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AIFM-Richtlinie. Inhalte und erste absehbare Auswirkungen auf deutsche Immobilienfonds

Titel: AIFM-Richtlinie. Inhalte und erste absehbare Auswirkungen auf deutsche Immobilienfonds

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 26 Seiten , Note: 1,30

Autor:in: Sven Oliver Kersten (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Reaktion auf die weltweite Finanzmarktkrise wird von der Europäischen Union derzeit ein umfassendes Regelungswerk des Marktes Alternativer Investmentfonds mit dem Ziel der Regulierung aller Akteure und Tätigkeiten, die erheblichen Risiken
unterliegen, eingeführt.
Dazu entstand erstmals im April 2009 ein Richtlinienentwurf, die Alternative Investment Fund Manager Direktive (AIFM-RL), welche nach zahlreichen Änderungen im November 2010 verabschiedet wurde.
Der Regulierungsansatz ist sehr umfassend. Die AIFM-RL reguliert nämlich nicht nur die „klassischen“ Alternative Investment Fund Manager der Hedgefonds und Private Equity Fonds, sondern auch die Manager von Immobilienfonds, Rohstofffonds,Infrastrukturfonds und andere Arten institutioneller Fonds. Dies verwundert vor
allem, da nicht davon auszugehen ist, dass Immobilienfonds zur Finanzkrise geführt haben. Vielmehr waren die offenen Immobilienfonds durch die Finanzkrise so stark betroffen, dass es zu einer offenen Immobilienfondskrise kam, die noch immer nicht
ganz ausgestanden ist. Nach wie vor sind einige offene Immobilienfonds geschlossen.
Die vorliegende Seminararbeit mit dem Thema „AIFM-Richtlinie – Inhalte und erste absehbare Auswirkungen auf deutsche Immobilienfonds“ untersucht und bewertet
die Inhalte und Auswirkungen der Direktive und zeigt auf, welche Veränderungen auf die Immobilienfondsbranche zukommen.
Einleitend wird hierzu das Wesen und Zustandekommen der AIFM-RL und die Umsetzung vom europäischen ins nationale Recht verdeutlicht. Im Weiteren erfolgt eine kurze Erläuterung der verschiedenen Arten von Immobilienfonds. Anschließend werden die Inhalte in Bezug zu Immobilienfonds gesetzt und die potentiellen Auswirkungen abgeleitet. Abschließend wird die AIFM-Richtlinie bewertet und die
Seminararbeit resümiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. AIFM-Richtlinie

3. Immobilienfonds

3.1 Offene Immobilienfonds

3.2 Offene Immobilien-Spezialfonds

3.3 Geschlossene Immobilienfonds

3.4 Real Estate Investment Trust

4. Inhalte und Auswirkungen auf Immobilienfonds

4.1 Anwendungsbereich

4.2 Zulassung

4.3 Anforderungen

4.3.1 Allgemeine Anforderungen

4.3.2 Organisatorische Anforderungen

4.3.3 Transparenzanforderungen

4.3.4 Fundraising

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Inhalte der europäischen AIFM-Richtlinie und bewertet deren erste absehbare Auswirkungen auf die deutsche Immobilienfondsbranche, insbesondere im Hinblick auf regulatorische Hürden für offene und geschlossene Fonds.

  • Regulierung von Managern alternativer Investmentfonds (AIFM)
  • Unterscheidung und Auswirkung auf offene vs. geschlossene Immobilienfonds
  • Anforderungen an Zulassung, Organisation und Transparenz
  • Zertifizierungsprozesse und die Rolle des EU-Passes
  • Marktbereinigungseffekte und Kostenstrukturen

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Allgemeine Anforderungen

AIFM müssen in Zukunft bestimmte allgemeine Anforderungen erfüllen, nach welchen sie ihre Tätigkeit mit der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit auszuführen haben. Es ist im besten Interesse des verwalteten Immobilienfonds und seiner Anleger zu handeln. So muss nachgewiesen werden, dass die erforderlichen Mittel und Verfahren vorhanden sind, die eine ordnungsgemäße Ausübung der Managementtätigkeit erfordert.40 Konkret sind vier operative Anforderungen auszumachen, auf die es sich einzustellen gilt: Implementierung eines Vergütungssystem, Interessenkonfliktmanagement, Risikomanagement und Liquiditätsmanagement.41

Durch die Einführung eines Vergütungssystems soll sichergestellt werden, dass alle Personen die Einfluss auf das Risikoprofil des Immobilienfonds haben, ausschließlich so handeln, wie es dem Risikoprofil des Immobilienfonds entspricht. Dabei gilt es die Größe, interne Organisation sowie Art, Umfang und Komplexität der Geschäfte die vom Manager des Immobilienfonds ausgeführt werden zu beachten.42 Dies kann so gedeutet werden, dass ein kleines Fondsmanagementunternehmen mit nur einem oder wenigen Assets under management ein weniger umfangreiches Vergütungssystem zu führen hat, als ein großes.

