Die Verbindung von Nationalismus und Protestantismus in Deutschland zwischen Aufklärung und den Anfängen der Weimarer Republik


Hausarbeit (Hauptseminar), 2011
51 Seiten, Note: 12

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Verlauf der Arbeit

2 Die Welt im Wandel

3 Die Befreiungskriege
3.1 Do-ut-des Vorstellung
3.2 Der Deutsche Gott

4 Die Märzrevolution
4.1 Die christlich- einheitliche Staatsidee
4.2 Die christlich- germanische Staatsidee
4.3 Die christlich- autoritäre Staatsidee

5 Die Einigungskriege

6 Das Kaiserreich
6.1 Das Judentum

7 Der Erste Weltkrieg

8 Die Anfänge der Weimarer Republik

9 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Verlauf der Arbeit

Abbildung 2: Bevölkerungswachstum in Deutschland von 1800- 1910

Abbildung 3: Einwohnerzahl in deutschen Städten

Abbildung 4: Das Deutsche Reich in seinen Grenzen von 1871-1918

Abbildung 5: Einzug der Mitglieder des Vorparlaments in die Paulskirche am 31 März 1848

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die Entstehung des Nationalismus in Deutschland ist eng mit dem Protestantismus verbunden. Das Verhältnis von Protestantismus zu Nationalismus veränderte sich im Laufe der deutschen Geschichte signifikant. Die Theologie wurde im Laufe der Zeit immer politischer und nationaler ausgerichtet, wobei dem Christentum fremde Begriffe wie Volk und Vaterland eine immer größere Bedeutung beigemessen wurde. Die Ursprüngliche universelle Bedeutung des Christentums für alle Menschen, wie sie im Neuen Testament postuliert wird, wurde im Laufe der Zeit durch eine alttestamentarische Bundestheologie verdrängt. Durch diese Verbindung entstand im Laufe der Jahrzehnte eine akzeptierte erlebnisgeprägte religiöse Geschichtsdeutung, welche das deutsche Volk als das von Gott berufene bestimmte. Aus dem anfänglichen Zweckbündnis zwischen Protestantismus und Nationalismus im Kampf gegen die französische Hegemonie und den Einfluss von Katholizismus und Judentum in Deutschland und Europa wurde seitens des Protestantismus eine immer größere Abhängigkeit. Der fortschreitende Bedeutungsverlust in der Gesellschaft führte schließlich dazu, dass der Protestantismus mehr und mehr in der nationalistischen Ideologie aufging und dabei seine eigene Identität verlor. Die Versuche, die 28 evangelischen Landeskirchen in einer einheitlichen Evangelischen Kirche zu organisieren, scheiterten im Verlauf der Geschichte aus unterschiedlichen Gründen. War es zu Beginn der Streit um die Agenden, fehlte es letztlich an einer ernsthaften Bedrohung für die einzelnen Landeskirchen, um sich in einer einheitlichen Kirche formieren zu müssen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Nationalismus zur politischen Staatsreligion in Deutschland avanciert und hatte sich vom Protestantismus weitestgehend emanzipiert. Durch die über Jahrzehnte propagierte Synergie zwischen Protestantismus und Nationalismus hatte sich der Nationalismus schließlich in der Mentalität der deutschen Bevölkerung als nationale Staatsreligion etablieren können. Schließlich standen dem Nationalismus im Kaiserreich neben dem Christentum zwei weitere Bündniskonzepte zur Verfügung. Dabei handelte es sich zum einen um Lagardes Deutschen Gott und zum anderen um die völkische Idee. Der Staat des deutschen Kaiserreichs hatte sich indes säkular ausgerichtet und konnte unabhängig von der Bundestheologie bestehen.

1.1 Ziel der Arbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Verhältnis von Protestantismus und Nationalismus in Deutschland vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Beginn der Weimarer Republik anhand wichtiger Stadtionen der deutschen Geschichte zu paraphrasieren.

