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Der öffentliche Gesundheitsdienst in Hessen und sein Beitrag die Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern aufzudecken

Title: Der öffentliche Gesundheitsdienst in Hessen und sein Beitrag die Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern aufzudecken

Elaboration , 2011 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B. Sc. Vanessa Löhn (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Gesundheit betrifft uns im alltäglichen Leben und ermöglicht die Teilhabe in der Gesellschaft. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung ergibt sich aus personalen Faktoren wie Alter und Geschlecht, sozialen Faktoren wie wirtschaftliche Lage und private Lebensformen und aus Merkmalen des Gesundheitssystems wie beispielsweise die Erreichbarkeit von Gesundheits-dienstleistungen (Hurrelmann 2003, S. 27).
Der öffentliche Gesundheitsdienst in Hessen nimmt eine Vielzahl von Aufgaben wahr und ist neben der gesetzlichen Krankenkasse ein wichtiger Leistungserbringer im deutschen Gesundheitswesen. Neben der ambulanten und stationären Versorgung ist der öffentliche Gesundheitsdienst die dritte Säule des deutschen Gesundheitswesens. Der Focus seiner Tätigkeiten liegt bei der Bevölkerungsmedizin, genauer fallen darunter beispielsweise die Gesundheitsberichtserstattung, die medizinische Katastrophenhilfe sowie der kinder- und jugendärztliche Dienst. Die Umsetzung des öffentlichen Gesundheitsdienstes obliegt den Bundesländern (Regierungspräsidium Gießen 2011b). In dieser Arbeit wird das Hessische Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst vorgestellt, um unter anderem seine Ziele, Aufgaben und seinen Aufbau in Zusammenhang mit verschiedenen Zuständigkeiten zu beschreiben.

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Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Hessisches Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst

3 Die Hierarchie mit ihrer Aufgabenverteilung im öffentlichen Gesundheitsdienst in Hessen

4 Hessisches Gesetz zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes für Kinder

4.1 Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern

4.2 Warum Früherkennungsuntersuchungen Misshandlungen und Vernachlässigung aufdecken können

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Hessen im Kontext des Kinderschutzes. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und inwiefern kinderärztliche Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) dazu beitragen können, Misshandlungen oder Vernachlässigungen bei Kindern frühzeitig zu identifizieren, ihren Verlauf zu beeinflussen und welche Bedeutung ärztliche Interventionen in diesem sensiblen Bereich haben.

  • Aufgaben und Struktur des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Hessen
  • Analyse des Hessischen Gesetzes zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes für Kinder
  • Systematik und Durchführung der Früherkennungsuntersuchungen (U1-U9)
  • Möglichkeiten und Grenzen der Früherkennungsuntersuchungen bei der Missbrauchs- und Vernachlässigungserkennung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und ärztliche Schweigepflicht in Verdachtsfällen

Auszug aus dem Buch

4.2 Warum Früherkennungsuntersuchungen Misshandlungen und Vernachlässigung aufdecken können

Die U-Untersuchungen haben sich bewährt, bei der Aufgabe, Entwicklungsstörungen bei Kindern früh zu entdecken (Straßburg 2009, S. 91). Doch ist es auch möglich, mit Hilfe dieser Untersuchungen Kinder zu identifizieren, die Opfer von Gewalt geworden sind und folglich zu intervenieren? In diesem Kapitel werden in diesem Zusammenhang Möglichkeiten und Grenzen der U-Untersuchungen aufgezeigt. Laut § 26 des SGB V haben Kinder einen Anspruch auf Früherkennungsuntersuchungen. Dort heißt es: "Versicherte Kinder haben bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres Anspruch auf Untersuchungen sowie nach Vollendung des zehnten Lebensjahres auf eine Untersuchung zur Früherkennung von Krankheiten, die ihre körperliche oder geistige Entwicklung in nicht geringfügigem Maße gefährden". Durch diesen festgelegten Anspruch kann die Nutzung entsprechender Angebote unterstützt werden. In den Ländern können gesetzliche Vorgaben für den öffentlichen Gesundheitsdienst dies unterstützen. Aber bei Sinn und Zweck werden auch Grenzen gezogen. So wird das seitens der Politik geforderte Screening auf Misshandlungen im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen vom Gemeinsamen Bundesausschuss wegen fehlender standardisierter und validierter Screening-Instrumente abgelehnt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der öffentlichen Gesundheitsfürsorge ein und erläutert die Relevanz der Kindeswohlgefährdung als steigende Herausforderung für den öffentlichen Gesundheitsdienst.

