Technische und rechtliche Rahmenbedingungen bei Onlineshops und Onlinebanking


Praktikumsbericht / -arbeit, 2011

34 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abkürzungsverzeichnis

A. Einführung

B. Technische Rahmenbedingung und rechtliche Rahmenbedingungen von Onlineshops und Onlinebanking
I. Rechtliche Rahmenbedingungen von Onlineshops
1. Vertragsschluss
2. Anfechtung
3. Zahlungssysteme für Unternehmer und Verbraucher
a) Online veranlasste Zahlungsverfahren
b) Online durchgeführte Zahlungsverfahren
c) Offline veranlasste Zahlungsverfahren
4. Juristische Betrachtung des elektronischen Geldes
5. Haftungsfragen: Disclaimer und Impressum
II. Technische Rahmenbedingungen von Onlineshops
1. Onlineshopsysteme
2. Sicherheitsaspekte
a) Mobile Agenten als Schutz der Privatsphäre
b) SSL
c) TLS
d) SSH
III. Rechtliche Rahmenbedingungen von Onlinebanking
IV. Technische Rahmenbedingungen von Onlinebanking
1. Persönliche Identifikationsnummer (PIN)
2. Transaktionsnummer (TAN)
3. Elektronische Signatur
a) Stufe 0: „Einfache elektronische Signatur“
b) Stufe 1: „Fortgeschrittene elektronische Signatur“
c) Stufe 2: „Fortgeschrittene qualifizierte elektronische Signatur“
d) Stufe 3: „Fortgeschrittene elektronische Signatur mit Anbieter-
4. Homebanking Computer Interface (HBCI)

C. Fazit

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

A. Einführung

Durch den immer stärkeren Einzug des Internets in verschiedene Lebensbereiche, vor allem im Bereich des elektronischen Handels- insbesondere durch sogenannte Onlineshops und Onlinebanking wird es natürlichen1 sowie juristischen Personen2 ermöglicht, Vertragsschlüsse im Internet mit nationalen und internationalen Bezug zu schließen und betriebswirtschaftliche Handlungen auszuführen. Es werden hierbei im Internet eine Reihe von Verträgen mit teils grenzüberschreitendem Charakter geschlossen, welche die Regeln des Internationalen Privatrechts (IPR)3 anwandten. Hinreichende Regeln waren unter anderen in den Art. 27 bis 37 EGBGB, welche einheitliche Bestimmungen und Anknüpfungen zu Schuldverhältnissen der EU enthielten, aufgeführt.4 Diese Regelung waren bis Ende 2009 geltendes Recht und durch das „[…] Europäische Schuldvertragsübereinkommen (EVÜ) bezeichnete völkerrechtliche Übereinkommen über das auf vertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht vom 19.06.1980 […]“5 geregelt. Durch die „[…] EU-Verordnung über das auf vertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht (Verordnung (EG) Nr. 593/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates, sog. “Rom-I-VO”) […]“6 wurden die Art. 27 bis 37 EGBGB hinfällig, da die Verordnung (EG) Nr. 593/2008 für alle Mitgliedsstaaten7 anwendbar ist.8 Im Zuge der neuen Möglichkeiten von unterschiedlichen Vertragsschlüssen über das Internet müssen zwingend auch technische und rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere deren Umsetzung bestimmt werden. Die hier vorliegende Arbeit möchte einen Überblick über das Thema „Technische und rechtliche Rahmenbedingungen bei Onlineshops und Onlinebanking“ aufzeigen, deren Bedeutung aufführen und eine zukünftige Entwicklung, insbesondere in technischer Hinsicht beleuchten.