1.2 Verlauf der Arbeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Verlauf der Arbeit[1]

2 Die Welt im Wandel

Durch die Aufklärung im 17. Und 18. Jahrhundert wurde der Prozess der Säkularisierung stetig vorangetrieben. Nach Schneiders Auffassung war die Aufklärung eine Reaktion auf die verschiedenen geschichtlichen Ereignisse dieser Zeit. Die Spaltung der Kirche durch die Reformation sowie die Ausbildung erster zentral regierter und dann mehr und mehr national bestimmter Großstaaten wie Frankreich und England führten zu geistigen und gesellschaftlichen Problemen. Die daraus resultierenden ideologischen und politischen Konflikte traumatisierten die Gesellschaft über Jahrzehnte und führten schließlich zur Forderung nach Vernunft, Freiheit und Tugend.[2] Heim konstatierte, dass man die Situation und Entwicklung der christlichen Kirchen in den letzten hundert Jahren nur verstehen kann, wenn man die politischen, wirtschaftlichen, soziologischen und vielfach ideologischen Gegebenheiten gebührend berücksichtigt. Gerade die seit der Zeit der Aufklärung stetig fortschreitende „Säkularisierung“ und „Dechristianisierung“ in den christlichen Völkern minderte den Einfluss der Kirche auf die Gesellschaft. Gleichzeitig wurde dadurch auch das christliche Denken und Empfinden der Menschen nachhaltig verändert.[3] Zum Ende des 18. und Beginn des 19. Jahrhunderts kam es aufgrund externer Einflüsse zu massiven Umbrüchen innerhalb der Kirche. In Frankreich hatte die Aufklärung die Französische Revolution in Gang gesetzt, welche sowohl die feudale Gesellschaftsstruktur als auch die gallikanische Staatskirche zum Einsturz brachte. Die traditionelle Einheit von Staat und Kirche war zum ersten Mal in Europa zerbrochen. Die Ereignisse in Frankreich brachten auch das Staatskirchensystem in Deutschland ins Wanken. In den von französischen Revolutionsheeren eroberten linksrheinischen Gebieten bis Köln und Mainz wurden die Religionsfreiheit eingeführt und Kirchengüter säkularisiert. Um die linksrheinischen Verluste der deutschen Fürsten zu kompensieren, wurde die Landeshoheit der 67 geistigen Fürstentümer mit Hilfe des 1803 in Regensburg beschlossenen Reichsdeputationshauptschluss auf die Fürsten übertragen. Gleichzeitig veränderte sich dadurch die öffentlich-rechtliche Stellung der Kirchen im Staat, die sich aus den Gebietsveränderungen des napoleonischen Zeitalters ergaben.[4] Die katholische und evangelische Kirche musste sich jeweils neu organisieren und mit den nun in den meisten deutschen Ländern existierenden gemischtkonfessionellen Verhältnissen arrangieren.[5] Am 06. August 1806, verzichtet Franz II. unter dem Druck des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte auf die deutsche Kaiserkrone. Als Folge dessen zerfiel das Heilige Römische Reich Deutscher Nationen in Territorialstaaten.[6] Im Kontext der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stattfindenden Wandlungsprozesse und der Nationsbildungen von England, Amerika und Frankreich etablierte sich in Teilen des deutschen Bildungsbürgertums die Vorstellung, dass die Welt in Nationen unterteilt sei. Die besondere Kultur einer jeden Nation wird durch den jeweiligen Staat und die Sprache determiniert. Der deutschen Nation wurde aufgrund ihrer politischen Zersplitterung eine gemeinsame Abstammung und besondere kulturelle Qualität zugesprochen.[7] Die religiöse Situation des deutschen Protestantismus um 1800 beschreibt Wallmann als trostlos. Die Kirchen standen leer, der kirchliche Gemeingeist der Christen sowie der Glaube an die wesentlichen Wahrheiten der christlichen Religionen verloren in breiten Teilen der Gesellschaft mehr und mehr an Bedeutung.[8] Zu Anfang des 19. Jahrhunderts ließ sich in den protestantischen Ländern das Erstarken einer neuen Frömmigkeit erkennen, welche sich zum Teil in einer Belebung neuer pietistischer Strömungen und in Gestalt von Erweckungsbewegungen, in welchen es um die „plötzliche Bekehrung“ ging, manifestierten. Besonders in Preußen kam es nach der schweren militärischen Niederlage von 1806 zu einer religiösen und sittlichen Neubesinnung welche eine umfassende Staatsreform mit sich zog. Diese wurde von Männern wie Schleiermacher, Fichte und von Stein zum Altenstein wesentlich gefördert und zu einem religiösen Idealismus geführt.[9]

