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Wie entwickeln sich die Formen der Gemeinschaft und der Gesellschaft in einer reflexiven, Zweiten Moderne des Kosmopolitismus?

Titel: Wie entwickeln sich die Formen der Gemeinschaft und der Gesellschaft in einer reflexiven, Zweiten Moderne des Kosmopolitismus?

Hausarbeit , 2011 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Florian Buchholz (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frage nach der Entwicklung der gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Formen des sozialen Zusammenlebens in einer reflexiven, Zweiten Moderne des Kosmopolitismus, setzt voraus, dass es sich dabei nicht um ein starres Gefüge des Zusammenlebens handelt. In der vorliegenden Hausarbeit werden die Zusammenhänge und die Entwicklung von Gemeinschaft, Gesellschaft und Kosmopolitismus näher betrachtet. Kosmopolitismus wird in der als reflexiv bezeichneten Epoche der Zweiten Moderne ermöglicht. Um die Frage zu erörtern, wird zunächst die Sichtweise von Tönnies und Plessner auf die Begrifflichkeiten Gemeinschaft und Gesellschaft dargelegt. Weiterhin wird darauf eingegangen, durch was die Formen der Gemeinschaft und der Gesellschaft begrenzt sind. Anschließend werden die im Kontext der Hausarbeit wichtigen Erkenntnisse aus diesem Teil zusammengefasst. Der folgende Abschnitt behandelt die Idee des Kosmopolitismus, orientiert an Luhmann und in diesem Kontext wird explizit auf Luhmanns Systemtheorie eingegangen. Danach wird erörtert, wie sich die Formen Gemeinschaft, Gesellschaft und Kosmopolitismus im Zusammenspiel entwickeln und der Gedanke einer möglichen Begrenzung der Gesellschaft wird angedeutet. Dieser Gedanke wird im Verlauf der Hausarbeit erneut aufgenommen. Im Anschluss wird der Begriff der Zweiten Moderne nach Beck eingeführt, weiter wird darauf eingegangen warum Beck die Moderne als reflexiv betrachtet und was unter Reflexivität zu verstehen ist. Über die Reflexivität der Zweiten Moderne wird bei Becks Vorstellung einer Weltrisikogesellschaft eingegangen. In diesem Kontext werden seine Idee der Risikoverteilung und die damit verbundenen Konfliktsituationen erläutert. Unter der Vorstellung, dass Gesellschaft und Institutionen im Zusammenhang stehen wird aufgezeigt, wieso die Entwicklung eines Kosmopolitismus in der Verantwortung aller Individuen gesehen werden kann. Danach werden zwei Sichtweisen auf den Kosmopolitismus vorgestellt, zum Einen im Sinne einer Weltgesellschaft und zum Anderen als Weltbürgertum. Im folgenden Abschnitt wird unter Zuhilfenahme von Luhmanns Systemtheorie die Vorstellung von einem Kosmopolitismus im Sinne eines Weltbürgertums erläutert. Abschließend folgt eine Zusammenfassung aller Erkenntnisse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Thema

2. Gemeinschaft und Gesellschaft

2.1. Gemeinschaft

2.2. Gesellschaft

2.3. Abriss der Gemeinschaft und der Gesellschaft

3. Kosmopolitismus

4. Einführung in die Idee der Entwicklung von Gemeinschaft

Gesellschaft und Kosmopolitismus

5. Die Weltrisikogesellschaft in der zweiten Moderne

5.1. Die Zweite Moderne

5.2. Reflexivität der Modernisierung

5.3. Risikogesellschaft

6. Entwicklung der Gesellschaft zum Weltbürgertum

6.1. Grenzen der Gesellschaft

6.2. Kosmopolitismus- eine andere, globale Form der Gesellschaft?

6.3. Die Überlagerung der Gesellschaft durch den Kosmopolitismus

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Entwicklung und die wechselseitigen Beziehungen der Konzepte Gemeinschaft, Gesellschaft und Kosmopolitismus im Kontext der reflexiven Zweiten Moderne. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese Formen des sozialen Zusammenlebens in einer globalisierten Welt verändern und ob das Modell des Weltbürgertums eine tragfähige Antwort auf die Herausforderungen der Weltrisikogesellschaft bieten kann.

  • Historische und soziologische Grundlagen von Gemeinschaft (Tönnies, Plessner) und Gesellschaft
  • Analyse der Zweiten Moderne und der Weltrisikogesellschaft nach Ulrich Beck
  • Systemtheoretische Perspektiven auf Weltgesellschaft und Kosmopolitismus nach Niklas Luhmann
  • Diskussion über die institutionelle Begrenzung von Gesellschaft gegenüber dem Potenzial individueller Verantwortung
  • Verhältnis von globalem Risiko und der Möglichkeit eines kosmopolitischen Weltbürgertums

Auszug aus dem Buch

3. Kosmopolitismus

Kosmopolitismus im Sinne eines Weltbürgertums, beziehungsweise als Weltgesellschaft ist keine Neuerscheinung der Globalisierung. Diese Philosophie entstand in der Antike und zog sich durch die Geschichte der westlichen Gesellschaften. Heutzutage kann sich jeder der dem Zeitungslesen mächtig ist, der Nachrichten verfolgt und das Internet nutzt sich in gewisser Weise etwas darunter vorstellen. Auch würde niemand bestreiten, dass es so etwas wie eine Weltgesellschaft gibt. Kosmopolitismus bezeichnet die Idee oder die Philosophie, lokale Mentalität und kulturelle Eigenheiten mit deren mannigfaltigen äquivalenten und andersartigen Ausprägungen Weltweit in Einklang zu bringen. Die Weltgesellschaft zeigt sich heute in Ausprägungen wie internationalen politischen Institutionen (z.B. UN, EU, Arabische Liga), internationalen Nichtregierungsorganisationen (z.B. Greenpeace, WWF, WMF) und international agierenden Konzernen (z.B. Google, GM, Exxon).

