Kambyses und der "falsche" Smerdis

Quellenkritische Interpretation von Herodots Historien und von Dareios' Felseninschrift von Behistun


Seminararbeit, 2011

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Vorgeschichte: Die Regierungszeit des Kambyses
2.1 Die Eroberung Ägyptens durch die Perser
2.2 Kambyses‘ weitere Regierungsjahre: 525-522
2.3 Kritische Analyse des Kambyses-Bildes von Herodot

3. Vorstellung der wichtigsten Quellen
3.1 Die Felseninschrift von Behistun
3.3.1 Gestaltung von Relief und Inschriften
3.3.2 Bedeutung als historische Quelle
3.2 Die Historien von Herodot
3.3 Weitere Quellen

4. Der Tod von Kambyses – ein bislang ungelöstes S. 10 Rätsel der historischen Forschung
4.1 Die Darstellung von Kambyses‘ Tod bei Herodot
4.1.1 Inhaltliche Paraphrase der Textpassage
4.1.2 Quellenkritische Interpretation
4.2 Fehlende Informationen in Dareios‘ Monument
4.3 Hypothese: Dareios hat Kambyses ermorden lassen

5. Die Identität des Pseudo-Smerdis
5.1 Die Ermordung von Kambyses‘ Bruder
5.2 Die Person des Usurpators in den Quellen
5.2.1 Gaumata bei Dareios
5.2.2 Der Magier Smerdis bei Herodot
5.3. Persönliche Stellungnahme in der Forschungskontroverse

6. Abschließendes Fazit

7. Anhang

1 Einleitung

„Die Sieger schreiben die Geschichte.“ Dieses geflügelte Wort findet immer wieder Bestätigung. Das ist zwar sehr pauschal ausgedrückt und es werden sich auch sicherlich genügend historische Gegebenheiten finden lassen, wo dies nicht ohne Weiteres so zutrifft, doch ist es grundsätzlich wahr, dass die dargestellte Geschichte und die tatsächlichen Geschehnisse sich oft nicht zueinander kongruent verhalten. Die Felseninschrift von Behistun, ein „Dokument großköniglicher Ideologie und Propaganda“[1], ist ein bestes Beispiel bewusster Verfälschung der Geschichte. Sie ist unser wichtigstes Zeugnis für den Aufstand eines Usurpators, um dessen Identität die historische Forschung nur rätseln kann – ein Thema der Forschungsdiskussion, das offenbar über die Jahrzehnte nichts an Brisanz eingebüßt hat. Ein anderes Zeugnis darüber sind Herodots Historien, die man nur mit höchster Behutsamkeit als historische Quelle heranziehen sollte, denn “upon those essentially ‚official‘ traditions, Herodotus integrated his own aspects of folk tales, myths, and other stories.“[2]

In vorliegender Arbeit sollen in erster Linie eine quellenkritische Analyse von zwei wesentliche Aspekten dieser rätselhaften Usurpation im Zentrum des Interesses stehen: Der Tod von Großkönig Kambyses II. und die Frage danach, was wir tatsächlich über einen persischen Großkönig wissen, der in der Forschung im Unwissen seiner wirklichen Identität meistens als „falscher“ Smerdis[3], Gaumata[4] oder Pseudosmerdis[5] bezeichnet wird. Dabei werden die beiden Hauptquellen, nämlich die Felseninschrift von Behistun und die Historien des Herodot, herangezogen, miteinander verglichen und auf inhaltlichen Wahrheitsgehalt analysiert. Im Rahmen dieser Proseminararbeit kann auch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden. Ebenso können wir bei einer Thematik mit derart ungesicherter Quellenlage nicht über mehr oder weniger wahrscheinliche Hypothesen hinauskommen, geschweige denn auf letzte Gewissheit hoffen. In einem ersten Schritt wird die Vorgeschichte kurz dargestellt, die Regierungszeit des Kambyses im Überblick. Anschließend sollen die wichtigsten Quellen etwas ausführlicher vorgestellt und erläutert werden, um in einem dritten Schritt mit dieser Grundlage auf den Tod des Kambyses näher einzugehen. Dabei wird meine These bekräftigt, dass man die Theorie eines Unfalls ebenso in Zweifel ziehen muss wie die lange vertretene Hypothese der Forschung, er sei durch Suizid gestorben. Meine Überlegungen münden hier in eine gewagte Behauptung: Es ist durchaus möglich, dass Kambyses ermordet wurde. Ein letzter Teil dieser Arbeit wird sich dann implizit mit dem Usurpator selbst beschäftigen und seine Identität zu klären versuchen.