Die Korrelation von Volk und Religion wurde bereits von dem Theologen Johann Gottfried Herder vertreten. Seine Arbeiten prägten die Verwendung der Begriffe „Volk“ und „Nation“ im deutschen Sprachraum nachhaltig. Der Begriff „Volk“ stand für ein kollektives Individuum, welches eine eigene Seele und Charakter besaß. Teil dieses Charakters war dabei die nationale Religion eines jeden Volkes, welcher eng mit dem eigenen Vaterland verbunden war.[10] Herder forderte, dass die deutsche Nation das Christentum als Nationalreligion erheben solle, um schließlich im Protestantismus, welche die geläuterte deutsche Nationalreligion ist, eine „echte“ Religion zu finden. Da Martin Luther mit der echten Sprache seines Volkes den Deutschen auch die echte Religion gebracht hatte, und der Protestantismus gegen alles Ungehörige und Fremde stand, sah Herder im lutherischen Christentum die „echte“ Religion für Deutschland.[11] Der Philosoph Johann Gottlieb Fichte war ein wichtiger Vertreter des deutschen Idealismus. Fichte konstatierte, dass die Deutschen ein vom germanischen Stamm abstammendes „Urvolk“ seien. [12] Kurz kritisierte, dass Fichte durch diese Überhöhung und gleichzeitige Abgrenzung des deutschen Volkes von allen anderen Völkern den deutschen Nationalismus förderte. Durch Fichtes konstruierte vorhistorische Differenz konnte der deutsche Nationalismus seine Abgrenzung von z.B. Frankreich begründen. Durch die Übertragung des protestantischen Individualismus auf die Frage nach dem Seelenheil eines Volkes verband Fichte die Vorstellung eines kollektiven Individuums als souveräne Handlungseinheit mit der „wahren Religion“ des Protestantismus. Die untrennbare Korrelation von Deutschtum und Protestantismus in Fichtes und Herders Werken dienten als Grundlage für die Vermischung von nationalen und konfessionellen Bestrebungen, die Katholiken und vor allem die Juden aus der deutschen Nation auszuschließen.[13] Der Theologe Friedrich Schleiermacher gilt als ein Wegbereiter des protestantischen Patriotismus in Deutschland. Schleiermacher stellte die christliche Vaterlandsliebe über das individualistische Weltbürgertum. Weiterhin konstatierte Schleiermacher, dass der Mensch mit Familie, Kirche und Staat vereint lebt, wobei die Kirche zunächst als national zu verstehen ist. Der Staat wird aus gemeinschaftlicher Übereinstimmung und durch die gemeinsame Vaterlandsliebe zusammengehalten.[14] Mit der Besetzung Halles durch die französischen Truppen Napoleons 1806 wurde das „ Nationale Unglück Preußens“ zum zentralen Gegenstand der Predigt Schleiermachers.[15] Unter Volk verstand Schleiermacher die Idee des Berufs des deutschen Volkes. Dabei ist der Beruf des deutschen Volkes in der Aufklärerischen Geistesfreiheit mit lutherischer Gewissensfreiheit begründet. Den Begriff Nation definierte Schleiermacher als die Kultur eines Volkes. Die deutsche Vaterlandsliebe lag nach Schleiermachers Auffassung in der Aufgabe des deutschen Volkes begründet, den Kulturzustand der Menschheit zu bewahren.[16] Otto Dann schlussfolgerte, dass es Schleiermacher mit seinem patriotischen Auftreten um gesellschaftliche und politische Erneuerungen ging. Schleiermacher strebte das „wahre Deutsche Kaisertum“ als Regierungsform an, doch lehnte er die restaurative Vergangenheitsverklärung ab. Schleiermacher wollte vielmehr, dass sich der Staat nach dem Ende der französischen Besetzung grundlegend verändert. Er sah es als die moralische Aufgabe eines jeden mündigen Christen an, sich für einen demokratischen Staat zu engagieren, welcher jedem die notwendigen Entfaltungschancen bietet. Dann konstatierte, dass Schleiermachers Engagement in der antinapoleonischen Bewegung, welche von dem Leitbild einer modernen Nation getrieben wurde, verdeutlicht, wieso es zwischen national-protestantischem Engagement und verantwortlichem Christentum keinen Widerspruch geben musste.[17] Schleiermachers Idealbild der Religion entsprach einen priesterlichen Volk in der jeder Priester und geistliche Laie seine eigenen individuellen Gefühle und Anschauungen darstellt und sich durch die Positionen der andere bereichert.[18] Er übte Kritik am Kirchentum seiner Zeit, da es nach seiner Auffassung das wahre Wesen der Kirche behinderte. Weiterhin kritisierte Schleiermacher den Staat, da er die Kirche als öffentliche Institution konstituierte und sie dadurch mit ihr wesensfremden Aufgaben wie die Erziehung und Führung der Bevölkerung beauftragte.[19] Der frühe Nationalismus im Zeitraum von 1780-1820 war in erster Linie eine liberale Emanzipations- und Oppositionsideologie. Die Ziele des Nationalismus waren die Herrschaft der Monarchen in den Einzelstaaten des deutschen Bundes, die Auflösung der Adelsprivilegien, die Abschaffung der ständischen Ungleichheit und die Befreiung von den Lasten des Ancien Régime. Weiterhin sollte der aktive Staatsbürger, welcher durch Besitz und Bildung qualifiziert ist, am Gemeinwesen der Nation mitwirken.[20] Im 19. Jahrhundert war der Liberalismus die stärkste Antriebskraft für die umfassende Freiheitsforderung im politischen, wirtschaftlichen und privaten Bereich. Dieser basierte auf dem Naturrechtsdenken der Neuzeit und ging unmittelbar aus dem weltbürgerlichen Fortschrittsglauben der Neuzeit hervor. Im religiösen Bereich führt der Liberalismus den Toleranzgedanken der Aufklärung weiter fort. Diese religiöse Toleranz beinhaltet die Freiheit des Gewissens, die Freiheit der Religionsausübung und die Staatsbürgerlichen Parität aller Konfessionen.[21] Die These, dass der Säkularisierungsprozess als direkte Konsequenz auf die im 17. Und 18. Jahrhundert stattfinden Aufklärung stattfand ist jedoch umstritten. Diese These steht beispielsweise im direkten Widerspruch zu dem in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufblühenden französischen Katholizismus.[22] Auch die Urbanisierung und Industrialisierung im 19. Jahrhundert reicht nicht aus den fortschreitenden Prozess der Säkularisierung zu erklären. Vielmehr lässt sich in diesem Kontext ein „zweites konfessionelles Zeitalter“ erkennen. Trotzdem ist die stetige Distanzierung vieler Europäer zur Religion unbestreitbar.[23] Althammer konstatierte, dass die Religion im 19. Jahrhundert trotz der fortschreitenden Säkularisierung eine hohe gesellschaftliche Relevanz besaß. Das 19. Jahrhundert war gleichzeitig von partieller Säkularisierung und religiöser Erneuerungsbewegung geprägt.[24] Becker warnte, vor der in diesem Kontext lange vertretenen Annahme, dass der Nationalismus schließlich die durch den fortschreitenden Prozess der Säkularisierung geschwächte Religion im Ideen- und Gefühlshaushalt der Menschen im 19. Jahrhundert ersetzt hätte.[25] Vielmehr kann gerade im Bereich der Volksfrömmigkeit von einer Wieder- und Neuerstarkung der Religionen gesprochen werden.[26]

