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Auswirkungen wirtschaftspolitischer Instrumente während der Wirtschaftskrise auf die Automobilindustrie

Titel: Auswirkungen wirtschaftspolitischer Instrumente während der Wirtschaftskrise auf die Automobilindustrie

Projektarbeit , 2011 , 60 Seiten

Autor:in: Caroline Pickert (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Vergangenheit gab es immer wieder Wirtschaftskrisen mit massiven weltweiten Auswirkungen. Vor der Weltwirtschaftskrise in 2007 bis 2009, herrschte vor allem in Deutschland eine wirtschaftliche Hochkonjunktur. Als jedoch der US-amerikanische Hypothekenmarkt in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 zusammenbrach, verkehrte sich dieser Wirtschaftsboom in einen massiven Abschwung. Dieser fand seinen ersten Höhepunkt am 15. September 2008, dem „black Monday“, an dem eine der größten US-Investmentbanken namens Lehmann Brothers, aufgrund von Verlusten in Höhe von rund vier Milliarden US-Dollar, Insolvenz anmeldete. Daraufhin stürzte der US-amerikanische Aktienleitindex Dow Jones in die Tiefe und zog weltweit alle Börsen mit sich. Seit 1929 verzeichnete die Weltwirtschaft keinen so starken Einbruch mehr. Selbst massive finanzielle Zuschüsse der Zentralbanken konnten die Talfahrt der Märkte kaum noch bremsen. Die extremen Ausmaße wirkten sich schließlich global auf unterschiedliche wirtschaftliche Branchen aus. Die weltweite Angst vor einer Rezession und um die eigene Existenz führte zu einem eingeschränkten Konsumverhalten. Verbraucher verzichteten auf teure Konsumgüter, was sich schnell in Absatzeinbrüchen von Neuwagen bemerkbar machte. Dadurch traf die Wirtschaftskrise die Automobilindustrie besonders schwer. Der Verkauf von Neuwagen brach dramatisch ein. Da ein folgenschwerer Kollaps der Automobilwirtschaft drohte, reagierte die deutsche Regierung schnell und setzte Konjunkturprogramme auf, um Investitionen und den Konsum wieder anzukurbeln. Kfz-Steuerreformen, die Umweltprämie und Subventionen anwendungsorientierter Forschungsprojekte für neue Antriebstechnologien wurden als wirtschaftspolitische Instrumente eingesetzt, um den Automobilabsatz wieder zu stabilisieren. Ob und wie die in Deutschland eingesetzten wirtschaftspolitischen Instrumente Wirkung zeigten, ist die zentrale Fragestellung meiner Projektabschlussarbeit. Es wird eine kritische Bilanz gezogen, welche Segmente der krisengebeutelten deutschen Automobilwirtschaft als Gewinner oder sogar auch Verlierer aus der Krise hervorgingen und welche Bedeutung dies für die zukünftigen Rahmenbedingungen der Automobilindustrie hat. Waren die getroffenen Fördermaßnahmen überhaupt notwendig oder hätte sich der Markt von alleine wieder reguliert? Auch dies gilt es im Folgendem zu erörtern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wirtschaftskrise

2.1. Chronologie der Wirtschaftskrise von 2007 bis 2009

2.2. Deutsche Konjunkturprogramme

2.2.1. Konjunkturpaket I

2.2.2. Konjunkturpaket II

3. Wirtschaftspolitische Instrumente zur Konjunkturstabilisierung

3.1. Neuregelung der KFZ-Steuer

3.2. Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich Mobilität

3.3. Stärkung der PKW-Nachfrage – die Umweltprämie

4. Die Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Instrumente auf einzelne Marktsegmente

4.1. Auswirkungen auf die Automobilhersteller und –händler

4.1.1. Marktsituation vor und während der Krise

4.1.2. Auswertung von Geschäftsberichten und wirtschaftlichen Kennzahlen

4.1.3. Auswertungen von Verkaufs- und Zulassungszahlen

4.1.4. Auswirkungen auf Preispolitik und Wettbewerb

4.1.5. Aktuelle Marktsituation

4.2. Auswirkungen auf die Automobilzulieferer am Beispiel der Continental AG

4.2.1. Die Geschichte der Continental AG

4.2.2. Marktsituation vor und während der Wirtschaftskrise

4.2.3. Auswertung von Geschäftsberichten und wirtschaftlichen Kennzahlen

4.2.4. Aktuelle Marktsituation

4.3. Auswirkungen auf Auto-Werkstätten und Autoverwerter

5. Gewinner und Verlierer der wirtschaftspolitischen Instrumente

6. Branchenentwicklung und Prognose der Automobilindustrie

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Projekt-Abschlussarbeit hat zum Ziel, die Auswirkungen und Folgen der staatlichen wirtschaftspolitischen Instrumente der Bundesregierung auf die deutsche Automobilindustrie während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 zu analysieren und kritisch zu bilanzieren.

  • Chronologische Aufarbeitung der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007.
  • Analyse staatlicher Konjunkturpakete und deren direkter Einfluss auf den Automobilabsatz.
  • Untersuchung der Auswirkungen auf verschiedene Marktsegmente (Hersteller, Zulieferer, Werkstätten).
  • Bewertung der Wettbewerbseffekte und der preispolitischen Verschiebungen durch die Umweltprämie.
  • Prognose zur langfristigen Branchenentwicklung und Bedeutung zukünftiger Antriebstechnologien.

