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Das Lateinamerikanische Spanisch im Spanischunterricht

Phonetik, Morphosyntax und Lexik zum lateinamerikanischen Spanisch und seine Bedeutung im Spanischunterricht

Title: Das Lateinamerikanische Spanisch im Spanischunterricht

Examination Thesis , 2011 , 111 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Mähler (Author)

Didactics - Spanish
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Summary Excerpt Details

Sowohl Deutsche als auch Spanier hegten schon in frühester Zeit Interesse daran, die Spra-che des anderen zu lernen, auch wenn dies zunächst nicht auf institutioneller Ebene passierte. Bereits vor dem 9. Jahrhundert pflegten germanische Volksstämme den Kontakt mit der Iberischen Halbinsel und der dort ansässigen kastilisch sprechenden Bevölkerung. Sowohl Deutsche als auch Spanier hegten schon in frühester Zeit Interesse daran, die Sprache des anderen zu lernen, auch wenn dies zunächst nicht auf institutioneller Ebene passierte. Seit dem 16. Jahrhundert wird der sogenannte kastilische Dialekt offiziell als Spanisch bezeichnet. Im Laufe der Jahrhunderte waren es nicht mehr nur Angehörige des Adels oder Klerus und Wissenschaftler, die Spanisch lernten, sondern auch Kaufleute, Seefahrer, Pilger und einfache Handwerker. Ebenfalls im 16. Jahrhundert trugen unter anderem die Technik des Buchdrucks und damit der Einsatz von Lehr- und Lernmitteln zu einem enormen Aufschwung des Spanischlernens bei. Erste deutsche Handelsschulen, an denen Spanisch gelehrt wurde, wurden im 18. Jahrhundert gegründet, und bis zum 20. Jahrhundert „hatte sich der Spanischunterricht einen kleinen aber soliden Platz im schulischen Fremdsprachenangebot erobert.“ Heute wird Spanisch nicht nur an Gymnasien, Privat- oder Gesamtschulen unterrichtet, sondern kann auch an Volkshochschulen, Universitäten oder Fachhochschulen studiert werden. Dass das Spanische eine so große Präsenz in fast allen Bereichen des deutschen Unterrichtswesens zeigt, „liegt sowohl an den engen Verbindungen zu Spanien als auch an der wirtschaftlichen Bedeutung (…) Lateinamerikas.“ In insgesamt 21 Ländern ist das Spanische offizielle Amtssprache und selbst in den USA sprechen 34 von 45 Millionen Hispanos, die dort leben, auch zu Hause regelmäßig Spanisch. Mit fast 440 Millionen Muttersprachlern hat sich Spanisch neben Englisch als Weltsprache etabliert, hauptsächlich wegen der großen Sprecherzahl in Hispanoamerika.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. DAS SPANISCHE IN AMERIKA

