Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei einem außerschulischem Lernort um einen Ort des Lernens außerhalb der üblichen Schulgrenzen. Im Sinne des erfahrungsorientierten und entdeckenden Lernens wird hierbei das Klassenzimmer gegen einen bestimmten Lernort ausgetauscht, in dem Primärerfahrungen und originale Begegnungen möglich sind.
Diese Hausarbeit widmet sich inhaltlich der Dreptefarm in Wulfsbüttel, spezieller der an der Farm angrenzenden Froschfarm und ihre Eignung als außerschulischer Lernort für die Grundschule. Zunächst werden Drepte- und Froschfarm in einem knappen Überblick vorgestellt, bevor dann die Froschfarm als außerschulischer Lernort für den Sachunterricht aufbereitet wird.
Um die Einbettung in den Unterricht auf ein theoretisches Fundament zu stellen, werden zuvor Begründung und Definition von außerschulischen Lernorten abgeklärt und anschließend mit der Konzeption der Froschfarm abgeglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Dreptefarm
2.1 Anfahrt
2.2 Kontaktdaten
2.3 allgemeine Informationen
2.3. Ausstattung der Dreptefarm
2.4 Kooperationen
2.4.1 Naturschutzbund Deutschland (NABU)
2.4.2 Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ)
3. Die Froschfarm
3.1 allgemeine Informationen
3.2 Ausmaße der Froschfarm
3.3 Umgebung
3.4 Aufbau des Habitats
4. außerschulische Lernorte
4.1 Begründungen für den Einsatz von außerschulischen Lernorten
4.2 Definition von außerschulischen Lernorten
5. Die Froschfarm als außerschulischer Lernort
5.1 Einordnung in der Rahmenplan
5.2 Vorbereitung
5.3 Exkursion zur Farm
5.4 Nachbereitung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Eignung der Dreptefarm, insbesondere der Froschfarm, als außerschulischer Lernort für den Sachunterricht in der Grundschule, wobei die didaktische Einbettung von der Vor- bis zur Nachbereitung im Vordergrund steht.
- Analyse der Dreptefarm als Standort für schulisches Lernen.
- Theoretische Fundierung des Konzepts außerschulischer Lernorte.
- Einordnung des Themas Amphibien in den Bildungsplan.
- Strukturierung einer Unterrichtseinheit zur Exkursion.
- Bedeutung von Naturschutz und Umweltbildung für Kinder.
Auszug aus dem Buch
4.2 Definition von außerschulischen Lernorten
Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei einem außerschulischem Lernort um einen Ort des Lernens außerhalb der üblichen Schulgrenzen. Im Sinne des erfahrungsorientierten und entdeckenden Lernens wird hierbei das Klassenzimmer gegen einen bestimmten Lernort ausgetauscht, in dem Primärerfahrungen und originale Begegnungen möglich sind. Als originale Begegnungen bezeichnet man ein methodisches Prinzip, bei dem SchülerInnen „in einem möglichst ursprünglichen, fesselnden, gehaltvollen Kontakt gelangen, und zwar so, dass aus einer solchen Begegnung heraus Betroffenheit, Problembewusstsein, Frage- und Infragestellung möglich werden.“
Außerschulischer Lernort kann demnach Alles sein, was inhaltlich und didaktisch zu diesem aufbereitet wird. So wird auch die Ampelanlage gegenüber des Schulgebäudes als Lernort dienen, wenn bspw. thematisch im Unterricht Straßenverkehrsregeln durchgenommen werden.