2 Vorgeschichte: Die Regierungszeit des Kambyses

Ein Blick in Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft liefert uns unter anderem folgende Information zum Stichwort Kambyses: Persischer Großkönig (529-522)[6], Sohn des Kyros.[7] Dass die Identität seiner Mutter unklar ist, zeigt uns schon, wie wenig wir eigentlich über Kambyses wissen. Seine Lebensdaten und Chronologie gelten inzwischen als gesichert.[8] Hingegen haben wir kein klares Bild davon, was für ein Herrscher Kambyses gewesen ist, weil sich die Quellen untereinander gegenseitig widersprechen.[9] Im Folgenden werden die sieben Regierungsjahre von Kambyses kurz zusammengefasst, soweit sie sich anhand der Quellen ohne Widerspruch rekonstruieren lassen.

2.1 Die Eroberung Ägyptens durch die Perser

Kambyses größte Leistung war die Eroberung von Ägypten im Jahr 525.[10] Der Althistoriker Wiesehöfer nennt seinen Ägyptenfeldzug einen „vollen militärischen Erfolg“[11]. Hingegen wissen wir nicht viel über Kambyses‘ Regierungsjahre vor dem Beginn des Ägyptenfeldzugs. Prá ek vermutet, dass Kambyses zunächst Aufstände niederkämpfen musste[12], an denen auch eine Beteiligung seines Bruders nicht unwahrscheinlich war.[13] Für den Ägyptenfeldzug selbst sind zwei wichtige Stationen zu nennen: Der Sieg der Perser in der Schlacht bei Pelusion und die Kapitulation von Memphis, verbunden mit der Gefangennahme des ägyptischen Pharaos.[14]

2.2 Kambyses‘ weitere Regierungsjahre: 525-522

Anschließend wird kurz zusammengefasst, was in den folgenden Regierungsjahren des Kambyses geschah. Ägypten war an das persische Großreich angegliedert worden, wobei der persische Großkönig allerdings die eigenständige Verwaltung des Landes bestehen ließ.[15] Was seine weiteren außenpolitischen Ziele anbelangt, so schreibt Prá ek „Kambyses wollte ganz Afrika erobern, soweit es damals bekannt war“.[16] Herodot zu Folge plante Kambyses nun, gegen die Karthager, die Ammonier und die Äthiopier Krieg zu führen.[17] Laut Herodot scheiterten allerdings alle drei Unternehmungen.[18] Auf die Historizität und den Wahrheitsgehalt der Darstellung dieser Kriege bei Herodot kann hier nicht weiter eingegangen werden.

Über Kambyses‘ Verhalten gegenüber den Ägyptern lässt sich nur spekulieren.[19] Ägyptischen Inschriften, denen zu Folge Kambyses „gegen die religiösen Gewohnheiten der Ägypter schonend vorging“[20], sind meiner Ansicht nach verlässlichere Quellen als die Beschreibung Herodots, in denen der Historiker Prá ek den Großkönig Kambyses als einen „wahnsinnigen Wüterich, der sich an ihrem Allerheiligsten vergriffen, ihre Gottheiten verlacht, gemordet und verbrannt hätte“ sieht.[21] Die bei Herodot tradierte willkürliche Tötung des Apisstiers, den die Ägypter als Gottheit verehrten[22], gilt in der Forschung jedenfalls als überholt.[23] Beim Historiker Balcer ist diesbezüglich bezeichnenderweise von “the Apis fiction“ die Rede.[24] Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass Kambyses laut Herodot kurz danach auch seinen Bruder Smerdis habe ermorden lassen[25], auf diese Thematik werden wir allerdings später ausführlicher zu sprechen kommen (siehe Kap. 5.1) Die Ereignisse des Jahres 522, die dazu führten, dass Kambyses aufgrund eines Aufstandes in Persien aus Ägypten zurückkehren musste und vermutlich auf dem Rückweg starb, wird nun der eigentliche Themenbereich dieser Arbeit sein.