Auszug aus dem Buch

3.1. Neuregelung der KFZ-Steuer

Die bereits durch das Konjunkturpaket I eingeführte befristete Steuerbefreiung, sollte durch diese Neuregelung weiterführend verbessert und das alte Besteuerungssystem verändert werden. Das alte KFZ-Steuermodell basierte bis dahin auf der Größe des Hubraums und der Antriebsart. Mit dieser Reform wurde die Hauptbezugsgröße auf die CO²-Emision umgestellt und Hubraumgröße und die Antriebsart sind seitdem nur noch Nebengrößen. Diese emissionsbezogene Besteuerung, zielte hauptsächlich auf die Reduzierung es CO² Ausstoßes und somit dem Klimaschutz ab. Abbildung 1 zeigt die Details der neuen Besteuerung von Pkws. Elektromotoren waren dementsprechend 5 Jahre steuerbefreit und Verbrennungsmotoren wurden anhand der Abgasstufen mit Zuschlägen besteuert. Da Neuregelung auch auf der Steuerbefreiung des Konjunkturpakets I von 2008 aufbaute, hatten Neuwagenkonsumenten nach der Steuerbefreiung das Wahlrecht, welche Besteuerungsform am günstigsten ist. Die Neuregelung trat zum 01. Juli 2009 in Kraft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der Automobilindustrie ein und beschreibt das Marktumfeld sowie die Krisensituation ab 2008.

2. Die Wirtschaftskrise: Dieses Kapitel liefert eine chronologische Darstellung der globalen Finanzkrise und der deutschen Gegenmaßnahmen mittels Konjunkturpaketen.

3. Wirtschaftspolitische Instrumente zur Konjunkturstabilisierung: Hier werden die spezifischen Maßnahmen wie die KFZ-Steuerreform, Forschungsförderung und die Umweltprämie detailliert erläutert.

4. Die Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Instrumente auf einzelne Marktsegmente: Das Kapitel analysiert die konkreten Folgen der Maßnahmen auf Hersteller, Händler, Zulieferer wie Continental sowie Werkstätten und Verwerter.

5. Gewinner und Verlierer der wirtschaftspolitischen Instrumente: Es wird untersucht, welche Marktteilnehmer am stärksten von der Politik profitierten und welche Segmente durch Wettbewerbsverzerrungen belastet wurden.

6. Branchenentwicklung und Prognose der Automobilindustrie: Dieser Abschnitt behandelt die strukturellen Umbrüche der Branche und gibt einen Ausblick auf technologische Entwicklungen bis 2015/2020.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Erfolg der staatlichen Interventionen zur Rettung des Automobilmarktes.

Schlüsselwörter

Wirtschaftskrise, Automobilindustrie, Konjunkturprogramme, Umweltprämie, Abwrackprämie, Continental AG, KFZ-Steuer, Absatzförderung, Finanzkrise, Zulieferer, Elektromobilität, Konjunkturpaket, Marktanalyse, Automobilmarkt, Preispolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie staatliche Konjunkturmaßnahmen während der Finanzkrise 2008/2009 die deutsche Automobilindustrie beeinflusst haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die staatlichen Konjunkturpakete, deren Wirksamkeit bei der Absatzförderung sowie die Auswirkungen auf verschiedene Akteure entlang der Wertschöpfungskette.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Maßnahmen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, wer von diesen politischen Instrumenten profitierte und welche negativen Nebeneffekte auftraten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine deskriptive Analyse auf Basis von Geschäftsberichten, Kennzahlen, Fachpublikationen und Statistiken durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Krisenchronologie, die Analyse der wirtschaftspolitischen Instrumente und die differenzierte Betrachtung der Markteffekte bei Herstellern, Zulieferern und Werkstätten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Wirtschaftskrise, Umweltprämie, Konjunkturpaket, Continental AG und die deutsche Automobilbranche.

Inwiefern hat die Continental AG unter der Krise gelitten?

Die Continental AG war durch die Übernahme von Siemens VDO hoch verschuldet und erlitt massive Einbrüche in der Nachfrage, was zu Kapazitätsanpassungen führte.

Warum wird die Umweltprämie als "zweischneidiges Schwert" betrachtet?

Während sie den Absatz von Neuwagen förderte und Arbeitsplätze sicherte, belastete sie gleichzeitig Autoverwerter und Gebrauchtwagenhändler durch Marktverzerrungen und sinkende Schrottpreise.

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Details

Titel
Auswirkungen wirtschaftspolitischer Instrumente während der Wirtschaftskrise auf die Automobilindustrie
Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Frankfurt
Autor
Caroline Pickert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
60
Katalognummer
V187452
ISBN (eBook)
9783656107965
ISBN (Buch)
9783656108498
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftskrise Automobilindustrie Umweltprämie Abwrackprämie Auto Finanzkrise Markversagen Automobil Automarkt Weltwirtschaft Konjunktur Konjunkturpaket Konjunkturprogramm
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Caroline Pickert (Autor:in), 2011, Auswirkungen wirtschaftspolitischer Instrumente während der Wirtschaftskrise auf die Automobilindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187452
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