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In welchem Zusammenhang stehen Sozialisationserfolg und Bildungserfolg?

Title: In welchem Zusammenhang stehen Sozialisationserfolg und Bildungserfolg?

Term Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Master of Arts Nadir Attar (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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[...] Seit der Veröffentlichung der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 wird nach Ansätzen
gesucht, um das einstmals so hoch gelobte deutsche Bildungssystem wieder im
internationalen Vergleich konkurrenzfähig zu machen und deutschen Schülerinnen bzw.
Schülern den optimalen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. Dabei sollen die
Schulen heutzutage nicht nur reines Wissen zur Berufausbildung und –ausübung
vermitteln, sondern zudem noch die Schülerpersönlichkeit ihrer Gänze stärken
(Otto/Coelen 2004: 8). Als probates Mittel werden hierzu Ganztagsschulen angesehen.
Hier lernen die Kinder länger und vor allem länger gemeinsam. In manchen europäischen
Ländern wie z.B. Frankreich ist die Ganztagsschule schon Usus. Verwandt mit dem
Begriff der Ganztagsschule, jedoch von ihm abzugrenzen, ist die so genannte
Ganztagsbildung. Es geht bei ihr nicht nur rein um die zeitliche Verlängerung des
Unterrichts, vielmehr verknüpfen sich hier formelle und informelle Bildung. Schule und
Jugendhilfe kämen bei diesem Konzept zusammen (Otto/Coelen 2004: 8). Die Debatte
über das Für und Wider der Ganztagsschulen darf dabei durchaus als lebhaft bezeichnet
werden (Otto/Coelen 2004: 10).
Wieso könnte sich längeres, gemeinsames Lernen in einer Ganztagsschule erfolgreich
auf den Schul- und Bildungserfolg auswirken? Eine Antwort auf diese Frage könnte sich in
der Soziologie, genauer gesagt in der Sozialisationstheorie, finden lassen. Aus diesem
Grund steht diese Hausarbeit unter der folgenden übergeordneten Fragestellung:
In welchem Zusammenhang stehen Sozialisationserfolg und Bildungserfolg?
Die Hausarbeit ist dabei in verschiedene Kapitel gegliedert. Nach der Einleitung, in
welcher wir uns gerade befinden, werden im zweiten Teil die für diese Ausarbeitung
maßgeblichen Begriffe Bildung sowie Sozialisation, speziell die hier maßgebliche primäre
Sozialisation, definiert. Im dritten Kapitel wird die für diese Hausarbeit genutzte PISAStudie
des Jahres 2000 erläutert und ihre grundlegenden Ergebnisse vorgestellt. Den
Hauptteil dieser Hausarbeit bildet das vierte Kapitel, in welchem der Zusammenhang von
Sozialisation und Bildungserfolg untersucht werden wird. Im abschließenden fünften
Kapitel zieht der Verfasser dieser Arbeit ein Fazit, lässt seine eigenen Studien noch
einmal Revue passieren und beantwortet die eingangs gestellte Fragestellung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung, Fragestellung und Aufbau der Arbeit

2 Definitionen

2.1 Bildung

2.2 Sozialisation

3 Die PISA-Studie

3.1 Was ist PISA?

3.2 Ergebnisse der PISA-Studie

4 Der Zusammenhang von Sozialisationserfolg und Bildungserfolg

4.1 Die Relation von Familie und Bildungserfolg

4.2 Mögliche Erklärungsansätze

4.3 Die Ganztagsschule als Lösung?

5 Abschließende Bewertung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen familiärer Sozialisation und dem schulischen Bildungserfolg in Deutschland. Basierend auf Erkenntnissen der PISA-Studie 2000 wird analysiert, inwieweit das Elternhaus als primäre Sozialisationsinstanz die schulischen Leistungen und den angestrebten Bildungsabschluss von Kindern beeinflusst und ob Ganztagsschulen als pädagogische Lösung für diese Disparitäten dienen können.

  • Sozialisationstheoretische Grundlagen und Rollenmodelle
  • Einfluss des sozioökonomischen Elternhauses auf den Bildungserfolg
  • Analyse der PISA-Ergebnisse 2000 im intranationalen Vergleich
  • Kritische Evaluation der Ganztagsschule als Bildungsinstrument

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Relation von Familie und Bildungserfolg

Es ist anhand der PISA-Studie des Jahres 2000 zu betrachten, inwiefern sich die Bildungssituation der eigenen Eltern, ergo der primären Sozialisationsinstanz, auf den Bildungserfolg eines deutschen Schülers auswirkt. Anders gefragt: bietet der Bildungsabschluss der Eltern Rückschlüsse auf den vermutlichen Bildungsabschluss ihres Kindes?

