Um SuS mit Bodypercussion vertraut zu machen, müssen sie sich zunächst dem Grundschlag (Puls) bewusst werden, der als „gleichmäßig durchgehaltene[r] Schlag in der Musik“2 definiert wird. Dies kann durch Klatsch- und Sprechübungen unterstützt werden. Beim Sprechen verwendet man sogenannte „Vocals“. Dieser Begriff stammt aus der Vocal Percussion, also dem rhythmischen Sprechen3, und bezeichnet das Wort, welches rhythmisch gesprochen wird. Ebenso von Bedeutung ist das Metrum, also die „regelmäßige Abfolge von betonten und unbetonten Grundschlägen“4, das in gleichem Maße geschult werden soll, wozu die bereits genannten Übungen ebenfalls angewendet werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Sachanalyse
2. Didaktische Analyse
2.1 Bezug zum Bildungsplan
2.2 Einordnung der Stunde in den Unterrichtszusammenhang
2.3 Methodische Analyse
2.4 Unterrichtsziele
2.5 Methodische Alternativen
3. Medien
4. Literatur
5. Anhang
5.1 Fantasiereise
5.2 Kärtchen zur Gruppeneinteilung
5.3 Tafelbild
5.4 Unterrichtsverlaufsskizze
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit liefert einen detaillierten Unterrichtsentwurf für das Fach Musik in Klasse 5, mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler durch Bodypercussion an das gemeinsame Musizieren und die Schulung des Taktgefühls heranzuführen. Es wird untersucht, wie durch die Kombination von Sprache, Rhythmus und körperlicher Bewegung ein gemeinsames musikalisches Erleben ermöglicht werden kann.
- Grundlagen der Bodypercussion im schulischen Kontext
- Didaktische Legitimation gemäß Bildungsplan
- Methodische Gestaltung von Rhythmusübungen ("Rhythmicals")
- Förderung von Gemeinschaftsgefühl und Koordination
Auszug aus dem Buch
1. Sachanalyse
„Body Percussion bezeichnet das Musizieren mit dem ganzen Körper. Dabei produziert man differenzierte Klänge durch unterschiedliche Arten des Fußstampfens, des Klatschens der Hände auf verschiedene Körperteile und durch andere Sounds [...].“¹
Um SuS mit Bodypercussion vertraut zu machen, müssen sie sich zunächst dem Grundschlag (Puls) bewusst werden, der als „gleichmäßig durchgehaltene[r] Schlag in der Musik“² definiert wird. Dies kann durch Klatsch- und Sprechübungen unterstützt werden. Beim Sprechen verwendet man sogenannte „Vocals“. Dieser Begriff stammt aus der Vocal Percussion, also dem rhythmischen Sprechen³, und bezeichnet das Wort, welches rhythmisch gesprochen wird. Ebenso von Bedeutung ist das Metrum, also die „regelmäßige Abfolge von betonten und unbetonten Grundschlägen“⁴, das in gleichem Maße geschult werden soll, wozu die bereits genannten Übungen ebenfalls angewendet werden können.
Um die Body Percussion insbesondere, wie in meinem Fall, jüngeren SuS zu erleichtern, werden Übungen mit Sprach- und Körperperkussionsebene verwendet. Mit der Zeit kann das Sprechen dann ausgelassen werden, wodurch ein Konzentrieren auf die Bodypercussion möglich ist. Als solche Übungen bieten sich ganz besonders die „Rhythmicals“ von Christoph Studer an. Dabei handelt es sich um „Kompositionen für sprechende Gruppen, die durch Überlagerung einer polyrhythmischen Struktur gelangen können. [...] Durch Wiederholungen prägen sich die Sprechrhythmen und die dazugehörigen Bewegungen gut ein und werden von Beginn an ohne Noten vermittelt.“⁵ Die Sprache hilft, „sich Bewegungen und rhythmische Muster einzuprägen, und die Bewegungen wiederum helfen, sich die Texte der Sprechstücke zu merken.“⁶
Zusammenfassung der Kapitel
1. Sachanalyse: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Bodypercussion und erläutert die musikpädagogische Relevanz von Rhythmus, Puls, Metrum und der Verwendung von "Rhythmicals" nach Christoph Studer.
2. Didaktische Analyse: Hier wird der Bezug zum Bildungsplan hergestellt, die Stunde in die Unterrichtsreihe eingeordnet und das methodische Vorgehen bei der Vermittlung der Inhalte sowie die angestrebten Lernziele detailliert dargelegt.
3. Medien: Auflistung der für die Unterrichtsstunde benötigten Materialien wie Tonträger, Anlage, Tafel und didaktische Hilfsmittel.
4. Literatur: Verzeichnis der verwendeten fachdidaktischen und musikpädagogischen Quellen sowie der offiziellen Bildungsplan-Dokumente.
5. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie den Text der Fantasiereise, Vorlagen für Gruppeneinteilungskärtchen, das Tafelbild sowie die vollständige Verlaufsplanung.
Schlüsselwörter
Bodypercussion, Musikunterricht, Rhythmusgefühl, Puls, Metrum, Rhythmicals, Didaktik, Sprachperkussion, Koordination, Gemeinschaftsgefühl, Unterrichtsentwurf, Klasse 5, Körperwahrnehmung, polyrhythmisch, Musikpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen detaillierten Unterrichtsentwurf zum Thema Bodypercussion für den Musikunterricht in der 5. Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die praktische Anwendung von Bodypercussion, die Schulung von Taktgefühl sowie die Förderung von Koordination und Klassengemeinschaft durch Musik.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Das Hauptziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, den Puls eines Musikstücks auf ihren eigenen Körper zu übertragen und einfache rhythmische Strukturen durch Vor- und Nachmachen zu beherrschen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf didaktische Analysen und greift auf die bewährte Methode der "Rhythmicals" nach Christoph Studer zurück, um Rhythmen sprachlich und motorisch zu vermitteln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine sachliche Begründung der Methode, eine didaktische Einordnung der Unterrichtsstunde und die methodische Planung, inklusive einer detaillierten Verlaufsübersicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bodypercussion, Rhythmusgefühl, Musikpädagogik, Koordination und didaktische Unterrichtsplanung.
Warum wird im Unterricht mit "Vocals" gearbeitet?
Die Vocals dienen als Brückenelement, um Schülern den Einstieg in komplexe Rhythmen zu erleichtern, bevor diese rein motorisch ohne Sprache ausgeführt werden.
Warum entschied sich die Lehrperson gegen den Einsatz von Musikinstrumenten?
Die Lehrperson fokussiert sich bewusst auf die reine Körperperkussion, um das Bewusstsein der Schüler für ihren eigenen Körper und dessen Ausdrucksmöglichkeiten zu schulen.
- Arbeit zitieren
- Sonja Schneider (Autor:in), 2012, Bodypercussion im Musikunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187875