In der folgenden Arbeit stelle ich eine Stadt vor, die in ihrer historischen Geschichte verschiedenste Umbrüche erleben konnte.
Trotz ihrer geringen Größe und Unbekanntheit in der Welt, war und ist sie von großer Bedeutung für die umgebende Region und das heutige Land Brandenburg.
Die Stadt Peitz wird betrachtet von ihrem offiziellen Ursprung im Jahr 1301, über die Zeit der Renaissance im 16.Jh., bis hin zur industriellen Entwicklung im 20 Jh.
Dabei werden bestimmte Schlüssel-Ereignisse herausgegriffen, um den kontrastreichen Wandel der Stadt zu verdeutlichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historie der Stadt Peitz (14.Jh.)
2.1 Erste urkundliche Erwähnung
2.2 Zollstelle Peitz
3. Siedlungs- und Städtebauliche Veränderungen vom 16.-20.Jh.
3.1 Bau der Festung (16.Jh.)
3.2 Ansiedlung der Tuchmacher (18.Jh.)
3.3 Bau des Kraftwerks Jänschwalde (20.Jh.)
4. Erweiterungen in Peitz in der Phase des Kraftwerkbaus
4.1 Arbeiterwohnsiedlung (AWS)
4.2 Öffentliche Einrichtungen
4.3 Landschaftsgestaltung
5. Peitz heute
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische und städtebauliche Entwicklung der Stadt Peitz von ihrem Ursprung im 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart, wobei der Fokus auf den prägenden industriellen und infrastrukturellen Umbrüchen liegt, insbesondere durch den Bau der Festung, die Ansiedlung der Tuchmacher und die Errichtung des Kraftwerks Jänschwalde.
- Historische Ursprünge und urkundliche Erwähnung der Stadt Peitz
- Städtebauliche Transformationen durch Festungsbau und Industrialisierung
- Entstehung und Bedeutung der Arbeiterwohnsiedlung (AWS)
- Sozioökonomische Auswirkungen des Kraftwerksbaus auf die Infrastruktur
- Landschaftliche Veränderungen und deren heutige Nutzung
Auszug aus dem Buch
4.1 Arbeiterwohnsiedlung (AWS)
Die Arbeiterwohnsiedlung (AWS) liegt nördlich vom Stadtkern im Außenbereich der Stadt. Auf der Abb.5 ist die AWS mit einem A bezeichnet. In diesem früheren Waldgebiet wurde im Juli 1976 mit dem ersten Spatenstich der Bau einer Wohnanlage begonnen. Der Standort dieser Siedlung bezweckte, den polnischen Arbeitskräften, welche bei der Errichtung des Kraftwerkes Jänschwalde beteiligt waren, und den zukünftig angeworbenen Fachkräften, die das Werk bedienen sollten, einen Wohnraum zu schaffen, welcher in günstiger Entfernung zum Kraftwerk lag. Peitz bietet hierzu ebenfalls die optimale Nähe für Transport und Pendelwege sowie genügend Bebauungsraum.
Entgegen der gewohnten Familienhäuser in der Umgebung wird die Siedlung im Stil der „Leichten Platte“ gebaut. Der Typ des Hauses nennt sich „P2“. Nach Auskunft der Wohnungsbaugesellschaft (WBVG) Peitz, wurden Blöcke gebaut mit im Durchschnitt 5 Aufgängen, wovon jeder einzelne Aufgang eines Blockes 10 Wohnungen beinhaltete. Es handelte sich hierbei um 2-und 4-, jedoch überwiegend um 3-Raum Wohnungen. Die Besonderheit an diesem neuen, modernen Typ der Plattenbauwohnungen lag darin, dass die Küchen ein Durchreichefenster zum Wohnzimmer besaßen. Der Gesamtumfang der Wohnungsbebauung sicherte für etwa 1500 Menschen neuen Lebensraum (vgl. Küch 1976, S.4).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Stadt Peitz als historisch bedeutsamen Ort in Brandenburg vor und skizziert die methodische Betrachtung ihrer historischen Umbrüche von der Renaissance bis in die industrielle Moderne.
2. Historie der Stadt Peitz (14.Jh.): Dieses Kapitel behandelt die frühe Stadtgeschichte, beginnend bei der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1301 sowie der strategischen Bedeutung der Zollstelle Peitz für den regionalen Handel.
3. Siedlungs- und Städtebauliche Veränderungen vom 16.-20.Jh.: Hier werden die drei prägenden Entwicklungsphasen der Stadt analysiert: der Festungsbau im 16. Jahrhundert, die Tuchmacheransiedlung im 18. Jahrhundert und der massive industrielle Ausbau durch das Kraftwerk Jänschwalde im 20. Jahrhundert.
4. Erweiterungen in Peitz in der Phase des Kraftwerkbaus: Das Kapitel detailliert die städtebaulichen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbau, insbesondere den Wohnungsbau (AWS), die soziale Infrastruktur sowie die landschaftliche Umgestaltung.
5. Peitz heute: Die abschließende Betrachtung widmet sich dem Strukturwandel nach der Wiedervereinigung, dem Rückbau oder der Sanierung von Plattenbauten und der heutigen Nutzung der Stadt als Wohn- und Tourismusstandort.
Schlüsselwörter
Peitz, Stadtentwicklung, Industriegeschichte, Festungsbau, Kraftwerk Jänschwalde, Arbeiterwohnsiedlung, Lausitz, Tuchmacher, Stadtgeschichte, Infrastruktur, Stadtplanung, Strukturwandel, Fischerei, Brandenburg, Siedlungsbau
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und die städtebauliche Transformation der Stadt Peitz, wobei der Fokus auf den verschiedenen Epochen des Wandels liegt.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die historische Stadtentwicklung, der Festungsbau, die industrielle Entwicklung (insbesondere durch das Kraftwerk Jänschwalde) und die sozialen sowie infrastrukturellen Anpassungen der Stadt.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den kontrastreichen Wandel von Peitz von einer historischen Festungsstadt zu einem industriell geprägten Standort anhand von Schlüsselergebnissen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?
Die Autorin verwendet eine deskriptive und historische Analyse, gestützt durch Literaturrecherchen, Archivdaten des Bauamtes sowie Informationen lokaler Museen.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Etappen: die Gründung und Festungszeit, die Tuchmacherepoche und die Ära des Kraftwerkbaus inklusive der begleitenden Siedlungserweiterungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Stadtentwicklung, industrielle Geschichte, Siedlungsstruktur und sozialer Strukturwandel in der Lausitz.
Warum war die Arbeiterwohnsiedlung (AWS) für die Stadtentwicklung so bedeutend?
Sie schuf in kürzester Zeit neuen Wohnraum für ca. 1500 Menschen und veränderte durch ihren modernen Baustil das äußere Erscheinungsbild und die soziale Struktur der Stadt maßgeblich.
Welche Rolle spielten die Fischteiche in der Geschichte von Peitz?
Ursprünglich zur Unterstützung des Festungsbaus und zur Nutzung der Wasserkraft angelegt, entwickelten sie sich zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort für die Fischproduktion und sind heute ein zentrales Tourismusgebiet.
Wie hat sich Peitz nach der Wiedervereinigung strukturell verändert?
Nach 1989 wurden industrielle Strukturen angepasst, die ehemalige Arbeiterwohnsiedlung saniert oder zurückgebaut und der Fokus stärker auf den Familienhausbau und Tourismus gelegt.
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- Doreen Kutschke (Author), 2009, Peitz - eine Stadt im Wandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187465