Der Niedergang der britischen Automobilindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009

24 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung
1.3 Forschungsstand
1.4 Aufbau

2. Kurzer geschichtlicher Überblick

3. Merkmale des Niedergangs der britischen Automobilindustrie
3.1 Politische Aspekte
3.2 Arbeiter und Gewerkschaften in Großbritannien
3.3 Aspekte des Managements

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Die britische Wirtschaft hatte zum Ende des 19. Jahrhunderts die besten Voraussetzungen, um auch bei der damals gerade neu entstandenen Automobilproduktion mit an der Weltspitze zu stehen. Hervorragend ausgebildete Ingenieure und eine florierende Wirtschaft reichten jedoch nicht aus, um das britische Empire zu Beginn der Massenmotorisierung auch in diesem Sektor zu einer der führenden Nationen zu machen. Die wichtigsten technologischen Errungenschaften in diesem Bereich stammten vom Europäischen Kontinent und aus Amerika.[1] Die Entwicklungsstufe der Industrie war neben der Erfindung des Verbrennungsmotors jedoch eine unumgängliche Voraussetzung, um Automobile produzieren zu können.[2] So erreichte die britische Automobilproduktion trotz des zunächst eintretenden Rückstandes recht bald weltweit hinter den USA den zweiten Platz nach produzierten Stückzahlen. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges konnten die britischen Hersteller ihre starke Position bis zum Beginn der 60er Jahre weiterhin behaupten. Mit dem Aufstieg der Automobilindustrie in Frankreich, Deutschland, Italien und vor allem Japan begann jedoch der unaufhaltsame Niedergang der britischen Automobilhersteller und die Eroberung des britischen Marktes durch amerikanische und japanische Automobilkonzerne. Das endgültige Aus kam für die eigenständige britische Automobilproduktion in den 90er Jahren, nachdem sie bereits in den 70er Jahren verstaatlicht worden war, in einer Zeit des relativen Niederganges der gesamten britischen Wirtschaft. Die britische Wirtschaft wuchs zwar beständig weiter, jedoch bei weitem nicht in dem Maße, wie es in den anderen westeuropäischen Ländern der Fall war.[3] Durch eine allgemeine Abkehr von der industriellen Produktion in Großbritannien wurde die „Werkbank“ der Welt zu einer Import-Nation, was unter anderem zur Entwertung des britischen Pfunds und weiteren, tief greifenden Probleme führen sollte.[4]

Innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen versuchte die Automobilindustrie ihr Möglichstes, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Mittel dazu waren, wie auch bei der ausländischen Konkurrenz, Fusionen, Rationalisierung und neue Produktionsmethoden. Jedoch reichten diese Maßnahmen im Fall Großbritanniens nicht aus.

1.2 Fragestellung

Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, warum gerade in Großbritannien der Erfolg der Automobilindustrie nach den 50er Jahren ausblieb. Nach Jahrzehnten des Erfolgs der britischen Automobilhersteller folgte der Abstieg sehr rasch, wobei parallel dazu die ausländischen Konkurrenten ein starkes Wachstum verzeichnen konnten. Dabei sollen die Faktoren, die zu dieser Entwicklung geführt haben, näher untersucht und die verschiedenen Auswirkungen auf die Automobilindustrie aufgezeigt werden. Besonderes Augenmerk soll auf der Rolle des Managements, der Politik und der britischen Gesellschaft liegen. Im zeitlichen Fokus stehen vor allem die 1960er und 1970er Jahre, da in dieser Zeit die wichtigsten Entwicklungen stattfanden.