2 Hessisches Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst: Hier werden die zentralen Zielsetzungen und inhaltlichen Schwerpunkte des Gesetzes, wie die Prävention und Gesundheitsförderung, detailliert beschrieben.

3 Die Hierarchie mit ihrer Aufgabenverteilung im öffentlichen Gesundheitsdienst in Hessen: Dieses Kapitel skizziert die organisatorische Struktur des Gesundheitswesens in Hessen von der Landesebene bis hin zu den lokalen Gesundheitsämtern.

4 Hessisches Gesetz zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes für Kinder: Der Abschnitt erläutert die gesetzlichen Anforderungen an die Gesundheitsvorsorge und die spezifischen Meldeverpflichtungen gegenüber dem Kindervorsorgezentrum.

4.1 Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern: Hier findet eine systematische Aufarbeitung der einzelnen Vorsorgeuntersuchungen von der U1 bis zur U9 sowie deren medizinischer Zweck statt.

4.2 Warum Früherkennungsuntersuchungen Misshandlungen und Vernachlässigung aufdecken können: Dieses Kapitel diskutiert kritisch die Eignung der Routineuntersuchungen als Instrument zur Missbrauchsprävention und die bestehenden rechtlichen sowie methodischen Hürden.

5 Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit zur effektiven Unterstützung gefährdeter Familien.

Schlüsselwörter

Öffentlicher Gesundheitsdienst, Kinderschutz, Hessen, Früherkennungsuntersuchungen, U-Untersuchungen, Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, Gesundheitsgesetz, Kindervorsorgezentrum, Früherkennung, Pädiatrie, Kindeswohlgefährdung, Prävention, Arzt-Patienten-Beziehung, Meldepflicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Hessen bei der Erkennung von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung durch Vorsorgeuntersuchungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Hessen, die Organisation des Gesundheitsdienstes, die Durchführung der U-Untersuchungen und die ethisch-rechtlichen Grenzen ärztlicher Interventionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob kinderärztliche Früherkennungsuntersuchungen tatsächlich geeignet sind, Misshandlungen aufzudecken oder deren Verlauf zu beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung gesetzlicher Bestimmungen sowie statistischer Daten zur Entwicklung von Kindesmisshandlungsfällen.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt im Hauptteil?

Den Schwerpunkt bildet die detaillierte Darstellung des Hessischen Gesetzes zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes für Kinder und eine kritische Diskussion der U-Untersuchungen als Instrument zur Früherkennung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zu den zentralen Begriffen gehören der öffentliche Gesundheitsdienst, Kindeswohlgefährdung, U-Untersuchungen, Prävention und das Kindervorsorgezentrum.

Welche Rolle spielt das Kindervorsorgezentrum in diesem Kontext?

Es fungiert als zentrale Stelle, die die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen erfasst, die Sorgeberechtigten zur Teilnahme auffordert und bei Nichtteilnahme die Jugendämter informiert.

Warum lehnt der Gemeinsame Bundesausschuss ein explizites Screening auf Misshandlung ab?

Die Ablehnung begründet sich primär durch das Fehlen wissenschaftlich validierter und standardisierter Screening-Instrumente, die eine solche Prüfung im Rahmen der Routineuntersuchungen rechtfertigen würden.

Wie ist die rechtliche Lage bei einem Missbrauchsverdacht für Kinderärzte?

Es besteht keine generelle Anzeigepflicht nach dem Sozialgesetzbuch, jedoch steht der Arzt bei schwerwiegenden Gefahren unter der Maßgabe des "rechtfertigenden Notstands", die Schweigepflicht im Sinne des Kinderschutzes zu durchbrechen.

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Details

Title
Der öffentliche Gesundheitsdienst in Hessen und sein Beitrag die Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern aufzudecken
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1,3
Author
B. Sc. Vanessa Löhn (Author)
Publication Year
2011
Pages
14
Catalog Number
V187951
ISBN (eBook)
9783656116172
ISBN (Book)
9783656116530
Language
German
Tags
gesundheitsdienst hessen beitrag vernachlässigung misshandlung kindern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B. Sc. Vanessa Löhn (Author), 2011, Der öffentliche Gesundheitsdienst in Hessen und sein Beitrag die Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern aufzudecken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187951
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