B. Technische Rahmenbedingung und rechtliche Rahmen- bedingungen von Onlineshops und Onlinebanking

I. Rechtliche Rahmenbedingungen von Onlineshops

1. Vertragsschluss

Im Internet können Verträge gleichermaßen vollzogen werden, wie es im normalen Geschäftsleben der Fall ist. Allerdings sei zu erwähnen, dass es sich hierbei immer um ein „invitatio ad offerendum“9 handelt.10 Diesen Standpunkt vertritt auch das LG Essen11 sowie das LG Hamburg.12 Der BGH ist mit seinem Urteil13 anderer Auffassung. Nachdem Urteil des OLG Hamm vom 14.12.200014 ist das Vertragsangebot bei einer Internetauktion verbindlich. Sofern ein möglicher Käufer das Angebot annimmt, ist dieses auch wirksam. Falls der Verkaufspreis unverhältnismäßig unter dem konventionellen Marktpreis liegt, ist dies in gleicher Weise wirksam. Es gelten für das Zustandekommen von Verträgen bei Internetverkaufsplattformen15 die generellen Normen der §§ 145 ff. BGB16 Das Vertragsangebot sowie deren Vertragsannahme können durch Mausklick oder durch Betätigung der Entertaste abgegeben werden. Bei einem Vertragsschluss via E- Mail17 erfolgt dies über die Erteilung des Sendebefehls. Sofern im Rechtsverkehr eine natürliche oder juristische Person mit einer E-Mail Adresse auftritt und eine E- Mail an diese Person versendet wird, gilt der Eingang beim Empfänger durch den vom Provider bereitgestellten E-Mail Postfach ab Eingang mit Uhrzeit und Tag als erhalten.18 Der Klick auf „Bestellung senden“ führt somit nicht i.d.R. zum Abschluss eines Kaufvertrages19, sondern erst mit dem Angebot, welches dem Verkäufer zugeht und noch zustimmen muss.20 „[…] Das Angebot geht demnach vom Besteller aus; der Content-Provider entscheidet nach freiem Ermessen darüber, ob er das Angebot annimmt. […]“.21

2. Anfechtung

Das Angebot kann der Besteller nach §§ 119, 120 BGB anfechten, sofern seine Willenserklärung an den Verkäufer durch den Provider falsch übermittelt worden ist. Sollte der Besteller fälschlicherweise in einer E-Mail Angaben aufgeführt haben, welche sich als unwahr herausstellen, kann dieser nach § 119 Abs. 1, 2. Variante BGB anfechten.22 Bei EDV- gestützten Erklärungen, deren Fehlerhaftigkeit sich bereits im Vorfeld aufgrund fehlerhaften Datenmaterialen herauskristallisiert ist eine Anfechtung nicht möglich.23 Durch die Verwendung falschen Datenmaterials ist eine Anfechtung zu untersagen. Es handelt sich hierbei um einen irrelevanten Motivirrtum.24 Eine Verpflichtung an die elektronische Bestellung kommt auch durch Nutzung eines Fremden mit Wissen der Zugangsdaten des Benutzers in Betracht. Hierbei wird das Handeln unter fremdem Namen angenommen.25 Relevant ist dem Vertragspartner die Übereinkunft mit dem Träger des Namens, welches nach § 177 Abs. 1 BGB den Namensträger nach Genehmigung und den Regeln der Duldungs- und Anscheinsvollmacht verpflichtet (letzteres ist strittig) abhängt.26 Fraglich ist jedoch, welcher Zeitpunkt als Vertragsschluss in Frage kommt. Auf der einen Seite gibt es unter anderen im deutschen Recht die Vernehmungstheorie,27 welche den Zeitpunkt der Vernehmung der Willenserklärung unter Anwesenden als zugegangen betrachtet. Andererseits ist bei einer Willenserklärung unter Abwesenden der Zeitpunkt des Zugangs der Erklärung in den Machtbereich des Empfängers entscheidend. Bei internetkommunizierenden Computern geht man von einer Willenserklärung unter Anwesenden aus. Dies betrifft vor allem den Bereich des Eletronic data interchange (EDI)28. Der Vertragsschluss ist laut Auffassung von Thomas Hoeren „[…] im Wege von Willenserklärungen unter Abwesenden erfolgt […]“.29 Eine Erklärung von Person zu Person ist nach § 147 Satz 2 BGB Voraussetzung für einen Vertragsschluss von Abwesenden. Bei einem Zugang der Willenserklärung durch eine E-Mail ist es demnach entscheidend in welchem Zeitraum die Öffnung der E-Mail durch den Empfänger erfolgt. Bei Geschäftsleuten wird angenommen, dass diese mindestens einmal am Tag in den regulären Geschäftszeiten den E-Mail Verkehr überprüfen. Da noch keine Gründe zum Lesen von Mails bei Privatleuten vorliegen ist dies oft schwieriger anzusehen, Das Passieren einer Schnittstelle eines Onlineunternehmers30 ist bei einer automatischen Bestellannahme ausreichend. Das nach § 130 Abs. 1 Satz 2 BGB aufgeführte Widerrufsrecht ist fast ohne Bedeutung.31