2.3 Kritische Analyse des Kambyses-Bildes von Herodot

Wer war nun Kambyses? Ein „brutaler, nahezu wahnsinniger Despot“[26] oder ein milder, durchaus verständnisvoller und toleranter Herrscher, wie ihn die ägyptische Priesterschaft sieht.[27] Wiesehöfer schreibt zutreffend über die Herkunft von Herodots Kambyses-Bild: „Vor allem aber wohl die negativen Erfahrungen der Ägypter mit den Persern während der vergeblichen Aufstände 486/5 und 460-454 verzerrten das Bild des Eroberers in Ägypten dann aber später in der Weise, wie sie bei Herodot fassbar wird.“[28] In Bezug auf Kambyses‘ angebliche Untaten gegenüber den Ägyptern ist Herodots Darstellung mit Vorsicht zu genießen. So folgert Heinz Fahr in seiner Promotionsarbeit „Die Hybris des Astyages bringt die Meder um ihre Position. Die Hybris des Kambyses setzt die Meder auf Kosten der Perser wieder in ihre Position ein.“[29] Es soll dargestellt werden, dass Kambyses bei Herodot als ein „Exemplum menschlicher Hybris“[30] dient. Diese Hybris (Definition: siehe Kap. 3.2) werde von den Göttern bestraft, indem Kambyses selbst am Ende seines Lebens scheitere.[31]

Was die Person des Kambyses anbelangt, so hat Prá ek ein durchaus prägnantes und inhaltlich stimmiges Fazit formuliert, dem ich mich hier anschließen möchte: „Kambyses gehört zu jenen großen Gestalten des Altertums, deren Bild durch die spätere einseitige Geschichtsschreibung verfälscht wurde.“[32] Im Folgenden werden wir uns allerdings nicht mit den offenen Fragen zur Regierungszeit des Kambyses befassen, sondern auf das Jahr des Aufstandes 522 eingehen.

3 Vorstellung der wichtigsten Quellen

Im Anschluss an die Zusammenfassung der Vorgeschichte werde ich nun die wichtigsten Quellen für die Ereignisse des Jahres 522 nennen und kurz auf ihren jeweiligen Aussagewert als historisches Zeugnis dieser Zeit eingehen. Die prinzipielle Problematik besteht darin, dass Kambyses selbst keine schriftlichen Nachrichten hinterlassen hat[33], und sich unsere Quellen über Pseudo-Smerdis widersprechen.[34]

3.1 Die Felseninschrift von Behistun

Betrachten wir nun eine Hauptquelle über die Ereignisse vor der Machtergreifung von Dareios I.: die von ihm selbst in Auftrag gegebene Felseninschrift von Behistun.[35]

3.1.1 Gestaltung von Relief und Inschriften

Die Felseninschrift von Behistun wurde an der alten Heeresstraße angebracht, einer Verbindungsstrecke zwischen Medien und Babylon wegen dem „lebhaften Verkehr in beide Richtungen“[36] an einem Felsen, der nicht zufällig „Bagastana“, also „Ort der Götter“[37], heißt. Relief und Inschrift sind in mehreren Phasen entstanden.[38] Das Relief zeigt Dareios mit einem Bogen in der Hand, seinen Fuß in einer Siegesgeste auf eine am Boden liegende Person gestellt, die als Gaumata ausgewiesen wird.[39] Hinter Dareios sind zwei Waffenträger abgebildet. Vor Dareios stehen acht weitere Gefangene, die mit einem Strick zusammengebunden sind, die zusammen mit Gaumata als die neun Lügenkönige[40] bezeichnet werden. Sie sind „aller Herrschaftssymbole beraubt“[41] und deutlich kleiner dargestellt als der triumphierende monumentale Großkönig selbst.[42] Über den Lügenkönigen ist eine schwer zu deutende Abbildung, die von der Historikerin Koch als das Symbol des Gottes Ahuramazd s[43] gedeutet wird.[44]

