB sowie die in der Praxis von deutschen DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen verwendeten Anlageformen vor dem Hintergrund der Finanzkrise.

  • Vergleich der bilanziellen Behandlung von Planvermögen nach IFRS und Deckungsvermögen nach HGB.
  • Analyse der Voraussetzungen für die Qualifikation von Vermögenswerten als Planvermögen.
  • Empirische Untersuchung der Bedeutung und Zusammensetzung von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen.
  • Bewertung des Einflusses der Finanzkrise auf die gewählten Anlagestrategien der Konzerne.

Auszug aus dem Buch

2.2. Voraussetzungen des qualifizierten Vermögens

Vermögenswerte haben zur Eignung als Planvermögen im Sinne qualifizierter Vermögenswerte nach IAS 19.7 verschiedene Anforderungen zu erfüllen. Entscheidend sind hiernach die rechtliche Unabhängigkeit des ausgelagerten Vermögens, die Zweckbindung des Vermögens zur Erfüllung der zugesagten Leistungen an die Arbeitnehmer sowie die Verfügbarkeit auch im Falle der Insolvenz.

Zunächst müssen Vermögenswerte auf einen rechtlich unabhängigen Fonds ausgelagert sein. Dazu ist keine bestimmte Rechtsform vorgegeben, sie muss dem Fonds lediglich rechtliche Souveränität stiften. Eine weiter gehende wirtschaftliche Selbstständigkeit ist indes nicht gefordert. So ist eine konzerneinheitliche Kontrolle des ausgelagerten Planvermögens kein Hindernis bei der Qualifizierung. Selbst eine faktische Kontrolle durch das auslagernde Unternehmen ist nicht schädlich. Dies ermöglicht personenidentische Strukturen zwischen dem Leitungsorgan des auslagernden Unternehmens und dem des Fonds, solange die zweckgebundene Verwendung des Planvermögens satzungsgemäß eingehalten wird.

Das zweite Kriterium zur Qualifizierung als Planvermögen ist die Zweckbindung der Vermögenswerte zur ausschließlichen Erfüllung der Leistungszusagen an die Arbeitnehmer insbesondere im Insolvenzfall. Zur Erfüllung der Leistungszusage hat der Träger des Planvermögens (fonds) dabei wirtschaftlich frei über seine Mittel verfügen zu können, um so seinen satzungsmäßigen Zwecke erfüllen zu können. Diese Konkretisierung dürfte in der Praxis jedoch oftmals nur unzureichend sein. Werden eigene Vermögenswerte des übertragenden Unternehmens wie beispielsweise eigene Aktien bzw. Anleihen oder auch Sachanlagevermögen wie speziellen Produktionsanlagen als Planvermögen qualifiziert, stellt sich schnell die Frage nach Erfüllung der Forderung nach Insolvenzsicherheit. Im Falle einer Insolvenz sind diese Anteile jedoch teilweise wertlos und die Insolvenzsicherheit aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr gegeben. Diese problematische Möglichkeit der engen Korrelation zwischen der Werthaltigkeit des Planvermögens und Insolvenzrisiko des übertragenden Unternehmens ist derzeit in IAS 19 nur ungenügend beschränkt. Es sind lediglich Anhangsangaben über den Fair Value eigener Finanzinstrumente und selbst genutzter, nicht finanzieller Vermögenswerte zu machen, die dem Planvermögen zugerechnet werden. Ein weiter gehendes Verbot besteht indes nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung und Darlegung der Zielsetzung, die bilanzielle Behandlung und Anlagepolitik des Planvermögens zu analysieren.

2. Planvermögen nach IFRS: Erläuterung der Bilanzierungsgrundsätze für Planvermögen nach IAS 19, inklusive Anforderungen an qualifiziertes Vermögen und jüngster Änderungen am Standard.

3. Deckungsvermögen nach HGB: Beschreibung der handelsrechtlichen Saldierungspflichten von Pensionsverpflichtungen mit Deckungsvermögen und der Anforderungen an Insolvenzfestigkeit und Zweckexklusivität.

4. Anlageformen: Vorstellung verschiedener Anlageklassen wie Immobilien, Schuldinstrumente, Rückdeckungsversicherungen und Aktien im Kontext der Risikostruktur von Pensionsplänen.

5. Empirische Analyse: Auswertung der Daten von 128 börsennotierten Unternehmen hinsichtlich Umfang, Ausfinanzierung, Anlagezusammensetzung und Ertragskraft der Planvermögen.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse, die eine konservative und risikoorientierte Anlagepolitik deutscher Unternehmen unterstreicht.

Schlüsselwörter

Planvermögen, Pensionsverpflichtungen, IAS 19, HGB, Deckungsvermögen, Bilanzierung, betriebliche Altersversorgung, Anlagestrategie, DAX, Finanzkrise, Risikomanagement, Ausfinanzierung, Schuldinstrumente, Aktien, Eigenkapitalinstrumente.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die bilanzielle Behandlung und die Anlagestrategien von Planvermögen zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen in börsennotierten deutschen Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Vergleich der Rechnungslegungsstandards IFRS und HGB, die Kriterien für qualifiziertes Vermögen sowie eine empirische Bestandsaufnahme der Anlagepraxis bei DAX-, MDAX- und SDAX-Konzernen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die bilanziellen Möglichkeiten des Planvermögens darzustellen und die in der Praxis gewählten Anlageformen, insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise, kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Vollerhebung der Jahresabschlussdaten von 130 notierten deutschen Unternehmen zum Stichtag 01.10.2011 durchgeführt und durch eine theoretische Analyse der Rechnungslegungsvorschriften ergänzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Abgrenzung der Bilanzierung nach IFRS und HGB, eine Vorstellung gängiger Anlageformen sowie eine detaillierte empirische Analyse zur Struktur und Performance des Planvermögens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Planvermögen, IAS 19, HGB-Deckungsvermögen, betriebliche Altersversorgung, Anlagestrategien und DAX-Konzerne.

Wie unterscheidet sich die Behandlung von Planvermögen nach IFRS und HGB?

Während beide Standards eine Saldierung erlauben, unterscheiden sie sich in Details wie der Anforderung an die rechtliche Unabhängigkeit oder die Zuordenbarkeit betriebsnotwendigen Vermögens zum Deckungsvermögen.

Welchen Einfluss hatte die Finanzkrise auf die Anlagestrategien der Unternehmen?

Der konservative Anlageansatz deutscher Unternehmen, insbesondere der hohe Anteil an Schuldinstrumenten, erwies sich als äußerst widerstandsfähig gegenüber den Verwerfungen an den Aktienmärkten.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anlagestrategien und Behandlung von Planvermögen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtung nach IAS 19
Untertitel
Theoretischer Vergleich mit dem HGB und empirische Analyse der DAX30-, MDAX- und SDAX-Unternehmen
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Empirische Analyse der deutschen IFRS-Anwendung
Note
1,0
Autor
Daniel Lange (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
25
Katalognummer
V187013
ISBN (eBook)
9783656948131
ISBN (Buch)
9783656948148
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anlagestrategie Planvermögen Pensionsverpflichtungen IFRS HGB Deckungsvermögen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Lange (Autor:in), 2011, Anlagestrategien und Behandlung von Planvermögen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtung nach IAS 19, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187013
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Leseprobe aus  25  Seiten
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