3. Zahlungssysteme für Unternehmer und Verbraucher

Es gibt verschiedene Zahlungssysteme, welche für das Bezahlen der bestellten Dienstleistungen und Güter vorhanden sind. Diese können online,32 als auch offline33 erfolgen. Die Einteilung in diese beiden Kategorien kann allerdings nicht immer konkret bestimmt werden. Hierbei unterscheidet man im Zahlungsverfahren zwischen drei Systemgruppen, dem online und offline veranlassten Zahlungsverfahren, sowie dem online durchgeführten Verfahren.34

a) Online veranlasste Zahlungsverfahren

Hierbei handelt es sich meist um Verfahren zum Onlinebanking, wahlweise auch Mobile-Banking über Kundenkonten und Kreditkarte.35 Der Einsatz von Zahlungsinstrumenten, welche den Zugang zu ]einer Bankverbindung, also deren Sichteinlagen ermöglichen und dies elektronisch erfolgt, wird als online veranlasste Zahlung interpretiert. Dabei kann dies z.B. über das Onlinebanking oder dem Mobile Verfahren (z.B. der Versand von vollautomatischen strukturierten Nachrichten wie Rechnungen, Bestellungen sowie Lieferavise) beinhaltet. Durch EDI werden Kosten in der Bearbeitung und Verwaltung eingespart sowie Prozesse durch Verringerung der Geschäftszyklen erreicht. 29 Hoeren, Thomas: Internet & Co. im Handel: Strategien, Geschäftsmodelle, Erfahrungen 2001, S. 240.

Banking36 erfolgen. Als weitere Fraktion dieser Zahlungssysteme kann sich auch die Ausführung der Zahlung über ein Kundenkonto oder einer Kreditkarte eignen. Bei einer Zahlung durch ein Kundenkonto erfolgt dies über eine dritte Partei zwischen Verbraucher und Unternehmer. Der Dritte sammelt dabei die anfallenden Zahlungen des Verbrauchers und zieht diese anschließend über sein Bankkonto in gleichmäßigen Abständen ein. Eine Zahlung via Kreditkarte ist sicherheitstechnisch problematisch, allerdings eine gängige Praxis der veranlassten Zahlung im Internet.37 PayPal38 könnte man durchaus als zum online veranlassten Zahlungsverfahren hinzuzählen und zählt zu dem kontenbasierenden System der Klasse 2.39 Mit PayPal ist es nicht möglich, offline geführte Transaktionen zu ermöglichen, da alle anfallenden Geldgeschäfte über ein Onlinezentralsystem abgewickelt werden. Dies unterstreicht abermals den Charakter eines Online veranlassten Zahlungsverfahrens.40 Die Einlagen des PayPal- Nutzers sind in USD oder Euro bzw. Pfund notiert. PayPal- Teilnehmer41 „[…] außerhalb der USA müssen eine Kreditkarte angeben, über die PayPal sowohl Einlagen in das System als auch direkte Zahlungen an andere Systemteilnehmer abrechnet […]“.42 Die Verifizierung des Kreditkartenbesitzers erfolgt durch einen geringen Mitgliedsbeitrag, welcher von PayPal von der Kreditkarte eingezogen wird. Bei der Rechnung für die Kreditkarte erfährt man anschließend die vierstellige PayPal- Mitgliedsnummer, welche anschließend zur Bestätigung in ein Formular via HTTP43 mit Secure Sockets Layer (SSL)44 übermittelt wird. Die Nutzung und Zahlung über PayPal geschieht entweder über die PayPal- Webseite oder aber auch über eine Umleitung des Betreibers eines Onlineshops. Ebenfalls kann mit vorhandenen Guthaben auf dem PayPal- Konto die jeweiligen Rechnungsbeträge begleichen. PayPal- Guthaben kann durch das vorhandene Bankkonto des Nutzers übertragen werden, welches die Auszahlung auf europäische45 und amerikanische Bankkonten ermöglicht.46