Die Inschrift selbst ist eine Trilingue: sie wurde dreisprachig verfasst in elamischer, babylonischer und altpersischer Sprache. Dabei handelt es sich nicht um Parallelversionen, sondern differieren die verschiedensprachigen Inschriften untereinander in einzelnen Details.[45] Die altpersische Fassung ist zuletzt entstanden. Die altpersische Schriftsprache ist eigens für diese Inschrift entwickelt worden.[46] Die elamische und babylonische Fassung enthalten jeweils 69 Paragraphen, die altpersische Fassung ist noch ein wenig länger mit Details aus Dareios‘ späterer Regierungszeit.[47] Einen wichtigen Beitrag zur Übersetzung der Felseninschrift von Behistun leistete Grotefend[48] Mitte des 19. Jahrhunderts. Für den Inhalt dieser Seminararbeit sind dabei insbesondere die Paragraphen zehn bis dreizehn relevant.

3.1.2 Bedeutung als historische Quelle

Werfen wir nun einen Blick auf den Quellenwert der Felseninschrift von Behistun. Dabei erachte ich drei Aspekte als besonders wichtig: die Entstehungszeit, die zeitgenössische Bewertung und die Intention des Verfassers. Erwähnenswert ist bezüglich der Entstehungszeit die Unmittelbarkeit der Quelle. Das Monument wurde im Zeitraum von 521-518 verfasst[49], wurde also nicht mehr nachträglich verfälscht. Was die zeitgenössische Bewertung anbelangt, so ist sind folgende Aspekte zu nennen: die Inschrift wurde dreisprachig verfasst. Dabei wurde die altpersische Schrift[50] allein aus diesem Zweck geschaffen. Allein die Lage der Inschrift in „Bagastana“ zeigt ihre zeitgenössische Bedeutung auf. In diesen Kontext fällt auch die Erstellung und Verbreitung von Abschriften der Inschrift im ganzen Perserreich.[51] Es lässt sich also konstatieren, dass diesem Monument für die persischen Zeitgenossen also offenbar eine herausragende Bedeutung zukam.

Bezüglich der Intention des Dareios trifft Demandt einen gelungenen Vergleich zu den Res Gestae Divi Augusti[52]. Dareios möchte seine Thronbesteigung durch seine eigene Darstellung der Geschichte legitimieren. Der Verdacht, dass Dareios ein Geschichtsfälscher sein könnte, wird unter anderem durch die sogenannte Suez-Inschrift bestätigt, in der die falsche Behauptung aufgestellt wird, Dareios hätte Ägypten erobert.[53] Folglich schreckt er offenbar nicht vor Geschichtsfälschung zurück. Hat er also auch hier Geschichte gefälscht? Die Darstellung der Ereignisse in der Felseninschrift von Behistun muss daher stets kritisch hinterfragt werden.

3.2 Die Historien von Herodot

Wenden wir uns nun der zweiten Quelle für die Ereignisse des Jahres 522 zu: den Historien des Herodot. Zunächst ist festzuhalten, dass Herodots Darstellung anders als die Felseninschrift von Behistun keine unmittelbare Quelle ist, weil sie erst in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts verfasst wurde. Somit liegt es nahe, dass die Deutung der Ereignisse durch die unzuverlässige Tradition weitestgehend verfälscht wurde. Was die Quellenlage von Herodots „ίστορία“[54] anbelangt, so beruft sich der Autor auf zahlreiche mündliche Überlieferung von meistens anonymen Personengruppen sowie auf seine eigenen Beobachtungen. Dabei ist davon auszugehen, dass Herodot die Felseninschrift von Behistun gekannt hat[55]. Wenn ihn Cicero pater historiae[56] nennt, so ist damit keineswegs eine quellenkritische Arbeit vergleichbar mit der Herangehensweise eines heutigen Historikers zu verstehen.