3 Die Befreiungskriege

Winkler nannte Ernst Moritz Arndt, Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Ludwig Jahn als die geistigen Wegbereiter der Befreiungskriege.[27] Friedrich Ludwig Jahn wurde mit der Reichsgründung 1870/71 zum Vorkämpfer der deutschen Einheit stilisiert. Besonders in bürgerlichen Turnerbewegungen wurde er zum Nationalhelden idealisiert und heroisiert.[28] Friedrich Ludwig Jahn gilt in Deutschland als Begründer der Turnerbewegung. Sein Ziel war es, die Turner durch gezieltes Training auf den Befreiungsschlag gegen die französische Besetzung vorzubereiten.[29] Seit der militärischen Niederlage gegen das napoleonische Frankreich stand Jahn auf der Seite der preußischen Patrioten, welche das Ziel verfolgten, die Existenz des preußischen Staates durch eine grundlegende Reform zu sichern und ihn wieder zu einer europäischen Großmacht zu machen.[30]

Die Befreiungskriege von 1813-1815 hatten das Ziel die französische Hegemonie in Europa zu brechen.[31] Die Befreiungskriege wurden zu einem heiligen Krieg stilisiert. Dabei ging es um die Frage ob Frankreich oder Deutschland der legitime Erbe der europäischen Kultur sei. Die Befreiungskriege hatten auch das Verständnis von Kriegen grundlegend verändert. Das „Recht“ auf einen Sieg musste sich die Nation durch militärische und moralische Stärke verdienen. Der Kriegsgegner wurde durch die eigene Propaganda kriminalisiert. Der militärische Sieg war gleichzeitig die moralische Verurteilung durch Gottes Gericht.[32] Kosellek konstatierte, dass sich in der Zeit der Befreiungskriege die Bedeutung des Begriffs „Volk“ veränderte. Das „Volk“ wurde zu einem militärischen Kampfverband im heiligen Befreiungskrieg gegen die französische Hegemonie.[33] Aufgrund der französischen Besatzung kam es zu signifikanten Veränderungen des deutschen Nationalgedankens. Waren Patriotismus und Kosmopolitismus im 18. Jahrhundert noch vereinbar, so wurde dies nun durch den inhaltlich stark veränderten Nationalgedanken verhindert, denn nun dominierten antifranzösische und antikosmopolitische Strömungen den deutschen Nationalgedanken.[34]

