Entwicklung und Ursachen der Arbeitslosigkeit nach der deutschen Vereinigung

Eine empirische und theoretische Analyse


Hausarbeit, 2007

16 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Soziale Ungleichheiten
2.1 Definition und Bedeutung
2.2 Dimensionen sozialer Ungleichheiten

3 Wohlstand
3.1 Wohlstandsniveau und Wohlstandsungleichheiten

4 Ursachen und Folgen ungleichen Wohlstands
4.1 Ursachen
4.2 Folgen

5 Ungleicher Wohlstand im Ländervergleich
5.1 Die Armen und die Superreichen

6 Hat die Globalisierung Wohlstandsungleichheiten verstärkt?

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Die folgende Arbeit wird sich mit sozialen Ungleichheiten und ihren Folgen beschäftigen. Das Ziel wird sein, die sozialen Disparitäten weltweit darzustellen. Zunächst wird der Begriff „soziale Ungleichheit“ erläutert. Anschließend werden die verschiedenen Dimensionen sozialer Ungleichheiten vorgestellt. Im dritten Kapitel erfolgt eine genauere Darstellung der Wohlstands-Dimension. Ich musste mich auf eine Dimension beschränken, da sonst der Rahmen dieser Arbeit bei weitem überschritten wäre. Die Betrachtung des weltweiten Wohlstandes erschien mir dabei am interessantesten.

Nach einer allgemeingültigen Abgrenzung des Begriffes wird auf verschiedene Wohlstandsniveaus eingegangen. Im Anschluss daran werden Ursachen und Folgen von Wohlstandsungleichheiten genannt. Anschließend werden zahlreiche Beispiele aus mehreren Teilen der Erde aufgezeigt, an denen die Wohlstandsdisparitäten weltweit deutlich werden. Es wird die Lage der Superreichen und Armen dargestellt. Den Schluss der Arbeit bildet die Frage, ob die Globalisierung soziale Ungleichheiten verstärkt habe.

2 Soziale Ungleichheiten

2.1 Definition und Bedeutung

Menschen leben miteinander zusammen. Sie sind dadurch in Beziehungen und soziale Positionen eingebunden. Die Bevölkerung gliedert sich in Gruppierungen je nach Beruf, Geschlecht oder Familienstand. Außerdem können Gesellschaftsmitglieder sowohl gleichen, als auch unterschiedlichen Sozialkategorien zugerechnet werden (z.B. leitende Angestellte oder ungelernte Arbeiter).

Menschen werden mithilfe sozialer Ungleichheiten im Verhältnis „besser- schlechter, höher-tiefer, bevorrechtigt-benachteiligt“1 miteinander verglichen. Der Begriff soziale Ungleichheit bezieht sich auf bestimmte Güter, die in einer Gesellschaft als wertvoll gelten. Je mehr jeder Einzelne von diesen Gütern besitzt, desto besser sind seine Lebensbedingungen.2 Jede Gesellschaft verspürt Vorstellungen von Wünschenswerten, wie bspw. Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit. Diese Zielvorstellungen lassen sich durch die Verfügung bestimmter Güter verwirklichen, z.B. durch Geld oder einen sicheren Arbeitsplatz.

Soziale Ungleichheit kommt dann in Betracht, wenn die wertvollen Güter nicht absolut gleich verteilt sind. Es ist aber verständlich, dass eine Lohndifferenz zwischen verschiedenen Berufspositionen besteht, Bsp. Ingenieur und Lagerarbeiter. Es wird deutlich, dass bei Anwendung des Begriffes soziale Ungleichheit nicht automatisch von Ungerechtigkeit oder Problem die Rede ist. Die Bindung an konstante gesellschaftliche Beziehungen unterscheidet soziale von anderen Ungleichheiten. Somit gelten „natürliche“, „individuelle“, und „zufällige“ Ungleichheiten3 nicht als soziale Ungleichheiten. Eine zusammenfassende Definition zum Begriff soziale Ungleichheit kann wie folgt lauten: „ Soziale Ungleichheit liegt dann vor, wenn Menschen aufgrund ihrer Stellung in sozialen Beziehungsgefügen von den wertvollen Gütern einer Gesellschaft regelmäßig mehr als andere erhalten.“4

2.2 Dimensionen sozialer Ungleichheiten

Soziale Ungleichheiten waren und sind sehr vielfältig. Einige Menschen lebten in Palästen, viele dagegen in Hütten; es gibt sowohl gefährliche Arbeitsplätze, als auch klimatisierte Büros, dies sind nur zwei von vielen Phänomenen sozialer Ungleichheit.5 Um die Weite dieser Ungleichheiten zu bündeln, werden unter dem Begriff „Dimensionen“ die verschiedenen Erscheinungsformen sozialer Ungleichheiten in Kategorien zusammengefasst.

