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Die Reichswehr - ein Staat im Staate?

Titel: Die Reichswehr - ein Staat im Staate?

Hausarbeit , 2011 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Till Seidel (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Von 1921 bis 1935 umfasste der Begriff Reichswehr das deutsche Militär. Die Reichswehr pflegte zur ersten deutschen Republik eine ambivalente Beziehung. Einerseits bewahrte sie die Weimarer Republik mehrmals vor dem Untergang, andererseits wird sie noch heute als "Staat im Staate" bezeichnet. Ob und wie stark die Reichswehr bis 1933 wirklich einen Staat im Staat bildete, soll in der folgenden Hausarbeit dargelegt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung der Reichswehr und Ebert-Groener-Pakt

3. Der Kapp-Putsch

4. Entpolitisierung bis 1926

5. Weitere Entwicklung nach dem Sturz Seeckts

6. Schlussbetrachtung

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis der Reichswehr zur Weimarer Republik und analysiert, inwieweit das Militär durch seine organisatorische Abschottung und politische Haltung tatsächlich als "Staat im Staate" fungierte und die demokratische Ordnung untergrub.

  • Entstehungsgeschichte der Reichswehr und der Ebert-Groener-Pakt
  • Die Rolle der Reichswehr während des Kapp-Putsches
  • Strategien der Entpolitisierung unter General von Seeckt
  • Politischer Einfluss und Machtinstrumentalisierung durch Kurt von Schleicher
  • Das Spannungsfeld zwischen militärischer Autonomie und demokratischer Kontrolle

Auszug aus dem Buch

3. Der Kapp-Putsch

Auch 1920 gab es noch Freikorps. Das waren Freiwilligenverbände, bestehend aus Soldaten, die den Weg zurück ins Zivilleben entweder nicht fanden, oder nicht finden wollten. Die Freikorps waren oft streng disziplinierte Einheiten, welche die Republik strikt ablehnten. Allerdings fürchteten sie umso mehr die Bolschewisierung Deutschlands und kämpften deshalb gegen linke Putschversuche.

Im Sommer 1919 schlossen sich diverse Freikorps in der "Nationalen Vereinigung" zusammen, mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen. Sie wollten wieder einen autoritären Staat errichten, sprich eine Monarchie. Als Reichswehrminister Gustav Noske auf Anweisung der Siegermächte Ende Februar 1920 mehrere Freikorps auflösen wollte, darunter die Marinebrigade Erhardt, widersetzten sich viele Offiziere dem Befehl, vor allem General von Lüttwitz. Noske wusste von Gerüchten um einen möglichen Putsch, unternahm jedoch nichts. Lüttwitz sprach bei Ebert vor und stellte ihm ein Ultimatum, das Forderungen wie die Auflösung der Nationalversammlung beinhaltete. Ebert lehnte ab und Noske beurlaubte Lüttwitz. Daraufhin marschierten am frühen Morgen des 13. März mehrere Offiziere und die Brigade Erhardt, mit Lüttwitz an der Spitze, in Berlin ein. Der Regierung gelang es gerade noch aus Berlin zunächst nach Dresden und dann nach Stuttgart zu fliehen. General Lüttwitz setzte daraufhin den Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp als neuen Reichskanzler ein, der die Regierung für abgesetzt und die Nationalversammlung für aufgelöst erklärte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Thesen zur Reichswehr als "Staat im Staate" und deren ambivalente Rolle in der Weimarer Republik.

2. Entstehung der Reichswehr und Ebert-Groener-Pakt: Analyse der Demobilisierung nach 1918 und der Paktbildung zwischen Regierung und OHL zur Sicherung der staatlichen Existenz gegen revolutionäre Bestrebungen.

3. Der Kapp-Putsch: Untersuchung der ablehnenden Haltung der Armee gegenüber der demokratischen Regierung während des Umsturzversuchs 1920.

4. Entpolitisierung bis 1926: Darstellung der Strategien General von Seeckts, das Offizierskorps durch Abschottung unpolitisch und gleichzeitig autonom gegenüber dem demokratischen Staat zu halten.

5. Weitere Entwicklung nach dem Sturz Seeckts: Beschreibung der zunehmenden politischen Instrumentalisierung der Reichswehr durch Kurt von Schleicher und die Schwächung der demokratischen Institutionen.

6. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse über die antidemokratische Haltung der militärischen Führung und die langfristigen Folgen der gesellschaftlichen Isolation der Armee.

7. Anhang: Auflistung der verwendeten Quellen, Literatur und Internetseiten zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Reichswehr, Weimarer Republik, Staat im Staate, Kapp-Putsch, Ebert-Groener-Pakt, Hans von Seeckt, Kurt von Schleicher, Antidemokratisch, Militärelite, Entpolitisierung, Monarchismus, Reichspräsident, Präsidialkabinette, Armee, Demokratiefeindlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle der Reichswehr zwischen 1921 und 1933 und hinterfragt das Konzept der Reichswehr als ein "Staat im Staate" innerhalb der ersten deutschen Demokratie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die organisatorische Verselbstständigung des Militärs, der Einfluss konservativer Eliten, die Ablehnung demokratischer Strukturen sowie die gezielte Beeinflussung der Reichspolitik durch führende Militärs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob und wie stark die Reichswehr durch ihre innere Autonomie und antidemokratische Gesinnung die Stabilität der Weimarer Republik aktiv untergraben und als machtpolitisches Instrument missbraucht wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellen- und Literaturanalyse, die den Prozess der Entpolitisierung, politische Entscheidungsstrukturen und das Handeln der Reichswehrführung in Krisenzeiten untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Ebert-Groener-Pakts, das Verhalten der Truppe beim Kapp-Putsch, die Entpolitisierungsstrategien von Seeckts und die spätere Instrumentalisierung durch Schleicher.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Reichswehr, Staat im Staate, Entpolitisierung, Antidemokratismus, Autonomie, Kapp-Putsch und die Rolle von Seeckt sowie Schleicher.

Wie lässt sich die Rolle von General von Seeckt für die Reichswehr beschreiben?

Seeckt betrieb eine konsequente Abschottung des Militärs von gesellschaftlichen und politischen Einflüssen, um eine "unpolitische" Armee zu schaffen, die jedoch faktisch autonom agierte und sich der demokratischen Kontrolle weitgehend entzog.

Welche Rolle spielte Kurt von Schleicher bei der Entwicklung der Reichswehr?

Schleicher transformierte die Reichswehr von einer (scheinbar) unpolitischen Organisation zu einem aktiven politischen Machtinstrument, das maßgeblich den Sturz demokratischer Regierungen herbeiführte und die Macht der Präsidialkabinette stützte.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Reichswehr - ein Staat im Staate?
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Note
1,7
Autor
Till Seidel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V187320
ISBN (eBook)
9783656106210
ISBN (Buch)
9783656106012
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reichswehr Staat im Staate Weimarer Republik 1921 1921-1933
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Till Seidel (Autor:in), 2011, Die Reichswehr - ein Staat im Staate?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187320
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Leseprobe aus  13  Seiten
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