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Die Hotelling-Regel. Übersicht und Beurteilung der bis heute vorliegenden theoretischen Zugänge und empirischen Untersuchungen

Titel: Die Hotelling-Regel. Übersicht und Beurteilung der bis heute vorliegenden theoretischen Zugänge und empirischen Untersuchungen

Hausarbeit , 2008 , 45 Seiten

Autor:in: Andreas Brunner (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden die neueren Erkenntnisse und empirischen Untersuchungen der Hotelling-Regel behandelt. Nach einer kurzen theoretischen Erläuterung der Hotelling-Regel und einem Rückblick über die ersten 50 Jahre nach deren Veröffentlichung wird die neueste Literatur genauer untersucht.

Die Preise erschöpfbarer Ressourcen werden sowohl von Marktstruktur und Elastizität, als auch von weiteren Einflussfaktoren, wie Unsicherheit, technologischer Fortschritt, Backstop-Technologien und Stock Effects beeinflusst. Anhand unterschiedlicher empirischer und formaler Untersuchungen testen diverse Autoren die Hotelling-Regel auf ihre Anwendbarkeit hin. Im Grossen und Ganzen kann gesagt werden, dass sich die Hotelling-Regel bestätigen lässt, obwohl es eine Fülle an Begründungen und Annahmen braucht, um mit ihr historische Preisentwicklungen erklären zu können.

Es werden auch gewisse Kritikpunkte angesprochen, welche in zukünftigen Analysen Einzug finden sollten, um realitätsgetreuere Untersuchungen der Hotelling-Regel durchführen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einfuhrung

2 Die Hotelling-Regel

2.1 Herleitung der Hotelling-Regel

2.2 Formale Herleitung

3 Ruckblick: Funfzig Jahre danach

3.1 Die Folgen der Veröffentlichung

3.2 Elastizität und Marktstruktur

3.3 Angehäufte Lagerbestände und Stock Effects

3.4 Royalty

3.5 Die Nachfrageseite

3.6 Unsicherheit

4 Die neueren Erkenntnisse

4.1 Elastizität und Marktstruktur

4.2 Technologischer Fortschritt, angehäufte Lagerbestände und Stock Effects

4.3 Unsicherheit

4.4 Hotelling versus Gray

4.5 Kritik

5 Fazit

5.1 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Validität und Anwendbarkeit der Hotelling-Regel im Kontext der Ökonomie erschöpfbarer Ressourcen. Dabei wird analysiert, inwieweit neuere theoretische Erkenntnisse und empirische Untersuchungen die ursprüngliche Regel bestätigen oder durch Faktoren wie Marktstruktur, technologischen Fortschritt und Unsicherheit erweitern.

  • Überprüfung der Hotelling-Regel an historischen Marktdaten
  • Analyse des Einflusses von Marktformen wie Monopol und Oligopol
  • Bedeutung technologischer Entwicklungen und „Stock Effects“
  • Rolle von Unsicherheit und Eigentumsrechten bei der Ressourcenextraktion
  • Kritische Würdigung der theoretischen Annahmen

Auszug aus dem Buch

2.1 Herleitung der Hotelling-Regel

Um diese Regel nun genauer zu erläutern ist von einer zweiperiodigen Ökonomie auszugehen, in welcher die Lagerung von erschöpfbaren Ressourcen nicht möglich ist und die Abbaukosten vernachlässigt werden (Blank 2007). Der Besitzer der Ressource muss sich zwischen den folgenden zwei Handlungsalternativen entscheiden. Entweder verkauft er eine Ressourceneinheit heute, also zum Zeitpunkt t=0 oder er wartet eine Periode und verkauft sie zum Zeitpunkt t=1. Beim Verkauf der Ressource in t=0 erhält der Besitzer den Preis p0. Diesen kann er am Kapitalmarkt zum aktuellen Zinssatz r anlegen. Eine Periode später hat er bereits p0(1 + r). Baut er aber die Ressourceneinheit in t=1 ab und verkauft sie anschliessend, dann würde er mindestens p1 = p0(1 + r) verlangen. Sollte jedoch der Preis pt in Zukunft stärker ansteigen als der Zinssatz, so wäre p1 > p0(1 + r). In dieser Situation würde der Besitzer seine Ressourcen erst in t1 abbauen und verkaufen. Dies impliziert jedoch ein sinkendes Angebot in der ersten Periode und somit einen Preisanstieg in derselben. Somit steigt auch der Anreiz des Besitzers seine Ressourcen wieder vermehrt in der ersten Periode anzubieten. Dies führt zu einem Gleichgewicht, bei welchem in jeder Periode der Preis p0(1 + r)t erzielt wird.

