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Zur Untersuchung der Semantik deutscher Adjektive

Title: Zur Untersuchung der Semantik deutscher Adjektive

Seminar Paper , 2011 , 29 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

In dieser Seminararbeit soll zunächst ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Semantik deutscher Adjektive gegeben werden. Bevor einige Adjektive im Hinblick auf ihre Semantik genauer untersucht werden können, muss zuerst festgestellt werden, was die Wortart des Adjektivs auszeichnet. Zu Beginn wird daher nach einer Definition für ein Adjektiv in seiner Wortart und seiner Funktion im Satz gesucht. Dabei werden Überlegungen zu den Adjektiven angestellt, die im ausgewählten Text vorkommen, da sich darunter neben eindeutig identifizierbaren Adjektiven auch Problem- und Zweifelsfälle befinden. All diese Adjektive werden tabellarisch im Anhang aufgeführt und nach bestimmten Kriterien bewertet und gegliedert. Dann werden drei ausgewählte Adjektive, die z. T. in ihrer Verwendung im Text bereits ungewöhnlich erscheinen, in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt. Da sie semantisch besonders interessant und vielseitig sind, werden sie in alle möglichen bekannten und weniger bekannten Zusammenhänge gesetzt und auf ihre mögliche Verwendung und ihre Sinnhaftigkeit im Deutschen hin getestet. Sie werden nach bestimmten Aspekten überprüft, wie etwa nach der Häufigkeit ihres Vorkommens, ihrer Verwendung in Phraseologien und ihrem metaphorischen oder idiomatischen Gebrauch. Außerdem wird ein Blick auf ihren Eintrag in Wörterbüchern geworfen und versucht, sie in eine Gesamtgliederung von Adjektiven einzuordnen. Die eigenen Gedanken und Erkenntnisse werden dabei mit wissenschaftlichen Ergebnissen der Sekundärliteratur verglichen, erweitert und belegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Vorbemerkungen

2.Die Themenstellung

3.Die Semantik deutscher Adjektive: Der Forschungsstand

4.Fallstudie: Die Adjektive in altertümlichen Sagen

4.1 Versuch einer operationalisierten Definition des Adjektivs

4.2 Übersicht über die vorhandenen Adjektive

4.3 Die Untersuchung der Adjektive „glänzend“, „golden“ und „rein“

4.3.1 Die Semantik des Adjektivs „glänzend“

4.3.2 Die Semantik des Adjektivs „golden“

4.3.3 Die Semantik des Adjektivs „rein“

5.Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, den aktuellen Forschungsstand zur Semantik deutscher Adjektive darzulegen und diese Wortart durch eine operationalisierte Definition präzise zu bestimmen. Im Zentrum der Untersuchung steht eine Fallstudie, welche die Verwendung spezifischer Adjektive innerhalb einer antiken Sage analysiert, um deren vielseitige Einsatzmöglichkeiten sowie deren metaphorische und idiomatische Bedeutung im Deutschen kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der Wortartbestimmung und syntaktische Funktionen von Adjektiven
  • Methodische Abgrenzung des Adjektivs von anderen Wortarten wie Adverbien und Partizipien
  • Detaillierte semantische Analyse der Adjektive „glänzend“, „golden“ und „rein“
  • Überprüfung von Attributivität und Prädikativität in verschiedenen Kontexten
  • Untersuchung von Phraseologien, Metaphern und idiomatischen Gebrauchsweisen

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Die Semantik des Adjektivs „glänzend“

Eine genauere Untersuchung der Semantik des Adjektivs „glänzend“ liegt schon allein deswegen nahe, da es im vorliegenden Text bereits drei Mal in unterschiedlicher Weise verwendet wird: In Zeile 2 kommt der Ausdruck „glänzende Bilder“ vor, in Zeile 10 „glänzende Narzissen“ und in Zeile 84 die „glänzende Stirne“. Da diese Kombinationen im normalen Sprachgebrauch untypisch sind, hielt ich eine Befragung von zehn deutschen Muttersprachlern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren zur Einschätzung der Häufigkeit und Geläufigkeit der Verwendung für hilfreich. Ich gab mit knappen Worten den Textzusammenhang an und bat die Probanden, die drei Ausdrücke innerhalb dieses Kontextes mit „gängig“ (A), „schon einmal gehört“ (B), „eher selten“ (C) oder „undenkbar“ (D) zu beurteilen.

Auffallend ist, dass „glänzende Bilder“ die Mehrheit für gebräuchlich hält oder zumindest einmal gehört hat und andererseits der Ausdruck „glänzende Narzissen“ von 80 % mit „undenkbar“ eingestuft wird.