1.3 Forschungsstand

Es gibt zahlreiche Arbeiten, die sich mit dem Niedergang der britischen Wirtschaft in den 60er und 70er Jahren beschäftigen. Einen eindeutigen Grund für die negative Entwicklung kann jedoch von den Autoren nicht ausgemacht werden. Einigkeit herrscht darüber, dass es sich um einen langfristigen Prozess handelte, der bereits weit vor dem eigentlichen Zusammenbruch begonnen hatte. Es scheint der Charakter des Produktionsstandortes Großbritannien zu sein, der quasi aus sich selbst heraus zum Niedergang der britischen Industrie und im Zuge dessen auch zum Niedergang der britischen Automobilindustrie geführt hat. Die Automobilproduzenten waren nicht im Stande, dieser Art von Problemen wirkungsvoll und dauerhaft zu begegnen und so führten sie in letzter Konsequenz zu dem beobachteten Zusammenbruch.

1.4 Aufbau

Zunächst wird die Geschichte der britischen Automobilindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überblicksartig vorgestellt, um einen Eindruck der Entwicklungen zu erhalten. Im nächsten Kapitel werden die einzelnen Faktoren behandelt, die nach einhelliger Meinung zum Niedergang der britischen Automobilindustrie geführt haben. Zum Schluss werden diese zusammengefasst und gegenübergestellt, um eine abschließende Beurteilung vornehmen zu können, wobei die wichtigsten Gründe für den Niedergang der eigenständigen Automobilindustrie in Großbritannien identifiziert werden sollen.

2. Kurzer geschichtlicher Überblick

Im Jahre 1943 gab es zahlreiche britische Automobilhersteller. Unter den insgesamt 43 eingetragenen Marken[5] waren so bekannte wie Jaguar, Morris, Rover und Austin. Zusammengenommen hatten sie einen Marktanteil in Großbritannien von über 60%. Die größten Automobilhersteller waren die Britisch Motor Corporation (BMC), ein Zusammenschluss aus den beiden Automobilproduzenten Morris und Austin im Jahre 1953, die Rootes Group und Standard-Triumph. Zusammen mit den beiden amerikanischen Firmen Ford UK und Vauxhall (seit 1925 General Motors) hatten sie einen Marktanteil in Großbritannien von über 90%.[6]

Mit einem Marktanteil von 36% war die BMC der größte Automobilhersteller in Großbritannien und der viertgrößte weltweit. Durch eine stetige Produktionssteigerung von 350.000 auf 495.000 Fahrzeugen pro Jahr von 1955 bis 1960 konnte diese Firma ihre Spitzenstellung in Großbritannien lange Zeit verteidigen. So stiegen die Produktionszahlen von BMC bis in die 70er Jahre auf über eine Million an und damit auch der Anteil an der Gesamtproduktion in Großbritannien.[7] Global gesehen verlor Großbritannien jedoch seinen zweiten Platz. Zunächst überholte Deutschland 1953 zum ersten Mal die britische Automobilproduktion, später waren es dann Frankreich (1962), Japan (1968) und Italien (1970).[8]