Was Herodots Quellenwert anbelangt, sind hier zwei weitere Faktoren zu nennen. Erstens hatte sein Werk durchaus auch literarischen Anspruch und sollte zur Unterhaltung seines Publikums dienen. Das mindert natürlich die Historizität der Darstellung ab. In seinem Werk sind zahlreiche unhistorische “folktales, myths, heroic stories, animal fables, anecdotes and short stories“[57] eingebaut. Pohler nennt Herodot einen „liebenswürdigen Plauderer, der Geschichten, nicht Geschichte erzähle“.[58] Zweitens will Herodot in seinem Werk ein gewisses Geschichtsbild untermauern, das man am ehesten als den „Kreislauf der menschlichen Dinge“ bezeichnen könnte.[59] In diesem „Kreislauf der menschlichen Dinge“ nehmen auch Kambyses, Dareios und der „falsche“ Smerdis eine bestimmte Rolle ein, die bei der Interpretation zu berücksichtigen ist. Es lässt sich festhalten, dass Herodots Darstellungen als eine historische Quelle grundsätzlich kritisch zu hinterfragen sind.

3.3 Weitere Quellen

Eine Suche nach aussagekräftigeren weiteren Quellen über den Sturz von Kambyses ist wenig ergiebig. Im Folgenden werden nun der Vollständigkeit halber einige weitere Quellen vorgestellt. Babylonische Urkunden aus dem Jahr 522, die nach einem Barziya[60] datiert wurden, beweisen, dass ebendieser für sieben Monate über das Perserreich geherrscht hat.[61] Das Bestätigt Existenz und Chronologie dieses Perserkönigs. Ägyptische Inschriften dienen uns zwar als Quelle für Kambyses‘ Wirken in Ägypten, weniger aber für den Tod von Kambyses und für die Identität des „falschen“ Smerdis. Ausgrabungen im von Herodot überlieferten Todesort Agbatana[62] brachten bislang keine nennenswerten Ergebnisse. Auch im Bereich der literarischen Quellen werden wir enttäuscht. Hier sind Trogus zu nennen, der sehr stark an Herodot angelehnt schrieb[63], ferner Ktesias, auf den wir uns allerdings nicht als historische Quelle stützen können.[64] Auch Aischylos‘ Tragödie „die Perser“ liefert uns kaum Informationen zum hier behandelten Themengebiet. Was diese weiteren Quellen anbelangt, so ist Rollinger zuzustimmen: „Das Problem liegt vor allem darin, dass sich mit den erhaltenen Quellen keine gesicherte Gegendarstellung zu Dareios‘ eigenem Tatenbericht präsentieren lässt.“[65]

[...]


[1] Vgl. Robert Rollinger, Ein besonderes historisches Problem. Die Thronbesteigung des Dareios und die Frage seiner Legitimität, in: Das persische Weltreich. Pracht und Prunk der Grosskönige, hrsg. v. Alexander Koch u.a., Stuttgart 2006, S. 41-56, hier: S. 43. Im Folgenden zitiert als: Rollinger, Thronbesteigung, [mit Seitenangaben].

[2] Vgl. Jack Martin Balcer, Herodotus & Bisitun. Problems in ancient Persian historiography, in: Historia. Journal of Ancient History, hrsg. V. Heinz Heinen u.a., Heft 49, Stuttgart 1987, S.17f., im Folgenden zitiert als: Balcer, Herodotus & Bisitun, [mit Seitenangaben].

