Diversity Management ist stark im Kommen. Doch es ist voraussetzungsvoll. Auf Unternehmensebene braucht es Maßnahmenbündel, die viel Mitgestaltungsmöglichkeiten für MitarbeiterInen und Führungskräfte bieten. Es ist ein Veränderungsprozess, der entsprechendes Handwerkszeug benötigt. Der Sinn muss breitenwirksam kommuniziert und für die eigene Arbeitseinheit nachvollziehbar gemacht werden. Die ökonomische und soziale Wirkungsevidenz des Diversity Management gilt es noch weiter zu erforschen. Die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik/Gesellschaft ist sehr groß – sie braucht mehr Beachtung und kreative Gestaltung.
Inhaltsverzeichnis
1. Diversity Management heute - Vielfalt und Image
2. Herausforderungen in der Zukunft
3. Die Realität scheint zwiespältig
3.1 Der Sinnzusammenhang
3.2 Die Quotierungsfrage
3.3 Führungsqualität
3.4 Einzelmaßnahmen
3.5 Eigene Relevanz finden
3.6 Human Ressources
4. Das Pferd andersherum aufzäumen
5. Umsetzungsstärke durch Change Management Kompetenzen
5.1 Schritt 1 Steuergruppe Diversity
5.2 Schritt 2 Zukunftsszenario
5.3 Schritt 3 Vision und Strategie
5.4 Schritt 4 Diversity Audit
5.5 Schritt 5 Unternehmensziele
5.6 Schritt 6 Implementierung von Diversity Management
6. Diversity Management – Wirtschaft und Politik können an einem Strang ziehen
6.1 Die Refokussierung der Charta der Vielfalt
6.2 Refokussierung der Zuwanderungsgesetzgebung
6.3 Vielfalt in den Parteien und in den öffentlich-rechtlichen Medien
6.4 Beauftragung von Forschung
6.5 Innovative Interventionen
6.6 Bündelung von Projekten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Unternehmen Diversity Management erfolgreich als strategischen Veränderungsprozess implementieren können, um echte Wertschöpfung zu erzielen, anstatt es lediglich als Image-Maßnahme zu betrachten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit auf den Weg in eine empirisch fundierte Gewinnzone durch Diversity Management nehmen können.
- Die kritische Analyse des aktuellen Status quo des Diversity Managements in der Unternehmenspraxis.
- Die theoretische und praktische Verbindung von Diversity Management mit markt- und unternehmensstrategischen Zielen.
- Die Darstellung eines systematischen Change-Management-Ansatzes zur Implementierung von Vielfalt.
- Die Rolle der Politik und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen bei der Förderung von Diversity.
Auszug aus dem Buch
Umsetzungsstärke durch Change Management Kompetenzen
Die Einführung des Diversity Management ist ein profunder Veränderungsprozess. Bei keiner Veränderung geht nur darum, Menschen zu einem neuen Thema zu informieren und zu schulen. Schon gar nicht, wenn es auch um unternehmensstrategischen und kulturellen Wandel sowie persönliche Haltungsveränderungen geht. Die reichhaltige Literatur und Kompetenz rund um den systemischen Beratungsansatz (R.Königswieser et al Simsalabim Stuttgart 2001) lassen es umso erstaunlicher erscheinen, dass es hier bisher kaum eine Verbindung gab. Im Diversity Management werden häufig relativ isolierte Interventionen nebeneinander gefahren. In kaum einem Unternehmen ist die Rede von sogenannten Change Architekturen, die, basierend auf einer transparenten Systemdiagnose, Interventionen bündeln, mit einer Steuergruppe begleiten und reflektieren lassen. Übertragen auf das Diversity Management erscheint es dringend geboten, systematisch „systemisch“ vorzugehen, um dem Thema die gebührende Durchschlagkraft zu geben. Besonders vordringlich ist es, Diversity Management strategisch, kulturell und strukturell parallel anzugehen. Da Zukunftsthemen hier eine besondere Rolle einnehmen, ist eine Vorgehensweise empfehlenswert, die dem Rechnung trägt. Schrittweise dargestellt sieht ein klar strategisch orientierter Diversity Management Prozess dann so aus:
Zusammenfassung der Kapitel
Diversity Management heute - Vielfalt und Image: Dieses Kapitel kritisiert die oft oberflächliche und rein imagegetriebene Anwendung von Diversity Management in der heutigen Unternehmenspraxis.
Herausforderungen in der Zukunft: Hier wird der Bedarf an einer direkten Verknüpfung von Diversity-Maßnahmen mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und dem ROI thematisiert.
Die Realität scheint zwiespältig: Dieses Kapitel beleuchtet die ambivalente Umsetzung in Unternehmen, wobei Themen wie Sinnstiftung, Quotenregelung und Führungsqualität im Fokus stehen.
Das Pferd andersherum aufzäumen: Es werden erfolgreiche Geschäftsbeispiele vorgestellt, bei denen Diversity als Motor für Innovation und neue Märkte genutzt wird.
Umsetzungsstärke durch Change Management Kompetenzen: Hier wird ein systemischer, sechsstufiger Prozess für die strategische Implementierung von Diversity Management beschrieben.
Diversity Management – Wirtschaft und Politik können an einem Strang ziehen: Das abschließende Kapitel diskutiert gesellschaftspolitische Handlungsfelder wie Zuwanderungsgesetze und die Rolle von Medien und Parteien.
Schlüsselwörter
Diversity Management, Veränderungsprozess, Unternehmensstrategie, Change Architektur, Systemdiagnose, Unternehmenskultur, Wertschöpfung, ROI, Führungskompetenz, Marktorientierung, Innovation, Diversity Audit, Demographischer Wandel, Inklusion, Wirtschaftsfaktor.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt Diversity Management als tiefgreifenden strategischen Veränderungsprozess in Unternehmen, der über rein imageorientierte Maßnahmen hinausgehen muss.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die kritische Bestandsaufnahme, die strategische Verankerung von Diversity im Unternehmen, Veränderungsmanagement und die Interaktion zwischen Wirtschaft und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen Diversity Management erfolgreich implementieren können, um die Belegschaft aktiv in einen Prozess einzubinden, der messbare wirtschaftliche Ergebnisse liefert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf systemische Beratungsansätze und Change-Management-Konzepte, um einen systematischen Implementierungsprozess für Diversity Management herzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Hindernisse bei der Umsetzung, Erfolgsbeispiele für marktbezogenes Diversity Management sowie ein konkreter sechsstufiger Prozess zur strategischen Einführung detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Diversity Management, Veränderungsprozess, Unternehmensstrategie, Wertschöpfung, Systemdiagnose und Change Architektur.
Warum wird Diversity Management oft als "Stückwerk" wahrgenommen?
Laut der Autorin fehlt es häufig an einer ganzheitlichen Strategie; das Thema wird als isolierte Einzelmaßnahme ohne Sinnzusammenhang für die Mitarbeiter eingeführt.
Welche Rolle spielt die "Steuergruppe Diversity" in diesem Prozess?
Sie fungiert als zentrales, interdisziplinäres Steuerungsorgan, das den Veränderungsprozess begleitet, die Vision mitentwickelt und sicherstellt, dass Diversity in alle Unternehmensbereiche integriert wird.
- Arbeit zitieren
- Marion Keil (Autor:in), 2009, Diversity als Wirtschaftsfaktor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187513