2. Allgemeines

2.1. Fakten und Geschichtliches

2.1.1 Mexiko

2.1.2 Kuba

2.1.3 Venezuela

2.1.4 Chile

2.2 Phonetik und Phonologie

Der seseo, yeísmo und žeísmo

Aspirierung von implosivem /s/ und Neutralisierung von implosivem /r/ und /l/

2.1 2.Mexiko

2.2.2 Kuba

2.2.3 Venezuela

2.2.4 Chile

2.3 Morphosyntax

Voseo und Anrede

Weitere morphosyntaktische Besonderheiten

2.3.1 Mexiko

2.3.2 Kuba

2.3.3 Venezuela

2.3.4 Chile

2.4 Lexik

2.4.1 Mexiko

2.4.2 Kuba

2.4.3 Venezuela

2.4.4 Chile

Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse

III. LEHRPLÄNE UND LEHRWERKE IN RHEINLAND-PFALZ UND IM SAARLAND

3.1 Allgemeines zu den Schulsystemen

3.2 Lehrplan Spanisch Rheinland-Pfalz

3.2.1 Lehrplanentwurf Spanisch

3.2.2 Theoretische Grundlagen

3.2.2.1 Ziele

3.2.2.2 Kompetenzen

3.2.2.3 Didaktisch-methodische Grundsätze

3.2.3 Unterrichtspraxis in der Sekundarstufe I

3.2.3.1 Themen und Inhalte der Sekundarstufe I

3.2.3.2 Übergangsprofil zur MSS

3.3 Lehrpläne Spanisch Saarland

3.3.1 Lehrplan Spanisch Klassenstufe 8

3.3.2 Lehrplan Spanisch Klassenstufe 9

3.3.3 Lehrplan Spanisch für die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe

3.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede

3.5 Analyse der Lehrwerke Rheinland-Pfalz

3.5.1 Rápido neu

3.5.2 Caminos plus

3.5.3 Línea verde

3.6 Analyse der Lehrwerke Rheinland-Pfalz und Saarland

3.6.1 Puente Nuevo

3.6.2 Encuentros

3.6.3 ¡Vale!

3.7 Ergebnisse der Lehrwerksanalyse

IV. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUM THEMA „LATEINAMERIKANISCHE GEGEBENHEITEN IM SPANISCHUNTERRICHT“

4.1 Untersuchungsvoraussetzungen

4.1.1 Darstellung der Schulen

4.1.2 Beschreibung der Umfrage und des Fragebogens

4.2 Auswertung der empirischen Untersuchung

4.2.1 Ergebnis der Befragung in Rheinland-Pfalz

4.2.2 Ergebnis der Befragung im Saarland

4.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

V. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Stellenwert lateinamerikanischer Gegebenheiten im deutschen Spanischunterricht, speziell an Gymnasien in Rheinland-Pfalz und im Saarland, indem sie Lehrpläne und Lehrwerke analysiert sowie Fachlehrkräfte zu ihren Erfahrungen und didaktischen Ansätzen befragt.

  • Phonetische, morphosyntaktische und lexikalische Besonderheiten des lateinamerikanischen Spanisch.
  • Vergleich der Lehrpläne und schulischen Rahmenbedingungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland.
  • Analyse der Qualität und Quantität lateinamerikanischer Inhalte in gängigen Lehrwerken.
  • Empirische Befragung von Lehrkräften zur didaktischen Umsetzung und Bewertung lateinamerikanischer Thematiken.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Mexiko

Mexiko zählt mit insgesamt 106,7 Millionen Einwohnern (2008) zum bevölkerungsreichsten spanischsprachigen Land, und seine Hauptstadt nimmt in der Rangliste der größten spanischsprachigen Städte den ersten Platz ein. Spanisch gilt in Mexiko als offizielle Amtssprache, auch wenn dies in der Verfassung nirgendwo eindeutig geschrieben steht. Der indianische Bevölkerungsanteil liegt bei etwa 14%, verhältnismäßig hoch im Vergleich zu vielen anderen lateinamerikanischen Ländern. Zu den bekanntesten indigenen Sprachen in Mexiko zählt man das Maya, welches mit all seinen Dialekten von circa 6 Millionen Menschen in den Gebieten Chiapas, Tabasco, Yucatán, Guatemala und Belize gesprochen wird, und die Azteken-Sprache Nahuatl, mit etwa 1,4 Millionen Sprechern im mexikanischen Hochland. Die Rechte dieser und weiterer indigener Sprachen in Mexiko haben seit dem Generalgesetz über die Sprachenrechte der indigenen Völker von 2003 deutlich an Ansehen gewonnen und besitzen einen umfassenden Rechtsstatus.

Da die Eroberung Mexikos bereits recht früh begann, kam dem Land eine wichtige Stellung innerhalb der Hispania zu. Die enge Bindung des mexikanischen Hofes zum Mutterland und die Akzeptanz durch die indigene Bevölkerung brachte eine Verschmelzung der beiden Kulturen mit sich. Am mexikanischen Hof folgte man den spanischen Gewohnheiten und machte sie sich zu eigen, dies betraf in besonderer Weise die Sprache. Des Weiteren waren die Spanier in kaum einem anderen Land in kultureller Hinsicht so engagiert: Um 1530 wurde der Buchdruck eingeführt und man gründete Schulen sowie erste Universitäten, an denen sowohl Spanisch als auch die aztekische Sprache gelehrt wurden. Auch wenn Nahuatl im mexikanischen Spanisch heute nicht mehr so bedeutsam ist wie im 16. Jahrhundert, so hat es doch im Laufe der Zeit sprachliche Veränderungen, vor allem im Vokalismus, mit sich gebracht. Dem konnte selbst die enge Bindung zum spanischen Hof nicht entgegenwirken, der stets versuchte die Sprache „rein“ zu halten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einleitung in die Bedeutung der lateinamerikanischen Thematik im Spanischunterricht und Definition des Forschungsrahmens.