Dem steigenden Wettbewerbsdruck versuchten die britischen Automobilhersteller, genauso wie ihre ausländischen Konkurrenten, durch Fusionen zu begegnen. Jedoch setzte dieser Trend in Großbritannien erst in den 50er Jahren ein, während dieser Prozess in den meisten anderen Ländern bereits vor dem 2. Weltkrieg weitestgehend abgeschlossen war.[9] So entstand nach Fusionen von BMC mit Jaguar, Leyland Motors[10] und Rover im Jahre 1968 die British Leyland Motor Corporation (BLMC) und damit der fünftgrößte Automobilkonzern der Welt. Die Rootes Group war der zweite große britische Automobilkonzern zu dieser Zeit. Er vereinigte die Marken Hillman, Humber, Matra, Singer und Sunbeam. Die Rootes Group war jedoch bei weitem nicht so erfolgreich, wie BMC bzw. ab 1968 BLMC. Ihr Marktanteil lag in Großbritannien zwischen 10 und 14%, als der Konzern noch in britischer Hand war.[11] Bereits in den 60er Jahren geriet die Rootes Group in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1965 von Chrysler aufgekauft, nachdem dieser bereits 1963 die Aktienmehrheit an Simca übernommen hatte.[12] Elf Jahre nach dem Verkauf der Rootes Group musste auch die BLMC ihre Zahlungsunfähigkeit erklären und wurde 1978 von der britischen Regierung durch die Übernahme der Aktienmehrheit verstaatlicht.[13] Dies war der Anfang vom Ende für die eigenständige britische Automobilindustrie. BLMC wurde zerschlagen und Stück für Stück an ausländische Interessenten verkauft. 1981 wurde die Marke Alvis an die United Scientific Holdings verkauft; 1987 wurde Leyland Bus abgespalten und 1988 von Volvo aufgekauft, 1987 wurde Leyland Trucks and Vans an DAF[14] verkauft. Aus dem übrigen Teil entstand die MG Rover Group. Sie wurde privatisiert und im Jahr 1988 an die British Aerospace verkauft. 1994 wurde die MG Rover Group an den BMW Konzern weiter verkauft, was das endgültige Ende der eigenständigen britischen Automobilindustrie darstellt.[15] Nach einem erneuten Verkauf im Jahr 2000 für den symbolischen Preis von £10, stellte die Rover Group, wie sie seit dem Verkauf von BMW bezeichnet wurde, im Jahr 2005 die Produktion ein. So kommt es, dass einige britische Marken bis heute produziert werden, jedoch nicht mehr von britischen Herstellern. Beispielsweise hat BMW die Marke „Mini“ von Rover übernommen und produziert sie bis heute sehr erfolgreich weiter. Ebenso wurden die nicht genutzten Marken „Standard", „Triumph" und „Riley" übernommen.[16]

Der größte noch heute produzierende britische Automobilkonzern ist London Taxi International (LTI); mit 400 Mitarbeitern stellen sie die Londoner Taxis her.[17]

3. Merkmale des Niedergangs der britischen Automobilindustrie

Der Niedergang der britischen Automobilindustrie in den 60er und 70er Jahren ist eng mit der allgemein schlechten wirtschaftlichen Lage Großbritanniens verbunden. Daher sollen zunächst die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die politischen Entscheidungen untersucht werden, die die Entwicklungen jener Zeit prägten.

Immer wieder sahen sich die verschiedenen Regierungen gezwungen, mit Maßnahmen in die wirtschaftliche Entwicklung einzugreifen, um die negativen Folgen von Inflation, übermäßigem Import und sinkendem Export zu bekämpfen.[18] Die politischen Entscheidungen hatten erheblichen Einfluss auf die Wertschöpfung und den Absatz von Produkten, speziell auch für die Automobilhersteller. Sie sind als Reaktionen auf die wirtschaftliche latent anhaltende Krise von erheblicher Bedeutung.

