Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Methods

Eine Analyse des Werks: Alices Abenteuer im Wunderland

3-Phasen-Modell der Bewusstseinsmatrix nach Christian Rätsch

Title: Eine Analyse des Werks: Alices Abenteuer im Wunderland

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: BA Nora Demattio (Author)

Psychology - Methods
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ich setze mich in dieser Arbeit mit dem Weltbekannten Werk "Alice im Wunderland" auseinander.
Im ersten Teil, der wissenschaftlichen Arbeit, unterziehe ich es einer Analyse durch die Konfrontation mit dem 3-Phasen-Modell der Bewusstseinsmatrix nach Christian Rätsch.
Der zweite Teil ist eine journalistische Umsetzung der Thematik um die unterschiedlichen Schreibstile zu kontrastieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Forschungsfrage und Begriffsdefinition

3. Das 3 – Phasen - Modell der Bewusstseinsmatrix nach Christian Rätsch

3.1. Die Veränderung der Wahrnehmung

3.2. Der Tunneleffekt

3.3. Die andere Welt

4. Conclusio

Alice im Wunderland – Syndrom oder Fähigkeit?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die in Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ dargestellten Merkmale von außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen (ABZ) zu identifizieren und mit Hilfe des 3-Phasen-Modells der Bewusstseinsmatrix nach Christian Rätsch zu analysieren, um so die Vermutung eines psychedelischen Einflusses auf das Werk zu stützen.

  • Analyse von Bewusstseinsveränderungen in der Nonsens-Literatur
  • Anwendung des 3-Phasen-Modells auf literarische Narrative
  • Körperschema-Veränderungen als Indikator für halluzinatorische Trance
  • Diskurs über die Interpretation als "Syndrom" versus "außergewöhnliche Fähigkeit"
  • Untersuchung von Hinweisen auf den Gebrauch psychoaktiver Substanzen

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Tunneleffekt

Alice erhascht gerade noch einen Blick auf das Kaninchen, als es mit einem Satz hinter einer Hecke verschwand. Im nächsten Augenblick springt das Mädchen hinterdrein und findet sich in einem großen Kaninchenbau wieder.

„Der Kaninchenbau führte anfangs wie ein Tunnel geradeaus, senkte sich aber dann so plötzlich in die Tiefe, dass Alice keinen Halt mehr fand und in einen senkrechten Schacht fiel.“ Der Tunneleffekt wird in der Literatur auch beschrieben als psychedelischer Durchbruch und steht laut Christian Rätsch inhaltlich in Bezug mit Geburtstrauma, angstvoller Ich-Auflösung sowie Tod und Wiedergeburt (vgl. Rätsch 1993: 41).

Und dann ist plötzlich ihr Fall zu Ende.

Was jedoch nicht zu Ende ist, so sehe ich das, ist der Tunneleffekt. Sie befindet sich noch nicht in der anderen Welt, denn diese ist ihr auf Grund einer kleinen Türe, durch die sie unmöglich so wie sie ist hindurch kann. Sie wünscht sich „Könnte ich mich doch zusammenschieben wie ein Fernrohr!“(Carroll 1999: 24) Was ihr schließlich auch gelingt, nachdem sie ein paar Schluck aus einem Fläschchen tut, das sich auf wundersamer weise auf einmal auf dem Glastisch befindet, von wo sie den Schlüssel zu dem Türchen gehabt hat.

Und so passiert es zum ersten Mal in der Geschichte, dass Alice eine sogenannte Körperschema-Veränderung erlebt, und somit sich auch einer angstvollen Ich-Auflösung (Rätsch 1993: 41) gegenübergestellt sieht: „Zuerst wartete sie jedoch noch ein paar Minuten, um festzustellen, ob die Schrumpfung andauern würde. Diese Befürchtung machte sie ein wenig unruhig. „Denn es könnte ja passieren“, sagte sie, „dass ich wie eine Kerzenflamme verlösche, ....“ (Carroll 1989: 20)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Autorin legt dar, dass „Alice im Wunderland“ Merkmale außergewöhnlicher Bewusstseinszustände aufweist, und stellt die Hypothese auf, dass das Werk mit psychedelischen Erfahrungen in Verbindung stehen könnte.