[3] Vgl. Alexander Demandt, Darius und der „falsche“ Smerdis 522 v.Chr., in: Das Attentat in der Geschichte, hrsg. von Alexander Demandt, Berlin 1996, S. 1-14. Im Folgenden zitiert als: Demandt, Darius und Smerdis, [mit Seitenangaben].

[4] Auf Dareios zurückgehende Bezeichnung, die von einigen Historikern übernommen wurde. Vgl. Josef Wiesehöfer, Der Aufstand Gaumatas und die Anfänge Dareios‘ I., Bonn 1987. Im Folgenden zitiert als: Wiesehöfer, Aufstand, [mit Seitenangaben].

[5] Vgl. Ernst Herzfeld, Smerdis und Pseudosmerdis, in: AMI, 5, 1933, S. 125-142.

[6] Jahresangaben, wenn nicht anders vermerkt, immer vor Christus.

[7] Vgl. Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, hrsg. v. Wilhelm Kroll u.a., Stuttgart 1919.

[8] Vgl. Justin Prá ek, Kambyses, in Der Alte Orient 12-15, hrsg. v. Alfred Wiedemann u.a., Leipzig 1910, Heft 2, S. 1-31, hier S. 1. Im Folgenden zitiert als: Prá ek, Kambyses, [mit Seitenangaben].

[9] Vgl. Balcer, Herodotus & Bisitun, S. 86.

[10] Jahresangaben im Folgenden immer „v.Chr.“.

[11] Vgl. Josef Wiesehöfer, Das frühe Persien. Geschichte eines antiken Weltreichs, München 1999, S.28. Im Folgenden zitiert als: Wiesehöfer, frühes Persien, [mit Seitenangaben].

[12] Vgl. Prá ek, Kambyses, S.7

[13] Ebd., S.8f.

[14] Vgl. Wiesehöfer, frühes Persien, S.27f.

[15] Vgl. Prá ek, Kambyses, S.15.

[16] Ebd., S. 18

[17] Vgl. Das Geschichtswerk des Herodot von Halikarnassos, hrsg. v. Theodor Braun, Leipzig 1927, III, 17. Im Folgenden zitiert als: Herodot, [mit Seitenangaben].

[18] Ebd., III, 17-26.

[19] Vgl. Walter Hinz, Darius und die Perser. Eine Kulturgeschichte der Achämeniden, Baden-Baden 1976, S. 131f. Im Folgenden zitiert als: Hinz, Darius, [mit Seitenangaben].

[20] Vgl. Prá ek, Kambyses, S.17.

[21] Ebd., S. 27.

[22] Über die Verehrung des Apis in Ägypten vgl. Wörterbuch der Mythologie, hrsg. v. Wilhelm Vollmer, Erfstadt 2007, S. 138f.

[23] Ebd., S. 26: Von den Apismumien in Memphis wird nur eine einzige auf den Zeitraum zwischen der Eroberung Ägyptens und den Tod von Kambyses datiert. Diesen Apisstier kann Kambyses nicht getötet haben, da er zu dieser Zeit gerade auf dem Äthiopienfeldzug war.

[24] Balcer, Herodotus & Bisitun, S.84.

[25] Herodot, III, 30.

[26] Vgl. Wiesehöfer, frühes Persien, S.28.

[27] Vgl. Prá ek, Kambyses, S.17.

[28] Vgl. Wiesehöfer, frühes Persien, S.28.

[29] Vgl. Heinz Fahr, Kambyses. Ein Beitrag zur Herodotinterpretation (Diss), Hamburg 1959, S.71. Im Folgenden zitiert als: Fahr, Kambyses, [mit Seitenangaben]

[30] Ebd. S. 73.

[31] Ebd. S. 73.

[32] Vgl. Prá ek, Kambyses, S.30.

[33] Vgl. Prá ek, Kambyses, S.1.

[34] Vgl. Wiesehöfer, Aufstand, S.43ff.

[35] Vorbild war offenbar ein ähnliches Felsbild des Königs Anunbanini am heutigen Sarpol. Vgl. Hinz, Darius, S.21.