b) Online durchgeführte Zahlungsverfahren

Durchführbares Zahlungsverfahren über Netzgeld und Geldkarte, welches an diversen Bedingungen der Peripherie (z.B. ein Kartenlesegerät) und des Computers voraussetzt.47 Dabei soll dieses Verfahren dem bargeldähnlichen Verfahren nahestehen „[…] und bargeldlose Zahlungen substituieren […]“.48 Das Bargeldsurrogat wird sogleich vom Schuldner an dem Gläubiger unter Ausschluss von Dritte übertragen. Hierbei sollte sichergestellt werden, dass die übermittelten Daten an dem Empfänger nicht verändert worden sind und nur Autorisierten zugänglich sind. Es muss die Vertraulichkeit der Daten sowie die Korrektheit von Informationen über die Zahlung und Bestellung Rechnung getragen werden. Durch das Netzgeldzahlungsverfahren wird dies umfänglich sichergestellt.49 Das Netzgeld ist ein Zahlungsmittel, welches nur in Netzwerken, z.B. dem Internet vorhanden ist. Die Aufgabe von Netzgeld ist die Überbrückung „[…] für Zahlungen an Empfänger aus Distanzgeschäften […]“,50 deren Hauptaugenmerk der Übermittlung von Sichteinlagen dient. Dabei ist der monetäre Wert des sogenannten Netzgeldes auf Festplatten von Computern gespeichert. Der durchgeführte Zahlungsvorgang der zahlenden Person ist im späteren Verlauf unverkettbar und die betreffende Person erhält eine relative Anonymität, da die zahlende Person über deren E-Mail Adresse verifizierbar ist und eine unbedingte Anonymität nicht gegeben ist. Das Netzgeld lässt somit keine Verbindung des Zahlungsmittels mit der zu zahlenden Person erkennen.51 Netzgeld ist zweifelsfrei „[…] als Anweisung im weiteren Sinne (i.w.S.) analog […]“52 zu den §§ 783 ff. BGB aufzuführen. Diese Anweisungsart ist folglich weitestgehend wertpapierähnlich. Im engeren Sinne ist dies nach §§ 783 ff. BGB als Namenspapier53 zu titulieren und hat zur Folge, dass die Leistung „recta“ an die betreffenden Schriftstücke aufgeführten Personen zu leisten ist. Die direkte Anwendung der §§ 790, 792 BGB ist infolge der Regelungsgehalte zu verneinen. Die Verwendung des § 792 Abs. 2 Satz 1 BGB ist aufgrund der Token Struktur54 utopisch. Der Netzgelddatensatz für die Vorbezahlung ist mit der vorhandenen Kontokennung genügend bestimmt um einen definierten Zahlungsgläubiger auszuweisen. Der Empfänger der Zahlung wurde durch die Anweisung befugt, „[…] die im Netzgelddatensatz benannte Leistung bei dem Angewiesenen im eigenen Namen zu erheben […]“.55