Grundsätzlich soll durch das Vergütungssystem ein risikoreiches und spekulatives Verhalten des Fondsmanagers ausgeschlossen werden. Konkreter muss zum Beispiel eine Rückstellung eines wesentlichen Teils der variablen Vergütung über einen angemessenen Zeitraum vorgenommen werden. Solch eine variable Vergütung kann als deferred compensation (aufgeschobene Vergütung) gesehen werden, welche nur dann ausgezahlt wird, wenn es in Anbetracht der Finanzlage des Fondsmanagers vertretbar ist. Insbesondere bei Managern geschlossener Immobilienfonds wird dies zu einigem Umdenken führen. Ein Vergütungssystem a la Carried Interest wurde hier bisher als rein interne Angelegenheit angesehen.43

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Einführung der AIFM-Richtlinie als Reaktion auf die Finanzkrise und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung der Auswirkungen auf deutsche Immobilienfonds.

2. AIFM-Richtlinie: Dieses Kapitel beschreibt das Ziel, die Hauptziele und den zeitlichen Rahmen der AIFM-Richtlinie sowie die Einbindung des Lamfalussy-Verfahrens.

3. Immobilienfonds: Es erfolgt eine Definition und Differenzierung zwischen offenen Immobilienfonds, Immobilien-Spezialfonds, geschlossenen Immobilienfonds und Real Estate Investment Trusts.

4. Inhalte und Auswirkungen auf Immobilienfonds: Dieser Hauptteil analysiert detailliert den Anwendungsbereich, die Zulassungsvoraussetzungen sowie Anforderungen an Organisation, Transparenz und Fundraising für Immobilienfondsmanager.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert kritisch, dass die Regulierung zwar den Anlegerschutz stärkt, aber durch Mehrkosten und organisatorischen Aufwand besonders kleinere Emissionshäuser vor große Herausforderungen stellt.

Schlüsselwörter

AIFM-Richtlinie, Immobilienfonds, Alternative Investment Fund Manager, Regulierung, Anlegerschutz, offene Immobilienfonds, geschlossene Immobilienfonds, Zulassung, Risikomanagement, Transparenzanforderungen, EU-Pass, Investmentgesetz, Finanzmarkt, Marktbereinigung, Verwahrstelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der europäischen AIFM-Richtlinie und deren spezifischen Auswirkungen auf Manager von deutschen Immobilienfonds.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die regulatorischen Anforderungen an die Zulassung, die organisatorische Struktur der Fondsverwaltung, Transparenzpflichten und der Vertrieb mittels EU-Pass.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen und zu bewerten, wie die AIFM-Richtlinie die Immobilienfondsbranche beeinflusst und welche Veränderungen auf die Marktteilnehmer zukommen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Richtlinientexten, Fachliteratur und aktuellen Branchenberichten, um die Auswirkungen der neuen EU-Vorgaben abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Anwendungsbereichs, die detaillierte Beschreibung der Zulassungskriterien und die operativen Anforderungen wie Vergütungssysteme, Risikomanagement und Bewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem AIFM-Richtlinie, Immobilienfonds, Anlegerschutz, Markttransparenz und regulatorische Mehrkosten.

Welche Rolle spielt der EU-Pass in diesem Kontext?

Der EU-Pass soll einheitliche Rahmenbedingungen für den grenzüberschreitenden Vertrieb schaffen und als Qualitätssiegel für professionelle Anleger fungieren.

Wie unterscheidet sich die Betroffenheit von offenen und geschlossenen Immobilienfonds?

Während offene Immobilienfonds bereits durch das Investmentgesetz reguliert sind und nur Anpassungsbedarf haben, stellt die Regulierung für geschlossene Immobilienfonds eine neue, kostenintensive Hürde dar.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
AIFM-Richtlinie. Inhalte und erste absehbare Auswirkungen auf deutsche Immobilienfonds
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Standort Nürtingen  (Campus of Real Estate)
Veranstaltung
Immobilienwirtschaft
Note
1,30
Autor
Sven Oliver Kersten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
26
Katalognummer
V187521
ISBN (eBook)
9783656109044
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aifm-richtlinie inhalte auswirkungen immobilienfonds geschlossene Immobilienfonds AIFM AIFM Spezialfonds AIFM Auswirkungen Immobilienfonds
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sven Oliver Kersten (Autor:in), 2011, AIFM-Richtlinie. Inhalte und erste absehbare Auswirkungen auf deutsche Immobilienfonds, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187521
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Leseprobe aus  26  Seiten
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