Naheliegender und in unserem Sprachgebrauch häufiger sind folgende Vorkommensweisen: „eine glänzende Leistung“, „eine glänzende Verfassung“, „ein glänzender Sieg“, „ein glänzendes Tor“, „ein glänzender Schuss“, „ein glänzender Auftritt“, „eine glänzende Oberfläche“, „eine glänzende Antwort“, „ein glänzendes Ereignis“, „ein glänzendes Ergebnis“, „eine glänzende Zeit“, „ein glänzendes Beispiel“, „glänzende Augen“, und in adverbialer Verwendung auch „glänzend aufgelegt sein“.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Vorbemerkungen: Der Autor erläutert die Entstehungsgeschichte der Arbeit, die aus einem im Hauptseminar gehaltenen Referat hervorgegangen ist, und beschreibt die Schwierigkeiten bei der Literatursuche sowie den Mehrwert der durchgeführten Befragung von Muttersprachlern.

2.Die Themenstellung: Dieses Kapitel skizziert das methodische Vorgehen, bei dem zunächst eine Definition des Adjektivs erarbeitet und anschließend drei ausgewählte Adjektive hinsichtlich ihrer Verwendung und Bedeutung im gewählten Text analysiert werden.

3.Die Semantik deutscher Adjektive: Der Forschungsstand: Es wird ein Überblick über die linguistische Forschung zur Adjektivsemantik gegeben, wobei sowohl historische Standardwerke als auch aktuelle Studien und Klassifizierungsansätze von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute betrachtet werden.

4.Fallstudie: Die Adjektive in altertümlichen Sagen: Das Hauptkapitel widmet sich der praktischen Untersuchung, unterteilt in die Definition der Wortart, die Übersicht vorhandener Adjektive im Text sowie die detaillierte semantische Analyse der Begriffe „glänzend“, „golden“ und „rein“.

5.Zusammenfassung: Der Autor resümiert, dass die Wortartbestimmung aufgrund zahlreicher Ausnahmen komplex bleibt und betont die Erkenntnis, dass die untersuchten Adjektive durch den speziellen Sagenkontext oft neue, metaphorische oder idiomatische Bedeutungsdimensionen entfalten.

Schlüsselwörter

Adjektiv, Semantik, Wortartbestimmung, Linguistik, glänzend, golden, rein, Sprachgebrauch, Phraseologie, Idiomatik, Metaphorik, morphologische Kriterien, Syntaktische Funktion, Fallstudie, deutsche Sprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der semantischen Analyse deutscher Adjektive, ausgehend von einem Referat über einen Sachtext, welches im Laufe der Erarbeitung zu einer tiefergehenden linguistischen Analyse eines literarischen Textes aus antiken Sagen ausgeweitet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Abgrenzung der Wortart Adjektiv, die Untersuchung semantischer Relationen und die Analyse der Verwendung von Adjektiven in attributiven sowie prädikativen Funktionen innerhalb spezifischer Sprachkontexte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, nach einer präzisen operationalisierten Definition des Adjektivs zu prüfen, wie ausgewählte, in einem literarischen Kontext oft ungewöhnlich gebrauchte Adjektive semantisch gedeutet werden können und welche Rolle dabei ihr metaphorischer oder idiomatischer Gebrauch spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung, einer operationalisierten Definition nach morphologischen und syntaktischen Kriterien, einer empirischen Befragung von Muttersprachlern und der Analyse von Wortverbindungen mittels Korpusdaten (z. B. Google, Leipziger Wortschatz) angewendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Adjektivbestimmung erörtert und eine detaillierte Fallstudie durchgeführt, die sich auf die drei Adjektive „glänzend“, „golden“ und „rein“ konzentriert und deren Bedeutungsvielfalt sowie Kombinierbarkeit analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Adjektivsemantik, Wortartbestimmung, Phraseologie, Idiomatik, Metaphorik und sprachwissenschaftliche Korpusanalyse charakterisiert.

Warum wurde die "glänzende Stirne" als Untersuchungsgegenstand gewählt?

Die „glänzende Stirne“ wurde gewählt, da sie im analysierten Sagentext in einem für das gegenwärtige Deutsch ungewöhnlichen Kontext auftritt, was eine Untersuchung der semantischen Verschiebung und der möglichen Interpretation des hellen Fells des Gottes in Stiergestalt notwendig macht.

Welche Bedeutung hat das Adjektiv „rein“ im moralischen Kontext?

Im moralischen Kontext bezeichnet „rein“ eine „schuldlos“ seiende Person oder Sache. Die Arbeit zeigt dabei auf, dass die prädikative Verwendung des Adjektivs in diesem Sinne (z. B. „die Seele ist rein“) deutlich gebräuchlicher ist als in rein materiellen Verwendungen.

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Details

Title
Zur Untersuchung der Semantik deutscher Adjektive
College
LMU Munich  (Deutsche Philologie)
Course
Hauptseminar
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2011
Pages
29
Catalog Number
V187150
ISBN (eBook)
9783656104551
ISBN (Book)
9783656104681
Language
German
Tags
Adjektiv Deutsch Untersuchung Semantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2011, Zur Untersuchung der Semantik deutscher Adjektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187150
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