Der deutsche Schriftsteller Ernst Moritz Arndt gilt als wichtigster publizistischer Vertreter der Befreiungskriege und der aufkommenden Nationalbewegung.[35] Durch seine nationalen Lieder und Flugschriften, aber besonders durch seine Werke „kurzer Katechismus für den teutschen Soldaten“ und „Glocke der Stunde“ unterstützte Arndt die „heiligen Befreiungskriege“. Dabei orientierte sich Arndt an dem Germanen Armenius der sein Volk von der Hegemonie der Römer befreite. In diesen Werken wird seine Verehrung der Germanen besonders deutlich.[36] Gleichzeitig erfuhr der Nationalprotestantismus durch Arndts proklamierten Nationalismus eine entscheidende Veränderung. Zwar behielt er über Christus weiterhin seinen Bezug zum Christentum jedoch kamen mit der Verehrung von Volk und Vaterland Christentums ferne Akzente hinzu.[37] Während Fichte vom deutschen Urvolk und Schleiermacher von einer selbstverständlichen Vielfalt der Nationen sprach, postulierte Arndt, dass das deutsche Volk vom Deutschen Gott erwählt ist.[38]

Arndt entwickelte die nationalprotestantische Vision, dass das deutsche Volk in Gott einen Bundesgenossen im Krieg habe, weiter. Luther bildet für Arndt wie schon zuvor für Herder das entscheidende Bindeglied zwischen „Deutschtum“ und „Christentum“.[39] Arndts religiöser Nationalismus mit seiner Verehrung von Volk und Vaterland war verbunden mit dem Hass auf das französische Volk.[40] Durch diese Korrelation wurde die Idee eines „Deutschen Gottes“ erst möglich.[41] Killy konstatierte, dass Arndts politisches Ziel der deutsche Nationalstaat unter preußischer Führung war. Arndts Antipathie gegen Frankreich entwickelte sich durch den Einfluss des Historikers Freiherr von Putendorf in irrationalen Hass.[42] Denn Arndt gab nicht Napoleon die Schuld an der Zerschlagung des deutschen Reiches 1806, sondern projizierte sie auf das französische Volk welches er als trügerisch, habsüchtig, übermütig und hinterlistig deklarierte.[43] Kurz konstatierte, dass Arndts Engagement für einen deutschen Nationalstaat in seinem patriotischen Liedern und Flugschriften deutlich wird. Sein Vaterlandslied von 1811 gilt als Ursprung der Sakralisierung des Vaterlandes. Als direkten Vorläufer dieser Vaterlands Sakralisierung kann Herders Rede vom „Altar des Vaterlandes“ gesehen werden.[44] Kurz bezieht sich in diesem Kontext auf den Kirchenhistoriker Berndt Hamm, welcher in seinem Aufsatz „ Schuld und Verstrickung der Kirche“ davon ausging, dass die theologische Geschichtsdeutung die Welt sakralisierte, wenn sie davon ausging, dass sich Gottes verborgenes Wirken in der Geschichte offenbarte. Dadurch wird eine direkte Korrelation von Gott und geschichtlichen Ereignissen postuliert, wodurch bestimmte Ereignisse, Personen und geschichtliche Größen als „heilig“ verstanden wurden.[45] Cancik-Lindemaier kritisierte hierbei besonders, dass das Opfer am „Altar des Vaterlandes“ dazu verleitete, dieses mit dem religiösen Opfer zu assoziieren. Im religiösen Kontext wird das „Opfer“ als Selbstverständlichkeit und ohne die Notwendigkeit einer Rechtfertigung von Gott eingefordert. Dadurch entsteht die Gefahr, dass auch Krieg und Tod als Opfer am „Altar des Vaterlandes“ eine religiöse Sinngebung und Rechtfertigung erhalten.[46] Graf beschrieb Arndts geschichtstheologische Begründung des Deutschen Gottes als den Anbruch des dritten großen Zeitalters der Christen, in welchem dem von Gott erwählten deutschen Volk eine besondere Rolle zufällt und Gott ihre Freiheit beschützt.[47]

Zimmer kritisierte, dass Arndt auf Aspekte des Christentums zurückgreift, um seine Vorstellung von Volk und Vaterland zu sakralisieren. Wodurch der Nationalismus zwar religiös bleibt, sich jedoch Inhaltlich stark vom Christentum entfernt.[48]