2. Forschungsfrage und Begriffsdefinition: Es wird die Forschungsfrage definiert und der Begriff des „Außergewöhnlichen Bewusstseinszustands“ (ABZ) anhand fachwissenschaftlicher Definitionen präzisiert.

3. Das 3 – Phasen - Modell der Bewusstseinsmatrix nach Christian Rätsch: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Analysemodell und wendet es schrittweise auf die Erlebnisse der Protagonistin an.

3.1. Die Veränderung der Wahrnehmung: Hier wird der Beginn des Abenteuers als bewusste Öffnung für eine veränderte Wahrnehmung analysiert, analog zu halluzinatorischen Erfahrungen.

3.2. Der Tunneleffekt: Das Kapitel untersucht den Fall im Kaninchenbau als psychedelischen Durchbruch und thematisiert erste Körperschema-Veränderungen.

3.3. Die andere Welt: Es wird der Zusammenhang zwischen den Erlebnissen im Wunderland und dem Konsum halluzinogener Substanzen sowie der symbolischen Bedeutung von „Gift“ diskutiert.

4. Conclusio: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Struktur des Werks als Abbildung eines veränderten Wachbewusstseins interpretiert werden kann.

Alice im Wunderland – Syndrom oder Fähigkeit?: Ein journalistischer Ausblick diskutiert die medizinische Pathologisierung des „Alice-im-Wunderland-Syndroms“ im Kontrast zur kulturanthropologischen Sichtweise.

Schlüsselwörter

Alice im Wunderland, Lewis Carroll, Außergewöhnliche Bewusstseinszustände, ABZ, 3-Phasen-Modell, Christian Rätsch, Halluzinogene, Psychedelika, Körperschema-Veränderung, Wahrnehmung, Tunneleffekt, Narrenschwämme, Bewusstseinsmatrix, Nonsens-Literatur, Ethnopsychotherapie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Werk „Alice im Wunderland“ auf Parallelen zu Phänomenen außergewöhnlicher Bewusstseinszustände.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Verbindung von Literaturwissenschaft und Kulturanthropologie, die Analyse halluzinatorischer Trancezustände sowie die Interpretation von Körperschema-Veränderungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, welche Merkmale außergewöhnlicher Bewusstseinszustände im Buch vorkommen und wie sich diese im Verhalten der Hauptfigur ausdrücken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf dem 3-Phasen-Modell der Bewusstseinsmatrix nach Christian Rätsch, um das Werk strukturell zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung von ABZs und die praktische Anwendung der drei Phasen – Wahrnehmungsveränderung, Tunneleffekt und das Erleben der „anderen Welt“ – auf die Geschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bewusstseinsmatrix, Körperschema, Halluzination, Psychedelika und Narrenschwämme.

Was unterscheidet das „Alice-im-Wunderland-Syndrom“ von der anthropologischen Sichtweise?

Die Medizin sieht darin ein pathologisches Syndrom, während die Kulturanthropologie die im Werk beschriebenen Zustände eher als Phänomene außergewöhnlicher Fähigkeiten oder substanzinduzierter Erfahrungen wertet.

Warum bezieht sich die Arbeit auf den Begriff „Gift“?

Die Autorin deutet das im Buch wiederholt auftauchende Signalwort „Gift“ als einen möglichen Hinweis des Autors auf die Gefahren oder die rituelle Verwendung bewusstseinsverändernder Pilze.

Excerpt out of 10 pages  - scroll top

Details

Title
Eine Analyse des Werks: Alices Abenteuer im Wunderland
Subtitle
3-Phasen-Modell der Bewusstseinsmatrix nach Christian Rätsch
College
University of Vienna  (Institut der Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien)
Grade
1,0
Author
BA Nora Demattio (Author)
Publication Year
2007
Pages
10
Catalog Number
V187121
ISBN (eBook)
9783656102731
ISBN (Book)
9783656103110
Language
German
Tags
Journalistisches Schreiben Alice im Wunderland Bewusstseinsmatrix nach Christian Rätsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Nora Demattio (Author), 2007, Eine Analyse des Werks: Alices Abenteuer im Wunderland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187121
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  10  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint