Investition - Investitionsrechnung an einem Beispiel


Referat (Ausarbeitung), 2011

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel und Vorgehensweise

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
2.1. Definition Investition
2.2. Definition und Begriff der Vorteilhaftigkeit
2.3. Verfahren der Investitionsrechnung
2.3.1. Statische Verfahren
2.3.2. Dynamische Verfahren

3. BEWERTUNG EINER INVESTITION
3.1. Isolation der Investition
3.2. Anwendung zweier Vergleichsrechnungen
3.2.1. Rentabilitätsvergleichsrechnung
3.2.2. Kapitalwertvergleichsrechnung
3.3. Interpretation der Ergebnisse

4. FAZIT

II. LITERATURVERZEICHNIS

III. INTERNETQUELLEN

IV. ANHANG

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“1 sagte einst Benjamin Franklin.2 Und dieses Zitat trifft heute immer noch zu. Heutzutage müssen Unternehmen laufend Entscheidungen für oder gegen bestimmte Investitionen treffen, dabei spielt es keine Rolle ob es eine Investition in Wissen oder in einen Gegenstand ist. Die Beurteilung der Vorteilhaf- tigkeit des jeweiligen Vorhabens durch die Entscheidungsträger ist die notwendige Grundlage für die Umsetzung. Wenn sich dieses Urteil auf ein systematisches Vorgehen stützen soll, welches auch die Vergleichbarkeit mehrerer Alternativen untereinander gewährleistet, so ist es möglich, dass sich der Entscheider an den Instrumenten der Investitionsrechnung bedient, um die Vorteilhaftigkeit der Instrumente zu ermitteln. In zusammengefasster Form wird dieses Thema im Rahmen dieser Ausarbeitung theoretisch dargestellt.

1.2. Ziel und Vorgehensweise

In dieser Arbeit wird sich aufgrund des Umfangs auf die Betrachtung unter Sicherheit eingesetzter Partialansätze der Investitionsrechnung beschränkt. Auch wenn in der Praxis, die Mehrzahl der Entscheidungen unter Berücksichtigung von Unsicherheit getroffen werden, wird diese Thematik hier nicht weiter thematisiert. Diese Arbeit konzentriert sich aus diesem Grunde auf die quantifizierbaren Auswirkungen von Investitionsentscheidungen, auf die qualitativen Folgen wird daher nicht weiter eingegangen. Der Fokus dieses Assignments liegt auf den Verfahren der eigentlichen Investitionsrechnung. Ergänzende Analysen wie z.B. die Amortisationsrechnung zählen nicht dazu und werden somit nicht erwähnt.

Nach der Einleitung werden im zweiten Kapitel die Begriffe „Investition“ und „Vorteilhaftigkeit“ definiert und die theoretischen Grundlagen der statischen und dynamischen Verfahren erläu- tert. Dabei wird insbesondere auf die Vor- und Nachteile des jeweiligen Verfahrens eingegan- gen. Im nachfolgenden Kapitel steht die Bewertung einer Investition am Beispiel des Kaufs der Anlage Typ B durch das Unternehmen U1 im Mittelpunkt. Dies beinhaltet, dass zwei aus- gewählte Verfahren, Rentabilitätsvergleich- und Kapitalwertrechnung, am Beispiel einer Plan- spielinvestition angewendet und im Anschluss auf ihre Vorteilhaftigkeit hin untersucht werden.

Abschließend folgt die Interpretation der Ergebnisse. Das Fazit, eine kurze Zusammenfassung der Thematik, schließt diese Arbeit im vierten Kapitel ab.

2. Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmungen

2.1. Definition Investition

Um einen Einstieg in die Thematik zu erhalten werden im Folgenden die einzelnen erforderli- chen Begrifflichkeiten näher erläutert. Je nach Blickwinkel aus dem die Definition heraus er- folgt, haben sich verschiedene Begriffe der Investition herausgebildet. Es existiert noch keine einheitliche Begriffsauslegung. Eine knappe Definition gibt Günter Wöhe.3 Für ihn ist eine „Investition einfach die Verwendung von finanziellen Mitteln.“4 In diesem Referat wird unter Investition eine betriebliche Tätigkeit, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten Ein- und Aus- zahlungen verursacht - beginnend mit einer Auszahlung, verstanden.5 Hierbei handelt es sich um den zahlungsorientierten Investitionsbegriff, um „die relevanten Größen für die Bewertung von Investitionshandlungen in Bezug auf monetäre Ziele zu erfassen.“6

2.2. Definition und Begriff der Vorteilhaftigkeit

Beim Begriff der Vorteilhaftigkeit einer Investition kann zwischen absoluter und relativer Vorteilhaftigkeit unterschieden werden. Unter der absoluten Vorteilhaftigkeit einer Investition wird ihre Eignung verstanden, zum Erreichen der Unternehmensziele beizutragen. Die Betrachtung beschränkt sich dabei auf die monetären Ziele.7 Der Begriff gibt somit Auskunft darüber ob eine Investition überhaupt als Alternative für ein Unternehmen in Frage kommt.

Wenn eine Investitionsalternative im Vergleich zu einer anderen Investitionsmöglichkeit wirt- schaftlicher ist liegt eine relative Vorteilhaftigkeit vor. Wenn sich zwei oder mehr Investitionen durch absolute Vorteilhaftigkeit als mögliche Alternativen für das Unternehmen qualifiziert haben, so ist diejenige relativ vorteilhaft, die den größeren Beitrag zur Erreichung der Unter- nehmensziele beisteuert. In der Praxis wird die Investition mit der größten Vorteilhaftigkeit durchgeführt.8

2.3. Verfahren der Investitionsrechnung

2.3.1. Statische Verfahren

Alle statischen Ansätze bauen auf den Daten der Kosten- und Leistungsrechnung auf. Dazu wird mit fiktiven Werten einer Durchschnittsperiode gearbeitet, welche möglichst repräsentativ für die getätigte Investition sein sollte. Die zeitliche Verteilung der aus der Investition resultierenden Zahlungen finden infolge der Durchschnittsbildung keinerlei Berücksichtigung.9 Die Kostenvergleichs-, die Gewinnvergleichs- und die Rentabilitätsvergleichsrechnung zählen zu den statischen Verfahren der Investitionsrechnung.

Vorteile dieser Methode

Als Vorteil der statischen Verfahren ist der geringe Aufwand der Datenbeschaffung, die leichte Verständlichkeit der Methodik sowie die einfache Interpretierbarkeit ihrer Ergebnisse zu nennen. Der Grund hierfür ist zumeist dass die Größen des betrieblichen Rechnungswesens die Basis dieser Berechnungen bilden.10 Darüber hinaus wird häufig auch die geringe Anforderung, die in mathematischer Hinsicht an den Anwender gestellt wird, sowie der damit verbundene niedrige Zeitaufwand bei der Durchführung als vorteilhaft gesehen.11

Nachteile dieser Methode

An den statischen Verfahren ist hauptsächlich die Durchschnittsbildung zu kritisieren, da sie die zeitliche Struktur, in den die Zahlungen anfallen, ausblenden. Daraus folgt, dass die Ge- genwartspräferenz des Investors vernachlässigt wird, was bedeutet das der Mehrzahl der Investoren eine Zahlung heute lieber ist, als eine Zahlung in gleicher Höhe, die erst in der Zukunft erfolgt. Hierbei findet also die Zielsetzung der Investoren nicht ausreichend Zuwen- dung.12

Des Weiteren gehen diese Verfahren von der Annahme des exakt gleichen Kapitaleinsatzes und der gleichen Nutzungsdauer der zu vergleichenden Investitionsalternative aus, was als nachteilig zu bewerten ist. Wenn man von einem bestimmten Startkapital des Investors aus- geht, führen unterschiedliche Anschaffungskosten und Nutzungsdauern in unterschiedlichen Zeiträumen zu Summen freien Kapitals und somit zur Frage nach deren Verwendung.

2.3.2. Dynamische Verfahren

Die dynamischen Verfahren basieren auf den tatsächlichen Ein- und Auszahlungen einer In- vestition. Des Weiteren wird die zeitliche Komponente hier explizit mit einbezogen. Durch Auf- und Abzinsung der Zahlungen auf einen einheitlichen Zeitpunkt werden die jeweiligen Zahlun- gen vergleichbar.13 Dem verwendeten Kalkulationszins kommt eine besondere Bedeutung zu, denn er entscheidet über den Aussagegehalt der Ergebnisse dieses Verfahrens. Die Kapital- wert-, die Annuitätenmethode sowie die Methode des internen Zinssatzes zählen zu den dy- namischen Verfahren.

Vorteile dieser Methode

Der Vorteil dieser Methoden liegt in ihrer Verfahrensweise, da sie durch die Verwendung von Ein- und Auszahlungen eine realitätsnahe Beurteilung der monetären Konsequenzen einer Investition ermöglichen und sie die Gegenwartspräferenz des Investors einbeziehen, indem sie dem Anfall der Zahlungen im Zeitverlauf berücksichtigen. Damit begegnen sie den wesentlichen Nachteilen der statischen Verfahren.

Nachteile dieser Methode

Dennoch weist auch diese Methode Probleme auf, vor allem in Bezug auf Prämissen die den Kapitalmarkt betreffen. Denn die dynamischen Verfahren setzten einen vollständigen und vollkommenen Kapitalmarkt voraus. Das bedeutet nichts anderes als das es genau einen Zinssatz, dem allen bekannt ist, gibt, zu dem sowohl Geldanlage als auch Geldaufnahme in beliebigem Umfang möglich sind. Je nach ]betrachtetem Markt können diese Prämissen unter- schiedlich realistisch sein.14

Häufig wird als Nachteil auch die Wiederanlageprämisse genannt, welche unterstellt das freiwerdendes Kapital zum Kalkulations- bzw. internen Zins angelegt werden kann.15 Insbesondere bei der Zinsfußmethode entbehrt dies einer ökonomischen Grundlage. Ferner ist aufzuführen, dass die Datenermittlung und die Berechnung bei dynamischen Verfahren mit einem höheren Aufwand verbunden sind.

[...]


1 Franklin, Benjamin; http://www.zitate.de/kategorie/Bildung/ Abgerufen und Ausgedruckt am 22.11.2011

2 Benjamin Franklin (1706-90), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler, 1776 Mitunterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.

3 Günter Wöhe (1924 - 2007), war ein deutscher Ökonom und gilt als Koryphäe der Betriebswirtschaftslehre.

4 Witte, Hermann; München 2007, S. 226

5 vgl. Kruschwitz, Lutz; München 2007, S. 4

6 Gugel, Wolf; Ehningen bei Böblingen, 1992, S. 11

7 vgl. Brüggemann, Timo; Norderstedt 2005, S. 54

8 vgl. Müller, Claudia Dr.; Investitionsrechnung, Leoben, 2005/2006, S. 4

9 vgl. Zimmermann, Gebhard; München 2003, S. 20

10 vgl. Mensch, Gerhard; München 2002, S. 64

11 vgl. Götze, Uwe; Berlin 2008, S. 66ff

12 vgl. Kruschwitz, Lutz; München 2007, S. 42

13 vgl. Götze, Uwe; Berlin 2008, S. 66ff

14 vgl. Heidorn, Thomas; Wiesbaden 2006, S. 9f

15 vgl. Götze, Uwe; Berlin 2008, S. 82ff

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Investition - Investitionsrechnung an einem Beispiel
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Pinneberg (ehem. Rendsburg)
Veranstaltung
BWL09 Unternehmensplanspiel
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V187506
ISBN (eBook)
9783656110200
ISBN (Buch)
9783656110453
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
investition, investitionsrechnung, beispiel
Arbeit zitieren
Kim Wildauer (Autor), 2011, Investition - Investitionsrechnung an einem Beispiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187506

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