II. DAS SPANISCHE IN AMERIKA: Darstellung der sprachlichen (phonetisch, morphosyntaktisch, lexikalisch) Besonderheiten in Mexiko, Kuba, Venezuela und Chile.

III. LEHRPLÄNE UND LEHRWERKE IN RHEINLAND-PFALZ UND IM SAARLAND: Analyse der schulischen Vorgaben sowie der verwendeten Lehrwerke hinsichtlich ihres lateinamerikanischen Gehalts.

IV. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUM THEMA „LATEINAMERIKANISCHE GEGEBENHEITEN IM SPANISCHUNTERRICHT“: Auswertung der Befragung von Fachlehrkräften zur Bewertung der lateinamerikanischen Inhalte.

V. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung und Ausblick auf die Integration lateinamerikanischer Aspekte im Spanischunterricht.

Schlüsselwörter

Spanischunterricht, Lateinamerika, Lehrplananalyse, Lehrwerksanalyse, Empirische Untersuchung, Hispanistik, Sprachvarietäten, Interkulturelle Kompetenz, Phänomene, Morphosyntax, Lexik, Schulsystem, Gymnasium, Rheinland-Pfalz, Saarland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Integration und Qualität von lateinamerikanischen Inhalten und Sprachmerkmalen im Spanischunterricht an Gymnasien in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Themenfelder umfassen sprachliche Charakteristika des amerikanischen Spanisch sowie deren Repräsentation in offiziellen Lehrplänen und gängigen Lehrwerken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie die Bedeutung Lateinamerikas in Lehrplänen und Lehrwerken berücksichtigt wird und wie Lehrkräfte diese Integration praktisch bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus systematischer Lehrplan- und Lehrwerkanalyse sowie eine empirische Befragung von Fachlehrkräften durch qualitative Interviews.

Was behandelt der Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil analysiert detailliert die sprachlichen Besonderheiten des amerikanischen Spanisch, die strukturellen Vorgaben der Lehrpläne in beiden Bundesländern und die Umsetzung in den entsprechenden Spanischlehrwerken.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Spanischunterricht, Lateinamerika, Lehrwerksanalyse, Sprachvarietäten und interkulturelle Kompetenz charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Situation in Rheinland-Pfalz vom Saarland?

Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass es in Rheinland-Pfalz lediglich einen Lehrplanentwurf für Spanisch gibt, während im Saarland spezifisch ausgearbeitete Lehrpläne für verschiedene Klassenstufen existieren.

Welches Fazit ziehen die befragten Lehrkräfte?

Die Lehrkräfte sind sich weitgehend einig, dass lateinamerikanische Inhalte im Vergleich zum Standard-Spanisch nur einen geringen quantitativen Raum einnehmen und eine stärkere Integration wünschenswert wäre.

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Details

Title
Das Lateinamerikanische Spanisch im Spanischunterricht
Subtitle
Phonetik, Morphosyntax und Lexik zum lateinamerikanischen Spanisch und seine Bedeutung im Spanischunterricht
College
University of Trier
Grade
1,0
Author
Julia Mähler (Author)
Publication Year
2011
Pages
111
Catalog Number
V187990
ISBN (eBook)
9783656117360
ISBN (Book)
9783656131496
Language
German
Tags
Lateinamerika Lateinamerikanisches Spanisch Lateinamerika im Spanischunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Mähler (Author), 2011, Das Lateinamerikanische Spanisch im Spanischunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187990
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