c) Offline veranlasste Zahlungsverfahren

Hier ist unter anderen das Verfahren der Nachnahme bei Güterlieferung an den Besteller, die klassische Überweisung, also die Ausfüllung des Überweisungsträgers und anschließende Auftragserteilung des entsprechendes Bankinstituts bezeichnet, sowie die Einzugsermächtigung des Unternehmers gegenüber dem Verbraucher56 aufzuführen. Die Zahlung kann auch über ein Mobiltelefon vorgeschaltet sein und zur Autorisierung auffordern. Das Charakteristikum eines offline veranlassten Zahlungsverfahrens besteht dadurch, dass die Zahlung bedingungslos von einer Onlinebestellung resultiert. Dabei dient das Internet hierbei lediglich als Kommunikationsmittel. Dieses Zahlungsverfahren könnte zunächst als „[…] nicht mediengerechte […]“57 charakterisiert werden, allerdings kann davon ausgegangen werden das die anerkannten und bevorzugten oben aufgeführten Systeme der Banken (Überweisungs- und Lastschriftverfahren) in Zukunft als altbewährtes Zahlungsverfahren bei Banken fortbestehen werden. Ein Zahlungssystem, welches auf ein mobiles Verfahren, dem sogenannten „Mobile Payment“ (M-Payment) beruht, nutzt für die „[…] Zusammenführung der Transaktionsdaten […]“58 ein Mobiltelefon. Die Abwicklung der Zahlung erfolgt allerdings über die Bankverbindung (Bankkonto oder Kreditkarte), der SIM-Karte59 im Mobiltelefon. Ein standardisiertes Verfahren um eine juristische Zuordnung bei mobilen Zahlungssystemen zu ermöglichen existiert nicht.60

4. Juristische Betrachtung des elektronischen Geldes

Lange Zeit gab es im deutschen Recht keine gesetzliche Legaldefinition für den Begriff des E-Geldes. Dies änderte sich mit dem vierten Finanzmarktförderungsgesetz, welche am 1.07.2002 in Kraft trat. Nach § 1 Abs. 14 KWG definierte man „[…] hardwarebasierte Geldbörsensysteme und softwarebasierte Netzgeldsysteme […]“61 und fasste diese zusammen.62 Mit der neuen Gesetzesnovelle bzw. der zweiten E-Geld Richtlinie wurde die Definition von E-Geld Geschäften und dem E-Geld neu artikuliert. Demnach ist nach § 1a Abs. 3 ZAG E-Geld jeder elektronisch und magnetisch gespeicherter finanzieller Wert „[…] in Form einer Forderung gegenüber dem Emittenten63, der gegen Zahlung eines Geldbetrages ausgestellt wird, um damit Zahlungsvorgänge im Sinne des § 675f Absatz 3 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs durchzuführen, und der auch von anderen natürlichen oder juristischen Personen als dem Emittenten angenommen wird. […]“.64 Der Begriff des E-Geldes enthält „[…] nicht mehr die Verwaltung von Geld […]65 und eine mögliche Auslagerung von E-Geld Programmen bzw. deren Administration zu ermöglichen. Dies hat einen entscheidenden Vorteil: Die ausgelagerte Administration bzw. Verwaltung benötigt keine Lizenz66 als E-Geld Institut. Der Gesetzgeber hat eine bewusst technische Neutralität des Begriffes gewählt, um „[…] alle Geschäfte, bei denen ein Zahlungsdienstleister geldwerte Einheiten gegen Vorauszahlung bereitstellt […]“,67 welche für eine Zahlung genutzt werden kann ebenfalls von Dritten als Zahlung anerkannt werden. Sofern bei einem Zweiparteiensystem der Emittent den Weg der Zahlung (elektronisch) anerkennt, fällt dies nicht unter die Regulierungen des E-Geldes.68

[...]


1 Als natürliche Person wird jeder Mensch bezeichnet, deren Rechtsfähigkeit (Träger von Rechten und Pflichten zu sein) mit der Geburt beginnt und mit seinem Tode endet.

2 Juristische Personen sind alle Personen, welche sich einer gesetzlichen vorgesehenen Rechtsform bedienen. Dabei erwirbt die einzelne juristische Person ihre Rechtsfähigkeit mit Eintragung in das Handels-, Genossenschafts- oder Vereinsregister. Sie verliert ihre Rechtsfähigkeit mit Liquidation des Unternehmens.