3.1 Politische Aspekte

Der Niedergang der britischen Automobilindustrie stand im engen Zusammenhang mit dem Niedergang der gesamten britischen Industrie. Die Ursachen für diesen Niedergang sind wirtschaftliche Reaktionen auf den 2. Weltkrieg, denn durch die massive Aufnahme von Krediten von den USA und die Auflösung der britischen Auslandsvermögen zur Finanzierung der horrenden Kriegskosten büßte Großbritannien seine wirtschaftliche Vormachtstellung ein. Auch nach dem Krieg blieb Großbritannien weiterhin auf Finanzhilfen aus den USA angewiesen, um die industrielle Produktion aufrecht erhalten zu können.[19] Die negativen Auswirkungen dieser Finanzhilfen auf die britische Währung konnten jedoch nicht durch Überschüsse aus dem Außenhandel ausgeglichen werden, da Großbritannien – einst als „Werkbank der Welt“ bezeichnet – zu einer Importnation geworden war.[20] Um den negativen Effekten entgegen zu wirken, versuchte man, ein Schutzzollsystem für das British Commonwealth of Nations zu installieren, was von den USA auf Grund ihrer liberalen Freihandelspolitik jedoch nicht geduldet werden konnte. So kam es 1947 zu einer ersten Abwertung des Britischen Pfunds von 30% gegenüber dem Amerikanischen US-Dollar. Nach diesem Rückschlag setzten die britischen Politiker verstärkt auf die von Keyne entwickelten wirtschaftstheoretischen Überlegungen.[21] Das hatte zur Folge, dass die Regierungen „mit den Mitteln der Steuer-, Zins- und Ausgabenpolitik“[22] in das Wirtschaftssystem eingriffen, um die Stabilität der britischen Währung als Handels- und Reservewährung weiterhin sicherstellen zu können. In Phasen des wirtschaftlichen Wachstums wurden durch Steuererhöhungen die Kaufkraft der Bevölkerung vermindert oder die Kreditzinsen erhöht, um dadurch den Anstieg der Importe und damit das Außenhandelsdefizit, das die Stabilität des britischen Pfunds bedrohte, zu begrenzen.[23] Diese Politik schwächte jedoch die britische Wirtschaft im Vergleich zu anderen Nationen, die teilweise doppelt so große wirtschaftliche Wachstumsraten vorweisen konnten wie Großbritannien – der relative economic decline setzte ein.[24] Nach dem Scheitern dieser Politik versuchte die britische Regierung in den 60er Jahren, durch eine Reform in den Arbeitsbeziehungen bzw. in der Einkommenspolitik die wirtschaftlichen Probleme zu lösen. Dies stellte jedoch ein erhöhtes Konfliktpotential zwischen Gewerkschaften und der Politik dar, zumal große Teile der britischen Industrie während des 2. Weltkrieges und danach verstaatlicht wurden, um das Ziel der Vollbeschäftigung zu erreichen.[25] Die Automobilindustrie war von der Verstaatlichung weniger betroffen, als andere Teile der Industrie,[26] jedoch wurde auch sie in die Programme zur Aufrechterhaltung der Vollbeschäftigung eingebunden. In den 1960er Jahren wurde die Automobilindustrie durch Subventionen ermutigt, gerade in den Regionen neue Werke zu errichten, in denen die Arbeitslosigkeit durch die Schließung von Fabriken besonders gestiegen war, um den sozialen Folgen der Deindustrialisierung entgegen zu wirken.[27] Doch anstatt einen positiven Effekt zu erzielen, stellte sich diese Politik 1975 als völlig gescheitert heraus: „[...] there are too many manufacturers with too many models, too many plants and too much capacity.“[28] Durch den Aufbau weiterer Produktionslinien entstand eine Überproduktion an Automobilen, wodurch es zu Kostensteigerungen für die britischen Automobilhersteller kam. Zusätzlich entstanden soziale Konflikte, da in den Werken ein und derselben Firma unterschiedlich hohe Löhne gezahlt wurden, bedingt durch die schlechtere Qualifikation der Arbeiter an den neuen Standorten.[29] Durch die dadurch hervorgerufene Unzufriedenheit und in deren Konsequenz entstehenden Streiks kam es zu Produktionsausfällen und somit zu weiteren Kosten.[30]

Während im Rest Europas durch die Zerstörungen des Krieges gezwungenermaßen neue, effektivere Maschinen angeschafft werden mussten, wurden in Großbritannien nur vergleichsweise geringe Beträge in den Neuerwerb von Maschinen investiert. Obwohl die Politik keinen direkten Einfluss auf die Automobilindustrie hatte, konnte sie trotzdem durch die Verteilung der knappen Ressourcen, wie z.B. Stahl, Druck auf die Automobilindustrie ausüben. Ziel war es, möglichst viele Fahrzeuge für den Export zu produzieren, um das Außenhandelsdefizit so gering wie möglich zu halten.[31] Eine wachsende Arbeitslosigkeit und eine latent vorhandene Währungskrise waren die Folgen der immer geringeren Wettbewerbsfähigkeit.