Die Metamorphose des deutschen Nationalismus in eine moderne politische Religion wurde bereits bei Herder angelegt. Neben den ethischen Faktoren Sprache und Abstammung wird Religion Teil des Inklusionscodes im deutschen Sprachraum. Die Reduktion auf diese Identifikationsfaktoren eines Volkes führte zu ethnischer Exklusion und Ablehnung von Fremden.[49] Dies manifestierte sich in den konfessionellen und nationalen Bestrebungen des akademischen Nationalprotestantismus mit dem Ziel, die Katholiken und Juden aus der deutschen Nation auszuschließen.[50] Herrmann betonte, dass die Staaten in Deutschland, welche die Umwälzungsprozesse bis 1815 überstanden hatten, damit begannen, den historischen Mythos für den Nationalismus zu instrumentalisieren. Dadurch erhielt der Nationalismus die Qualität einer „politischen Religion“.[51] Zimmer konstatierte, dass das religiöse Leben zu diesem Zeitpunkt durch die Kriegspredigten und Propaganda politisiert wurde, wodurch Begriffe wie Nation und Vaterland zu Objekten religiöser Gefühle wurden.[52] Graf konstatierte, dass dem Bund mit Gott der unerschütterliche Beweis fehlte, welchen man schließlich im Ausgang der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 gefunden zu haben glaubte.[53] Alle weiteren militärischen Erfolge wurden direkt der eignen Frömmigkeit und dem Bund mit Gott zugeordnet. Mit dem Einmarsch in Paris am 31. März 1814 begannen dann auch viele Stimmen vom „Volk Gottes“ zu reden.[54] Die Befreiungskriege endeten mit dem Sieg über Napoleon und über den Katholizismus. Durch diese Erfahrung wurde die Bundesgenossenschaft Gottes mit dem deutschen Volk als gegeben akzeptiert. Die neutestamentarische Entgrenzung des Bund Gottes mit der ganzen Welt wurde dadurch aufgehoben.[55] Als Folge der Befreiungskriege existierten schließlich zwei unterschiedliche Konzepte des „Bundesgenossenschaftlichen Nationalprotestantismus“[56]

[...]


[1] Eigene Darstellung

[2] Vgl. Schneiders, W.: Das Zeitalter der Aufklärung, 3. Auflage, München, 2005. S. 8ff

[3] Vgl. Heim, M.: Einführung in die Kirchengeschichte, 2. Auflage, München, 2008. S.118

[4] Vgl. Wallmann J.: Kirchengeschichte Deutschlands seit der Reformation, 6. Auflage, Tübingen, 2006. S. 172f

[5] Vgl. Junge, H.M.: Kirchengeschichte. Grundwissen Christentum. Göttingen, 2010. S. 194ff

[6] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007. S.23

[7] Vgl. Gramley, H.: Propheten des deutschen Nationalismus. Theologen, Historiker und Nationalökonomen 1848-1880. Frankfurt am Main. 2001. S. 36f

[8] Vgl. Wallmann, J.: Kirchengeschichte Deutschlands seit der Reformation, 6. Auflage, Tübingen, 2006. S. 175

[9] Vgl. Heim, M.: Einführung in die Kirchengeschichte, 2. Auflage, München, 2008. S.114

[10] Vgl. ebd. S. 28

[11] Vgl. Herder, J.G.: Adrastea IV, Band XXIV, S. 1- 464, in: Bernhard, S. (Hrsg.): Herder Werke. Johann Gottfried Herder. Sämtliche Werke. Reprographischer Nachdruck der Ausgabe Berlin 1909. Hildesheim, 1967. S. 47f

[12] Vgl. Fichte, J.G.: Reden. Reden an die Deutsche Nation. Bd. VII, 1808, S. 257-502. In: Hermann, I.(Hrsg.): Fichte Werke, Fichtes sämtliche Werke. 8 Bände. Berlin, 1845. S. 374

[13] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007. S. 29f

[14] Vgl. Bauer, J.: Schleiermacher: Schleiermacher als patriotischer Prediger. Ein Beitrag zur Geschichte der nationalen Erhebung vorn hundert Jahren. Gießen, 1908. S.24ff

[15] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007. S. 31

[16] Vgl. Bauer, J.: Schleiermacher: Schleiermacher als patriotischer Prediger. Ein Beitrag zur Geschichte der nationalen Erhebung vorn hundert Jahren. Gießen, 1908. S.159

[17] Vgl. Dann, O.: Schleiermacher und die nationale Bewegung in Deutschland. In: Fischer, H.(Hrsg.): Internationaler Schleiermacher Kongress Berlin 1984, Teilband 2., Berlin/New York, 1985. S. 1120f

[18] Vgl. Wallmann, J.: Kirchengeschichte Deutschlands seit der Reformation, 6. Auflage, Tübingen, 2006. S. 170