3 Als Internationales Privatrecht bezeichnet man einen Teil des nationalen Rechts, welches inländische Gerichte und Behörden auf einen Auslandssachverhalt anzuwenden haben.

4 Vgl. Hoeren, Thomas: Internet & Co. im Handel: Strategien, Geschäftsmodelle, Erfahrungen 2001, S. 237.

5 URL1. 6 URL1.

7 Außer Dänemark.

8 Es erfolgten minimale Änderungen; Kernaussagen des EVÜ/EGBGB finden sich in der Rom-I- Verordnung wieder.

9 Ein „invitatio ad offerendum“ ist die Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes und ist somit als nichtrechtsgeschäftliche Handlung zur Vertragsanbahnung zu definieren.

10 Vgl. OLG Oldenburg, Urteil v. 11.01.1993, NJW 1993, 1400.

11 Vgl. LG Essen, Urteil. v. 13. 2. 2003, NJW-RR 2003, 1207.

12 Vgl. LG Hamburg, Urteil v. 09.07.2004, NJW-RR 2004, 1568.

13 Vgl. BGH Urteil v. 07.11.2001- VIII ZR 13/01, JurPC Web-Dok. 255/2001, Abs. 1- 37.

14 Vgl. OLG Hamm, Urteil v. 14.12.2000, NJW 2001, 1142.

15 Eine Internetverkaufsplattform ist ein virtueller Platz im Internet. Auf dieser Plattform befinden sich Dateien und Ressourcen, welche durch das Hypertext-Verfahren summarisch verbunden werden und Sachen oder Dienstleistungen angeboten werden.

16 Vgl. OLG Köln Urteil v. 13.01.2006, VuR 2006, 312.

17 Eine E-Mail ist eine durch Computernetzwerke übertragene Nachricht.

18 Vgl. Himmelreich, K. et al.: AutoKaufRecht Für Neu- und Gebrauchtwagen 2006, Rn. 2992.

19 Vgl. LG Hamburg, Urteil v. 09.07.2004, NJW-RR 2004, 1568.

20 Vgl. AG Westerburg, Urteil v. 14.03.2003, MMR 2003, 609.

21 Hoeren, Thomas: Internet & Co. im Handel: Strategien, Geschäftsmodelle, Erfahrungen 2001, S. 239.

22 Vgl. BGH Urteil v. 7.06.1984- IX ZR 66/83, NJW 1984, 2279-2281.

23 Vgl. AG Frankfurt/Main, Urteil v. 13.6.1989, NJW-RR 1990, 116.

24 Vgl. LG Frankfurt/Main, Urteil v. 28.02.1997, CR 1997, 738.

25 Vgl. Borsum, Wolfgang, Hoffmeister, Uwe, Rechtsgeschäftliches Handeln unberechtigter Personen mittels Bildschirmtext, NJW 1985, S. 1205.

26 Vgl. OLG Oldenburg, Urteil v. 11.01.1993, NJW 1993,1400.

27 Bei der Vernehmungstheorie wird zwischen der strengen und der eingeschränkten oder

abgeschwächten Vernehmungstheorie unterschieden. Die strenge Vernehmungstheorie geht vom

richtigen Auffassen der Willenserklärung aus. Hierbei trägt der Erklärende immer das Risiko. Bei der eingeschränkten Vernehmungstheorie geht man davon aus dass der Erklärungsgegner die Willenserklärung korrekt und vollumfänglich wahrgenommen hat.

28 Als EDI wird der elektronische Datenaustausch bezeichnet, welcher in der EDV alle elektronischen

30 Der Onlineunternehmer ist als Unternehmer nach § 14 ff. BGB zu sehen.

31 Vgl. Hoeren, Thomas: Internet & Co. im Handel: Strategien, Geschäftsmodelle, Erfahrungen 2001, S. 240-241.

32 Als „online“ bezeichnet man eine intakte Verbindung zu einem Kommunikationsnetzwerk. Im vorliegenden liegt das Augenmerk auf das Internet.