Politische Zusammenarbeit und nationale politische Bestrebungen orientieren sich weltweit an den Errungenschaften anderer Nationalstaaten. Für fast jeden Weltbürger zugänglich, als weltweites Kommunikationsmittel, dass den Arabischen Frühling ermöglicht und spätestens dort sein politisches Potential erwiesen hat, lässt sich das Internet als Quantensprung des kulturellen Austausches ansehen. Die modernen Verkehrsmittel stellten im letzten Jahrhundert ein ähnlich hohes Potential für die Vernetzung der Welt dar. Laut Luhmann basiert die entstandene Verkehrszivilisation auf den weltweiten Bestrebungen nach Weltfrieden. Global verbreitete Technologie, Verkehr, Kommunikation, und der damit verbundene Wissensaustausch bilden die Grundvoraussetzungen für die Weltgesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thema: Einleitung in die Fragestellung zur Entwicklung gemeinschaftlicher und gesellschaftlicher Formen des sozialen Zusammenlebens in der Zweiten Moderne.

2. Gemeinschaft und Gesellschaft: Theoretische Herleitung der Begriffe nach Tönnies und Plessner sowie Abgrenzung der Konzepte.

3. Kosmopolitismus: Untersuchung der Philosophie des Weltbürgertums und der Weltgesellschaft unter Einbezug von Luhmanns Systemtheorie.

4. Einführung in die Idee der Entwicklung von Gemeinschaft / Gesellschaft und Kosmopolitismus: Analyse, ob Kosmopolitismus als Weiterentwicklung der Gesellschaft verstanden werden kann.

5. Die Weltrisikogesellschaft in der zweiten Moderne: Darstellung der Theorie der reflexiven Modernisierung und der Weltrisikogesellschaft nach Ulrich Beck.

6. Entwicklung der Gesellschaft zum Weltbürgertum: Diskussion über die Grenzen der Institutionalisierung und das Potenzial eigenverantwortlichen Handelns der Individuen.

7. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Koexistenz von Gemeinschaft, Gesellschaft und Kosmopolitismus sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.

Schlüsselwörter

Gemeinschaft, Gesellschaft, Kosmopolitismus, Zweite Moderne, Weltrisikogesellschaft, Weltbürgertum, Systemtheorie, Reflexivität, Globalisierung, Institutionen, soziale Zusammenlebensformen, individuelle Verantwortung, Kommunikation, Wissensaustausch, Moderne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse, wie sich die sozialen Organisationsformen Gemeinschaft, Gesellschaft und Kosmopolitismus in der Epoche der Zweiten Moderne entwickeln und gegenseitig beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Unterscheidung zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft, die Theorie der Weltrisikogesellschaft sowie das Konzept eines kosmopolitischen Weltbürgertums.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie ein Weltbürgertum als Antwort auf die Unzulänglichkeiten institutionalisierter Gesellschaftsformen in einer globalisierten, reflexiven Moderne fungieren kann.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden eingenommen?

Die Arbeit stützt sich primär auf die klassischen Begriffsdefinitionen von Tönnies und Plessner sowie auf die modernen soziologischen Theorien von Ulrich Beck zur Risikogesellschaft und Niklas Luhmann zur Systemtheorie.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Transformation des sozialen Zusammenlebens, die Entstehung globaler Risiken durch Modernisierungsprozesse und die Rolle des Individuums als Träger von Verantwortung im kosmopolitischen Kontext.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gemeinschaft, Gesellschaft, Kosmopolitismus, Zweite Moderne, Weltrisikogesellschaft und kognitive Erwartungshaltung.

Warum hält der Autor Institutionen für die Lösung globaler Risiken teilweise für unzureichend?

Nach Ansicht des Autors führen Institutionen oft zu einer Verlagerung persönlicher Verantwortung, während die globale Vernetzung eine direkte kognitive Erwartungshaltung der Individuen erfordern würde, um flexibel auf komplexe Risiken zu reagieren.

Wie unterscheidet der Autor zwischen der Gemeinschaft und der Gesellschaft in der modernen Welt?

Der Autor sieht Gemeinschaft als rückgängig, aber fortbestehendes System emotionaler Bindung, während die Gesellschaft als durch Institutionen begrenzte, zweckmäßige Form dient, die jedoch durch den Kosmopolitismus ergänzt und überlagert wird.

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Details

Titel
Wie entwickeln sich die Formen der Gemeinschaft und der Gesellschaft in einer reflexiven, Zweiten Moderne des Kosmopolitismus?
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Soziologie)
Veranstaltung
59051 Grundzüge der Soziologie II Seminar
Note
1,7
Autor
Florian Buchholz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
23
Katalognummer
V187437
ISBN (eBook)
9783656107705
ISBN (Buch)
9783656107743
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gemeinschaft Gesellschaft Kosmopolitismus Soziologie Systemtheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Buchholz (Autor:in), 2011, Wie entwickeln sich die Formen der Gemeinschaft und der Gesellschaft in einer reflexiven, Zweiten Moderne des Kosmopolitismus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187437
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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