[19] Vgl. Wallmann, J.: Kirchengeschichte Deutschlands seit der Reformation, 6. Auflage, Tübingen, 2006. S. 178

[20] Vgl. Wehler, H.-U.: Nationalismus, Nation und Nationalstaat in Deutschland seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. In: Herrmann, U. (Hrsg.): Volk, Nation, Vaterland. Studien zum 18. Jahrhundert. Band 18, Hamburg, 1996. S. 273

[21] Vgl. Heim, M.: Einführung in die Kirchengeschichte. 2. Auflage, München, 2008. S. 108f

[22] Vgl. Blaschke, D.: Das 19. Jahrhundert: Ein zweites konfessionelles Zeitalter? In: Ulmann, H. P.(Hrsg.):Geschichte und Gesellschaft 26. Heft 1. S. 38-75, o.O. , 2000. S. 42ff

[23] Vgl. Kippenberg, H. G.: Europäische Religionsgeschichte: Schauplatz von Pluralisierung und Modernisierung der Religionen. In: Gross Kracht, K. (Hrsg.): Religion und Gesellschaft: Europa im 20. Jahrhundert. Köln, Weimar, Wien, 2007. S.51ff

[24] Vgl. Althammer, B.: Das Bismarkreich 1871-1890. Paderborn, 2009. S. 95f

[25] Vgl. Becker, F.: Protestantische Euphorie 1870/71,1914,1937. In: Lehmann, H.(Hrsg.); et al.: Nationalprotestantische Mentalitäten, Konturen, Entwicklungslinien und Umbrüche eines Weltbildes. Göttingen, 2005. S. 21

[26] Vgl. Gross, M.B.: The Catholic Missionary Crusade and the Protestant Revival in ninteenth-century Germany. In: Smith, H.(Hrsg.): Protestants, Catholics and Jews in Germany 1800-1914. Oxford, 2001. S.257f

[27] Vgl. Winkler, H.A.: Westen. Der lange Weg nach Westen, Deutsche Geschichte 1806-1833. Bonn, 2002. S. 61f

[28] Vgl. Bartmuß, H.-J.(Hrsg.); et al.: „Turnvater“ Jahn und sein patriotisches Umfeld. Briefe und Dokumente 1806-1812. Köln/Wien/Weimar, 2008. S. 14

[29] Vgl. Schwender, U.: Friedrich Ludwig Jahn und die Entwicklung des Turnens in der Mitte des 19. Jahrhunderts. 1. Auflage, o.O. ,2003. S. 7

[30] Vgl. Bartmuß, H.-J.(Hrsg.); et al.: „Turnvater“ Jahn und sein patriotisches Umfeld. Briefe und Dokumente 1806-1812. Köln/Wien/Weimar, 2008. S. 20

[31] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007.S. 35

[32] Vgl. Jeismann, M.: Feind und Vaterland in der frühen deutschen Nationalbewegung 1806-1815. In: Hermann, U.(Hrsg.): Volk-Nation-Vaterland. Hamburg, 1996. S. 279ff

[33] Vgl. Kosellek, R.: Volk, Nation, Nationalismus, Masse. In: Brunner, O.(hrsg.); et al: Geschichtliche Grundbegriffe. Bd. 7. S. 141-431. Stuttgart, 1992. S. 323

[34] Vgl. Zimmer, H.: Am Altar des Vaterlandes. Religion und Patriotismus in der deutschen Kriegslyrik des 19. Jahrhunderts. Frankfurt am Main. 1971 S. 15

[35] Vgl. Winkler, H.A.: Westen. Der lange Weg nach Westen, Deutsche Geschichte 1806-1833. Bonn, 2002. S. 63ff

[36] Vgl. Ziehen, J.: Die Dichtung der Befreiungskriege. 13. Auflage, Leipzig/Dreseden/Berlin, 1900. S. 198

[37] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007.S. 48

[38] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007.S. 50

[39] Vgl. Schulze, U.: Volk und Religion bei Ernst-Moritz Arndt – mit Hinweisen auf Friedrich Schleiermacher. In: Hasselmann, N.(Hrsg.); et al: Nation im Widerspruch. Aspekte und Perspektiven aus lutherischer Sicht heute. S. 137-143, Gütersloh. 1999. S.139f

[40] Vgl. Arndt, E. M.: Geist der Zeit. Dritter Teil. Achter Teil. In: Steffens, W.(Hrsg.): Arndts Werke Auswahl in zwölf Teilen, Berlin/Stuttgart/Leipzig/Wien, 1913. S. 172f

[41] Vgl. Arndt, E. M.: Gebet 1810. Erster Teil. In: Steffens, W.(Hrsg.): Arndts Werke Auswahl in zwölf Teilen, Berlin/Stuttgart/Leipzig/Wien, 1913. S. 74f