Außerschulische Lernorte im engerem Sinne sind private oder staatliche getragene Stätten, die speziell zum Zweck der Primärerfahrung Lernorte, meist schon mit didaktischer Aufbereitung, zur Verfügung stellen. Auch hier bietet sich eine Fülle an verschiedenen Lernorten mit unterschiedlichster Ausrichtung, deren Bandbreite vom traditionellem Museum, bis hin zu neuartigen Projekten, wie bspw. der Froschfarm reicht. Ebenfalls der Bildungsplan Sachunterricht verankert das außerschulisches Lernen für den Unterricht an dafür vorgegebenen Standorten, mit folgendem Zitat: „Ausgehend von den individuellen Vorerfahrungen und Vorstellungen der Schülerinnen und SchülerInnen ist das Lernen im Sachunterricht geprägt durch einen Unterricht, der die Selbsttätigkeit der Kinder fördert (...) durch Lernen an außerschulischen Lernorten, (z.B. Erkundungen und Expertenbefragungen vor Ort, Besuch von Museen, Schülerlaboren oder Science Centern).“
Damit der Besuch eines außerschulischen Lernortes nicht einfach zum interessanten oder lustigen Besuch verkommt, der zwei Wochen später wieder vergessen scheint, sondern auch einen Lernprozess bewirkt oder unterstützt, gilt es schulisches Lernen, also die innerschulischen Lerninhalte mit denen des außerschulischen Lernortes zu verquicken, also den Besuch sinnvoll und logisch in seinen Unterricht einzubinden. Ein außerschulischer Lernort kann also nicht vom schulinternen Unterricht abgetrennt betrachtet werden, sondern ist immer ein Teil, ein Element dieses und sollte demnach auch entsprechend integriert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Dreptefarm und deren Froschfarm als potenziellen außerschulischen Lernort für Grundschulen und erläutert das methodische Vorgehen.
2. Die Dreptefarm: Dieses Kapitel stellt die Infrastruktur, die Anfahrt und die Kooperationspartner wie den NABU der Dreptefarm vor.
3. Die Froschfarm: Hier werden die ökologischen Eckdaten, der Habitat-Aufbau und das Schutzkonzept der Froschfarm detailliert beschrieben.
4. außerschulische Lernorte: Das Kapitel bietet eine theoretische Herleitung außerschulischer Lernorte und definiert deren pädagogischen Mehrwert für Primärerfahrungen.
5. Die Froschfarm als außerschulischer Lernort: Der Hauptteil gliedert sich in Rahmenplanoffenheit, Vorbereitung, Exkursion und Nachbereitung einer konkreten Unterrichtseinheit zum Thema Amphibien.
6. Fazit: Das Fazit bewertet die Eignung der Farm als Lernort und betont die Notwendigkeit einer präzisen Vorbereitung für den Lernerfolg.
Schlüsselwörter
Dreptefarm, Froschfarm, außerschulischer Lernort, Sachunterricht, Amphibien, Umwelterziehung, Naturschutz, Grundschule, Primärerfahrung, Biotop, Artenvielfalt, Exkursion, Laubfrosch, NABU, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit?
Die Arbeit untersucht die Eignung der Dreptefarm in Wulsbüttel als außerschulischer Lernort für Grundschüler, mit einem spezifischen Schwerpunkt auf der Froschfarm als Biotop für Amphibien.
Welche Themenfelder werden zentral behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Organisation von außerschulischen Lernorten, der Biologie von Amphibien und der didaktischen Aufbereitung von Exkursionen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Nutzen der Dreptefarm für den Sachunterricht darzustellen und aufzuzeigen, wie ein Besuch durch fundierte Vor- und Nachbereitung zu nachhaltigem Lernen führt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse eines konkreten Projektes zur Umweltbildung, kombiniert mit einer didaktischen Einordnung in den Bildungsplan Sachunterricht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Lokalität, die theoretische Definition außerschulischer Lernorte und die praktische Strukturierung einer Unterrichtseinheit zum Thema Amphibien.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Dreptefarm, Froschfarm, außerschulischer Lernort, Sachunterricht, Amphibien, Umwelterziehung und Naturschutz.
Warum ist gerade das Thema Amphibien für den Sachunterricht relevant?
Amphibien stehen unter Naturschutz und sind in urbanen Räumen selten anzutreffen. Die direkte Begegnung bietet eine Chance für Empathiebildung und tieferes ökologisches Verständnis.
Welche Rolle spielt die Vorbereitung bei der Exkursion?
Die Vorbereitung ist essenziell, um aus einem reinen Ausflug ein strukturiertes Lernerlebnis zu machen, welches das Vorwissen aktiviert und eine gezielte Auseinandersetzung mit dem Habitat ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Marvin Seeger (Autor:in), 2011, Außerschulische Lernorte in der Grundschule - am Beispiel der Dreptefarm bei Bremen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187025