In allen Gesellschaften lassen sich drei Basisdimensionen: materieller Wohlstand, Macht und Prestige wiederfinden. In der Wissens- und Informationsgesellschaft kommt noch eine vierte Basisdimension hinzu. Die Bildung eines Menschen hat große Auswirkungen auf andere Lebensbereiche. Es ist allgemein bekannt und auch akzeptiert, dass ein höher bzw. besser gebildeter Mensch bessere Chancen auf einen guten Beruf und somit höheres Einkommen hat. In modernen Gesellschaften kommen noch weitere Dimensionen sozialer Ungleichheiten zur Sprache, da sich die Zielsetzungen der Menschen ausweiten. Die neuen Dimensionen sind Arbeits-, Wohn-, Umwelt- und Freizeitbedingungen. Die Menschen stellen größere Ansprüche an das Gesundheits-, Wohlfahrts-, und Bildungswesen.

Um die Dimensionen sozialer Ungleichheit verstehen zu können, müssen die Auswirkungen auf das private und öffentliche Leben berücksichtigt werden.6 Die folgende Arbeit wird sich mit einer dieser Dimensionen auseinandersetzen, da eine komplette Analyse aller Erscheinungsformen sozialer Ungleichheit den Rahmen dieser Arbeit bei weitem sprengen würde. Die Betrachtung wird sich auf das Thema Wohlstand beschränken. Dabei wird auf die Analyse ungleicher Lebensbedingungen wie Bildung, Erwerbstätigkeit, Macht, Prestige und die weiteren neuen Dimensionen sozialer Ungleichheit verzichtet.

3 Wohlstand

In modernen Marktwirtschaften zählt ein hoher Lebensstandard, d.h. materieller Wohlstand, zu den wichtigsten Zielsetzungen der Bevölkerung. Geld ist dabei der Indikator, der den Wohlstand mehrt und den Lebensstandard erhöht. Wenn jemand über viel Geld verfügt kann er leichter an andere Lebensziele kommen.7 Ein wohlhabender Mensch verfügt nicht nur über einen hohen Kontostand. Die Besserstellung äußert sich auch in einem höheren Selbstbewusstsein, besserer Gesundheitschancen, Mobilität und guter sozialer Beziehungen.8

3.1 Wohlstandsniveau und Wohlstandsungleichheiten

Es bestehen relative Vor- und Nachteile zwischen den Menschen. Besonders beim Thema Wohlstand ist dabei wichtig zu bedenken, auf welchem absoluten Niveau sich die Ungleichheiten befinden. Damit ist gemeint, dass es entscheidend ist, ob es sich um eine moderne Wohlstandsgesellschaft handelt oder um ein Entwicklungsland. In einer fortschrittlichen Gesellschaft bietet der Staat auch den Ärmsten ein Existenzminimum. Wohingegen die Armen in einem Entwicklungsland mit einer ständigen Angst um den Hungertod leben müssen.9

Einkommensungleichheiten haben in reicheren Staaten geringere Auswirkungen auf das Leben der Menschen als in ärmeren Ländern. Wenn jemand in Wohlstandsgesellschaften weniger verdient, kann er sich immer noch die Grundbedürfnisse erfüllen oder sich auf die wohlfahrtstaatlichen Leistungen verlassen. In armen Ländern können die gleichen relativen Einkommensunterschiede bereits weitreichende Folgen mit sich bringen.

Die Geringverdienenden in Entwicklungsländern sind dann noch stärker von Unterernährung, mangelnder medizinischer Versorgung und niedriger Lebenserwartung bedroht.

[...]


1 aus: Hradil, Stefan (2005): Soziale Ungleichheit in Deutschland, 8. Auflage, Wiesbaden, S.15

2 vgl.: Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in Deutschland, S. 27, 28

3 aus: Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in Deutschland, S. 29 3

4 aus: Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in Deutschland, S. 30

5 vgl.: Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in Deutschland, S. 31

6 vgl.: Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in Deutschland, S. 32 4

7 vgl.: Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in Deutschland, S. 211

8 vgl.: Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in Deutschland, S. 33

9 vgl.: Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in Deutschland, S. 212 5

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Entwicklung und Ursachen der Arbeitslosigkeit nach der deutschen Vereinigung
Untertitel
Eine empirische und theoretische Analyse
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V187372
ISBN (eBook)
9783656105503
ISBN (Buch)
9783656105541
Dateigröße
768 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitslosigkeit, Wohlstand, arm, reich, Globalisierung, soziale Ungleichheit, Ländervergleich
Arbeit zitieren
Elena Kutnenko (Autor), 2007, Entwicklung und Ursachen der Arbeitslosigkeit nach der deutschen Vereinigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187372

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