[42] Vgl. Killy, W.: Von Berlin bis Wandsbeck, Zwölf Kapitel deutscher Bürgerkultur um 1800. München, 1996. S. 83f

[43] Vgl. Arndt, E. M.: Erinnerungen aus dem äußeren Leben, 2. unveränderte Auflage, Zweiter Teil. In: Steffens, W.(Hrsg.): Arndts Werke Auswahl in zwölf Teilen, Berlin/Stuttgart/Leipzig/Wien, 1913. S. 74

[44] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007.S. 47

[45] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007.S. 47

[46] Vgl. Cancik-Lindemaier, H: Opfer Religionswissenschaftliche Bemerkung zur Nutzbarkeit eines religiösen Ausdrucks. In: Althaus, H.J.:(Hrsg.): Der Krieg in der Köpfen. Tübingen, S. 109-120. 1988. S. 109ff

[47] Vgl. Graf, G.: Gottesbild und Politik. Eine Studie zur Frömmigkeit in Preußen während der Befreiungskriege 1813-1815. Göttingen, 1993. S. 73

[48] Vgl. Zimmer, H.: Am Altar des Vaterlandes. Religion und Patriotismus in der deutschen Kriegslyrik des 19. Jahrhunderts. Frankfurt am Main. 1971 S. 23ff

[49] Vgl. Jansen, C. ; Borggräfe , H.: Nation-Nationalität-Nationalismus. Historische Einführung. Frankfurt am Main, 2007. S. 39f

[50] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007. S.28f

[51] Vgl. Wehler, H.-U.: Nationalismus, Nation und Nationalstaat in Deutschland seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. In: Herrmann, U. (Hrsg.): Volk, Nation, Vaterland. Studien zum 18. Jahrhundert. Band 18, Hamburg, 1996. S. 272

[52] Vgl. Zimmer, H.: Am Altar des Vaterlandes. Religion und Patriotismus in der deutschen Kriegslyrik des 19. Jahrhunderts. Frankfurt am Main. 1971 S. 16

[53] Vgl. Graf, G.: Gottesbild und Politik. Eine Studie zur Frömmigkeit in Preußen während der Befreiungskriege 1813-1815. Göttingen, 1993. S. 60

[54] Vgl. Graf, G.: Gottesbild und Politik. Eine Studie zur Frömmigkeit in Preußen während der Befreiungskriege 1813-1815. Göttingen, 1993. S.115ff

[55] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007.S. 51

[56] Vgl. Kurz, R.: Nationalprotestantisches Denken in der Weimarer Republik. Voraussetzungen und Ausprägungen des Protestantismus nach dem Ersten Weltkrieg in seiner Begegnung mit Volk und Nation. Band 24, Gütersloh, 2007.S. 51

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Titel
Die Verbindung von Nationalismus und Protestantismus in Deutschland zwischen Aufklärung und den Anfängen der Weimarer Republik
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
12
Autor
Jahr
2011
Seiten
51
Katalognummer
V187064
ISBN (eBook)
9783656102816
ISBN (Buch)
9783656102564
Dateigröße
1480 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verbindung, nationalismus, protestantismus, deutschland, aufklärung, anfängen, weimarer, republik, nationalprotestantismus, Befreiungskriege, Do-ut-des Vorstellung, Der Deutsche Gott, christlich-einheitliche Staatsidee, christlich-germanische Staatsidee, christlich-autoritäre Staatsidee, Einigungskriege, Kaiserreich, 1. Weltkrieg, Judentum, Schleiermacher, Martin Luther, Schlacht bei Sedan, Germanisierung des Christentums, Deutsche Christen, Patriotismus, emanzipiert, Karl Barth, Synthese zwischen Protestantismus und Nationalismus, Sakralisierung, Herder, Fichte, Arndt, Lagarde, Volk, Nation, Vaterland, antidemokratisch, republikfeindlich, politische Theologie, summus episcopus, Sendungsauftrag, sozialdarwinistische Theorien, alttestamentarische Strafgerichtsvorstellung, Deutschchristentum, arischer Jesus, sozialdarwinistische Weltanschauung, Säkularisierungsprozess, Kriegsfrömmigkeit, Volkskirche, Kriegsandachten, Antisemitismus, Antijudaismus, Kulturprotestantismus, Nationalkirche
Arbeit zitieren
Diplom Wirtschaftspädagoge Oliver Heil (Autor), 2011, Die Verbindung von Nationalismus und Protestantismus in Deutschland zwischen Aufklärung und den Anfängen der Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187064

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