Augenscheinlich scheint dies in Deutschland tatsächlich der Fall zu sein. So beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind aus einer ungelernten oder gelernten Arbeiterfamilie ein Gymnasium besucht, nur 10%. Umgekehrt besuchen 50% des Nachwuchses aus Familien der oberen Dienstklasse, also Eltern mit Abitur oder akademischem Abschluss, die höchste deutsche Schulform. Die Hauptschule wird wiederum nur von 10% der Akademikerkinder, aber von 40% des Nachwuchses aus Arbeiterfamilien besucht (Weiß et al. 2002: 164). Nur beim Realschulbesuch zeigt sich eine ungefähre Gleichverteilung (Weiß et al. 2002: 165). Natürlich unterscheiden sich diese Werte in Deutschland von Bundesland zu Bundesland. Am ausgeprägtesten ist die Bedeutung der Sozialschichtzugehörigkeit für den Gymnasialbesuch in Bayern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein, alles alte Bundesländer. Vor allem in den neuen Bundesländern ist die Sozialschichtzugehörigkeit weniger ausschlaggebend für die Chance eines Gymnasialbesuchs. Auffällig ist auch: vor allem in Großstädten ist der Gymnasialbesuch extrem sozialschichtabhängig (Weiß et al. 2002: 167).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung, Fragestellung und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel führt in die Debatte um das deutsche Schulsystem nach dem PISA-Schock ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Zusammenhang zwischen Sozialisationserfolg und Bildungserfolg zu untersuchen.

2 Definitionen: Hier werden die zentralen Begriffe Bildung und Sozialisation definiert, wobei insbesondere die Rolle der primären Sozialisationsinstanz (Familie) hervorgehoben wird.

3 Die PISA-Studie: Dieses Kapitel beschreibt das PISA-Programm und analysiert die für Deutschland ernüchternden Ergebnisse der Studie von 2000.

4 Der Zusammenhang von Sozialisationserfolg und Bildungserfolg: Im Hauptteil wird nachgewiesen, dass die soziale Herkunft maßgeblich den Bildungserfolg prägt, und es werden Erklärungsansätze sowie die Rolle der Ganztagsschule kritisch hinterfragt.

5 Abschließende Bewertung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass das Elternhaus trotz neuer Schulkonzepte ein dominanter Faktor bleibt.

Schlüsselwörter

PISA-Studie, Sozialisation, Bildungserfolg, Ganztagsschule, Elternhaus, Sozialisationstheorie, Schulerfolg, primäre Sozialisationsinstanz, Bildungsaspiration, soziale Herkunft, Rollenerwartungen, Bildungssystem, Lesekompetenz, Schulleistung, Bildungsbenachteiligung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie stark der Bildungserfolg von Schülern in Deutschland durch ihr soziales Umfeld und ihre familiäre Sozialisation geprägt wird.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Sozialisationstheorie, die Ergebnisse der PISA-Studie 2000 sowie die Debatte um die Einführung von Ganztagsschulen als Instrument zur Bildungsgerechtigkeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: In welchem Zusammenhang stehen Sozialisationserfolg und Bildungserfolg?

Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer und pädagogischer Werke sowie einer Auswertung der Daten der PISA-Studie 2000.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil belegt den Zusammenhang zwischen Elternhaus und Schulleistung, diskutiert Erklärungsmodelle wie das Anregungsmilieu und hinterfragt kritisch, ob Ganztagsschulen diese Einflüsse ausgleichen können.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Bildungserfolg, primäre Sozialisationsinstanz, Anregungsmilieu und soziale Herkunft.

Warum wird die Rolle der Familie als "Vermittler der äußeren Realität" bezeichnet?

Laut Klaus Hurrelmann prägt die Familie maßgeblich, wie Kinder ihre Umwelt verarbeiten und welche Bildungsaspirationen sie entwickeln.

Inwiefern beeinflusst das "Anregungsmilieu" des Elternhauses den Schulerfolg?

Ein Elternhaus, das Bildung positiv konnotiert, fördert laut der Arbeit die Bildungschancen der Kinder, während bildungsferne Milieus den Zugang zu höheren Schulformen erschweren können.

Können Ganztagsschulen den elterlichen Einfluss vollständig neutralisieren?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die familiäre Prägung weiterhin dominant bleibt und Ganztagsschulen das Elternhaus nicht ersetzen können.

Welche Bedeutung haben "Rollenerwartungen" nach Dahrendorf für den Bildungserfolg?

Jugendliche versuchen oft, den Erwartungen ihres familiären Umfelds zu entsprechen; stehen diese im Widerspruch zu schulischen Anforderungen, kann dies den Bildungserfolg negativ beeinträchtigen.

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Details

Title
In welchem Zusammenhang stehen Sozialisationserfolg und Bildungserfolg?
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
2,0
Author
Master of Arts Nadir Attar (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V187804
ISBN (eBook)
9783656116387
ISBN (Book)
9783656116899
Language
German
Tags
zusammenhang sozialisationserfolg bildungserfolg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Nadir Attar (Author), 2008, In welchem Zusammenhang stehen Sozialisationserfolg und Bildungserfolg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187804
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