Aber auch die hohen Militärausgaben Großbritanniens waren ein Grund für die schlechte finanzielle Lage des Landes. Wie vor dem Krieg fühlten sich die Briten als Weltmacht und mussten dementsprechend mit ihrem Militär weltweit präsent sein. Durch die ohnehin schon angespannte Finanzlage wurde diese nun weiter verschärft. Ein Höhepunkt wurde 1964 mit einem Minus von £744 Mio. für die britische Staatskasse erreicht.[32]

In der Bevölkerung zeigten sich erhebliche Widerstände bei dem Versuch, sich an den weltweiten Wettbewerb anzupassen und effektivere Arbeitsmethoden zu etablieren. Der Masse der Bevölkerung war nicht bewusst, dass sie sich in der selben wirtschaftlichen Lage wie der Rest Europas befand. Der Krieg schwächte die britische Wirtschaft erheblich und verlangte ein politisches Umdenken in der Wirtschaftspolitik, um weiterhin der Konkurrenz begegnen zu können. Es wurde jedoch versäumt, ein solches Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen.[33] Anstatt die finanziellen Mittel zu nutzen, um die Wirtschaft konkurrenzfähig zu halten und zukünftig größere Gewinne zu generieren, nutzte man bereits jetzt große Teile der Gewinne für soziale Leistungen; eine Umverteilung der Vermögen sollte für eine „gerechtere Gesellschaft“ sorgen.[34]

So erklärt sich auch das geringe Interesse der Öffentlichkeit und damit verbunden der Politik an der Rettung der eigenen Automobilindustrie. Die allgemein einsetzende Deindustrialisierung war vielmehr eine Abkehr der britischen Bevölkerung von der industriellen Fertigung hin zur Finanzwirtschaft, dem neuen wichtigsten Sektor der britischen Wirtschaft.

Auch auswärtige Entwicklungen erhöhten den Druck auf die britische Politik. Mit der Ölpreiskrise 1973/74 war ein Steigen der Inflationsrate verbunden, die zum Höhepunkt der britischen Wirtschaftskrise im winter of discontent 1978/79 führen sollte.[35] Die Inflationsrate erreichte an ihrem Höhepunkt 26%, wodurch sich die Gewerkschaften gezwungen sahen, ihre Lohnzurückhaltung aufzugeben, was die schlechte wirtschaftliche Situation des britischen Staates weiter verschärfte. „Mit den Neuwahlen vom Mai 1979 kam eine Phase der britischen Nachkriegsentwicklung zum Abschluss, die durch den Dreiklang einer dauerhaften wirtschaftlichen Krise, eines regelmäßig erfolglosen Krisenmanagements und einer zunehmenden Konfliktualität der Arbeitsbeziehungen bestimmt war, also durch die Symptome der Englischen Krankheit, wie es damals hieß.“[36]

Mit dem Amtsantritt von Margaret Thatcher 1979 änderte sich die Politik drastisch. Vorrangiges Ziel ihrer Maßnahmen war es, die Währungskrise wirkungsvoll durch die Eindämmung der Inflation zu bekämpfen.[37] Dies geschah durch eine rigorose Sparpolitik, der schließlich auch die Eigenständigkeit der britischen Automobilindustrie geopfert werden sollte.

[...]


[1] Vgl. Womack, James u.a.: Die zweite Revolution in der Autoindustrie, Konsequenzen aus der weltweiten Studie aus dem Massachusetts Institute of Technology. 6. Auflage, Frankfurt/Main, New York 1991, S. 25ff.

[2] Vgl. Foreman-Peck, James u.a., The British Motor Industry, Manchester/New York 1995, S. 1.

[3] Vgl. Sked, Alan: Britain’s decline. Problems and Perspectives. 3. Auflage, Oxford 1989, S. 27ff.

[4] Vgl. Kimmig, Karl: Politische und ökonomische Aspekte der „britischen Krise“. In: Rohre, Karl; Schmidt, Gustav (Hrsg.): Krise in Großbritannien? Studien zu Strukturproblemen der britischen Gesellschaft und Politik im 20. Jahrhundert. Bochum 1987. S. 160f.

[5] Vgl. Foreman-Peck u.a., S. 99.

[6] Vgl. ebd. S. 103.