33 „Offline“ bezeichnet eine getrennte Netzanbindung, z.B. über das Internet.

34 Vgl. Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 113-114.

35 Näheres hierzu unter Kapitel „Technische Rahmenbedingungen von Onlinebanking“, S. 18.

36 Als Mobil-Banking wird die Durchführung von Bankaktivitäten assoziiert, welches über mobile Endgeräte (Mobiltelefon oder PDA) erfolgt.

37 Vgl. Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 114,115.

38 PayPal ist ein Bezahlsystem der PayPal Inc. und eine Tochtergesellschaft von eBay Inc.

39 Vgl. Göscka, Karl Michael et al.: E- und M-Commerce - die Technik: Technologie, Design und Implementierung 2003, S. 343.

40 Vgl. Göscka, Karl Michael et al.: E- und M-Commerce - die Technik: Technologie, Design und Implementierung 2003, S. 344.

41 Vgl. Göscka, Karl Michael et al.: E- und M-Commerce - die Technik: Technologie, Design und Implementierung 2003, S. 343.

42 Göscka, Karl Michael et al.: E- und M-Commerce - die Technik: Technologie, Design und Implementierung 2003, S. 343.

43 HTTP ist ein Protokoll, welches Daten in einem Netzwerk überträgt. Die Hauptanwendung liegt im Internet, um Webseiten mittels Webbrowser zu laden.

44 Siehe auch S.14 zu SSL.

45 Für die Auszahlung auf europäische Konten erhebt PayPal Inc. eine Gebühr in Höhe von 1,00 Euro.46 Vgl. Göscka, Karl Michael et al.: E- und M-Commerce - die Technik: Technologie, Design und Implementierung 2003, S. 344.

47 Näheres im Kapitel „Homebanking Computer Interface (HBCI)“, S. 22.

48 Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 115.

49 Vgl. Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 114, 115.

50 Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 125.

51 Vgl. Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 115.

52 Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 125,126.

53 Als Namens- oder Rektapapier werden Wertpapiere mit bestimmten Namen definiert, welche durch Abtretung, Übergabe und Einigung übertragen werden können. Die Leistung erfolgt recta. Diese Papiere sind folglich nicht für den Umlauf bestimmt.

54 Die Token Struktur ist eine hardwarebasierende Sicherheitslösung zur Authentifizierung und Verifizierung von Benutzer.

55 Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 126.

56 Verbraucher im Sinne des § 13 BGB.

57 Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 114.

58 Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 114.

59 Die SIM-Karte befindet sich im Mobiltelefon und wird für die Identifikation des Netzteilnehmers benötigt. Sie besteht aus einem Prozessor und einem Speicher.

60 Vgl. Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 113, 114.

61 Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 119.

62 Vgl. Neumann, Dania, Internet-Zahlungssysteme für Händler und Verbraucher im deutschen

Rechtssystem, in Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment: mit 18 Tabellen, S. 119.

63 Als Emittent werden Institute bezeichnet, welche z.B. Urkunden und Wertpapiere auf Geld- und Kapitalmärkten ausgeben.

64 § 1a Abs. 3 ZAG.

65 URL2.

66 Inländische E-Geld Institute bzw. deren E-Geld Geschäft benötigen zur Inbetriebnahme die schriftliche Erlaubnis der BaFin nach § 8a ZAG.

67 URL2.

68 Vgl. § 1a Abs. 5 Nr. 1 iVm. § 1 Abs. 10 Nr. 10 ZAG.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Technische und rechtliche Rahmenbedingungen bei Onlineshops und Onlinebanking
Hochschule
Hochschule Schmalkalden, ehem. Fachhochschule Schmalkalden
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
34
Katalognummer
V187480
ISBN (eBook)
9783656109099
ISBN (Buch)
9783656109198
Dateigröße
662 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
technische-, rahmenbedingungen, onlineshops, onlinebanking
Arbeit zitieren
Fabian Sachs (Autor:in), 2011, Technische und rechtliche Rahmenbedingungen bei Onlineshops und Onlinebanking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187480

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