Diskontiert man alle diese Preise auf den Zeitpunkt t0 ab, so erhält man für jede Periode p0. Erweitert man das Modell auf n Perioden, so sieht dies folgendermassen aus:

p0 = p1 / (1 + r) = p2 / (1 + r)^2 = . . . = pn / (1 + r)^n (1)

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Definition erschöpfbarer Ressourcen und Abgrenzung der verschiedenen Kategorien sowie Erläuterung des ökonomischen Forschungsinteresses an diesem Thema.

Die Hotelling-Regel: Theoretische Grundlagen und formale Ableitung der Regel, die besagt, dass die Preise erschöpfbarer Ressourcen exponentiell um den Zinssatz steigen sollten.

Rückblick: Fünfzig Jahre danach: Historische Aufarbeitung der wissenschaftlichen Diskussion ab den 1970er Jahren, insbesondere mit Blick auf Elastizität, Marktstrukturen und Unsicherheit.

Die neueren Erkenntnisse: Detaillierte Untersuchung aktueller empirischer Studien, die Marktstrukturen, technologischen Fortschritt und die Grenzen des Hotelling-Modells analysieren.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Hotelling-Regel im Licht der neueren Forschung und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Hotelling-Regel, erschöpfbare Ressourcen, Knappheitsrente, Rohstoffpreise, Marktstruktur, OPEC, technologische Entwicklung, Stock Effect, Backstop-Technologien, Zinssatz, Ressourcenallokation, intertemporale Optimierung, Minenindustrie, empirische Analyse, Unsicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Hotelling-Regel, dem „Hauptsatz der Ökonomie erschöpfbarer Ressourcen“, und untersucht, wie moderne ökonomische Modelle deren Gültigkeit in der heutigen Praxis bewerten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Feldern gehören die Preisbildung von Ressourcen, der Einfluss von Marktformen (Monopol/Oligopol), technischer Fortschritt sowie die Auswirkungen von Lagerbeständen und Unsicherheiten auf das Abbauverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den wissenschaftlichen Stand zur Hotelling-Regel aufzuarbeiten und durch den Vergleich verschiedener Studien zu klären, warum historische Preisdaten oft von der ursprünglichen Theorie abweichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die theoretische Modelle sowie empirische Studien verschiedener Autoren zusammenführt, gegenüberstellt und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Debatte seit den 1970er Jahren und eine tiefergehende Untersuchung neuerer Ansätze (ab ca. 2000), die Parameter wie Elastizität, Stock Effects und Realoptionen einbeziehen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hotelling-Regel, Knappheitsrente, Ressourcenallokation, Stock Effect und die kritische Auseinandersetzung mit der Marktstruktur (z.B. OPEC) geprägt.

Warum weichen historische Ölpreise oft von der Theorie ab?

Die Arbeit führt dies auf Faktoren wie technologischen Fortschritt, der Abbaukosten senkt, den sogenannten Stock Effect sowie Marktunsicherheiten und strategisches Verhalten der Akteure zurück, die im einfachen Hotelling-Modell fehlen.

Welche Rolle spielen Eigentumsrechte in der Analyse?

Gaudet (2007) wird zitiert, um aufzuzeigen, dass unsichere Eigentumsrechte in ressourcenreichen Ländern zu höheren Diskontierungsraten und damit zu einer schnelleren, ineffizienten Extraktion führen können.

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Details

Titel
Die Hotelling-Regel. Übersicht und Beurteilung der bis heute vorliegenden theoretischen Zugänge und empirischen Untersuchungen
Hochschule
Universität Zürich
Autor
Andreas Brunner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
45
Katalognummer
V187246
ISBN (eBook)
9783668201620
ISBN (Buch)
9783668201637
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hotelling Erneuerbare Ressourcen Royalty Gray Nicht-erneuerbar Backstop-Technologien Stock Effects erschöpfbar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Brunner (Autor:in), 2008, Die Hotelling-Regel. Übersicht und Beurteilung der bis heute vorliegenden theoretischen Zugänge und empirischen Untersuchungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187246
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Leseprobe aus  45  Seiten
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