[36] Vgl. Rollinger, Thronbesteigung, S. 43.

[37] Vgl. Heidemarie Koch, Es kündet Dareios der König, Mainz am Rhein 1992, S.14. Im Folgenden zitiert als Koch, Dareios, [mit Seitenangaben].

[38] Vgl. Wiesehöfer, Aufstand, S. 9f.

[39] Vgl. Rollinger, Thronbesteigung, S. 43f.

[40] Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass hinter den Lügenkönigen eine später hinzugefügte Abbildung des besiegten Skythenkönig Skuncha zu sehen ist. Ebd. S. 46.

[41] Ebd., S.45.

[42] Wiesehöfer nennt eine genaue Größenangabe: Dareios ist 1,72m groß abgebildet, die Lügenkönige nur 1,17m. Vgl. Josef Wiesehöfer, Das antike Persien, Düsseldorf 2005, S.35.

[43] „Herr der Weisheit“ des Zoroastrismus und Gottheit, auf die sich Dareios beruft. Vgl: Mythologie. Götter, Helden, Mythen, hrsg. v. Arthur Cotterell, o.O., o.J., S.42.

[44] Vgl. Koch, Dareios, S. 15.

[45] Ebd., S.20.

[46] Vgl. Wiesehöfer, Aufstand, S.14.

[47] Vgl. Rollinger, Thronbesteigung, S.46.

[48] Vgl. Georg Friedrich Grotefend, Erläuterung der babylonischen Keilinschriften aus Behistun, in: Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, Nendeln/Liechtenstein 1971, Band VI, S.39-106. Im Folgenden zitiert als: Grotefend, babylonische Keilinschrift, [mit Seitenangaben].

[49] Vgl. Rollinger, Thronbesteigung, S.43.

[50] Vgl. Hinz, Darius, S.25ff.

[51] Vgl. Koch, Dareios, S.20f.

[52] Vgl. Demandt, Darius und Smerdis, S.10.

[53] Vgl. Rudolf Wierich, Weltgeschichte im Aufriss. Altertum, Frankfurt am Main, o.J., S.44.

[54] Bezeichnung von Herodots Werk im Proömium. Die ίστορία ist nicht mit unserem heutigen Verständnis von Historiographie gleichzusetzen, das Wort bedeutet eher so viel wie „Erforschung“.

[55] Vgl. Rollinger, Thronbesteigung, S. 53.

[56] Vgl. Cicero, de legibus, I,1,5.

[57] Vgl. Balcer, Herodotus & Bisitun, S. 72.

[58] Vgl. Max Pohlenz, Herodot. Der erste Geschichtsschreiber des Abendlandes, Darmstadt 1961, S.1.

[59] Vgl. Herodot, I, 207.

[60] Babylonische Variante des Namens Smerdis.

[61] Vgl. Rollinger, Thronbesteigung, S. 48.

[62] Vgl. Herodot, III, 64.

[63] Vgl. Wiesehöfer, Aufstand, S.45. Das Werk von Trogus ist verloren und nur indirekt bei Justin überliefert.

[64] Vgl. Reinhold Bichler, Ktesias „korrigiert“ Herodot. Zur literarischen Einschätzung der Persika, in: Ad fontes!, hrsg. v. Herbert Heftner, Wien 2004, S.105-116.

[65] Vgl. Rollinger, Thronbesteigung, S.53.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Kambyses und der "falsche" Smerdis
Untertitel
Quellenkritische Interpretation von Herodots Historien und von Dareios' Felseninschrift von Behistun
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Alte Geschichte)
Veranstaltung
Herodot und die griechische Historiographie
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V187615
ISBN (eBook)
9783656111146
ISBN (Buch)
9783656110910
Dateigröße
725 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Herodot, Kambyses, Dareios, Perser, Persien, Smerdis, Bardyja, Behistun, Historien, Ägypten
Arbeit zitieren
Domenic Schäfer (Autor), 2011, Kambyses und der "falsche" Smerdis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187615

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