[7] Vgl. Whisler, Timothy: The British Motor Industry, 1945 – 94. A Case Study in Industrial Decline, Oxford 1999, S. 51.

[8] Vgl. Foreman-Peck u.a., S. 94.

[9] Vgl. Womack u.a., S. 237.

[10] Leyland Motors war ein Zusammenschluss von Standard Triumph und Leyland im Jahre 1961.

[11] Vgl. Foreman-Peck u.a., S. 103.

[12] Vgl. Schwarz, Karl: Car Wars. Die Automobilindustrie im globalen Wettbewerb. Analysen zum Wandel politisch-ökonomischer Systeme, Band 9, Frankfurt/Main u. a. 1994, S. 215.

[13] Vgl. ebd., S. 130.

[14] Van Doornes Aanhangwagenfabrieken, größter niederländischer Automobilproduzent.

[15] Vgl. Foreman-Peck u.a., S. 243ff.

[16] Vgl. Feast, Richard: Less than the sum of its parts, Fifty years ago, a merger signalled the decline of the British motor industry. 16.09.2002. URL: http://www.telegraph.co.uk/motoring/2717851/Less-than-the-sum-of-its-parts.html

[17] Vgl. London Taxi International: http://www.lti.co.uk

[18] Insbesondere die Automobilhersteller wurden dazu aufgefordert, möglichst viele ihrer Produkte ins Ausland zu verkaufen, um das Außenhandelsdefizit möglichst gering zu halten. Im Rahmen dieser Strategie wurde die Redewendung „Export or die“ verstärkt gebraucht.

[19] Vgl. Sked, S.27.

[20] Vgl. Kastendiek, Hans; Stinshoff, Richard: Zur Entwicklung Großbritanniens seit 1945. In: Kastendiek, Hans; Sturm, Roland (Hrsg.): Länderbericht Großbritannien, Schriftenreihe Band 543, 3. aktualisierte und neu bearbeitete Auflage, Bonn 2006, S. 96f.

[21] Vgl. Johnson, Nevil: Die englische Krankheit. Wie kann Großbritannien seine politische Krise überwinden? Stuttgart 1977, S. 17.

[22] Kastendiek/Stinshoff, S. 99.

[23] Diese Politik wurde auf Grund ihres sich ständig wiederholenden Eingreifens in den Wirtschaftsprozess als „stop and go“-Politik bezeichnet Vgl. ebd., S. 99.

[24] Vgl. Sked, S. 28.

[25] Vgl. Kastendiek/Stinshoff, S. 102.

[26] Die private Automobilindustrie in Amerika galt durch ihre Erfolge als Vorbild für die britische und daher schien der Regierung (Labour) eine Verstaatlichung als nicht notwendig. Vgl. Foreman-Peck, S. 100.

[27] Vgl. Schwarz, S. 129.

[28] Zitiert in: Foreman-Peck u.a., S. 114.

[29] Vgl. Schwarz, S. 129.

[30] Vgl. Foreman-Peck u.a., S. 114.

[31] Vgl. ebd., S. 101.

[32] Vgl. Sked, S. 30.

[33] Vgl. Johnson, S. 12f.

[34] Vgl. Johnson, S. 22ff.

[35] Vgl. Kastendiek/Stinshoff, S. 102.

[36] Ebd., S.103.

[37] Zur Politik von Margaret Thatcher vgl. Reitan, Earl Aaron: Tory radicalism, Margaret Thatcher, John Major, and the transformation of modern Britain, 1979-1997. Lanham, Oxford 1997.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Der Niedergang der britischen Automobilindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Europäische Geschichte)
Veranstaltung
Automobilindustrie und Massenmotorisierung
Note
1.0
Autor
Jahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V187619
ISBN (eBook)
9783656111764
ISBN (Buch)
9783656111986
Dateigröße
528 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
niedergang, automobilindustrie, hälfte, jahrhunderts, britisch, England, englisch
Arbeit zitieren
Christian Schultze (Autor:in), 2009, Der Niedergang der britischen Automobilindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187619

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